Rally/Adventure Projekt Husqvarna 701

  • Noch eine Anmerkung:
    Besonders traurig finde ich die Tatsache, dass beispielsweise das Fahrwerk einer beispielsweise MJ2012 aus der Kiste raus perfekt funktioniert, ohne jede weitere Investition.

    Mittlerweile hat es sich dann wohl "normalisiert", dass man bei einem 12k€-Listenmoped erst mal noch 1,5k€ beim Fahrwerkstuner und 0,7k€ beim Programmierer lassen muss, damit das Gefährt gut fährt. :respekt:

  • Ich bin mit dem FW meiner 24er ganz zufrieden.
    Liegt aber evtl auch daran, das ich mich bisher mit dem Thema noch überhaupt gar nicht groß befasst habe.


    Oder einfach an meinen ~100kg Gewicht fahrfertig mit allen Flüssigkeiten.

    Chrom bringt dich nicht nach Hause!

  • Vielleicht hat sich zwischen meiner 21er und deiner 24er auch noch was getan, das kann ich nicht sagen.
    Ich kam halt von einer DR650 und hatte eben noch das 12er Modell (KTM 690) zum Vergleich. Mit beiden Motorrädern konnte man die ärgsten Pisten ermüdungslos fahren und bei meiner 21er hats mir wie gesagt bei 50% Schwierigkeitsgrad (im Vergleich) fast den Lenker aus der Hand gerissen und es war gleichzeitig völlig übertrieben anstrengend.
    Wie genial ein gut ansprechendes Fahrwerk fahren kann, hab ich spätestens mit meiner 300er Beta Xtrainer erfahren.

  • Wie genial ein gut ansprechendes Fahrwerk fahren kann, hab ich spätestens mit meiner 300er Beta Xtrainer erfahren.

    Also gerade die Betas haben ja nun nicht den besten Ruf, was das FW betrifft 😉

    Je nachdem was man vorher gefahren ist, bei mir Sportenduros, weiß man, das das FW angepasst, wesentlich besser funktioniert als stock.

    Aber wenn ich ein Dualmopped als Reise-Rallyebike umbaue, kann das ja ganze alleine aus Gewichtsgründen schon nicht mehr passen mit 60-80l Gepäck am Hintern.

    Bei der Euro 4/5 Geschichte haste recht, aber das Problem werden alle neueren Modelle haben.

  • Als „unfahrbar“ möchte ich das Fahrwerk meiner 23er 701 nicht bezeichnen, es hat halt höhere Losbrechmomente, die sich wohl mit etwas mehr Laufleistung noch etwas verbessern werden.


    Wenn man allerdings mal ein individuell vom Fachmann angepasstes Fahrwerk gefahren hat, möchte man derartige Qualitäten nicht mehr missen.


    Der Vergleich mit Sportenduros hinkt m.E. schon gewaltig, da diese nur einen Zweck erfüllen müssen und keine schwankenden Beladungszustände ausgleichen müssen. Allerdings stellt auch dort eine Individualanpassung eine deutliche Weiterentwicklung dar.

    Gruß

    Reinhard :driften:

  • Also gerade die Betas haben ja nun nicht den besten Ruf, was das FW betrifft 😉


    Jap. Aus meiner Sicht ist da extrem viel "Fanboygerede" dabei.
    War schon immer so.
    -> KTM ist mega geil, alles andere irgendwie minderwertiger Schrott (Gasgas, Sherco, Beta).

    Das musste ich mir schon "damals" mit meiner 2003er Gasgas EC300 anhören. Die Motoren würden nicht halten und wie die Schweißnähte allein aussehen. Fürchterlich!
    Naja. Hatte nicht ein Problem mit dem Mofa. ;)

    Bei einer Xtrainer von einem schlechten Fahrwerk zu reden kann weiter hergeholt kaum sein. Das Fahrwerk erfüllt den Zweck für den es gebaut wurde perfekt: Nicht ganz so schnell im technischen Gelände rumfahren. Es spricht so gut an, dass jeder Stein und jede Kante weggezaubert wird.
    Es gibt dann immer irgendwelche Spezis, die meinen, dass Hochgeschwindigkeitsgebolze damit nicht geht und deswegen "das Fahrwerk Schrott sei".
    In der Regel wird sich dann eine neuere EXC gekauft. Danach wird sich sich dann über das unsensible Holzfahrk beschwert und erst mal 1500€ auf das Problem geworfen, das es vorher gar nicht erst gab.


    Aber wenn ich ein Dualmopped als Reise-Rallyebike umbaue, kann das ja ganze alleine aus Gewichtsgründen schon nicht mehr passen mit 60-80l Gepäck am Hintern.

