1290 SAR 2017 - welche Batterie?

  • Moin zusammen,


    eine Kollege von mir ist auf 2017er SA-R unterwegs und hat gerade Start-Probleme. Trotz laden der Batterie (original) ist die Adventure nicht zum Leben zu erwecken. Nach einiger Überredung und Überzeugung haben wir es dann hinbekommen dass er mal die Batterie-Spannung nach Batterie-Aufladung (Batterie 13,1V) beim Starten gemessen hat. Dabei bricht die Spannung dann auf <10V zusammen -> ziemlich eindeutig Batterie Fritte.


    Da ich zwar viel zum Thema Batterie, Laden über Bordsteckdose usw. gefunden habe, jedoch aber keine einfache Übersicht ohne etliche unnötige Diskussionen, stelle ich hier einfach mal die Frage - auf die Gefahr hin zu blöd zum Suchen gewesen zu sein.


    Also, welche Batterie können die Adventure-Treiber für die 1290er empfehlen? Der Kollegen würde gerne auf LiFePo wechseln, wovon ich ihm aber abgeraten habe da er die SA-R trotz Standzeit teils auch gern mal spontan bei deutlich <10° einsetzt.


    Danke für eure Rückmeldungen!

  • Wurde "auf Garantie" getauscht, da die erste nach 18 Monaten den Geist aufgegeben hatte.

    Mein Händler bau nur noch Yuasa-Batterien ein > er sagt "mit den anderen Herstellen habe ich immer mal wieder Theater"

    1290 anstatt 08/15

  • Ich bin auch überzeugt von den Yuasa Batterien.

    In beiden LC8 (950S, 990R) hat nie eine schlapp gemacht. Ganz im Gegensatz zur sauteuren Exide Original-Batterie meiner 1200er GS LC. Die war schon nach 3 Jahren ein Fall für die Tonne.


    Die Yuasa in meiner alten Africa Twin ist auch schon älter als 10 Jahre und verrichtet immer noch problemlos ihren Dienst.


    Als Ersatz hab ich mir jetzt vorsichtshalber mal eine AGM Batterie von Intact bestellt.

    Von denen hört man auch viel Gutes und irgendwo war die auch mal Testsieger.


    Mit LiFePo's habe ich noch keine Erfahrungen, aber man ließt m.E. immer noch zuviel schlechte Bewertungen.

    Für den doch recht hohen Preis wäre mir das zu riskant.

    Sicheres Auftreten, auch bei völliger Ahnungslosigkeit :zunge:

  • LiFePo oder LiFePo4? Es ist nicht das gleich. Ich habe nur positives gelesen und selber eine Montiert.

    Das, am Anfang, mit "einsatz <10°" verstehe ich auch nicht. Sie haben immer mehr Startkraft als die Bleisäure.

    Kopie und paste:

    Wie verhalten sich die LITE↯BLOX bei Kälte?

    Im Gegensatz zu Blei-Säure generieren Lithium-Eisen Akkus unter Last ihr eigenes Wärmefeld, so dass diese auch bei tiefen Temperaturen zuverlässig starten
    . Sofern die LITE↯BLOX auch in der Wintersaison eingesetzt werden soll, empfiehlt es sich daher, vor dem Start des Motors sämtliche elektrischen Verbraucher im Fahrzeug zu aktivieren, um die Akkuzellen entsprechend auf Betriebstemperatur zu bringen.

    Quelle: https://liteblox.de/fragen-zum…ifepo4-batterien-im-auto/


    Das einzige wäre es, das Die verwendeten A123 Akkuzellen haben laut Hersteller einen Einsatzbereich von -30° bis +55°C, altern jedoch deutlich schneller, je öfter sie extremer Wärme oder Kälte ausgesetzt sind.


    Dafür gewinnt man Platz und spart man Gewicht. Und hat man auch mehr Startstrom (CCA). Dagegen nur das man eine spezielle Ladegerät braucht, um sie Zuhause nach zu laden.


    Zurück zum welche Batterie: ab Werk kam meine mit der Yuasa YTZ14S. Normalerweise sind die Yuasa gute Batterien, aber meiner war KO (also, nicht fähig zu starten) nach etwa 40 Tage pause. Nach meiner Rückkehr von einer lange Reise (5.500km etwa) mitte September bis die Einlagerung fürs Winter am 30. Oktober. Batterie ist dann nur 2,5 Jahre lang montiert und ich lade sie immer zuhause in Winter. :denk: Ich hatte in Gedanken, eine LiFePo4 zu kaufen.


    Diese z.B. ist kräftiger (mehr CCA, 290 vs 230) und anstatt 110 Hoch ist 93. Ich nicht mehr recherchiert, nur der erste Ergebnisse bei Amazon.

