890R Schlauchlosreifen minimaler Reifendruck?

  • ...Bei einer breiten 890 felge schlägts wesentlich schneller durch als bei einer schmalen EXC Felge...

    Echt? Intuitiv hätte ich es andersherum vermutet?!

    890 Adventure R 2023

    1290 SAS 2018

    1190 Adventure 2013

    Z750R 2012

    Mito 125 1996 & 2002

  • Echt? Intuitiv hätte ich es andersherum vermutet?!

    ich muss erstmal klarstellen, dass ich jetzt mal nur mit Vermutungen um mich werfe.


    Aber wir haben glaube ich beide recht, die stehende Flanke ist natürlich schwerer zu komprimieren als die ballonartige auf der schmalen Felgen, aber bei der ballonflanke ist viel mehr Karkassengummi um das Felgenhorn was wiederum schützt (wobei diese Aussage wohl doch mehr Fakt als nur meine Vermutung ist)

    Achtung, Warnung vor Ironie und Sarkasmus. Jedem steht es frei sich angesprochen zu fühlen oder nicht.

  • Die 790/890 hat auch nicht gerade die allerbesten Felgen.
    Auf der EXC, der GS oder der 701 hab ich noch keine Felgen versaut (ausser Kratzer/Macken), die der 790 hat bei der ersten Tour neben der Strasse schon nen Eindruck mit leichter Wölbung nach aussen gehabt (und ich bin kein Enduro gefahren, nur die Standardstrecken Assietta, Parpaillon und so). Ich habe danach den Luftdruck auch nicht mehr unter 2 bar kommen lassen.

    Na ja, am Parpaillon gibt's (oder gab es auf jeden Fall) schon auch recht grobe Abschnitte. Wenn man es da ein wenig laufen läßt, ist eine Beule in der Felge nichts völlig unerwartetes.

  • Wir waren im Oktober auf Sardinien und sind dort auch den TET gefahren. Dunlop Trailmax Raid mit 2.3bar kalt. War kein Stress. Genug Grip war damit auch da und keinen einzigen Durchschlag, auch in den miesen Passagen gleich südlich von Olbia oder südlich von Berchidda.

  • Hallo


    Es spielt schon eine grosse Rolle wie hart der Reifen ist.


    Bei meinen beiden Reisen nach Island mit der 890R adv hatte ich beim ersten Mal Michelin Anakee Adventure und beim zweiten Mal Mitas E10 Dakar.

    Luftdruckabsenken brachte bei beiden auf hartem Untergrund etwas, Mitas musste mehr abgesenkt werden für den gleichen Effekt.

    Auf Sand war der Unterschied noch stärker, starkes Absenken brachte beim Mitas nur sehr wenig mehr Auflage gegen das Einsinken.


    Auf der XT660Z mit Schlauch und Reifenhalter hatte ich meist TKC80 vorne und hinten, das härteste war K60scout.


    Ob es an der Felgengrösse der beiden Moppeds oder Reifenhärte liegt weiss ich nicht, mit dem Luftdruck spielen war bei der XT660Z besser in den Ergebnissen.


    Nach dem mir in Island dieses Jahr der E10 Dakar wegen der Undichtigkeit von der Felge sprang, fuhr ich die F88 von Dreki bis Ringstrasse mit 2.5-3 Bar.

    Es geht also auch mit hohem Luftdruck auf Sand/Schotterpisten mit tiefer Flussdurchfahrt mit losem Kies, es war nur Scheisse zu fahren.

    54009605332_b0958abf4f_k.jpg20240809_195726 by tom meier, auf Flickr54009604917_f61e982fc2_k.jpg20240812_102333 by tom meier, auf Flickr

    Von daher sind die von jedem gefahrenen Luftdrücke sehr subjektiv zu betrachten, viele Faktoren spielen mit.


    gruss sushi

    2011-2013 Nord/Südamerika-Australien-Asien-Europa:

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    2 Mal editiert, zuletzt von sushi2831 ()

  • Mitas Dakar spielt was die Karkasse angeht in einer eigenen Liga.