    Das ist bei einer 690/701 definitiv kein Problem. Das Fahrzeug ist auf Soziusbetrieb ausgelegt und da hat man in der Regelm mehr als das doppelte an Gewicht an Bord.
    Empfehlenswert ist der per Inbus einstellbare Federvospanner. Gepäck dabei -> 1 Kerbe mehr Vorspannung und gut ist:
    Auf meinen bisherigen Reisen hat das jedenfalls tip top funktioniert. Hab bisher mit dem Eimer ca. 15500km gefahren.


    Als „unfahrbar“ möchte ich das Fahrwerk meiner 23er 701 nicht bezeichnen, es hat halt höhere Losbrechmomente, die sich wohl mit etwas mehr Laufleistung noch etwas verbessern werden.

    Da wird sich nicht mehr viel tun. Das Losbrechmoment kannst Du noch durch 2K-Simmerringe von SKF verringern.
    Ansonsten ist mir aufgefallen, dass man die Gabel in regelmäßigen Abständen oben über die Schrauben entlüften sollte, da sie doch etwas Luft zieht und mit der Zeit immer härter wird.


    Hm, ich kann bei meiner 2017er auch nicht klagen. Wurde die Gabel geändert?

    Wurde glaube ich um die Ecke rum geändert.

    Du müsstest die 4CS-Gabel drin haben und ab 18/19 rum wurde eine "XPLOR"-Gabel verbaut mit asymmetrischem Aufbau (Zug-/Druckstufe jeweils in einem Holm. Muss ja billig herstellbar sein!).
    Genau diese XPLOR-Gabeln haben halt völlig sinnlose Einsteller verbaut (und auch nur 2 oben, nicht 4), die kaum was bewirken.

  • Meine Honda CR MF hatte damals ein geniales Fahrwerk...da kann kein WP Fahrwerk mithalten.


    Was ich aber wärmstens empfehlen kann:

    Sieh dich nach einer gebrauchten CC Gabel um (nur keine 4CS), die gibt's ab 400-600€ und gib die zu einem Tuner. Kommt dich billiger als an der originalen Gabel zu basteln und du hast dann was ganz feines verbaut. Kleiner Pluspunkt, damit kannst du die Front schonmal auf 285mm oder mehr Federweg bringen.


    Eine Cone Valve Gabel wäre natürlich auch was feines, sind aber teurer und wohl schwieriger abzustimmen.


    So habs ich zumindest an meiner 625 gemacht.

    Achtung, Warnung vor Ironie und Sarkasmus. Jedem steht es frei sich angesprochen zu fühlen oder nicht.

  • Berty_Fox:
    Weißt du zufälligerweise, ob Gabel und Federbein eines MJ2012 in die neuen Modelle passen?
    Könnte ich zusammen mit dem Federbein sehr günstig bekommen. Leider hat die Gabel noch keine ABS-Sensoraufnahme.

  • Berty_Fox:
    Weißt du zufälligerweise, ob Gabel und Federbein eines MJ2012 in die neuen Modelle passen?
    Könnte ich zusammen mit dem Federbein sehr günstig bekommen. Leider hat die Gabel noch keine ABS-Sensoraufnahme.

    Grundsätzlich sollte alles was WP48 ist passen. Aufpassen musst du bei den Adventure Modellen, da sind die Gabelholme nach oben hin länger. Unterschiede gibt's über die Jahre (EXC bezogen, mein LC4 Wissen wird ab BJ 2007 brüchig) vorallem im Achsdurchmesser.


    Sitzt der ABS Sensor nicht im Bremssattelträger? Den die beiden Anschraubpunkte an der Gabel sind über sehr viele Jahre hinweg absolut identisch.

    Wie gesagt, ich fahre an einer 2005er SXC eine Gabel einer 2010er SX, eine Bremse einer 2020er EXC mit einer Gabelbrücke einer 2010er SMR....absoluter Baukasten.

    Du braucht nur zum jeweiligen Bremssattel den passenden Bremssattelträger, da gibt's häufiger Unterschiede.

    Achtung, Warnung vor Ironie und Sarkasmus. Jedem steht es frei sich angesprochen zu fühlen oder nicht.

  • Hallo zusammen,


    vielen Dank für Eure vielfältigen Erfahrungsberichte und Hinweise, da gibt’s ja - wie eigentlich immer - viele Wege zum Ziel.


    Ich werde im nächsten Schritt erstmal gröbere Stollen auf den zweiten Radsatz ziehen (Dunlop D 606/908) und mich dann zum Fahrwerk entscheiden.


    Und zwischendrin natürlich fahren :Daumen hoch:

    Gruß

    Reinhard :driften:

  • Hallo zusammen,

    im Moment beschäftige ich mich gerade mit der Übersetzung. Aktuell noch Serie, möchte ich gerne kürzer übersetzen und die Übersetzung dann auch gleich für das Kettenrad am zweiten Radsatz übernehmen.

    Mein Fahrprofil sind klein(st)e Landstraßen, Feld-, Wald-und Wiesenwege sowie Schotter und gelegentlich eine Hobby- oder Amateurveranstaltung.

