Beiträge von Georg_

    Kolben auf UT, Zündkerze raus und mit einem Adapter Druckluft in den Zylinder geben. Kolben auf UT weil es sonst passieren kann das der bei 8-9bar nach unten gedrückt wird.


    Die "Schraubzwinge" ist eine Variante. Die professionellen Varianten kann man von oberhalb auf den Kopf schrauben. Gibt auch Varianten wo man die Nockenwelle gegen ein passendens "Ersatzrohr" austauscht bei der die Befestigung für den Hebel mit drin sind.

    Probleme in der Benzinversorgung könnte man relativ einfach mit Starterspray heraus bekommen. Bei sporadischen Fehlern ... naja, man nimmt ja nicht immer eine Flasche mit.

    Drosselklappe kann man nur mit KTM Diagnosetool anlernen.
    Den Gasgriff kann man auch so anlernen, in dem man mit Motor aus und Zündung an einmal bis Anschlag dreht, wieder zurück und dann Zündung aus macht.

    Fehler werden auch nicht direkt im Speicher abgelegt. Es wird zB erst ein Fehler gemeldet, wenn man mit abgezogenem Stecker an der Einspritzdüse 20 Sekunden versucht zu starten. Das Ganze ist also nicht wirklich aussagekräftig.

    Hi Quacks,


    hatte vor 2 Wochen das erste Mal ein ähnliches Problem. 2 Aussetzer für mit je unter einer Sekunde. Einmal bei 50kmh, einmal bei 80kmh. Als würde man ganz kurz das Gas weg nehmen.


    Habe eine 2016er SMCR mit 29000km. Motor und Elektronik ist die gleiche wie bei der 2015er Duke. Habe einen PowerCommander5 aufgrund größerem Hubraum verbaut, was die Fehlersuche nicht einfacher macht.


    Bei so kurzen Aussetzern kann es meiner Meinung nicht die Benzinpumpe sein. Der Druck müsste für den Bruchteil einer Sekunde zusammenbrechen und dann wieder da sein.


    Zündanlage, Einspritzventil und Drosselklappe würden dagegen "schnell genug" reagieren, um so einen Fehler zu provozieren. Ein Kabelbruch in den Leitungen für das TPS Signal zum Beispiel.


    Die Zündspulen können es aufgrund der Doppelzündung irgendwie auch nicht sein. Bei mir ist es auch im unteren Drehzahlbereich aufgetreten, in der beide Zündfunken auch noch einen ausreichenden Efdekt hätten, wenn eine Zündspule nicht funktionieren würde.



    PS: Die Drosselklappe hat keine "CPU". Dort wird nur die Position mittels Hall Signal abgegriffen. Hatte meine mal auseinander gebaut um von 42mm auf 50mm umzubauen.

    Moin,

    ich hatte 2019 eine Motorrevision bei PirateRacing durchführen lassen. Für 2500€ waren dabei:

    - Kurbelwelle wuchten

    - neues Pleuel mit Bronzebuchse

    - SKF Kurbelwellenlager (Kugel statt Wälzlager)

    - alle Lager und Dichtungen neu

    - Zylinderkopf überholt (strahlen und Dichtungen)

    - Stehbolzen

    - verstärkte Kupplungsfedern


    Da ich einen eigenen Zylinder und Kolben mit 105mm statt 102mm und eine andere Nockenwelle verbaut habe, beziehen sich die 2500€ nur auf den fertigen Grundmotor. Den Rest habe ich gemacht.

    Naja, das "Größtenteils Dummes" stimmt auch nicht ganz. Stimmt schon was hier geschrieben wurde.


    Ab Euro 5 ist ein sehr aufwendiges EG-Homologations Verfahren notwendig. Dabei muss der Hersteller mehrere Geräusch, Abgas, Fahrtests auf dem Prüfstand sowie Langzeittests vorweisen.

    Die Euro Normen gelten Europaweit, deswegen muss das Produkt auch die entsprechenden europäischen Normen erfüllen.


    Viele Hersteller konnten und wollten vor allem den Euro5 Prozess nicht bezahlen, da die Kosten immens sind. Diese sind im mittleren 4-stelligen Bereich angesiedelt. Das erklärt auch die entsprechend dünne Auswahl an Produkten.


    Ebenfalls ist das ein durchaus langwieriger Prozess, da die ESDs ab Euro 5 (Euro 4 war glaube noch nicht so schlimm) den Langzeittest durchfahren müssen.