    Unkaputtbar aber der Reifen passt sich entsprechend schlecht dem Untergrund an.


    Tiefe Luftdrücke spielen ihren Vorteil vorallem in technischem Terrain aus, wenns wirklich um Grip geht.

    Bei Geschwindigkeit hats dann mehr was mit Komfort und Spurtreue zu tun.


    Kleines Beispiel, weder in Slowenien noch in Kroatien besteht Bedarf mit dem Druck besonders tief zu gehen, da bleibe auch ich lieber im sicheren Bereich um, sollte ich den einen blöden Stein erwischen, nicht direkt einen Platten zu haben.


    Aber auf Sardienen zahlt sich ein tieferer Luftdruck auf jedem km aus

    Achtung, Warnung vor Ironie und Sarkasmus. Jedem steht es frei sich angesprochen zu fühlen oder nicht.

    Einmal editiert, zuletzt von Berty_Fox ()

  • Nach 2 Wochen kein Luftverlust messbar. ;-)

    Luftverlust nach 3.5 Monaten Standzeit:

    Vorne 0.3 Bar

    Hinten 0.4 Bar


    Zum Vergleich meine beiden anderen Moppeds mit Schlauchlos aber eben ohne Felgendichtband:

    XT1200Z nicht messbarer Verlust

    VN2000 nicht messbarer Verlust

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    Einmal editiert, zuletzt von sushi2831 ()

  • Mal eine Frage zur Einstellung des Reifendrucks wenn die Schlauchlos-Reifen schon warm sind, da ich mir die Frage am Sonntag gestellt habe.


    Im kalten Zustand vor der Fahrt hatte ich 2,3bar eingestellt. Dann Autobahn-Etappe.

    Vor Offroadstart habe ich dann gemessen und vorne 2,4 und hinten 2,5 bar gehabt.

    Habe dann jeweils um 0,3 bar reduziert, also 2,1 & 2,2.

    Vor der Rückreise auf der AB habe ich wieder auf 2,4 und 2,5 erhöht.


    Man konnte ja hier schon viel lesen zu den Empfehlungen zum minimalen Druck bei Schlauchlos-Reifen. Die meisten empfehlen ja 2,0 bar nicht zu unterschreiten.


    Geht ihr auch bei warmen Reifen auf 2,0 bar runter oder wie stellt ihr das in der Praxis ein, wenn der Reifen einmal warm ist?

    Also gilt dieser Richtwert unabhängig davon ob der Reifen warm oder kalt ist?

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  • Ich würde das vom Untergrund und Geschwindigkeit abhängig machen. Der Reifen würde auch bei 1,4 Bar noch auf der Felge bleiben. Bei einem Moped > 200 kg schottest du dir aber dann ruckzuck die Felge. Weicher Boden, Matsch 1,7 - 1,8 Bar, Felsen nicht unter 2,0 Bar in warmen Zustand ist meine Regel. Wenn ich mit ~ 100 übern Feldweg fahr bleib ich wegen den Schlaglöchern auch bei min. 2,2 Bar. Kommt auch viel auf den Reifen, bzw. wie hart die Karkasse ist an.


    Vielleicht auch interessant: Im Winter fahr ich Onroad mit 2,0 - 2,2 Bar (kalt) = Reifen walkt mehr und baut somit schneller Temperatur auf, Verschleißt aber dadurch auch schneller.

    Nach meinen Beobachtungen steigt der Luftdruck von kalt zu einer flotten Passfahrt um ~ 0,3 - 0,4 Bar.

    Einmal editiert, zuletzt von HD666 ()

  • Da ich nicht Birch-artig über Geröll brettere, fahre ich um die 1.8 bar. Das ist aber stark abhängig von dem Reifentyp. Wenn es matschig/sandig ist, gehe ich sogar noch tiefer. Aber nicht (mehr) unter 1.6 bar. Bei 1.5 bar habe ich mir mal einen Stein zwischen Reifen und Felge gedrückt, war ein Akt den wieder da raus zu bekommen. Ne kleine MAcke habe ich mir so auch schon geholt.


