Federvorspannung einstellen

  • Hallo an Alle Members,


    habe mir vor 4 Wochen eine SMT zugelegt :Daumen hoch:. Soweit alles super nur für mein empfinden etwas zu stramm im Heck. Habe das Fahrwerk auf Standard eingestellt und musste leider bei der Federvorspannung diesen hier machen :kapituliere:
    Die Zugänglichkeit ist nicht besonders berauschend.


    Wie verstellt ihr die Federvorspannung? 70mm Hakenschlüssel? Krümmer demontieren oder kommt man da anderweitig vorwärts?


    Danke

  • Hallo,


    die Druck-und Zugstufen habe ich auf Standart laut Bedienungsanleitung eingestellt. Bin mit dem Ein- und AUsfederverhalten soweit zufrieden. Der Vorbesitzer meines Motorrades war etwas kräftiger gebaut als ich. Ich hab hier im Forum schon die Suchfunktion benutzt und auch einige interessante Beträge gelesen. So sollte man z.B. den Einfederweg des Hecks bzw. die Differenz zwischen entlastet und Belastet (also mit aufsitzendem Fahrer und Beladung) messen. Es war die Rede von ca. 1/3 des Federwegs also ca. 6 cm max. was das Federbei dann eingefedert sein soll. Liegt man darüber, also >6cm, sollte man die Federvorspannung erhöhen um wieder im ersten drittel zu landen.


    Ich habe das bei mir auch einmal gemessen und hab das Gefühl dass das Federbein mit meinen 72 kg nicht genug einfedert. Der Einfederweg lag bei 3 cm wenn ich mich draufsetze ..... Daher wollte ich die Federvorspannung etwas zurücknehmen, finde jedoch die Feststellschraube schwer zugänglich und wollte mir daher ein paar Tips geben lassen. Ist es notwendig das Federbein hinten auszubauen um an die Stellschraube zu gelangen? Ich meine um den Negativweg etwas zu erhöhen muss ich ja zumindest den Hakenschllüssel ordentlich ansetzten können :denk:


    Habe diesbezüglich leider nichts finden können


    Danke

    Einmal editiert, zuletzt von ricsten ()

  • Kommst du tatsächlich leider nicht oder nur sehr beengt mit einem Hakenschlüssel dran.
    Deswegen haben sinnvollerweise die letzten Modelle einen Hydroversteller.


    Was hast du für eine Feder drin? Nicht das dein Vorbesitzer da eine Stärkere eingebaut hat.
    Habe ich auch gemacht, weil mir war es zu weich.
    Bei meiner 09er war eine 140er original, habe jetzt eine 150er wie bei den späteren Modellen.


    Tip:
    mit viel Glück bekommst du die Feder von Hand gedreht und die gekonterte Tellermuttern gehen mit.
    Meist nicht, aber einen Versuch ist es wert.


    Gruss


  • Ist zwar nicht die feine englische Art, aber mit einem Alu- oder Messingdorn kannst du erst die Kontermutter mit dem Hammer aufdrehen und dann die Einstellmutter verdrehen. Ich konnte mit nem Hakenschlüssen beides zusammen verdrehen. Habe auch noch aus Opelz Zeiten einen Schlüssel, mit dem die Lenkung eingestellt wurde. Mit dem war ich auch noch mit zu Gange weil er in die Nuten passte. Sonst hilft nur ausbauen.


    Gruß Silliwilly

    Besoffen aufreissen ist wie hungrig einkaufen

  • Sofern ich mich nicht irre, ist die Federvorspannung aber nicht für "stramm im Heck" zuständig.
    Das regelt doch die Feder in Verbindung mit der Zug- und Druckstufe :denk:

    Genau so ist das:
    Mit der Federvorspannung stellt man AUSSCHLIESSLICH den Negativfederweg ein
    und der soll (laut White Power-Buch und auch nach unseren Erfahrungen)
    zwischen 25% und 30% des konstruktiv verfügbaren Gesamtfederweges betragen.
    (Woher man den hat, ist eine andere Frage: Handbuch? Daten? Dicke Freunde draufsetzen?)
    Ein simples Maßband hilft dabei maßgeblich. :grins:


    Offenbar habt ihr Nutmuttern zum Vorspannen der Federbeinfeder.
    Sehr hilfreich ist beim Verstellen, wenn die Schwinge (nicht nur das Hinterrad!) entlastet ist,
    aber dazu muss die Rodel - so sie keinen Hauptständer hat - am Rahmen aufgebockt werden.
    Nachdem da bei vielen Mopetten das Hinterrad auf´s Federbein ferkelt,
    solltet ihr das Gewinde VOR dem Verstellen schön sauber machen (Zahnbürste!)
    und danach großzügig mit Kriechöl (Sonax, WD40, ...) einweichen (lassen).
    Wenn man dann nicht mit dem Hakenschlüssel dazukommt
    (Der Konstrukteur möge in der Hölle schmoren! :zorn: ),
    ergreift man ein Stück (Messing-)Rundmaterial mit 8...12 mm Durchmesser und 20 cm Länge
    oder zur Not einen sehr großen (!) Schlitzschraubendreher mit durchgehender Klinge,
    setzt das schön tangential in einer Nut der oberen Nutmutter an (Drehrichtung beachten!),
    setzt einen zackigen Schlag mit dem 1000 g-Hammer auf das andere Ende des Rundmaterials,
    und schon ist die Mutter offen.
    (Nicht mit einem Uhrmacherhämmerchenlein herumdreschen - damit macht man´s nur kaputt!)
    Normalerweise kann man dann die obere Mutter mit der Hand drehen;
    die untere braucht meist ein paar weitere, jetzt deutlich zartere Schläge,
    egal, in welche Richtung man die drehen will.


