Hi,
ich komme gerade von einer Skandinavienreise mit der 690er zurück und will gerne meine Erfahrungen mit dem Anakee Wild teilen.
Die An- und Rückfahrt nach Travemünde bzw. Kiel ging ausschließlich über Asphalt im gepflegten Landstraßenmodus.
In Schweden bin ich zunächst dem TET gefolgt. Der führt in Südschweden überwiegend über ganz gewöhnliche Straßen die dort halt mit wassergebundener Oberfläche ausgestattet sind. Je nach Zustand waren die zum Teil platt gefahren sodass man getrost mit Straßenreifen fahren kann oder mit unterschiedlicher viel Schotter ausgestattet.
Im Verlauf der Strecke/ weiter nach Norden wurden die Anteile Forstwege (rechts- und links eine Spurrille/ in der Mitte Gras) immer größer. Hin und wieder ausgewaschene Spurrillen, etwas "Naturschotter" aber letztlich alles einfach zu fahren. Spannend waren dann die von mir liebevoll genannten "Sonderprüfungen". Da wurden offensichtlich Verbindungen zwischen Hauptwegen geschaffen. Durchgängig Wege, die auf meiner Garminkarte nicht mehr abgebildet war. Das waren Single Trails die ich sonst mit dem MTB fahre. Immer nur kurze Anteile von ein paar hundert Metern. Gras, Steine, kleinere Absätze. Überwiegend trocken; für Reifen also nicht unbedingt die größte Herausforderung.
In Südnorwegen sind Straßen überwiegend asphaltiert; Schotter findet man am besten in Stichstraßen und alles was als Bom-Weg ausgezeichnet ist. Eindrucksvoll war natürlich der Aursjøvegen aber auch viele andere, weniger bekannte. Also auch in Norwegen überwiegend Asphalt mit einigen Schotterwegen.
Den Anakee Wild habe ich gewählt weil ich einfach mal ausprobieren wollte, ob ein so grobstolliger Reifen auch für einen Reisemodus geeignet ist. Grundsätzlich war mir klar, dass ich das alles auch mit deutlich straßenorientierteren Reifen hätte machen können.
Rainer hat ja zur grundsätzlichen Performance einiges geschrieben. Dem kann ich mich nur anschließen. Insbesondere auf Asphalt habe ich in meinem Reisetagebuch am ersten Abend notiert "der Anakee und ich werden keine Freunde". Von Tag zu Tag wurde unser Verhältnis allerdings immer besser. Man kann mit dem Wild durchaus einen schönen, runden Landstraßenstil hinbekommen. Auch bei Regen habe ich mich damit immer wohl gefühlt. Das hatte ich nach den ersten 500km nicht erwartet. Zu Grenzerfahrungen kann ich nichts sagen; das überlasse ich den Profis.
Gefahren bin ich mit dem Satz ziemlich genau 4700km. Der Vorderreifen sieht so aus, als könne er noch mal so viel.
Wie bei der 690er zu erwarten wird in erster Linie der Hinterreifen radiert. Hier mal der aktuelle Zusatnd:
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Ich finde das nicht so schlecht.
Grüße, Thomas