    Hier kannst du auf jeden Fall ein Angebot anfordern: https://www.tuv.com/germany/de…drige-kraftfahrzeuge.html


    Noch was dazu:

    Eine Einzelabnahme ist daher schon nicht möglich, da der Endtopf keine E-Nummer besitzt. Eine Einzelabnahme zielt eher darauf ab, mehrere baulichen Veränderungen, die einzeln abnahmefrei wären, einzutragen. Also zB wäre nur ESD mit e-Nummer kein Problem. Aber ESD UND Krümmer oder Kat etc wäre mit einer Einzelabnahme verbunden.

    Schlecht gehen die gedrosselten 690er auf keinen Fall, Autobahn etc bin ich damit allerdings ungern gefahren.
    Haben seit kurzem eine gedrosselte und eine ungedrosselte Yamaha Tenere. Topspeed ist bei beiden 170kmh (abgeregelt wegen Reifen), nur die ungedrosselte beschleunigt schneller. Das ist mir deutlich lieber als irgendwo bei 140kmh nicht mehr vorwärts zu kommen, vor allem bei Überholmanövern.

    Die auf A2 gedrosselten 690er brechen ab 5500rpm ein, der Topspeed liegt so zwischen 140-150kmh. Das ist alles normal.
    Gangabhängig ist da aber nichts.

    Als ich dann den offenen Schein gemacht habe, war meine 2016er SMC-R auf einmal ein ganz anderes Motorrad.

    Nuja, man muß halt an einer Yamaha eben weniger oft schrauben als an einer KTM........

    Aber ist das eine Entschuldigung dafür, dass man auf Wartungsfreundlichkeit verzichten muss?
    Wenn man bei einer Flussdurchfahrt ins Wasser fällt, sieht man ganz schön alt aus. "Nicht hinfallen", ist zwar ein wirkungsvoller, aber halt trotzdem kein guter Tipp. :grins:

    Werkstatthandbücher gibt es nicht ganz grundlos -sollteste dir vlt. zulegen. Vermutl.nicht nur Y-Handbücher erklären sehr sorgfältig, wie man wo hinkommt ohne allzuviel Umwege, von vermeidbaren Kollateralschäden ganz zu schweigen, nicht nur die vielen kleinen Plastikteile, die bereits abgebrochen sind, bevor man sie überhaupt sieht :lautlach:

    Vor 2 Wochen bestellt.
    Allerdings gibt es für die Zündkerzen keinen besseren Weg, leider. Offiziell brauchst du wie gesagt auch ein Spezialwerkzeug.
    Die Plastikteile alleine sind ordentlich mit Schrauben angebracht oder teilweise mit Plastiknieten. Da habe ich kein Problem gesehen. Wie gesagt, hatte die Tenere ja schon zur Hälfte zerlegt.

    Habe hier nicht mitgelesen, möchte aber auch noch etwas zum Thema Tenere 700 sagen.
    Wir haben seit 2 Wochen eine auf 35kW gedrosselte Tenere 700 (die :titten: kann den offenen Schein erst nächstes Jahr machen). Vom Fahrgefühl hat die Tenere mich wirklich überrascht, hätte nicht gedacht dass sie sich so leicht und agil fährt. Und ich fahre sonst eine SMC-R. Auch auf Schotter und im Gelände macht sie eine gute Figur. Alles in allem kein Fehlkauf.

    Nun aber zum eigentlichen Thema: Reparierbarkeit

    Wenn Apple ein Motorrad bauen würde, wäre es die Tenere. Ich muss wirklich sagen, ich weiß nicht ob ich damit eine längere Reise machen würde, vor allem wenn ich auf mich alleine gestellt bin und irgendwo unterwegs bin, wo es keine so gute Infrastruktur gibt.
    Warum ich das sage? Ich habe einen Quickshifter installiert, dazu muss man ein Adapterkabel zwischen Zündkerze und Spule hängen. Junge Junge, da ran zu kommen ist ein Trauerspiel.

    Wenn man an die Zündkerzen muss, muss man eigentlich das ganze Motorrad zerlegen. Selbst wenn der Tank runter ist braucht man noch ein Spezialwerkzeug, weil über dem Ventildeckel alles mit Kabeln und einer Plastikabdeckung verbaut ist.
    Apropos Plastikabdeckung: Diese ist so bescheiden konstruiert, dass auf der Seite, wo man mit der Hand durch kommen WÜRDE einfach ohne Grund nach unten zieht (siehe Bild).
    Okay, dann vllt den Kühler nach vorne kippen? Keine Chance. Der ist nur auf einer Seite mit einer Schraube befestigt, auf der anderen Seite mit einem Dorn. Das heißt, man kann ihn nicht nach vorne kippen, sondern nur zur Seite heraus ziehen. Auch ist der Kühlerschlauch so kurz, dass es mit kippen eh nichts wird. Dann kommt noch dazu, dass der Hardline Bremsschlauch und die vordere Verkleidung am Kühler montiert ist.