    Wie habt Ihr das für welchen Anforderungsbereich gelöst? Bitte keine Hinweise zur Betriebserlaubnis….

    Gruß

    Reinhard :driften:

  • Original ist viel zu lang übersetzt.

    Ich habe vorne einen Zahn weniger, ist einfach und kostengünstig, und erhöht den Spassfaktor wesentlich.

    Mein Fahrprofil ist fast identisch mit deinem, nur statt Veranstaltungen gibt es bei mir auch mal kleinste Gebirgsstrassen mit sehr engen Kehren.

  • Fahrt ihr nur Singletrails und schaltet gerne, damit man nicht vom Fleck kommt?
    Ernstgemeinte Frage.
    Der erste Gang passt doch ziemlich gut und in Kombination mit der super dosierbaren Kupplung braucht es doch da nicht noch weniger?
    Bei 120-130 km/h erhöht man mit der kürzeren Übersetzung das Drehzahlniveau nur unnötig.

  • Für die Straße finde ich die Übersetzung völlig in Ordnung, für Offroad-Touren werde ich mir für den Offroad-Radsatz ein größeres Kettenblatt montieren.

    Ich bin gerade am Wochenende in Holland (viel Sand) gefahren und hätte mit eine kürzere Übersetzung gewünscht, weil der Unterschied vom 2. zum 3. Gang zu groß ist. Da wäre mir eine engere Abstufung schon lieber gewesen.

    VG
    Michael

  • Was hast du machen/verbauen lassen?

    Ich war mit meiner Maschine beim schon oft erwähnten KTM BERREITER: https://www.rbx-tech.de/portfolio/ktm-690-enduro-ab-2019/

    Nach Vermessung statischer und dynamischer Durchgang Gabel/Federbein sowie Besprechung Einsatzzweck hat BERREITER etwas weichere Federn in der Gabel und etwas weniger Vorspannung am Federbein eingebaut bzw. eingestellt. Dazu kam quasi das Dämpfungssystem einer 690 von 2013/14 mit einem komfortablen Setup fürs Endurowandern.

    Heißt, jetzt kann man Bodenwellen durchsurfen ohne das es einem den Lenker verschlägt und selbst bei hohen Dämpfungsfrequenzen (Waschbrett) bleiben die Reifen am Boden.

  • Ich war mit meiner Maschine beim schon oft erwähnten KTM BERREITER: https://www.rbx-tech.de/portfolio/ktm-690-enduro-ab-2019/

    Nach Vermessung statischer und dynamischer Durchgang Gabel/Federbein sowie Besprechung Einsatzzweck hat BERREITER etwas weichere Federn in der Gabel und etwas weniger Vorspannung am Federbein eingebaut bzw. eingestellt. Dazu kam quasi das Dämpfungssystem einer 690 von 2013/14 mit einem komfortablen Setup fürs Endurowandern.

    Heißt, jetzt kann man Bodenwellen durchsurfen ohne das es einem den Lenker verschlägt und selbst bei hohen Dämpfungsfrequenzen (Waschbrett) bleiben die Reifen am Boden.

    Ein Fahrwerkstuning/individuelle Abstimmung ist sein Geld immer wert, egal wie gut oder schlecht das Serienfahrwerk ist

    Achtung, Warnung vor Ironie und Sarkasmus. Jedem steht es frei sich angesprochen zu fühlen oder nicht.

  • Hallo zusammen,


    <80 Tage bis zum Transitalia Marathon, da muss es langsam weitergehen.


    Die Übersetzung habe ich nun erstmal vorne einen Zahn kürzer gewählt, nachdem die sinnvollere Lösung (hinten zwei Zähne mehr) gleich eine neue Kette bedeutet hätte. Der Höhere Verschleiß ist in diesem Zusammenhang für mich nachrangig.


    Bezüglich der Unterbringung notwendiger Utensilien hatte ich mich, neben den vorhandenen Giant Loop Saddlebags, für das Enduristan Rally Pack entschieden. Das ist leider doch sehr klein, baut gefüllt hoch auf und ließ sich auf meinem Rack nur schwer befestigen.


    Manchmal liegt das gute so nah, so fand jetzt die alte KTM Hecktasche ihren Platz an der Husky. Gegen das orangene Logo half dann der Edding. Die Tasche sitzt mit wie ohne Saddlebags bombenfest.


    IMG_0624.jpg


    Zu guter letzt stand noch die Installation der Terrain Command Lenkerfernbedienung und natürlich eine ausgiebige Praxiserprobung an. Passt, wackelt und hat Luft :Daumen hoch:


    IMG_0581.jpg

    Gruß

    Reinhard :driften:

  • Der Verbrauch mit der Box ohne Namen beträgt bei mir bei bester Fahrbarkeit im gemischten Betrieb 5,1 Liter und damit 0,6 Liter mehr als vorher.


    Für mich ein guter Wert :Daumen hoch:

    Gruß

    Reinhard :driften: