Regenkombi / Regenschutz: Tipps & Tests hier rein!

  • Ein Freund hat sich die Regenkombi im Frühjahr gekauft.

    Die Helmkapuze ist super (sollte jede Regenkombi haben) und sie hat auch gut dicht gehalten.

    Flatterneigung ist durch das etwas dickere Material auch eher gering, wird aber mit einem vergleichsweise großem Packmaß erkauft.


    Wer genügend Platz am Mopped hat, macht damit wahrscheinlich nicht viel falsch.

    Wofür eigentlich 4-Zylindermotoren? Am Motorrad sind es 2 zu viel und im Auto 2 zu wenig....

  • Ein Freund hat sich die Regenkombi im Frühjahr gekauft.

    Die Helmkapuze ist super (sollte jede Regenkombi haben) und sie hat auch gut dicht gehalten.

    Flatterneigung ist durch das etwas dickere Material auch eher gering, wird aber mit einem vergleichsweise großem Packmaß erkauft.


    Wer genügend Platz am Mopped hat, macht damit wahrscheinlich nicht viel falsch.

    Ich bleibe dabei, mit einer ordentlichen Kombi und außenliegender Membrane (Stadler z.B.) brauchst nie mehr eine Regenhülle. Die Durchlüftung im Sommer ist auch besser, da die Membran ja geöffnet wird und "voller Durchzug" herrscht. Mit innenliegender Membran kommt nie genug Luft durch. Die Kombi saugt sich bei Regen nicht voll und trocknet superschnell ab. Dadurch auch nicht so kalt wie bei innenliegenden oder extra einzuknöpfenden Membranen. Klar kostet mehr aber du hast nix mehr einzupacken und immer gute Laune - scheißegal was für ein Wetter. Lieber einmal was ordentliches als zig Klamotten probieren und immer noch nicht zufrieden sein. Bei 'ner Karre für über 20 Scheine kann ich auch ne ordentliche Kombi bezahlen. Ich bin über mich selbst sauer, das ich das nicht viel früher so gemacht habe. Es hängen 4 Kombis im Keller und erst jetzt bei der 5. von Stadler als Maßanfertigung bin ich endlich zufrieden. Hätte viel Geld gespart und oft viel Stress und auf alle Fälle die Schwitzereien unter den Gummihüllen oder den nassen Arsch beim unverhofften Wolkenbruch. Wenn es richtig heiß ist, natürlich eine Meshjacke und Motorradjeans. Fazit : Mit mehr Geld ausgeben sparst am Ende Geld. (Die Erinnerung an schlechte Qualität währt länger, als die kurze Freude über den niedrigen Preis.)

    Wer der Herde folgt - läuft den Ärschen hinterher!


    Viele Grüße von der Ostsee ! :wheelie:

  • Dem schließe ich mich an. Wer einmal einen guten (!) Anzug auf einer mehrtägigen Reise mit wechselndem Wetter hatte, will nix anderes mehr.

    Chrom bringt dich nicht nach Hause!

  • Dem schließe ich mich an. Wer einmal einen guten (!) Anzug auf einer mehrtägigen Reise mit wechselndem Wetter hatte, will nix anderes mehr.

    Meiner Meinung nach könnte ein guter Anzug alles. Den gibt es nicht.

    So ein Anzug ist und bleibt für mich ein „Pinguin“. Der kann super schwimmen, aber laufen? Eher nicht. Und fliegen kann er schon gar nicht.

    Und nein, für mich keine Glaubensfrage. Das bleibt für mich immer ein Kompromiss.


    Ich mache mir auch diesbezüglich Gedanken, das man mit einem solchen Anzug der „wirklich alles kann“ auch seine Agilität auf dem Motorrad, Temperaturregulation, das Popometer verschlechtert oder teilweise einbüßt.


    Hat für mich so etwas astronautenartiges, á la Taucheranzug…. manche sehen halt auch aus als wären die gerade auf dem Weg zu einer Bombenentschärfung.


    Ich bleibe bei der Folie wenn ´s regnet und kalt ist, passiert selten genug. Ist mir das Geld für den Anzug nicht wert.

    „Mit dem Wissen wächst der Zweifel.

  • Auf langen Reisen war ich bisher mit dem Zwiebelprinzip unterwegs und sehr glücklich.


    Von innen nach außen:


    Baselayer: Merino

    Protektoren: Knox Armor + Knieschoner oder Kneebrace

    Kleidung: MX Jersey + Klim Mojave oder Dakar Hose (etwas abriebfest für die Straße)

    Wetterschutz: Windweste, Softshelljacke, Isolationsjacke und/oder Regenschutz (von Jack Wolfskin für 40€ über Kleinanzeigen) + BW Goretex Hose (15€)


    Damit war ich im letztes Jahr im Oktober in Sardinien von 30°C auf der Insel bis 3°C auf dem Brenner immer "gut" angezogen und konnte je nach Tageszeit und Temperatur gut und schnell anpassen.

