Ritzel vorne abziehen

  • Du kannst auch gar nix nehmen, da landet sowieso genug, wenn Du nicht gerade mit Öler oder Drylube unterwegs bist, ansonsten kannst Du da imho verwenden was Du im regal findest, sogar Kettenfett.

    ) -> oo

  • Du wirst bemerkt haben das die Keilnuten trocken sind.

    Da Kupferpaste am besten klebt und Kupfer selber als Schmienedium fungiert empfehle ich dir das.


    In 45 Jahren habe ich nich kein festsitzendes Ritzel gehabt: Kupferpaste. :prost:

    Der Kluge lernt aus allem und von jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiß alles besser. :winke:

  • So, nachdem es am Wochenende bei uns nicht mehr so saukalt war, habe ich mich ans Wechseln und vernieten der Kette gemacht. Ich glaube das Sicherungsblech ist ganz gut umgeknickt, was meint Ihr?


    Beim Vernieten habe ich für beide Nieten das gleiche Drehmoment 16NM verwendet, allerdings haben diese sich unterschiedlich geweitet eine liegt bei 5,6 mm die andere bei 5,9 mm. Mit 5,9 mm wäre sie minimal außerhalb der in der Reparaturanleitung angegebenen Range von 5,5 - 5,8 mm. Meint Ihr das wäre ein Problem?

  • OK, dann mache ich das noch. Allerdings war die Ritzelabdeckung wieder anbringen bis jetzt das Fummeligste.

    Aber da ich die schon mal zum säubern ab hatte wusste, dass es irgendwie gehen muss.

  • Ein Tipp für das Umbiegen des Sicherungsbleches:


    Erst mit einem Meißel oder dicken Schraubendreher ein bisschen anheben und dann mit einer Wasserpumpenzange umbiegen, die sich an der gegenüberliegenden Fläche der Mutter abstützt.

    So empfinde ich es am einfachsten.

  • Danke, das hattest du glaube ich schon mal geschrieben und ich habe es auch so gemacht, ging eigentlich super.

    Werde ich dann bei den Ecken genauso machen.

  • Ich hab jetzt bei meiner 790 Adv das gleiche Problem mit dem festgegammelten Ritzel. Hab mir einen 3-armigen Abzieher besorgt, aber bin mir unsicher was die Anwendung angeht. Auch mit ordentlich Kraft passiert da beim Ansetzen eines Schraubenschlüssels erst mal wenig. Das bewegt sich keinen Zentimeter. Jetzt könnte ich natürlich noch mit der Ratsche oder gar Teleskopratsche Drehmomente jenseits der 100Nm aufbauen aber die Frage ist wie zielführend das ist. Den nach fest kommt bekanntlich ab...

  • Angesetzt schaut der Abzieher schon mal gut aus, ich würde noch schauen, dass ich die Kette so gut wie möglich komplett aus dem Weg bekomme.


    Eine gute Portion Rostlöser (idealerweise mit leicht schmierenden Komponenten) schadet auch nicht, Rostlöser gerne auch immer wieder über einen längeren Zeitraum.


    Ich würde die Ritzelmutter zumindest so weit ansetzen, dass ich die Welle zumindest ein bisschen gegen das Aufspreizen schütze.

    Ich arbeite da teilweise sogar mit einer aufgesetzten Nuss wenn ich es schaffe, dass sich diese am Mutter und Welle abstützt.


    Der Abzieher darf schon mit anständig Drehmoment beaufschlagt werden, für das Gewinne des Abziehers gibt es eigenes Fett um die Reibung zu minimieren. Tut sich dann noch nichts kannst du versuchen das Ritzel mit "Prellschlägen" zu lösen.


    Ich verwende für die Verbindung Ritzel / Welle bei der Montage immer Montagepaste, aber da scheiden sich die Geister, bzw ist das teilweise eine eher religiöse Frage.

  • Im Bild sieht der Ansatz des Abziehers schon mal gut aus, etwas Wärme einfügen oder ein paar Schläge mit dem Hammer können dabei sehr befreiend wirken !!

    Und zur Religionsfrage:

    Ich montiere dann immer mit Kupferpaste, die hält auch etwas höhere Temperaturen aus, gerade bei so Verbindungen, die man nur alle paar Jahre mal öffnet...

  • Wurde alles schon geschrieben, dazu noch etwas Fett auf die "Spitze" vom Abzieher, und wenn der Abzieher bombenfest sitzt

    einige Schläge auf die Gewindestange, denke das sind die "Prellschläge" von Thomas.

