Batterie ohne Ausbau laden?

  • Blöde Frage, aber kann man sich die Batterie zerstören mit einem Ctek?


    Hatte bei meiner Freundin über den WInter das Ladegerät angesteckt auf "Erhaltungsladung" aber im Frühjahr war die Tot bzw. bei Starten nur einen zucker gemacht! :denk:

    Die ctek´s gibt es auch von klein bis groß.

    Passt die Größe des Ladegeräts zur Kapazität der Motorradbatterie?

    Ich würde eine Motorradbatterie nicht dauerhaft anschließen, sondern nur regelmäßig nachladen.

  • Also grundsätzlich bin ich auch ein großer Fan davon, die Batterie nur zu laden wenn es mittendrin ist und nicht dauerhaft am Ladegerät hängen zu lassen.


    Etwas relativieren muss ich aber die Aussagen zu einem zu "großen" Ladegerät.

    Ja, das geht theoretisch, praktisch sollten alle Ladegeräte ab der mittleren Kategorie gesteuert laden.


    Somit kann nur die "Erstladung" (zu) schnell passieren, ist die Ladeschlussspannung erreicht, ist die Leistung des Ladegerätes egal, so lange es sauber abregelt.

    Auch das Nachladen sollte dann nicht mit zu hohen Strömen passieren.

  • Als Fachidiot für Elektrotechnik:
    Die Batterie leidet im Sommer (Hitze) versagt dann meist aber erst im Winter (Kaltstartleistung bei kalten Zellen geringer/ Innenwiderstand höher und mehr Startstrom wird benötigt).


    Normale Pb (auch Fließ, AGM und weitere Consorten) übern Winter rausbauen, laden (max 14,6V Ladeschluss) und frostgeschützt abstellen.
    Zum Sessionstart nochmal laden und wieder rein ins Bike. Passt dann die Kaltstartleistung nicht mehr, ist sie hin. Ist eben ein Verschleißteil :ja:

    LiFePo4 und LiIon gleiches Spiel nur dass nicht voll geladen gelagert werden sollte. Um eine solche Batterie voll zu bekommen, bedarf es eines passenden Ladegeräts.
    Ladeschlussspannung (für LiFePo4) liegt bei 14,6V. Ruhespannung mit 100% SOH bei 13,6V. Bei 13 bis 13,2V sollte man Lagern.
    Ladegeräte mit "Repair" Funktion (eigentlich für Pb) dürfen auf keinen Fall verwendet werden!

    Die Repairfunktion führt zu massivem Verschleiß und im schlimmsten Fall geht das Zellpacket hoch oder das BMS kaputt.

    Für alle Batterietypen gilt: Je Mehr Zyklen und/oder Hitze desto mehr Verschleiß. Also dauerhafte Erhaltungsladung einfach sein lassen.
    Damit meine Kiste in der kalten Jahreszeit mit der verbauten LiFePo4 dennoch immer ready ist, wird sie bei längerer Standzeit alle 4-6 Wochen geladen.
    Geht übrigens Prima mit nem "dummen" Ladegerät (ohne viele Knöpfe, Zauberfunktionen) und ner SmartHome Steckdose / Zeitschaltuhr.
    Brät zwar auch Zyklen drauf aber ist auch nichts anders wie wenn ich gefahren wäre.


    Eins noch zu den "neuen" LiFePo4 Batterien:
    Die Dinger haben ne Schutzbeschaltung an Bord (balancer + über und tiefentladeschutz). Wird zu tief entladen, trennt diese die Zellen und an den Anschlussklemmen der Batterie liegen 0V.
    Nein die ist dann nicht kaputt auch wenn euch das einer aufschwätzen will. Die will dann erst mal Ladespannung haben bis die Zellen voll genug sind um die Schutzbeschaltung auch ohne unterstüzung am leben zu halten.
    Problem: Manche Ladegeräte wollen dann nicht laden, weil sie keine Spannung und keinen Innenwiderstand von der Batterie bekommen.

    Da muss man sich teilweise wirklich mal mit nem 12V Netzteil oder Opas uhraltem Schlepper Ladegerät behelfen.
    Zur not überbrücken.

    Unterm Strich: Enspannt bleiben, keine experimente mit "spezial" Ladegeräten für hunderte von euros und im Winter einfach in den Abstellraum das Kraftpaket.
    Der Laderegler in so manchem Moped ist 100mal beschissener als das teuer gekaufte "spezial" Ladegerät.

    PS. die original Batterie kostet genausoviel wie eine gleichwertige Noco LiFePo4 und von denen gibs 5 Jahre Garantie.