    Auch im Mai damit in Kroatien bei ähnlichen Temperaturbereichen in den Bergen bzw. an der Küste.


    Für mich gibts nix anderes mehr. Hab noch nen Klim Carlsbad daheim, der ist aber für Frühjahr und Herbst gedacht, wenns kaum mehr über 15°C bekommt. Alles drüber ist mir das Plastik zu warm und ich koche mich da drin. Ohne Offoradanteil oder mit ein bissl easy Schotter gehts auch noch bis 20°C damit, aber das wird schon unangenehm. da helfen auch die Ventilationsöffnungen nix. Soviel Luft kann da auch nicht durch. Die 890er schirmt zu gut ab.

  • Zitat von von Badä77

    Muss eben jeder das finden, mit dem er am Besten leben kann.

    So ist es... in meinem Fall ist das die Maßlederkombi, jetzt 9 Jahre alt, ca. 120tkm und 2 Stürze drauf, aber immer noch zufrieden. Gilt natürlich nur für Asphalttouren (und vielleicht mal ein Feldweg)

    Hab keine Schmerzen damit Regenpelle drüber zu ziehen, passiert eh erst wenn's nennenswert regnet.

    Meine (eher günstigen) Textilsachen hab ich nur für Tagestouren, wenn ich weiß, dass es dauerhaft unter 10°C bleibt. Oder auch für Kurzstrecke.

    Ansonsten taugt mir die Lederkombi von 8-44°C, mit entsprechender Unterwäsche und ggfls. was winddichtem obendrüber.


    Aber eigentlich geht's ja um Regenklamotten und nicht um Regeklamotte vs. Membrankombi vs. Lederkombi.
    Daher noch was zum eigentlichen Thema:

    Bin mit der Scott Ergonomic DP-Regenhose ganz zufrieden. Zieht sich schön weit hoch, als Überlappung zur Regenjacke, ist leicht stretchig aber macht dennoch einen stabilen Eindruck. Habe sie als Ersatz für meine Held Wet Tour-Hose (nach 8 Jahren im Schritt undicht) gekauft. Die Held Wet Tour Jacke(auch 8 Jahre) ist nach wie vor dicht.

    Wofür eigentlich 4-Zylindermotoren? Am Motorrad sind es 2 zu viel und im Auto 2 zu wenig....

  • Bekommt man eine normale Textilkombi halbwegs wasserabweisend?


    Großzügig verteiltes Imprägnierspay hat an meiner Modeka Panamericana überhaupt nichts gebracht. Jeder Regentropfen wird aufgesaugt. Vielleicht ein Mittelchen zum einwaschen?

    Ne, das kannst Du knicken.


    Ich habe dieselbe Jack und war eigentlich auch immer ganz happy damit, bin aber jetzt auf eine mit laminierter Gore-tex Membran von Rukka umgestiegen, seither nehme ich keine extra Regenklamotten mehr mit.


    Die lässt gar nix durch und ist im Handumdrehen wieder trocken


    Ich bin mal nen halben Tag mit der Modeka im strömenden Regen gefahren. Ich blieb zwar trocken, aber die Jacke selbst hat sich so mit Wasser vollgesogen, dass ich sie im Hotel vor der Tür ausziehen und abtropfen lassen musste um die Rezeption nicht zu fluten.

    Ich habe damals die Jacke über Nacht nicht trocken bekommen und musste am nächsten morgen mit feuchter Jacke wieder los.


    Ich habe dann auch probiert sie zu imprägnieren, aber das hat gar nichts gebracht.

  • Andere Hersteller, aber selbes Prinzip. Für mich gibt es ab 30 Grad keine Alternative. Bin früher fast verreckt in diesen angeblichen Goretex suuuuuper luftig Sachen. Egal ob Handschuh, oder Kombi. Natürlich ist der Schutz wenn es einen auf der Straße legt, nicht der gleiche wie mit einem Lederkombi, oder teuren Textilkombi.

  • Ideal wäre es, wenn man sich das Equipment mal ausleihen und testen könnte. Da könnte man für sich selber rausfinden was am besten zu einem und dem auch sehr Unterschiedlichen Einsatzzwecken passt.

  • Das Prinzip der Atmungsaktivität funktioniert bei allen Membranen nach dem gleichem Prinzip: Temperaturdifferenz.

    • Drinnen warm / draußen kalt = Wasserdampf geht durch die Membrane nach außen
    • Drinnen warm / draußen warm = Kein Wasserdampf geht durch die Membrane / Du sitzt in der Sauna und versuchst durch Öffnungen Kühlung zu bekommen.


    Aber es gibt es folgende Einschränkung:

    Wenn die Membrane von außen Nass ist weil der Oberstoff sich voll Wasser gesogen hat (vor allem bei Z-Liner Konstruktion oder innenliegenden Membranjacken) kann auch kein Wasserdampf durchdringen weil der Bereich blockiert ist.