    Einmal editiert, zuletzt von Sunnivo ()

  • Batteriefreds sind ähnlich erggiebig wie solche über Öl oder über Reifen.


    Aber trotzdem. Ich habe sehr gute Erfahrungen mit LiFePo4 gemacht. Und ich würde wieder eine nehmen. Das Kältethema hast du nicht bei 10°. Und dagegen hilft "vorglühen", wenn es denn da ist...

  • Danke für eure Rückmeldungen! In meinen Kisten fahre ich ebenfalls selbst LiFePo4 und habe da bisher bei japanischen Supersportlern oder Aprilia V4 auch gute Erfahrungen gemacht. Bei meiner Aprilia V2 merkt man den Temperatur-Einfluss auch schon recht deutlich, gerade jetzt in der kühlen Jahreszeit bei 5°-6° (halt irgendwo unter <10°).

    Deckt sich aber auch mit den Erfahrungen was ich sonst so gelesen habe, wobei ich eure Erfahrungen natürlich nicht anzweifeln will.


    Baui und Sunnivo, welche Typen habt ihr denn verbaut? Und ja, ein Batteriefred kann genauso ausarten wie Öl/Reifendiskussionen, dennoch kann ein Erfahrungsaustausch nicht schaden oder?


    Edit: Auch die Motorrad schreibt über LiFePO4´s ähnliches: https://www.motorradonline.de/…adbatterie-akku-ratgeber/

  • Hallo Achim,

    ich kann deine Erfahrung bestätigen, ich habe sie letzten Okt. eingebaut und das Moped startet auch nach längerer Standzeit. War auch übrigens Original drinnen und hat 4 Jahre gehalten.

    Vg

    Hercules M5, Zündapp KS 50, CX 500, 600 Diversion, 650GS, TDM 850, 1150 GS, 1200 GS, Tiger 800, 1050 Adv

  • Ich habe selber gute Erfahrungen mit JMT gemacht. Hatte 2 Stück davon. i-tecc sollen ebenfalls gut sein.

    MBF-racing hatten einen guten Ruf, sind wohl pleite, website ist down.


    Beim Kauf sollte man auf die Werte von Startstrom/Kälteprüfstrom achten. Zu empfehlen ist ein eingebauter Balancer.

  • Ok, wie gesagt habe ich noch keine Erfahrung mit dem neumodischen Zeugs :grins:


    Vielleicht probier ich's mal aus, wenn die Yuasa meiner SA-R den Geist aufgibt.

    Sicheres Auftreten, auch bei völliger Ahnungslosigkeit :zunge:

  • Tja, meine Erfahrung ist etwas "anders" :lautlach: Bei meiner ältere Motorrad (Yamaha Fazer 600 ´2003) hatte ich elektrische Problemen: alle die Batterien waren sehr schnell Leer aber die gemessene Werten an der Baterie und Lichtmaschine waren gut. Ich habe dann gutes über LiFePo4 gelesen und eine günstigere Variante gekauft, zum testen. Einfach 2 kleine Akkus für den RC Modellbau gekauft und zusammen gemacht. Ohne Balancer, aber der Experiment war gut. 9,90€ jeder hat damals (2014) gekostet :grins: In der Rechnung steht nur "1100mAh, 30C~60C". Danach habe ich wieder eine normaler Bleibaterie gekauft, aber ich weiß nicht mehr wieso. Wahrscheinlich weil jeder paar Monate eine neue darauf machen sollte und Blei sind günstiger. Deswegen habe ich es nicht Jahrlang probiert und auch nicht unter 10°C, sorry.

    Im Bilder könnt ihr der Großeunterschied sehen. Natürlich ohne Balancer ist kleiner, aber immerhin... Und 1,1Kg vs 3,90Kg in unseren Fall, ist auch mir Wert. Bei der fertige Format wie in meinen oberen Link gewinnt man nur 1,5cm Hohe aber der Nachteil für mich wäre nur das man einen neuen Ladegerät kaufen muss.

  • Ich weiß zwar nicht 100%, was du uns sagen willst, aber ich picke mal einen Punkt heraus.


    Für LiFePo4 braucht man kein neues Ladegerät. Es gibt nur zwei Einschränkungen. Die Ladespannung darf nicht höher als 14,8V sein (das ist normal) und man darf nicht den Tieffentlademodus für Bleibatterien wählen, den manche Ladegeräte haben.

  • Ich wollte nur sagen, dass meine Erfahrung bregenzt ist und warum.

    Was der Ladegerät betrifft, in meinem Fall sollte ich einen neuen Kaufen. Ich habe den Ctek MXS 5.0 und der kann bis 15.8V . Steht auch, nur für Bleibatterien. Aber in normaler Modus, liefert 14,4v. Sollte dann passen. Aber ich weiß nicht, ob diese Ladegerät auch ein Balancer haben muss oder reicht mit der von der Batterie.