    Wenn ich dazu meine SMC / ENDURO anschaue: 2 Schrauben um die rechte Verkleidung zu lösen, nochmal 2 um den Halter der Zündspulen zu lösen, fertig. Und um an den Ventildeckel zu kommen muss nur der Luftfilterkasten raus. Sind 10 Schrauben und nochmal 15 Min Arbeit.
    Habe meine Yamaha Werkstatt angerufen, als ich gefragt habe ob ich mich nur dumm anstelle, haben die gelacht und gesagt: bei uns fluchen auch alle wenn eine Tenere zum Service kommt.

    Ich will die Tenere auf keinen Fall schlecht machen, sonst hätte ich sie ja auch nicht gekauft und Spaß macht sie ja auch. Aber ich frage mich ob bei manchen Dingen wirklich nachgedacht wurde oder einfach nur schnell "hingepfuscht" wurde. Es wird immerhin als Adventure Bike mit Rally-Genen vermarktet.

    Es gibt Adapter mit deren Hilfe eine Breitbandsonde in den Anschluss der originalen Sprungsonde geschraubt werden kann.

    Ich persönlich halte da zwar nicht viel davon, weil eine Breitbandsonde m.E.n direkt im Abgasstrom sitzen sollte, aber ich kenn Tuner die das so machen

    Gerade angerufen:
    - Lambdasonde ist ca 1m lang, und steckt soweit im Endrohr wie möglich, die kennen das Problem hat er gesagt
    - er hatte es schon, dass manche PCV die Gasstellung nicht richtig erkennen

    - Benzinpumpe schließt er aus, da im oberen Drehzahlband ja alles ok ist, auch bei Vollgas. Würde ich auch komisch finden.


    Wie auch immer, morgen fahre ich da nochmal hin. Zu fett ist ja erstmal besser als zu mager. :zwinker:

    Wo hatte er denn die Breitbandsonde installiert?

    Hast du einen Anschluss im Krümmer oder hat er sie mittels Adapter anstelle der Sprungsonde eingeschraubt?

    Oder hat er die Breitbandsonde nur hinten in den Endtopf reingesteckt?

    Puh, das kann ich dir echt nicht sagen. Wahrscheinlich eher Endtopf, weil Breitbandsonden passen normalerweise nicht in das Gewinde der originalen Lambda Sonde.

    Wie schaut denn dein PC5 Map aus?

    Kannst du da mal einen Screenshot von machen?

    Kann ich später mal machen.

    Auf jeden Fall wieder mal vielen Dank, werde das weiter geben wenn ich meinen Tuner anrufe. Das hilft mir echt viel :knie nieder:

    Heute die erste kleine Runde gefahren. :grins:


    Also, hier mal meine gemischten Gefühle dazu:

    - die Karre springt echt nicht gut an. Glaube aber fast, da ist die neue Lithium Batterie schuld. Mit überbrücken geht das deutlich besser.

    - habe das Gefühl, die Kiste klappert weniger als vorher. Ich meine damit die Regieon Ventiltrieb etc.. Gibt auch keine weiteren dubiosen mechanischen Geräusche, deswegen gehe ich mal davon aus, dass bisher alles noch heile ist.

    - Fahrgefühl ist echt erste Sahne. Immer gut Drehmoment und ab 5000rpm gibts so nen richtigen Schub. Kann man halt echt schwer beschreiben, sorry.

    - bei Teillast und 4000-6000 Umdrehungen stimmt irgendwas nicht. Es ruckelt, Gas wird nicht angenommen und es hört sich an, als wenn die sich verschlucken würde bzw Fehlzündungen. Ich tendiere dennoch zu einem Fehler in der Abstimmung, denn bei niedrigeren Drehzahlen oder Vollgas kann ich nichts dergleichen feststellen.

    - uff, die Karre ist unfassbar laut, vor allem ab besagten 5000rpm. Ich bin jetzt aber auch 1,5 Jahre nicht gefahren, und davor war die auch schon nicht leise. Ich schiebe das jetzt mal auf meine subjektive Wahrnehmung. :knie nieder:


    Das war auch die erste Fahrt in besagten 1,5 Jahren und die erste dieses Jahr. Da ist sowiso noch alles etwas komischer finde ich.