GP 503 Reifenwechselgerät

  • Da man die Reifen selber viel billiger wechseln kann und erst noch sicher ist, dass kein Pfusch passiert, habe ich das GP 503 in Deutschland gekauft. Im Komplettset für ca. 440 Euro (ohne Mwst). Die gleichnamige Firma liefert schnell und unkompliziert in die Schweiz, man braucht sich um nichts weiter zu kümmern. Mailnachfragen werden zügig beantwortet.
    Weiter braucht man natürlich noch einen günstigen Kompressor (ca. 200).


    Wir haben jetzt bereits 4 Reifen gewechselt und die kleinen Besonderheiten mit dem Abdrücken, Fetten, Aufziehen, Auswuchten, gelernt. Am Anfang ist es besser, man macht es zu zweit. Man kann sich kontrollieren und bei einigen Dingen helfen. Nach einigen Reifen geht es auch problemlos alleine. Der Angel GT braucht schon mehr Schmackes wie der PiPo, ist halt stabiler, härter.


    Klare Empfehlung, nach einigen soliden Flüchen wird das Ding dein Freund. Bist unabhängig, kannst jederzeit wechseln und die Teile so reinigen und fetten, wie es wohl auch der sehr Freundliche nicht macht.


    Gruss Max :Daumen hoch:

  • Ich habe schon länger ein Auge auf das von hama-racing.de geworfen, kostet auch bloß 445€ im Paket (mit Mwst.). Hatte bisher aber zu viel Angst mir die felgen zu verkratzen. Ist die Gefahr dafür deiner Meinung nach sehr hoch bei solchen Geräten? Gibt es Unterschiede zwischen solchen Modellen? Bis auf die Verarbeitung dürfte das ja prinzipiell das Gleiche sein...
    Ansonsten ist das schon geil, man braucht wenig Platz, zahlt keine Unsummen fürs Aufziehen mehr und kann die reifen zu Internetpreisen bestellen.

  • Habe das hama jetzt seit mehreren jahren. Funktioniert problemlos. Die felge kannst du dir eigentlich nur beim abdrücken beschädigen. Da muss man halt etwas Vorsicht walten lassen. Mit dem Montagekopf wüsste ich jetzt sonst wenig Möglichkeiten mir die felge zu zerkratzen...

  • Die Felge sollte kein Problem sein. Nicht mit Brutalkraft arbeiten und am Anfang einfach Zeit lassen, gut fetten.
    Ob das Teil ein paar Jahre durchhält, kann ich natürlich noch nicht sagen. Aber das wäre der einzige Punkt, wo etwas schiefgehen könnte. Es fühlt sich aber solid an.


    Gruss Max :Daumen hoch:

  • Ja, abdrücken nach Innen habe ich noch wenig bedenken, da kann man den Kopf ja einfach so einstellen, dass er etwas zur Felge hat. Aber dann wenn man den Reifen mit dem Montiereisen aus der Felge hebelt kann ich es mir gut vorstellen. Werde es mir dann aber vielleicht doch holen wenn alle sagen, dass es mit ein wenig Übung geht. :Daumen hoch: Nur noch sparen :grins:

  • Das abhebeln machst du ja auch über die nase am montagekopf... das montiereisen berührt dabei die felge eigentlich gar nicht. wenn du angst hast abzurutschen kannst du die aber auch so felgenschoner für kleinstes Geld holen und die voher an der gefährdeten stelle überziehen.

  • Ah, das erklärt einiges! Ich dachte bisher es wird direkt über die felge gemacht und diese Schoner immer untergelegt. Was für mich jetzt auch nicht so sicher aussah. Aber so :Daumen hoch: dass ich da nicht selbst drauf gekommen bin :lautlach::crazy:

  • Egal welches Video und egal welches Gerät (funktionieren im Prinzip ohnehin alle gleich) ich mir ansehe, das Abdrücken sieht immer so leichtgängig aus.
    Ich könnt :kotz: wenn ich daran denke, wie ich mit vollem Körpergewicht am Hebel hänge (und sogar auf- und abschwinge) und der Reifen trotzdem nicht über den Hump ins Felgenbett rutscht. Da frage ich mich schon, ob es am Gerät (hab kein GP503), am Reifen oder vielleicht doch an mir liegt oder einfach nur daran, dass in den Videos der Reifen wahrscheinlich erst kurz zuvor aufgezogen und nicht gefahren wurde (und die Schmiere noch schmiert und nicht bereits eingetrocknet ist).