    Den Reifendruck stelle ich immer kalt ein, alles andere ist zu stark davon abhängig, was man unmittelbar vorher gemacht hat und welcher Druck vorher drin war. Wenn ich unterwegs bin, mache ich das nach einer Pause und pfeife auf die 0.05 bar Unschärfe wegen des Temperaturdeltas.

  • Den Reifendruck stelle ich immer kalt ein, alles andere ist zu stark davon abhängig, was man unmittelbar vorher gemacht hat und welcher Druck vorher drin war. Wenn ich unterwegs bin, mache ich das nach einer Pause und pfeife auf die 0.05 bar Unschärfe wegen des Temperaturdeltas.

    Mhm, wäre bei mir nicht wirklich eine Option. Meine Pausen (bis auf mittags) sind zu kurz. Da kühlt nicht wirklich irgendwas signifikant ab. Nichtmal ich :grins:

    Aber kalt 1.8 dürften ja warm ca. 2 bar sein.

    Übrigens hatte sich der Luftdruck nach dem Offroad-Teil (bis auf die reduzierten 0,3 bar) nicht weiter abgesenkt im Vergleich zur Autobahn.

    Waren nach 190km Offroad und Verbindungsetappen immer noch die reduzierten 2,1 bzw. 2,2 bar.

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    Einmal editiert, zuletzt von chilly243 ()

  • Ich würde das vom Untergrund und Geschwindigkeit abhängig machen. Der Reifen würde auch bei 1,4 Bar noch auf der Felge bleiben. Bei einem Moped > 200 kg schottest du dir aber dann ruckzuck die Felge. Weicher Boden, Matsch 1,8 Bar, Felsen nicht unter 2,0 Bar in warmen Zustand ist meine Regel. Wenn ich mit ~ 100 übern Feldweg fahr bleib ich wegen den Schlaglöchern auch bei min. 2 Bar.

    Ok, Du stellst also auch bei warmen Reifen so ein.

    Wollte auch nur wissen, wie/ob ihr messt wenn das Gummi einmal warm ist.

    So wie ich Dich verstehe, hätte ich durchaus noch etwas reduzieren können.


    Ich will auch gar nicht deutlich weniger Druck auf den Feldwegen, Wiesen etc.

    Bin dann doch auch schonmal ziemlich flott unterwegs (tlw. 70-90) auf grobem Schotter mit Schlaglöchern (da wo keine Menschen zu sehen sind).

    Macht halt einfach Spaß das Vorderrad nicht ins Schlagloch eintauchen zu lassen sondern mit Gasstoß und Gewichtsverlagerung drüberfliegen zu lassen.

    Und je schneller man ist, desto besser das Fahrwerk der R wie ich finde.

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  • Mhm, wäre bei mir nicht wirklich eine Option. Meine Pausen (bis auf mittags) sind zu kurz. Da kühlt nicht wirklich irgendwas signifikant ab. Nichtmal ich :grins:

    Aber kalt 1.8 dürften ja warm ca. 2 bar sein.

    Übrigens hatte sich der Luftdruck nach dem Offroad-Teil (bis auf die reduzierten 0,3 bar) nicht weiter abgesenkt im Vergleich zur Autobahn.

    Waren nach 190km Offroad und Verbindungsetappen immer noch die reduzierten 2,1 bzw. 2,2 bar.

    Must Du denn unterwegs so oft nachregeln? Ich stelle 1.8 bar ein und fahre so durch. Auch Strassenabschnitte sind bei ner festeren Karkasse gar kein Problem. Nur wenn es wirklich dreckig wird, gehe ich dann etwas tiefer.


    Ich will auch gar nicht deutlich weniger Druck auf den Feldwegen, Wiesen etc.

    Bin dann doch auch schonmal ziemlich flott unterwegs (tlw. 70-90) auf grobem Schotter mit Schlaglöchern (da wo keine Menschen zu sehen sind).

