Probleme mit der Bremse

  • Ja, steht in der Betriebsanleitung. Bremssattel lösen, Bremse ziehen, Bremshebel fixieren, dann Bremssattel mit dem Richtigen Drehmoment anziehen.


    Wie beim Mountainbike …….


    Das versuche ich, wobei ich da wenig Hoffnung habe. Denke ich habe das Urproblem mit der Nabe.


    Grüße Tomac

  • Am bremssattel gibt es nichts einzustellen. Die Schrauben sind auf passung, nicht so wie beim mountainbike wo es einen Spielraum gibt. Und ohne die bremssättel zu lösen kann man das Rad auch nicht ausbauen. Was viel wichtiger ist, man sollte den leerraum hinter den simmeringen mit Fett füllen, die Achse schmieren und die Fäuste von schmutz reinigen. Natürlich auch die standrohre säubern, denn die chrombeschichtung ist unter jeder Kritik. Auf meiner alten domi gibt es nach 30 Jahren noch keine einzige roststelle. Bei meiner ktm sieht es nach drei Jahren traurig aus. IMG_20220817_124526.jpg

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  • Nicht meine Idee ….. im Post #90 hängt ein Auszug der BA unten dran.

    ja genau so...hatte das gleiche Problem bei der SMCR auch ab ca 4000km bemerkt...wird von den 701/690 Fahrern ganz häufig moniert...und hat sich dann auf wundersame Weise nach dem nächsten Reifenwechsel von selbst geheilt. Eine verzogene Nabe/Scheibe heilt aber nicht selbst. Daher mein Hinweis und meine Hypothese dass sich manche Bremsscheiben erst durch unsachgemässen Radeinbau verziehen. Nicht nur bei den 690ern, auch bei den Doppelscheiben...just-my-2-cents

  • Bezüglich dem Bremsenruckeln bei langsamer Ampelfahrt: Liegt es nun an der Nabe oder doch an den unterschiedlichen Reibwerten auf der Scheibe? Fahre eine 890 r 2021 und ruckelt seit km 5000.

    Das weißt du erst, wenn du die Scheiben und die Auflageflächen vermessen hast, für die Auflagen gibt's allerdings von KTM wohl keine Toleranzen.


    Hab exakt das selbe Problem, der Werkstättenleiter kann mir leider nur die Scheiben auf Garantie bestellen, bislang hat er zwecks Auflageflächen immer zurückbekommen "in der Toleranz".


    Ich lasse die Auflagen nun selbst kontrollieren und planen, bevor ich die neuen Scheiben montiere.


    Hab ich bei der 1290er auch schon durch...

  • Wurde in diesem Thread das reinigen der Floater schon angesprochen?


    Bei mir ging das Rubbeln nach 6.000 km los.

    Seitenschlag beim Service angesprochen: lag bei 0.2 mm.

    KTM erkennt Handlungsbedarf erst ab 0.3 mm an.


    Dann fand ich die Lösung: KLICK


    6mm Schraube, U-Scheibe, Mutter, Akku-Schrauber, Bremsenreiniger und 30 min Zeit.

    Der Kluge lernt aus allem und von jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiß alles besser. :winke:

    3 Mal editiert, zuletzt von Kondos ()

  • Danke für den Link. Das Reinigen hilft aber nur bei festgegammelten Floatern. Haben diese ein radiales Spiel (ein achsiales ist ja gewünscht) wie bei mir, führt das zur gleichen Symptomatik, nämlich dem Bremsrubbeln bei langsamer Fahrt.

  • Das ist ja auch kein Allheilmittel.

    Wenn aber Ablagerungen zwischen Floatern, Innen- und Reibring dazu führen das der Reibring sich verspannt, dann kann das teuren Folgeschäden vorbeugen.


    Meine Bremse läuft inzwischen wieder 1A.

    Der Kluge lernt aus allem und von jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiß alles besser. :winke:

  • Das Reinigen hilft aber nur bei festgegammelten Floatern. Haben diese ein radiales Spiel (ein achsiales ist ja gewünscht) wie bei mir, führt das zur gleichen Symptomatik, nämlich dem Bremsrubbeln bei langsamer Fahrt.

    bei mir hat das Reinigen leider auch keine Abhilfe geschaffen.

    Ist der achsiale Verschleiß durch Rütteln an den Floatern spürbar?

    Die Theorie ist für mich neu hier im Thread, würde aber erklären, weshalb das Phänomen nach einem Scheibenwechsel erst wieder nach x Kilometer auftaucht.

  • Ist der achsiale Verschleiß durch Rütteln an den Floatern spürbar?

    Achsial soll ja ein Spiel sein. Der Reibring wird aber durch die Wellenscheiben in den Floatern auf eine Seite gedrückt.

    Radiales Spiel merkst du, wenn du den Reibring jeweils links und rechts gegen den Anschlag drückst. Fühlt sich ähnlich an, wie wenn die Schrauben der Bremsscheibenbefestigung locker sind.

  • stimmt, ich meinte auch das radiale Spiel - danke für die Richtigstellung!


    Allerdings verstehe ich deine Prüfanweisung nicht. Zugegeben, ich musste erst einmal googeln, was überhaupt der Reibring ist aber welchen Anschlag meinst Du? Und was ist aus deiner Sicht links und rechts? Von wo aus guckst Du?


    Klär mich bitte doch mal auf, weil ich das Problem (verstehen und) beheben möchte und dein Ansatz sehr vielversprechend erscheint.

  • Allerdings verstehe ich deine Prüfanweisung nicht. Zugegeben, ich musste erst einmal googeln, was überhaupt der Reibring ist aber welchen Anschlag meinst Du? Und was ist aus deiner Sicht links und rechts? Von wo aus guckst Du?

    Du hockst dich neben das Vorderrad und nimmst den Reibring der Bremsscheibe wie ein Lenkrad in die Hand. Wenn du jetzt nach links und rechts drehst, soll kein Spiel zu spüren sein. Wenn das Spiel schon größer ist, spürst du das nicht nur in der Hand, sondern siehst auch schon leicht, wie sich die Floater bewegen.

  • Habe das Reinigen der Floater jetzt auch durchgeführt (jedoch händisch und nicht mit dem Akku-Schrauber, das erschien mir bzgl. der Federscheiben zu brachial) und die Bremse geht wieder "wie Butter", ohne Rubbeln!


    Nochmals Danke für den Tipp, Karsten!

  • ich bin ja nach wie vor nicht so happy mit der VR-Bremse.

    Ein Aspekt, dass beim langsamen Anbremsen an die Ampel die Bremsverzögerung nicht konstant ist, habe ich hoffentlich mit Plandrehen der Bremsscheiben-Aufnahmen an der Radnabe beseitigt (wegen Saisonkennzeichen steht die Probefahrt allerdings noch aus).


    Ein weiterer Makel ist das Ansprechverhalten bei ebenfalls sehr niedrigen Geschwindigkeiten. Auffällig ist es bei mir, bei den letzten paar Metern vor dem Parken des Motorrads.

    In dem Video hier sehr schön ab 18 min 45 sek zu sehen.


    Nicht nur, dass die Bremse für mein Empfinden zu giftig reagiert, das Verhalten erscheint mir auch als nicht reproduzierbar, d.h., mal ist es zu stark und mal nicht.


    Kennt ihr das Phänomen?

  • Welche Bremsbeläge sind verbaut?

    Der Kluge lernt aus allem und von jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiß alles besser. :winke: