1:1 Gasannahme für alle 690er?


  • Warum glaubst du, daß es ohne Modifikationen möglich sein muß? Die bei KTM sind nicht auf der Nudelsuppe dahergeschwommen, die haben schon ein gutes Mapping produziert - nur ist mit den gesetzlichen Vorgaben nicht viel mehr drinnen...also für mehr Luft musst du auf jeden Fall sorgen, Modifikationen im Abgastrakt helfen natürlich auch, ist ja immer das gleiche!
    :winke:


    Ich glaube auch, dass die bei KTM nicht dumm sind. Nur, die Einspritzerei bei den Mopeds braucht halt scheinbar noch etwas Entwicklungsarbeit.
    Wenn ich daran denke, was wir bei unseren GM V8 Schiffs-Motoren um 1994 rumgedoktert haben. Das waren damals die ersten Schiffs-V8 mit
    Einspritzung zugelassen auch am Bodensee. Wenn ich doch damals nur besser aufgepasst hätte. GRMPF. :motzki:
    Aber wir hatten dafür auch einen externen Spezi. Und die ganze Sache ist einfach komplex, braucht viel Erfahrung und Zeit und damit Geld.

    MoGG #577:
    Ist der Hagel zu hart, bist du zu weich. Croce Domini 2013

  • Ich glaube auch, dass die bei KTM nicht dumm sind. Nur, die Einspritzerei bei den Mopeds braucht halt scheinbar noch etwas Entwicklungsarbeit.
    Wenn ich daran denke, was wir bei unseren GM V8 Schiffs-Motoren um 1994 rumgedoktert haben. Das waren damals die ersten Schiffs-V8 mit
    Einspritzung zugelassen auch am Bodensee. Wenn ich doch damals nur besser aufgepasst hätte. GRMPF. :motzki:
    Aber wir hatten dafür auch einen externen Spezi. Und die ganze Sache ist einfach komplex, braucht viel Erfahrung und Zeit und damit Geld.


    Naja im Grunde ist es das gleiche - Vergaser oder Einspritzung, einzig die Herangehensweise ist unterschiedlich (Düsen umschrauben oder Mapping anpassen)
    :winke:

    :Kürbis: 890 Adventure :wheelie:


  • Naja im Grunde ist es das gleiche - Vergaser oder Einspritzung, einzig die Herangehensweise ist unterschiedlich (Düsen umschrauben oder Mapping anpassen)
    :winke:


    Wobei ich der Auffassung bin, dass man die Einspritzung mit all den Kennfeldern und der heutigen Sensorik besser abstimmen könnte.
    Aber zu viele Parameter verderben den Brei, oder so. Sie sind extrem schwierig zu händeln und die Abhängigkeiten zu deuten.
    Das macht die Sache zeitraubend. Ich möchte wissen, wie viele Stunden Prüfstand und später Strecke dafür nötig sind...

    MoGG #577:
    Ist der Hagel zu hart, bist du zu weich. Croce Domini 2013

  • Hey :winke:


    Ich habe eine 2008 SMC, bevor ich mit der Tuning angefangen habe, war ich bei mehreren und habe mir Infos gesammelt. Mit der Softwear kannst du dein Bike super abstimmen. Aber die mehr Leistung kannst du nur durch die Hardwear erreichen. Warum machen die Tuner Hubraumerweiterungen, Kopfbearbeitungen mit scharfen Nocken, weil sie da die meißte Leistung heraus holen, mit der Softwear wird nur sauber abgestimmt. Klar ist wenn ein Bike mit Softwear super abgestimmt ist, kann man noch eine kleine %-Zahl an Leistung heraus kitzeln.


    Mfg GegoSMC13 :winke:

  • Hey :winke:


    Ich habe eine 2008 SMC, bevor ich mit der Tuning angefangen habe, war ich bei mehreren und habe mir Infos gesammelt. Mit der Softwear kannst du dein Bike super abstimmen. Aber die mehr Leistung kannst du nur durch die Hardwear erreichen. Warum machen die Tuner Hubraumerweiterungen, Kopfbearbeitungen mit scharfen Nocken, weil sie da die meißte Leistung heraus holen, mit der Softwear wird nur sauber abgestimmt. Klar ist wenn ein Bike mit Softwear super abgestimmt ist, kann man noch eine kleine %-Zahl an Leistung heraus kitzeln.