    Macht halt einfach Spaß das Vorderrad nicht ins Schlagloch eintauchen zu lassen sondern mit Gasstoß und Gewichtsverlagerung drüberfliegen zu lassen.

    Wie gesagt, kommt auf den Reifen an, aber 70 bis 90 auf Schotterpiste geht auch locker mit 1.8 bar.

  • Nein, ich hab nur einmal nach der AB-Anreise runtergestellt und vor der AB-Heimreise wieder hoch. (Deutsche AB-Geschwindigkeiten halt)

    Die ganzen Asphalt-Verbindungsetappen waren bei gleichem Druck, das funktioniert gut.


    Gerade Frankreich (TET, Ackerwege) sind ja doch sehr gemischt. Da fährst alle paar km ja wieder etwas Asphalt, nur um 2km später wieder auf Schotter oder Dreck zu wechseln.

    Denke nächstes Mal werde ich mich mal Richtung 1.8 kalt bzw. 2.0 warm vortasten und ausprobieren.

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  • In meinen beiden Offroadtrainings wurde auch auf 1,8 abgesenkt und ich bin dann so auch heim gefahren weil ich es vergessen hatte. Geht ohne Probleme

    Unmöglich ist keine Tatsache sondern nur eine Formulierung. Hans Kammerlander

  • In meinen beiden Offroadtrainings wurde auch auf 1,8 abgesenkt und ich bin dann so auch heim gefahren weil ich es vergessen hatte. Geht ohne Probleme

    Offroadtraining wird immer langsam gefahren und i.d.R. mit Reifen mit harter Karkasse (zumindest bei Leihmopeds).

    Habt ihr den Luftdruck bei warmen oder kalten Reifen eingestellt? Vermute mal in kaltem Zustand.

  • Ich lass eigentlich immer 2,4 bar vorne und hinten drin. Mir ist der Schutz meiner Felgen wichtiger als traktion. Fahre aber auch bisher eingentlich nur in den Bergen, bzw. Schotter und Fels. Sollte ich mal auf Sand kommen (eine Tour), könnte es vielleicht anders aussehen.

  • Darüber zu philosophieren ob man jetzt mit 1,8 oder 2,1 bar fahren sollte ist in etwa wie xy....(denkt euch was aus)


    Man muss ja nicht unbedingt mit 2,4bar fahren aber wenn man mal mit 1,6bar Unterwegs ist, wirds immer noch keine Probleme geben.


    Auf meiner 625 fahre ich im "harten" Modus 1,5 bar vorne und 1,0bar hinten. Die wiegt reisefertig immerhin auch 190kg + Fahrer und ich hatte noch nie Probleme.


    2 Dinge sollte einem klar sein, von einer geraden Felge kann man sich sowieso verabschieden und wenns einen erwischt, dann erwischt es einen mit einer blöden Kante.


    Die bessere Vorsorge gegen Durchschläge ist eine angepasste Fahrweise als hoher Luftdruck.

    Achtung, Warnung vor Ironie und Sarkasmus. Jedem steht es frei sich angesprochen zu fühlen oder nicht.

  • Aber kalt 1.8 dürften ja warm ca. 2 bar sein.

    Dann grabe ich mal heraus, was ich mal über Thermodynamik gelernt habe... :grins:


    ideale Gasgleichung

    p*V=n*R*T


    Im Reifen ist n und V konstant, damit V/(n*R)=K und damit

    p*K=T


    Dreisatz mit zwei unterschiedlichen Temperaturen:

    p2 = p1*T2/T1


    Bei 20° C Wetterchen, 1.8 bar kaltem Druck und schön warmgefahrenen Reifen von 35° C:


    p2= 1.80 bar * 308 K / 293 K = 1.89 bar


    Gibt also bei den genannten Temperurverhältnissen etwa 5 % mehr Druck und scheint damit recht egal zu sein... :peace:

    4 Mal editiert, zuletzt von Laskywalk ()

  • Wie kommst du darauf, dass ein warmer Reifen 35° hat?

    Einmal editiert, zuletzt von HD666 ()