    In der Folge schlägt sich an der Innenseite der Membrane Kondensat nieder was dann gerne als "Membrane undicht" fehlinterpretiert wird.


    Die Verarbeitung der Membrane als Laminat auf dem Oberstoff ist deshalb vorteilhaft: Der Oberstoff kann sich nicht komplett mit Wasser vollsaugen.

    Deshalb habe ich mir vor einiger Zeit eine Goretex-Laminat-Regenzweiteiler zugelegt. Passt sowohl über mein Leder als auch über meine Textilkombi.

    Funktioniert auch so wie er soll.


    Zu den Belüftungsöffnungen in den Jacken:

    Bei Z-Liner Konstruktionen wird die Membrane durch die Belüftungen in der Jacke "gekühlt" die Luft kommt aber nicht innen am Körper an. Die Sauna bleibt!

    Deshalb ist es grundsätzlich besser wenn die Membrane entnommen werden kann damit man nicht im eigenen Saft gegart wird.

    Bei teureren Laminat Kombis gehen wasserdichte Reißverschlüsse durch den laminierten Stoff so das Kühlende Luft am Körper ankommt. ( z.B. Stadler, bei RUKKA habe ich das noch nicht gesehen)


    PS.

    In der aktuellen Motorrad werden Textilkombis vorgestellt die nach dem "under & over" Prinzip gestaltet sind: Die Membranjacken können sowohl in der Kombi (Temperaturisolation) als auch über der Kombi als Regenschutz getragen werden.

    Erfunden wurde es durch die von mir sehr geschätzte Fa. HELD.

    Der Kluge lernt aus allem und von jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiß alles besser. :winke:

    Einmal editiert, zuletzt von Kondos ()

  • Bei Louis kannst du innerhalb von 2 Jahren zurückgeben, wenn nicht zufrieden :sensationell:

    Obacht!!! Nur wenn unbenutzt!!! Wenn da der Schmodder usw dran hängt, geht das nicht mehr.

  • Kumpel hat seine getragene Jacke nach 2 Jahren zurückgebracht. Nach seiner Aussage, anstandslos zurückgenommen. Was nützt sonst ein 2-jähriges Rückgaberecht?

    Zitat

    Neben deinem gesetzlich geregelten Widerrufsrecht binnen 14 Tagen (siehe AGB), bieten wir dir freiwillig für viele Produkte ein zweijähriges Rückgaberecht. Wenn dir ein Produkt nicht gefällt, aus welchem Grund auch immer, nehmen wir es innerhalb von 2 Jahren zurück und erstatten den Kaufpreis umgehend. Einzige Voraussetzung: Die Ware muss unbenutzt - also neu - und unbeschädigt sein. Sollte der zurzeit aktuelle Verkaufspreis des Produkts niedriger sein, so erstatten wir diesen niedrigeren Betrag.


    Sende uns das Produkt zusammen mit deinem Kaufbeleg und möglichst in der Originalverpackung zurück und sorge bitte dafür, dass es auf dem Transport nicht beschädigt werden kann.


    Ausgenommen vom freiwilligen Rückgaberecht: Druckerzeugnisse, Bild- und Tonträger sowie Lebensmittel.

    Ride hard or stay home :driften:

  • Auf langen Reisen war ich bisher mit dem Zwiebelprinzip unterwegs und sehr glücklich.

    Auf Reisen mit viel Schotteranteil mach ich das auch so und bin damit happy.
    Für Reisen mit der Sozia oder wenn keine (langsamen) Schotteranteile bei über 20°C anstehen, da geht bei mir nix über die Klim Badlands Pro.

    Womit wir wieder beim "es kommt halt drauf an" wären :grins:

    Chrom bringt dich nicht nach Hause!

  • Kumpel hat seine getragene Jacke nach 2 Jahren zurückgebracht. Nach seiner Aussage, anstandslos zurückgenommen. Was nützt sonst ein 2-jähriges Rückgaberecht?

    Die Ware muss unbenutzt - also neu - und unbeschädigt sein.??????

  • Deshalb habe ich mir vor einiger Zeit eine Goretex-Laminat-Regenzweiteiler zugelegt. Passt sowohl über mein Leder als auch über meine Textilkombi.

    Funktioniert auch so wie er soll.

    Darf ich fragen, was genau du dir zugelegt hast?

  • Hallo ,

    das "under & over" Prinzip ist zum Beispiel bei meiner im letzten Herbst gekauften KTM-Textilkombi (TERRA ADVENTURE PRO) de4r Fall !

    Sie hat aber den entscheidenden Nachteil , daß man die wasserdichten Klamotten im Regenfall - erst mal Über- oder Drunterziehen muß .

    Jeder - der während einer Mopedtour schon mal in ein ordentliches Scheißwetter gekommen ist - weiß wovon ich spreche , zumal sie ja einen kurzen Schauer auch so verträgt .