    Mfg GegoSMC13 :winke:


    Ja das ist mir schon klar, habe lange genug auf diesem Gebiet gearbeitet. Aber auch bei der Hardware ist es reine Erfahrungssache. Einfach mal Kanäle aufmachen, grössere Ventile, mehr Hubraum,
    erhöhter Mitteldruck, andere Nocke, Luffi, usw. und dann meinen die Karre läuft besser weil sie anders anspricht oder mit anderem Auspuff lauter ist, ist nicht.


    Das schwierige daran ist die Abstimmung aller Einflussgrössen. Dann kommt noch die Subjektivität des Piloten dazu.
    Was mich wieder an mein grösstes Tuningpotenzial erinnert; die fahrerische Kompetenz.

    MoGG #577:
    Ist der Hagel zu hart, bist du zu weich. Croce Domini 2013

  • Warum glaubst du, daß es ohne Modifikationen möglich sein muß? Die bei KTM sind nicht auf der Nudelsuppe dahergeschwommen, die haben schon ein gutes Mapping produziert - nur ist mit den gesetzlichen Vorgaben nicht viel mehr drinnen...also für mehr Luft musst du auf jeden Fall sorgen, Modifikationen im Abgastrakt helfen natürlich auch, ist ja immer das gleiche!


    Da hast du mich etwas falsch verstanden. Ein anderer Auspuff sowie ein leicht modifizierter Ansaugbereich ist ganz sicher erforderlich. War bei früheren Modellen auch nicht anders. Das wir uns dabei außerhalb der von KTM zwingend einzuhaltenden rechtlichen Vorgaben bewegen, dürfte auch jedem klar sein. Allerdings bekommt ABP das Drehmoment auch ohne längeren Ansaugweg hin und genau dieser Umstand dokumentiert, dass über die Software vieles möglich ist. Man muss mit diesem Medium nur richtig umgehen können......


    Wenn ich das Bike technisch nicht verändere und zwei derart verschiedene Leistungskurven produziere, ist das schon etwas seltsam. Zu analogen Zeiten hätte man eine andere Nockenwelle vermutet, nachweislich haben aber keine derartigen Umbauten stattgefunden. Ergo sollte mit dem richtigen Mapping beides zu bewerkstelligen sein. Vielleicht nicht mit dem originalen Steuergerät aber mit einem frei programmierbaren sollte es möglich sein. Das Kastl sitzt ja vor dem originalen und gaukelt diesem falsche bzw. andere Werte vor. Somit ist es sicherlich möglich die vorhandenen originalen (KTM) Grenzen zu umgehen. ABP arbeitet nur mit der originalen ECU, welches u.U. eine Überschreitung dieser Grenzen nicht zulässt.... Ist für mich, vor dem Hintergrund fähiger Programmierer (Kastl sowie ABP), halt die einzig logische Erklärung.

  • Zu analogen Zeiten hätte man eine andere Nockenwelle vermutet, nachweislich haben aber keine derartigen Umbauten stattgefunden. Ergo sollte mit dem richtigen Mapping beides zu bewerkstelligen sein. Vielleicht nicht mit dem originalen Steuergerät aber mit einem frei programmierbaren sollte es möglich sein. Das Kastl sitzt ja vor dem originalen und gaukelt diesem falsche bzw. andere Werte vor. Somit ist es sicherlich möglich die vorhandenen originalen (KTM) Grenzen zu umgehen. ABP arbeitet nur mit der originalen ECU, welches u.U. eine Überschreitung der Grenzen nicht zulässt.... Ist für mich, vor dem Hintergrund fähiger Programmiere (Kastl sowie ABP), halt die einzig logische Erklärung.