    Hat man die gewünschte Vorspannung erreicht,
    wird die obere Mutter mit der gleichen Methode gekontert.
    (Das muss nicht gaaaanz fest sein - das löst sich nicht schnell, ggf. markieren!)

    Mit fröhlichen Grüßen aus Wien


    DSP

  • Kann meinem Vorredner nur zustimmen. Schön saubermachen und einsprühen. Habe selbst das Motorrad vorne auf den Frontständer gestellt und hinten mittels eines Gurtes der über einen Träger lief entlastet ...

  • statt Messing oder Aludorn nehme ich ein Stück Kunststoff (PVC)...ca 10 mm dick, 20mm Breit, 200 mm lang...das schont die Nutmuttern, keine sichtbaren Abdrücke


    Die Ecken sind zwar nach wenigen Schlägen "abgeschplittert", dann einfach 2 mm mit Bügelsäge kürzen, damit die Ecken wieder vorhanden sind...




    hinten 1/3 negativfederweg halte ich auch bei der SMt/Smr für zu viel...diese Faustregel gibt eigentlich für vorne...für Strassenbikes geht man eher von 15 - 25 prozent aus je nach Grundauslegung des Fahrwerks und nach Einsatzgebiet.




    KTM hat aber andererseits auch eine ziemliche "Ausnahmeauslegung"...hinten bedeutend mehr Federweg als vorne...das ist selten :ja:


    Wenn Du allerdings hinten 60 mm einstellst, wirst Du vermutlich vorne niemals die gewünschten ca.1/3 erreichen, da die SM dann durch Geometieverschiebung zu viel Gewicht vom Vorderrad nimmt :denk:


    denke mit 45 - 50mm negativ ist man bei 180 mm Gesamtfederweg gut bedient...deine bisherigen 30 mm sind allerdings zu wenig


    wichtig...auch vorne den Negativfederweg einstellen :winke:

    2 Mal editiert, zuletzt von wos ()

  • Ich habe mir direkt nach dem Kauf meiner SMR den Preload-Adjuster (Powerparts) nachgerüstet, der an den neueren SM-Ts serienmäßig war. Das Ding kostete (glaube ich) so um die 120 Euro und macht die Ein- bzw. Verstellung des Durchhangs zum Kinderspiel. Wenn man auf den Sechskant dieses Preload-Adjusters eine passende Nuss aufsteckt, kann man die Feder blitzschnell sogar mit dem Akkuschrauber (ent-) spannen.
    .

  • hab mir das eben mal angesehen. Preload-Adjuster .... scheint ne feine Sache zu sein. Wäre für mich als jemand der öfter im Soziusbetrieb fährt ne feine Sache. :Daumen hoch:

  • Genau dafür nutze ich das Ding auch. Wenn mal eins meiner Kinder oder sonst jemand mitfährt oder ich wieder alleine fahre, kann ich in wenigen Sekunden vorher die Vorspannung anpassen. Dafür habe ich einen ausrangierten Akkuschrauber samt passendem Bit griffbereit auf dem Regal neben der SMR liegen, der 1-2 cm Verstellung ruckzuck erledigt. Noch schnell hinten ein paar Klicks rein oder raus und schon fährt die SMR auch mit Sozius perfekt.
    .

  • Hallo,


    nach kurzer Überlegungspause hab ich mich dazu entschlossen ebenfalls aeinen Preload -Adjuster zu kaufen. Ich hab hier im Forum ein wenig gestöbert und gelesen das man das ding mit einem Haupständer ganz gut allein einbauen kann ohnen einen Federspaner zu benötigen.


    Nun gibts die dinger von Xring und KTm selber. Da KTM da scheinbar nur seinen Namen draufschreibt und ca. 10 Euro mehr will möchte ich mir den Xring zulegen. Ehe ich den falschen kaufe möchte ich mir gern eure Meinung einholen.


    http://www.wp-germany.com/shop…G-Preload-Adjuster/KTM-PA


    Es müsste der erste sein oder? :denk:


    KTM SMT BJ 04/11 ABS


    THX

  • Servus habt ihr schon rausgefunden wies sich nun mit der Vorspannung verhält?

    Hatte bei meiner SMT 2009 zuletzt vorne 27,5%/43mm und hinten 25%/45mm Vorspannung eingestellt und fand es doch sogar auf Sporteinstellung der Dämpfer zu weich. Mit Sozia ging dann garnix mehr.

    Habe 72kg.


    Habs heute mal mit vorne 25%/40mm und hinten 22,2%/40mm versucht, fühlt sich jetzt hinten bissle straff an, bin bei mir in Villingen-Schwenningen aber auch auf schei* Straßen unterwegs.

    Habs auch erst mit Standartdämpfungseinstellung versucht und muss noch bissle experimentieren.

    DLZG Tim