Patina im Ausgleichsbehälter der Vorderradbremse

  • Ich habe am Wochenende die Beläge der Vorderradbremse gewechselt. Dazu habe ich etwas Bremsflüssigkeit aus dem Ausgleichsbehälter abgesaugt, damit es beim zurückdrücken der Bremskolben nicht überschwappt. So weit so gut, als ich hinterher wieder etwas Bremsflüssigkeit aufgefüllt habe ist mir aufgefallen, dass sich im Ausgleichsbehälter an einigen Stellen so eine komische Patina gebildet hat. Wisst Ihr was das sein kann? Bisher wurde die Bremsflüssigkeit im Rahmen der Inspektionen alle 2 Jahre gewechselt, ich war letztes Jahr noch bei der 30.000er, da wurde gesagt, dass die Bremsflüssigkeit erst dieses Jahr gewechselt werden sollte.

    Ich will Sie jetzt eh kurzfristig wechseln lassen, aber hatte das auch schon mal jemand von Euch?

  • Ich habe bei miener oft so eine weiße Schicht die sich im Ausgleichsbehälter unten ablagert. Das sauge ich dann ab und wechsle die Flüssigkeit. Das Phänomen habe ich in Kupplung (Dot4) Bremse vo. + hi. . Die Flüssigkeit ist frisch und auch in anderen Mopeds drin, die dieses Phänomen nicht aufweisen. Ich kann mir nur vorstellen, dass es am Kunststoff des Ausgleichsbehälters liegt. Habe schon ATE DOT 4, RBF 660 getestet und im Moment habe ich die DOT 4 SL6 drin zum testen.

  • Naja, ich hoffe die haben bei den Inspektionen das Richtige verwendet, ich habe da selber nie was gemacht.

    Ich habe mit der Spritze etwas rausgezogen und einen Teil nach dem Wechsel der Beläge davon wieder rein.

  • Sowas hatte ich noch nie, ich wechsle allerdings die Flüssigkeit (Dot4) 1x jährlich.

    Beim Zweitmoped, das stark unter Bewegungsmangel leidet wechsle ich alle 2 Jahre, aber auch nichts dergleichen.

    TÜV bekommst du so nicht, Polizeikontrolle könnte problematisch werden....

    Gruß Klaus :winke: :wheelie:
    1290 SDR SE (2016)

    Fz1 Fazer (2006)


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  • Der Jörg hatte merkwürdigen Glibber im Behälter gefunden...

  • Das hatte ich nicht, die Bremsflüssigkeit die ich abgesogen habe war flüssig, leicht gelblich und klar. Ich lasse das jetzt eh wechseln, sobald ich einen Termin bekomme, ist während der Saison auch nicht so einfach. Was ist den besser, bzw. womit habt Ihr bessere Erfahrungen DOT 4 oder DOT 5.1?

  • Für den normalen Einsatz völlig unerheblich, da ist ein regelmäßiger Wechsel ausschlaggebender.

  • So etwas habe ich noch nie gesehen, :nein: sieht ja eigentlich nicht so aus als würde der Behälter sich auflösen, denn dann wäre das Milchige ja am ganzen Reservoir zu sehen aber das grenzt sich deutlich ab. :denk: Ich würde eventuell nochmal einen Teil der Brühe absaugen und mal versuchen ob sich das Weiße abwischen lässt. Die Werkstatt wird ja wohl hoffentlich das richtige da eingefüllt haben?!


    Gruß Gerd

    :wheelie:Allzeit eine Knitterfreie Saison:wheelie:

  • Sowas hatte ich auch noch bei keinem Motorrad vorher. Habe schon überlegt im Zuge des Wechsels der Bremsflüssigkeit einen neuen Ausgleichsbehälter zu verbauen. Der original Brembo kostet bei Louis knapp 20 €. Also verkraftbar.

  • Sowas hatte ich auch noch bei keinem Motorrad vorher. Habe schon überlegt im Zuge des Wechsels der Bremsflüssigkeit einen neuen Ausgleichsbehälter zu verbauen. Der original Brembo kostet bei Louis knapp 20 €. Also verkraftbar.



    Ist übrigens auch die Günstigste Möglichkeit an die Gummi-Membran zu kommen. :rolleyes:

  • Ich hatte das selbe bei meiner 790 am hinteren Ausgleichsbehälter, war von der Konsistenz kristallin und optisch milchig-trüb, war aber nur am Boden vom Behälter. Eingefüllt war DOT4 LV Class 6 von Motul, Gebinde damals neu geöffnet und nicht älter als ein halbes Jahr nach Herstellung gewesen. Das ganze war max. 2 Jahre im Fahrzeug, wie vorgeschrieben. Mein Händler hatte davor schon immer DOT4 eingefüllt, deswegen bin ich dabei geblieben.

    Am vorderen Ausgleichsbehälter war alles unauffällig, obwohl die augenscheinlich aus dem selben Material sind.


    Ein Bekannter hatte das bei seiner F800GS auch schon, welche Flüssigkeit er nutzt weiß ich aber nicht. Unsere Mopeds stehen in der Garage ohne direkte Sonneneinstrahlung auf den Behälter.

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  • Bisher war meine einzige Erklärung, dass das alte Bremsflüssigkeit ist. Nach dem Wechsel den die Händler durchgeführt haben, ist so was bei mir nie aufgetreten. Die steuern ja aber auch das ABS Modul beim Wechsel an, so dass die alte Flüssigkeit von dort rausgespült wird. Ich hab nach dem Wechsel lediglich eine 10 min Runde über den nächsten Kiesparkplatz gedreht und das ABS ordentlich arbeiten lassen. Dann verbleibt allerdings die alte Flüssigkeit aus dem Modul (wenn auch durch die neue verdünnt), im Kreislauf... Genau so habe ich beim Wechsel die Bremskolben nicht zurück gestellt, dort ist dann ebenfalls noch alte Flüssigkeit drin. Hab ich dieses Jahr anders gemacht, da ich zusätzlich noch auf Stahlbus-Ventile gewechselt hab --> Bremssattel leer gemacht und dann die Schraube montiert.

    Aber deinen letzten Wechsel hat ja der Händler gemacht, dann ist meine Erklärung jetzt widerlegt. Oder aber er hat unsauber gearbeitet :denk:

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  • Die Ventile im ABS-Modul sind bei ausgeschalteter Zündung offen. Ergo muss die alte Bremsflüssigkeit beim Durchpumpen auch aus dem ABS-Modul kommen.

  • Die Ventile im ABS-Modul sind bei ausgeschalteter Zündung offen. Ergo muss die alte Bremsflüssigkeit beim Durchpumpen auch aus dem ABS-Modul kommen.

    Nicht komplett.


    Im ABS befindet sich auch ein Kolben und Zylinder um Druck aufbauen zu können.


    Der Zylinder ist tatsächlich "Totraum".

  • Nach Rücksprache mit den Kollegen aus der Werkstatt, ist die dort verbleibende Menge zu vernachlässigen.


    Nimmt man die originale Rep.-Anleitung von KTM (mir liegt gerade die von der 1390iger vor) zur Hand, ist dort auch kein Hinweis auf das Ansteuern vom Modulator zu finden.


    Tom, danke für den Hinweis mit dem Totraum :Daumen hoch:

  • Die Menge ist tatsächlich nicht der Rede wert.

    Und kann durch ein paar ABS Bremsungen auch durchmischt werden.