1390 Super Adventure S EVO - Hui oder Pfui

  • Nach drei Jahren gibt es ja schon eine neues Modell.

    Nach meinen Erfahrungen baut keiner der Großen Firmen Schrott. Es ist sicher so, dass es ab und zu ein Problem in der Serie gibt wenn sie neu ist. Dann gibt es einen Rückruf. Das wäre für mich kein Grund 2 bis 3 Jahre zu warten.

  • Zumindest das 1. Produktionsjahr würde ich auslassen....

    Beim Beschleunigen müssen die Tränen der Ergriffenheit waagrecht zum Ohr hin abfließen (Walter Röhrl) :respekt:

  • In der Regel ist es wirklich so, dass Autos und Motorräder in den ersten zwei Jahren mehr Probleme haben. Einfach weil plötzlich so viele Leute damit fahren, und auch zum Teil anders benutzen als die Tester das geprüft haben.
    Diese Probleme werden dann gesammelt, und wenn nicht wirklich sicherheitsrelevant, oder von den Kunden sofort zu sehen, nach einer Zeit von ca. 1 - 2 Jahren in der Serie gefixt. Die müssen ja erst einmal nachvollziehen was da genau warum kaputt geht, dann eine Lösung erarbeiten, evtl. einen neuen Lieferanten finden usw...Dann muss manchmal die Produktion angepasst werden...und das kostet alles Geld. Deshalb sammeln die, und machen dann die Änderungen in einem Rutsch. Ist ja eigentlich überall bekannt, dass wenn man ein möglichst gutes und zuverlässiges Fahrzeug haben will, man am besten die letzten Modelle der auslaufenden Serie kauft. Das ist aber nicht erst seit gestern so. Heisst aber natürlich auch nicht, dass alle Fahrzeuge am Anfang gravierende Mängel haben, wie z.B. die 1300er GS

  • Kann ich nicht ganz nachvollziehen. Wenn es ein Mangel ist, der oft auftritt, wird nicht ein oder zwei Jahre gewartet. Das kann sich finanziell keine Firma leisten, denn dieser Mangel, der häufig auftritt, wird in der Zeit ja permanent repariert. (mit diesen alten, fehlerhaften Teilen, die wieder kaputt gehen)

    Ganz zu schweigen von drm Imageverlust.

    Die letzte GS z. B. hatte nach dem Release mehrere Rückrufe.


    Aber du hast natürlich recht, wer jeden Fehler ausschließen will, kauft ein Auslaufmodell. Da ist man auf der sicheren Seite.

  • Du weißt aber schon das die Hersteller, egal ob Auto oder Motorrad, vor Serienstart zig- tausende Kilometer testen oder? Also ich denke das meiste ist sicher schon aussortiert, kaputt gehen kann natürlich immer was. Würde mich aber nicht vom kauf abhalten.



    https://www.motorrad-magazin.at/motorrad-magazin.at/artikel/1/85/4651/Traumberuf+Testfahrer?:+Ein+Profi+aus+der+KTM-Erprobung+erzählt

    Natürlich weiss ich das. Ich bin ja in dieser Industrie tätig.
    Die Tests werden aber immer mehr ausgedünnt, und auf Computersimulationen verlagert. Am Ende des Prozesses gibt es natürlich noch richtige Fahrtests mit Testfahrern, aber das ist nicht mehr so viel wie früher (wobei die Computer Simulationen schon sehr gut sind).

    Das Ganze ist ein einfaches Zahlenspiel. Sagen wir mal KTM hat 3 Testfahrer. Die machen pro Woche ca. 1000 km (hört sich wenig an, ist aber etwa so, weil sie ja auch auf der Teststrecke fahren, mal nicht fahren, Berichte schreiben...usw.).
    Das sind insgesamt 12000 km pro Monat. Wenn die jetzt ein Jahr fleissig testen kommen die so trotzdem nur auf 144000 km. Und die wissen wie man solch ein Motorrad behandelt.