    Und Geduld ist gefragt, 1. Gang ist Pflicht

    Bin überzeugter Atheist, deshalb Fett bei Montage auf die Keilverbindung :zwinker:

    und ich nehme das schwarze von LiquiMoly LM47 Langzeitfett mit MoS2 :Daumen hoch:

    Gruß Klaus :winke: :wheelie:
    1290 SDR SE (2016)

    Fz1 Fazer (2006)


    :Kürbis: CLICK HERE to see my beast :grins: or CLICK HERE to see my Fazer :grins:


  • Alles klar danke für die ganzen Hinweise, ich werde mir mal jetzt anständigen Rostlöser besorgen und zusätzlich meinen Heißluftfön zur Hilfe nehmen.

  • Bis du sicher dass die Arme, des Abziehers nicht irgendwo vom Rahmen blockiert werden? Das war bei mir so, musste dann das ganze minimal weiter drehen, danach ging es super ab. Hatte es aber auch vorher mit allerhand WD40 und Rostlöser etc. geflutet.

    Aus Mangel an Kupferpaste habe ich auch das schwarze von LiquiMoly LM47 Langzeitfett mit MoS2 verwendet.

  • Mit dem richtigen Werkzeug ist das ja wirklich ein Kinderspiel. :grins:

    Ich hab kurz ein paar Minuten WD40 Rostlöser einwirken lassen, dann das Ritzel mit dem Abzieher unter Spannung gesetzt, Caramba Express Schock Rostlöser draufgesprüht, den Abzieher etwa stärker angezogen und ein paar Hammerschläge auf die Welle gegeben, dann hab ich nochmal Schock Rostlöser draufgesprüht und den Abzieher weiter angezogen und schon kam das wunderschöne Knackgeräusch und das Ritzel hat sich bewegt. Das waren insgesamt keine 2 Minuten Arbeit. Ich hab weder sehr viel Kraftaufwand, noch Hitze gebraucht, am Ende hat selbst der gewöhnliche Schraubenschlüssel gereicht.

    Ich gehe mal davon aus, dass der Schock Rostlöser hier das zielführende Mittel war. Wenn die Welle wie ich vermute aus Alu ist zieht sie sich natürlich viel schneller zusammen als das Stahlritzel.


    Nächste Frage: reinigen muss ich die GAW nicht mehr oder? Sieht eigentlich sauber aus. Keramikpaste drauf und gut ist, oder?


    P.S.: der Tipp mit dem Fett auf der GAW und der Gewindestangenspitze des Abzieher ist echt gut, funktioniert super und verhindert hässliche Kratzer :Daumen hoch:

  • Die Getriebewelle ist ganz bestimmt NICHT aus Alu.

    Und in den Passungsrost ungereinigt jetzt das neue Ritzel draufzuklatschen ist eine Vorgehensweise die Werkstätten unterstellt wird.


    Im allgemeinen wird so etwas als "Pfusch" bezeichnet.


    Aber ich kann das verstehen, der nächste Besitzer soll ja auch das Erfolgserlebnis haben mit Abzieher ein Ritzel runtergewürgt zu haben. :sensationell:

    Der Kluge lernt aus allem und von jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiß alles besser. :winke:

  • ......

    Nächste Frage: reinigen muss ich die GAW nicht mehr oder? Sieht eigentlich sauber aus. Keramikpaste drauf und gut ist, oder?

    .....

    Es empfieht sich wie bei einem Kondon:

    Wer es aus Geiz wieder verwenden will reinigt es ordentlich bevor er es wieder zusammenrollt, sonst könnte es evtl. ein böses Erwachen geben :zwinker:

    Gruß Klaus :winke: :wheelie:
    1290 SDR SE (2016)

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  • .... oder das Ritzel löst sich, weil Rost und Schmock zwischen ihm und der GAW langsam rausbröselt und schwupp ist da Luft :Daumen runter:

    Dann kommt : Loch im Block oder GAW ausgedödelt oder Hinterrad während der Fahrt blockiert ...

  • Aber ich kann das verstehen, der nächste Besitzer soll ja auch das Erfolgserlebnis haben mit Abzieher ein Ritzel runtergewürgt zu haben. :sensationell:

    So schnell wird der Kürbis seinen Besitzer nicht wechseln, d.h. in 30000km bin ich derjenige der dann wieder ran darf.


    Und in den Passungsrost ungereinigt jetzt das neue Ritzel draufzuklatschen

    Ich kann halt nicht beurteilen ob da noch was drauf ist oder nicht. Die Farbe der GAW ist fast genauso wie bei meiner 401, wo mir das Ritzel von allein entgegen kam.

    Aber stimmt schon, ich kann trotzdem nochmal mit Rostlöser und ner Bürste drüber gehen, *zu* sauber kann das Ding ja nicht werden.

    Lieber jetzt n bisschen mehr Arbeit und dafür flutscht das Ding beim nächsten Mal einfach runter.