    Man darf bei all den Tunern nicht vergessen, dass teilweise im ich sag mal grauen Bereich abgestimmt wird. KTM kann sich das vor all den Gesetzgebern und Vorschriften nicht erlauben.
    Wie oft fragen wir uns nur schon bei den SlipOns, wie einzelne Marken es schaffen, eine ABE zu erlangen?

    MoGG #577:
    Ist der Hagel zu hart, bist du zu weich. Croce Domini 2013


  • Das stimmt nicht. Das Kastl ist dem KTM Steuergerät nachgeschalten und verändert die Impulse zur Einspritzdüse (genauso wie PowerCommander und Co.)
    Wir haben ja schon mit tuneecu gearbeitet, das Problem ist nur drauf zu kommen, wie man die Werte genau einstellen muß (also F-Tabellen, luftmenge in mg.) - das nächste Problem ist das vorgegebene Raster, da muß man immer Kompromisse eingehen. Es kamen tw. subtile Ergebnisse raus, vielleicht kommen wir bei unserem Winterprojekt diesbezüglich weiter.
    Bezüglich ABP und längeren Ansaugtrakt: Das hat ja Highscore auch getestet bzw. im Programm - bei ABP wird ja doch die Airbox mit Löchern perforiert u. ein Luftfilter statt dem Deckel aufgesetzt - das ist doch auch ein grober Eingriff im Ansaugtrakt. Das Problem ist dann nur, daß sie eben oben schlechter geht als mit dem Rundfilter und längerem Ansaugtrakt...also physikalische Ursache...
    :winke:

    :Kürbis: 890 Adventure :wheelie:

  • Das stimmt nicht. Das Kastl ist dem KTM Steuergerät nachgeschalten und verändert die Impulse zur Einspritzdüse (genauso wie PowerCommander und Co.)
    Wir haben ja schon mit tuneecu gearbeitet, das Problem ist nur drauf zu kommen, wie man die Werte genau einstellen muß (also F-Tabellen, luftmenge in mg.) - das nächste Problem ist das vorgegebene Raster, da muß man immer Kompromisse eingehen. Es kamen tw. subtile Ergebnisse raus, vielleicht kommen wir bei unserem Winterprojekt diesbezüglich weiter.


    Der Einbauort ist vielleicht ein Andere, ok. Allerdings das Problem der vorgegebenen KTM Rahmenbedingungen das Gleiche. Deshalb auch mein Einwand mit der frei programmierbaren Lösung. Dafür muss man natürlich das notwendige Know-How haben.


    Ob jetzt die Entfernung des Deckels und der Einsatz eines Plattenfilters eine erhebliche Veränderung darstellt, lässt sich drüber streiten. Hatte auch den Deckel bei meiner SMC entfernen müssen sowie den Filter getauscht. Erheblich finde ich dann eher die Verlängerung des Ansaugweges. Spielt aber m.E. auch keine Rolle.


    Fakt ist, dass nachweislich und das heißt mit der gleicher Technik zwei derart unterschiedliche Kurven produziert wurden. Das mit jeder weiteren technischen Veränderung Abweichungen bestehen ist natürlich klar. Das Grundprinzip "ABP Drehmoment unten" sowie "Kastl mehr Spitzenleistung oben" bleibt m.E. aber bestehen.


    Darüber hinaus zeigt die Tatsache der Platzierung des Kastl eindeutig, dass die von KTM programmierte Abgasreduktion (und daraus resultierende Drehmomentschwäche unten) softwaretechnisch mit einem Zusatzsteuergerät nicht komplett beseitigt werden kann.

    Einmal editiert, zuletzt von Tcop ()

  • Das würde ich nicht unterschreiben. ABP tunt ähnlich wie mit dem KTM EVO1 Kit und belässt die Airbox. Die meisten die auf Kastl umbauen, verwenden auch den K&N RU-1750 (keine Airbox mehr). Ich glaube hier liegt eher der große Unterschied als in der Software.


    Interessant wäre eher ein direkter Vergleich zwischen offenem Deckel und RU-1750 bei Verwendung einer identischen Mapping-Lösung (ABP, Kastl, EVO1).