    Rächen Sie sich doch, indem Sie mir ebenso weitläufig antworten.

    "Wer andauernd begreift, was er tut, bleibt unter seinem Niveau." Martin Walser

  • Mein CTEK ist nur für Motorrad oder ähnliche Batterien geeignet. Wenn ich lade, dann werde ich nur kurz laden. Vorher kann man ja auch kurz die Spannung messen...

  • ...ich habe bei Bleibatterien sehr gute Erfahrungen gemacht, wenn ich sie im Winter mittels Wochenzeitschaltuhr,

    1x pro Woche eine Viertelstunde nachlade. Das hilft auch bei schon schwächelnden Batterien, und das Abklemme erspart man sich auch.

    Dies simuliert den regelmäßigen Betrieb, welcher ja das Beste für den Bleiakku ist.

  • Dies simuliert den regelmäßigen Betrieb, welcher ja das Beste für den Bleiakku ist.

    Nö.

    Das Beste für einen Bleiakku ist ständiges, moderates Entladen/Laden. Es muss permanent Strom fließen, in die eine oder in die andere Richtung.

    Ein kleines Erhaltungsladegerät oder ein Erhaltungsmodus erledigen das wunderbar. Da muß man nicht mit einer Zeitschaltuhr herumdoktern.

  • Genau. Eine Batterie stellt Energie über Chemische Abläufe zur Verfügung.


    Am wenigsten Verschleiß erfährt die Batterie wenn die chemischen Prozesse ständig am laufen gehalten werden.


    Muß man nur erstmal drauf kommen.



    Und für technisch Unerfahrene:

    :achtung ironie:

    Der Kluge lernt aus allem und von jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiß alles besser. :winke:

  • Naja ganz unrecht hat rudi nicht.
    Grob betrachtet nimmt eine Bleibatterie am wenigsten schaden/altert wenn sie knallvoll und kalt ist.

    Verbleibt die Batterie im Moped und ist angeklemmt, wird sie unweigerlich leer und geht kaputt.
    Die kleinen Ruheströme von unseren fahrenden Computern sind für Pb Batterien absolutes Gift.

    Da macht die Erhaltungsladung wirklich Sinn.

    Baut man sie übern Winter aus, reicht es vollkommen das Ding nach Ausbau und vor Wiedereinbau voll zu knallen.

    Solange der Bleiklotz bei >12,3V gelagert bleibt, passiert da nicht viel und die Alterung ist geringer als sie es bei dauerhafter Erhaltungsladung gewesen wäre.

    Steht das Moped ewig: Batterie raus, volladen, kühl&trocken lagern
    Steht das Moped regelmäßig > 2 Wochen: Erhaltungsladegerät dran


    Die Zeitschaltuhr / Intervallladung nutze ich weil ich eine LiFePo4 Batterie verbaut habe. Hier gelten ganz andere Regeln.
    LiFePo4 und Li Ion Batterien nehmen Schaden, wenn sie dauerhaft bei < 30% und > 90% Ladezustand sind.

    Ziel sollten 65-70% sein. Gilt übrigens auch fürs Handy ;)

    Eine Erhaltungsladung für diesen Batterietyp wäre also absolutes Gift.

    Rächen Sie sich doch, indem Sie mir ebenso weitläufig antworten.

    "Wer andauernd begreift, was er tut, bleibt unter seinem Niveau." Martin Walser

  • habe an allen moppets über monate ein ctek dran, war nie ein problem was defekte oder nicht mehr funktionierende batterien angeht. genau dafür sind die ja gedacht...

  • Wenn die Batterie sich von selber entlâdt, werden die unten aufgeführten Spannungen ja irgendwann unweigerlich erreicht.

    Ich halte das Multimeter einfach immer mal wieder dran und lade bei Bedarf.


    Zitat aus MyMoto24.de:


    "

    Testen Sie den Ladezustand Ihrer Batterie

    • Spannung > 12,6 Volt: Ladezustand der Batterie ist optimal, kein Laden notwendig, sie kann sofort genutzt werden.
    • Spannung um 12,4 Volt: Ladezustand der Batterie ist gut, kein Laden notwendig, sie kann weiterhin sofort genutzt werden.
    • Spannung um 12,1 Volt: Ladezustand der Batterie ist schlecht, sie sollte ggf. vorab geladen werden bzw. bei Nutzung längere Strecken fahren.
    • Spannung um 11,9 Volt: Ladezustand der Batterie ist kritisch! Sie muss vorab gründlich geladen und kontrolliert werden, danach sollte sie im guten Ladezustand sein um sie weiter zu nutzen
    • Spannung < 11,9 Volt: Die Batterie ist entladen und wahrscheinlich nicht mehr funktionstüchtig. Sie sollte sobald wie möglich durch eine neue Batterie ersetzt werden, wenn sich der Ladezustand auch nach dem Laden nicht wesentlich verbessert.