  • ... Einfach 2 kleine Akkus für den RC Modellbau gekauft und zusammen gemacht. Ohne Balancer, aber der Experiment war gut. 9,90€ jeder hat damals (2014) gekostet :grins: In der Rechnung steht nur "1100mAh, 30C~60C". Danach habe ich wieder eine normaler Bleibaterie gekauft, aber ich weiß nicht mehr wieso. Wahrscheinlich weil jeder paar Monate eine neue darauf machen sollte und Blei sind günstiger. Deswegen habe ich es nicht Jahrlang probiert und auch nicht unter 10°C, sorry...

    Hallo Laski, deine Akkus sehen aber wie zwei 3 Zellige Lithium Polymer Akku aus und haben auch nur weniger als ein 10tel an Kapazität, als der Bleiakku. Des Weiteren sind diese nur kurzzeitig mit 66A (30-60C) belastbar.

    Es ist nicht ratsam ein LiPo Akku ohne Balancer (dieser verhindert eine Überladung einzelner Zellen) und ohne Ladeschlußspannung (12,66V) zu laden.

    Die Folge ist, im günstigsten Fall, dass der Akku anfängt sich aufzublähen (siehe dein linker Akku) und schlimmstenfalls anfängt zu brennen. (Beim Überladen oder zu hoher Strombelastung beim Anlassen)


    Lithium Akkus sind eine feine Sache, man muss sich nur an gewisse Regeln halten... sonst kann es gefährlich werden.


    Beim LiFePo sieht es ein wenig anders aus, andere Ladeschlussspannung und nicht so gefährlich bei Fehlbedienung.


    Klugscheissmodus aus:grins:


    Gruß

    Frank

    Das Leben ist viel zu kurz für ein langes Gesicht

  • Hallo Zusammen!

    Ich habe 3 Jahre einen 8,4 Ah LiFePo4 Akku in meiner 1000-er Monster betrieben und den gleichen Akku

    dann nochmal 3 Jahre in einer 1200-er Diavel.

    Bildergebnis für lifepo4 hobbymax 4s

    Immer im Herbst ausgebaut und mit Balancer in den Storage Mode versetzt.

    Immer im Frühling wieder mit Balancer voll aufgelden und eingebaut.

    Der Akku funktioniert immer noch :Daumen hoch:

    Grüsse

    Klaus

  • Ich glaube, ich habe LiFePo4 gekauft, aber für den Preis kann gut sein. Aber egal, danke trotzdem :Daumen hoch:

    Diese Zippy habe ich auch damals gesehen. Hier steht LiFePo4 im Beschreibung, aber nur Li-Fe auf der Etikette. Aber für den Preis, ich glaube die Shido mit der Standard Form einer Batterie und Balancer integriert, wäre es eine bessere Option, trotz der niedrigen Ah (5 Ah). Der CCA von 300 ist immerhin viel höher als der 230 von der Yuasa. Oder was denkst du?

    Wie viele Jahre hast du es insgesamt?

  • Ich habe inzwischen die Erfahrung gemacht, das auch teure Markenbatterien nicht länger halten als Noname Produkte.

    Jede günstige Gel Batterie tut was sie soll.

    Und Haltbarkeit gibt es nicht für viel Geld , sonder für die richtige Benutzung.

    Je mehr man fährt und je länger die Strecken, des so älter wird die Batterie.

    Wer nur selten oder fast nur Kurzstrecke fährt--tötet seine Batterie.

    Durch die BCs wird auch abgestellten Zustand Strom verbraucht--also wenn sie länger als 2-3 Wochen steht--abklemmen und laden--dann bleibt sie fit.

    Und klar, bei ner neuen Batterie springt die Mopete auch nach längeren Standzeiten an--ist aber nicht gut für die Batterie.

    Und um mal einen Zeitraum zu nennen, ich hab noch nie ne Batterie gelyncht, die nicht mindestens 10 Jahre alt war.

    Wohl gemerkt - Billigbatterien.

    Gilt auch für Autos

    Jederwieerkanndarfundmöchte:Daumen hoch:DUKE 390 2016

  • Danke erstmal für eure Meinungen und Erfahrungen. Es wird jetzt erstmal wieder beim Kollegen auf die Yuasa Standard-YTZ14S hinauslaufen. Preislich im Rahmen und damit sollte keine böse Überraschung zu erwarten sein. Die mögliche Gewichtsersparnis zwischen normaler und LiFePo4 Batterie ist bei der SA-R und Fahrer Kombination eh zu vernachlässigen.


    Zu den weiteren Erfahrungen mit LiFePo4´s: Ganz son Selbstgänger scheint es dann doch nicht zu sein, siehe auch das Beispiel hier im Forum:

    RC8 will nicht starten