    Wenn das Motorrad schliesslich in den Handel kommt hat man schnell mal eben 1000 Fahrer (mit denen ganz andere Kilometerleistungern zum Testen zusammenkommen), von denen einige Grobmotoriker sind, andere Möchtegernrennfahrer, manche einfach schusselig usw...da treten plötzlich ganz neue Schadensbilder auf.

    Meiner Erfahrung nach übernehmen dann die Controller die Verantwortung, was sofort behoben wird, oder zum Beispiel erst, wenn georderte oder bereits gelieferte Teile verbraucht sind. Das ist für die ne reine Kostenfrage. So einen Controller schert der Imageverlust recht wenig. Der rechnet nur aus was für die Firma billiger ist. Wenn der Schaden relativ selten auftritt, wird es nur gefixt, wenn der Kunde sich beschwert. Wenn es etwas ist was zu einem offiziellen Rückruf führen kann, wird es deutlich eher gefixt, aber selbst dann nicht immer sofort. Ist leider so.

  • Es ist richtig, dass bei dier ersten Chargen Jugend-Probleme auftauchen können. Richtig ist es aber auch, dass dieses Modell schon Anfang 2025 auf dem Markt kommen sollte. Ich glaube nicht, dass KTM die produzierte Mopeds einfach in einer Ecke abgestellt hat, und auf bessere Zeiten zu wartet. Diese Motorräder wurden garantiert bewegt, sodass weitere Erfahrungen gesammelt werden könnten. Wir meckern immer (ich der erste), dass die Produkte beim Kunden reifen, gut, dieses Moped hat ein zusätzliches Reifenjahr beim Herstellern gehabt. Bevor ich die 1390S EVO bestellt habe, habe ich mir genau die Verarbeitung angeschaut: Kabelführung usw, ich finde sie qualitativ viel besser als die 1290S, aber das ist natürlich mein Empfinden. Ich würde jeder empfehlen, der das Motorrad noch nicht live gesehen hat, sich die Mühe geben ein Blick bei der nächte Händler auf der Kiste zu werfen.

  • Das ist sehr hypothetisch mit nur 3 Testern und nur 1000 km...

  • Natürlich ist das hypothetisch. Das sollte nur ein Beispiel sein. Kommt aber für ein Modell runtergebrochen in etwa hin.
    Die Fahrleistungen die der Tester für KTM in dem Artikel beschreibt sind nur für ihn. Und selbst das kann nicht funktionieren (am Ende sagt er ja auch dass er im Durchschnitt über die 5 Jahre deutlich weniger als 120000 km pro Jahr hat). Und jeden Tag mehr als 500 km in den Alpen, 6 Tage die Woche, na viel Spass.
    Dann gibts ja noch die Tester die nicht die Langstrecken machen. Die haben deutlich weniger .

    Wie gesagt, mein Beispiel ist für ein Modell. Wenn die da 10 Tester haben (fest), dann verteilt sich das ja auf alle Modelle.

    Entscheidend ist das aber auch nicht, sondern der Zuwachs an gefahrenen Kilometern pro Modell, wenn es released wird.

    Selbst wenn 10 Tester 100000 km pro Jahr machen würden, kämen sie nur auf 1000000 KM pro Jahr. Soviele KM werden einzelne Modelle aber nicht getestet.

    1000 Fahrer schaffen bei einer Jahresfahrleistung von 5.000 km 5.000.000 KM realistisch. Und das potenziert dann halt am Anfang auch die Probleme.
    Ist ja nichts Schlimmes. Einfach Realität

  • Ich könnte mich ja jetzt wieder unbeliebt machen und behaupten, dass so eine 1390 Adv eigentlich gar kein "richtiges" neues Motorrad ist, da die in ihren Grundzügen immer noch auf der 1190 von 2013 basiert... :zwinker:

    Wofür eigentlich 4-Zylindermotoren? Am Motorrad sind es 2 zu viel und im Auto 2 zu wenig....

  • Naja, demzufolge ist die BMW 1300 GS auch kein "richtig" neues Motorrad, da sie in den Grundzügen auf der R 32 von 1923 basiert. Hat nen Boxermotor , zwei Räder,....