  • Stimmt, so einfach wie im Video gehts im realen Leben leider nicht. Bei so manchem Reifen muss die Montiermaschine schon ordentlich was leisten um den Reifen von der Felge zu drücken...und die werden nicht mit menschlicher Kraft betätigt.
    Und so ein verbackenes Rad mit Handhebelkraft entzweien kann mal ne kleine Herausforderung werden :respekt:

    :winke:

  • das Abdrücken sieht immer so leichtgängig aus


    Wichtig ist noch den Ventileinsatz mit dem beiligenden Werkzeug herauszudrehen, da sonst noch Restluft drin sein kann. Die würde natürlich kontraproduktiv wirken. Ansonsten einfach mehrmals drehen und mit soliden Stiefeln wenn nötig nachhelfen. Gerade am Anfang gelassen bleiben.
    Beim Hebelaufsetzen den gegenüberliegenden Wulst runter ins Felgenbett drücken und beim Hebel eventuell etwas hochdrücken. Geht am Anfang besser zu zweit. Kann wohl niemand gleich perfekt ohne zu üben.


    Gruss Max :Daumen hoch:

  • Stimmt, so einfach wie im Video gehts im realen Leben leider nicht. Bei so manchem Reifen muss die Montiermaschine schon ordentlich was leisten um den Reifen von der Felge zu drücken...und die werden nicht mit menschlicher Kraft betätigt.
    Und so ein verbackenes Rad mit Handhebelkraft entzweien kann mal ne kleine Herausforderung werden :respekt:


    da gebe ich dir 100% recht.


    habe letztens meinen Hinterradreifen erneuert, MPP, und es wäre sehr entspannt gewesen, wenn es so einfach gewesen wäre!! :ja:


    bin froh, dass man an der Uni an die Geräte darf, denke mit dem Gerät im Video hätte ich es nicht geschafft :lautlach:


    :Daumen hoch:

    SuperDuke 990 "Elli"

  • Am Hebel oder der Kraft liegt es nicht. Bei zu kräftigem Drücken bleibt die Reifenwulst an Ort und Stelle und die Seitenwand klappt unter dem Werkzeug weg, wodurch das Werkzeug entlang der Seitenwand hin zur Lauffläche abrutscht.

  • Hab gerade meinen ersten Satz Supercorsa abgenommen und ich muss sagen, dass diese so leicht wie im Video abgingen, ganz im Gegensatz zu den bisherigen SportAttack 2, mit welchen ich immer die oben genannten Probleme hatte.
    Scheint also doch nicht an der Kraft, Technik oder dem Gerät zu liegen, sondern tatsächlich am Reifen.

  • Hi,


    ich habe mit dem GP503 schon ca. 20-25 Reifen montiert, das war mal mehr und mal weniger schwierig. Bei der Demontage war eine Hebel-Verlängerung manchmal von Nöten.


    Ich konnte folgende Einflußgrößen bei der Montage feststellen, sortiert nach Wirkung:
    1: Art des Reifens (Sport-Touring), weiche Sportreifen flutschen leichter drauf
    2. Verwendung Montagepaste (viel hilft viel)
    3: Temperatur des Reifens (Reifen vor der Montage am besten in die Sonne legen)


    Die Arbeit fällt zu zweit deutlich leichter, außerdem benutzen wir einen stabilen Tisch von ca. 75cm Höhe!!


    Das Gerät ist jetzt ca. 6 Jahre alt, lediglichg die Auflage-Gummis haben sich verabschiedet, sonst wie neu Verarbeitung ist super!


    Das gezeigte Video ist halt ein Verkaufsvideo, das die Demontage/Montage spielend leicht aussehen läßt. Das Gerät steht auch auf einem Tisch, ein zweiter Mann ist nicht zu sehen, obwohl sich das Gerät beim Drehen nicht selbst mit dreht .... :kapituliere: :kapituliere:


    Gruß


    Stefan

  • also ich drück den Reifen ins Felgenbett indem ich den Seitenständer meiner alten GS500 ausklappe und dann die Maschine auf den Wulst abstelle


    das funktioniert prima


    bevor ich zwei mopeds hatte , hab ich den Altreifen mit dem Kleinwagen meines Vaters ins Bett gedrückt ( vorsichtig drauffahren ) , geht auch gut


    gibt aber schon deutliche Unterschiede bei den unterschiedlichen Reifentypen - der Pipo ging bei mir immer am leichtesten rauf und runter - der eignet sich optimal fürs Werbevideo :grins:


    und ordentlich Schmiermittel in Form von Flüssigseife ( ich nehm einfach Spülmittel ) ist das A&O sowohl bei Demontage als auch beim Aufziehen