  • Ja ja, die Airbox ist auch so eine Geschichte. Löcher reinbohren. Das haben wir früher bei den Golf 1 auch so gemacht. Den halben Boden von der
    Airbox ausgesägt. Die Buben mit den Clios machens teilweise heute noch. Die Ansauggeräusche tönen dann wie weiland die Wildschweine
    wenn sie im Waldboden nach Trüffeln pflügen. So richtig tiefes und sonores Grunzen. Akustisches Tuning nennt sich das, am Prüfstand bringts genau Null.
    Bei den Clios ist es sogar äusserst kontraproduktiv, da die Luftsäule so nicht mehr stimmt. Also alles mehr Schall und Rauch.
    Nur so als Beispiel aus der Praxis. Will damit nicht sagen, dass die Rennsocke von K&N oder die Löcherbohrerei nichts bringen.
    Wobei ich aus dem Bauch heraus dem K&N noch am ehesten traue. Aber immer mit dem Hinblick auf den Prüfstandbeweis.

    MoGG #577:
    Ist der Hagel zu hart, bist du zu weich. Croce Domini 2013

  • Mal zurück zum Thema. Vielleicht investiert ja mal jemand das Geld und versucht sich an dieser Variante. In meinen Augen die Vielversprechendste. Ein Grundmapping ist vorhanden und der Rest frei programmierbar. Man braucht nur Zeit und einen Prüfstand :zwinker: Und da fangen die Probleme an........ Darüber hinaus bleibt das originale ECU, wie beim Kastl, völlig unangetastet. Hat ja auch Vorteile.


    http://vortexcdi.com/model_pro…t=17&model=122&mp_id=1420


    Die Kosten sind natürlich eine Hausmarke, von den Prüfläufen ganz zu schweige..... Mich reizt es auf jeden Fall. Vielleicht gehe ich die Sache nächstes Frühjahr mal an.

    Einmal editiert, zuletzt von Tcop ()

  • SCHÖN
    nur, wo bitte ist der Unterschied zum Kastl vom Highscore
    noch dazu hast du beim Highscore vollen SUPPORT wenn mal was nicht geht, oder auch seine 1000 Prüfstandsläufe mit den KTM's.
    Da brauch ich nix neu erfinden, oder selber am Prüfstand herumdoktern

  • ich denke der herr tom dick den ich grad im forum gesichtet habe kann uns vieleicht mehr zu dem thema sagen falls er das ließt. ich fahre sein mapping und bin gut zufrieden damit...

  • ktm evo kit (nocke und k&n, sls verschlußstopfen...) und mapping von tom dick plus auspuff umbau. was da aber beim mapping alles genau verändert wurde weis ich nicht. ich weis nur das die lamdasonde noch inaktiv ist. es wäre aber schön zu wissen ob da was verändert wurde was mit der gasannahme zu tun hat und ob in jeder lebenslage der gasgriff bei vollgas auch wirklich vollgas ist oder noch was reinregelt. ich denke das kann der ders gemacht hat am besten erklären...

  • SCHÖN
    nur, wo bitte ist der Unterschied zum Kastl vom Highscore


    Hallo Duffyhs, der Unterscheid liegt doch klar auf der Hand.


    1. Es wird kein von der KTM ECU vorgegebenes Raster verändert, worin ja gerade die Grenzen des Kastl liegen, sondern ein ganz anderer Regelungsbereich eröffnet.
    2. Die Komfortregelung des original ECU, schenkt man der Werbung glauben, wird vollkommen ausgeblendet. (1:1 Gasannahme und kein Gleichdruckvergaserfeeling)
    3. Direkte Feinjustierung über vorhandene Potis
    4. Einfacher Zugriff und Veränderung des Mappings (freie Programmierfähigkeit)


    Der Werbung nach also eine "Eierlegendewollmilchsau".


    Womit du absolut recht hast, ist der fehlende Support sowie der meist zu Hause nicht vorhandene Prüfstand ! Aber man kann halt nicht alles haben :zwinker:

  • Punkt 1: macht das Kastl auch nicht
    Punkt 2: kann ich nicht beantworten
    Punkt 3: geht auch mit dem Kastl, aber über Software
    Punkt 4: siehe Punkt 3