    Was muss denn alles neu sein, damit es ein richtig neues Motorrad ist? Der Rahmen? Das Motorkonzept? Der Motor? ....

  • Ja, Rahmen, Motor, Fahrwerksteile.

    Bei der R1300 ist das der Fall, und noch mehr.


    Schau Dir doch mal bei den 1190 - 1390 Adv den Hauptrahmen samt Motor, Fahrwerk und Räder an.


    Da wurden maximal Details(Rahmen z.B.) geändert bzw. optimiert.

    Wahrscheinlich noch am ehesten um die verschiedenen Verkleidungs- und Tankvarianten aufnehmen zu können.


    Würde mich jedoch nicht wundern, wenn der 1390-Motor ohne große Anpassungarbeiten in einen 1190-Rahmen passt.


    Versuch das mal bei R1250 und R1300.


    Zugegeben "neu" ist Definitionssache.

    Aber ein von Grund auf komplett neu entwickeltes Motorrad ist die 1390 nicht.

    Die 1290 ebensowenig.

    Von 990 auf 1190 war die letzte grundlegende Änderung.

    Wofür eigentlich 4-Zylindermotoren? Am Motorrad sind es 2 zu viel und im Auto 2 zu wenig....

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  • Alleine bei der 1290 ab 21 sind im Vergleich zur 1290 bis 20 fast alle Teile anders. Rahmen, Motor, Fahrwerk...gleich sind die Räder und Bremsen und ein paar Kleinteile. So gesehen wäre ja die 1190er ein Facelift von der 950er...

  • 950/990 und 1190 sind komplett unterschiedliche Motorräder.


    Da sind weitaus mehr als 20 Teile anders... wenn nicht sogar alle.

    Wofür eigentlich 4-Zylindermotoren? Am Motorrad sind es 2 zu viel und im Auto 2 zu wenig....

  • Besser kann man das nicht zusammenfassen.

    Den Alltag und die unterschiedlichsten Fahrertypen kann man weder mit Testfahrten, als auch mit noch so ausgeklügelten Teststands-Simulationen voll abbilden.

  • Fahrer schaffen bei einer Jahresfahrleistung von 5.000 km

    Genau das ist sogar mehr als der Durchschnitt!


    Insofern spricht nichts gegen einen sofortigen Neukauf.


    Hab meine 790er als erster privater Besitzer 2018 zeitgleich mit Auslieferung der Vorführer an die Händler bekommen.


    Bei der 15.000er Inspektion wurden dann die siffende Dichtung , welche aber nur ein rein optisches Problem war


    und die grausige ungleich gelängte Originalkette getauscht !


    War bei mir nach 6 Monaten der Fall aber Nach obigen 5000er Durchschnitt dann also bei den Fahrern nach 3 Jahren erst !!!!


    Ansonsten hatte meine erst bei 59.000 km den obligatorischen Nockenwellenschaden ,


    selbst so was großes hätte obiger Durchschnittsfahrer erst nach 12 Jahren gehabt !!!



    Hab sie auch gesehen damals in der Werbung , ab zum Händler und bestellt ,


    weil ich keine Testergebnisse von einer Zeitschrift für einen Kauf benötige , welches alles mittlerweile BMW Fahrer sind !


    Würde das auch heute wieder so machen !


    Also keine Panik --cool down :peace:

  • So meine neue kommt Morgen früh. Gerade mit meiner Versicherung gesprochen, sie sollten mir ein Angebot zuschicken. Mit staunen habe ich das Angebot entgegen genommen, schlappe 776€ VK 1T€, TK 500€, SF20. Bisher zahlte ich für die 1290S 367€ mit der gleichen Konditionen, buff, ich musste erstmal schlucken.

  • Bei welcher Versicherung bist du, wenn ich fragen darf? Das ist nämlich noch deutlich günstiger als bei meiner

    Württembergische, aber über einem Reseler, wenn du möchtest, kann ich dir die Kontaktdaten zuschicken