    Laden der Batterie, z.B. nach Überwinterung

    Motorradbatterien regelmäßig prüfen Wird das Motorrad überwintert, so sollten Motorradbatterien alle 4-6 Wochen überprüft werden, wenn sie nicht an ein Erhaltungsladegerät angeschlossen sind. Nur so lässt sich eine schädigende Kristallisierung durch Sulfate vermeiden. Denn gerade die Selbstentladung einer Batterie, die bei einer Nichtnutzung des Motorrades über 4-6 Wochen hinweg eintritt, ist der häufigste Grund für einen vorzeitigen Ausfall der Motorradbatterie. Deshalb sollte während der Überwinterung regelmäßig eine Batteriespannungsmessung erfolgen, und - wenn notwendig - eine entsprechende Nachladung. Ladezeit bei Motorradbatterien Beim Laden der Motorradbatterie rechnet man im Allgemeinen damit, dass der Batterieladestrom etwa 1/10 der Kapazität beträgt. Bei einer 4 Ah-Batterie entspricht das etwa 400 mA, und damit ca. 10 Stunden. Gegebenenfalls lässt sich die richtige Ladezeit im Einzelfall sowie der richtige Ladestrom auch über ein Fachgeschäft erfragen. Gerade bei wartungsfreien Motorradbatterien ist der richtige Ladestrom von Bedeutung: Ist die Stromzufuhr zu hoch, kann es unter Umständen dazu kommen, dass die Batterie beginnt zu gasen."

  • Ich hab noch nie eine Batterie ausgebaut bzw.laden müssen.

    Ich fahr in der Regel wenn das Wetter noch einigermaßen passt bis Anfang Dezember.

    Ab Anfang März dann wieder wenn`s Wetter passt.

    Das Moped steht in einer Garage wo im Durchschnitt immer so 10 - 12 ° sind.

    Bisher hat das noch jede Batterie durchgehalten über mindestens 4 Jahre.

  • Ich hab noch nie eine Batterie ausgebaut bzw.laden müssen.

    ich schon. Meine LiPo war in Spanien nach 1, 2 Monaten Abstinenz so tief entladen, das sie sich quasi abgeschaltet hat. Aufladen im Moped ging nicht, weil die Steuergeräte das Ladegerät dann durcheinander gebracht haben. Ausgebaut nach einiger Zeit hat sich der Ladevorgang dann berappelt und die Batterie mit steigendem Strom geladen. Sie lief danach problemlos bis zum Totalverlust des Mopeds (Diebstahl).

  • ich lasse die Batterie schon immer über den Winter im Motorrad und lade sie früher mit CTEK (das ich jetzt fürs Auto verwende) heute mit dem Procharger.

    Die Batterie in meiner Honda X11 hielt 10 Jahre ohne Probleme. Meiner 1290 GT musste ich in 8 Jahren 3 Batterien spendieren. Um einen Zweizylinder in Bewegung zu bringen ist viel mehr Kraft notwendig.

    Vom Freundlichen wurde mir mitgeteilt, dass das Überwintern (Motorrad wird nicht gefahren) der Batterie nicht so gut bekommt auch wenn sie am Ladegerät hängt, oder auch nicht. Am längsten soll sie halten wenn sie dauernd in Betrieb ist, wie beim Auto. Es ist halt ein Verschleißteil.

    Gruß Joachim

  • Bezogen auf den Strombedarf beim starten ist die Batterie einfach grenzwertig klein dimensioniert.


    Mit einer LiFePo der Größe 5 / 6 Ah fällt die Spannung beim starten nicht derart in den Keller und die Batterie hat genug Reserven.


    Die hier tut es seit 2 Jahren perfekt bei mir (gerade im Angebot) :guckst du hier:  KLICK

    Der Kluge lernt aus allem und von jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiß alles besser. :winke:

  • Oder irgendwelche stillen Verbraucher die die Batterie leergezogen haben.


    Die Kapazität ist ja nur halb so groß.

    Der Kluge lernt aus allem und von jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiß alles besser. :winke:

  • Wäre ein Reklamationsgrund bei Louis. Die wäre getauscht worden.

    Der Kluge lernt aus allem und von jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiß alles besser. :winke: