[Motocamping] Gear ...

  • Da sind wir uns ja einig ;)


    Wobei ich bei Tütennahrung nur eine oder zwei für den Notfall dabei hab.

    Bin leider schon zwei Mal am Campingplatz gehockt und hatte nix dabei, kein Restaurant offen und die Supermärkte schon zu.
    Einmal in der Pampa von Mantua, das war ein kleiner familiengeführter Platz mit Restaurant, der Inhaber war aber just an dem Abend selber zum Essen eingeladen -> Restaurant zu.
    Das andere Mal war ein Platz in einem kleinen französischem Dorf, da sollte auch ein Lokal in der Nähe sein. War es auch, aber leider war an dem Tag der Koch krank, da gabs nur was zu trinken.


    Gut, ich verhungere jetzt nicht sofort, aber blöd wars scho.


    Zuletzt übrigens an der Straniger Alm passiert, gab zwar noch Betten im Bettenlager, aber wir waren wohl zu spät dran, das die Küche schon zu hatte. Da kam dann die Notfalltüte zum Einsatz.

    Chrom bringt dich nicht nach Hause!

  • Bäda77 ich bin IMMER hungrig, oft gibts die Tütennahrung einfach mal zwischendurch als Energielieferant, also nicht anstelle sonder zusätzlich zu den eigentlichen Mahlzeiten.


    Stundenlang im dichten Nebel mit 40km/h dahin gekrochen auf kleinsten Sträßchen, da hat irgendwann einfach was zu futtern sein müssen. Da ist so ne Tüte genial, in 10min fertig ohne großartig die Küche aufbauen zu müssen und den Restaurant-Besuch hats dann später trotzdem gegeben.

    20240625_142559.jpg


    sushi2831

    Vielen dank für deine Einblicke, das ist wirklich sehr interessant.

    Achtung, Warnung vor Ironie und Sarkasmus. Jedem steht es frei sich angesprochen zu fühlen oder nicht.

  • Meine "besten" Touren waren die, wo ich am wenigsten mit hatte, weil mich persöhnlich das ganze Zeug am Bike einfach nur stresst. Jeden Morgen das Zeug verstauen, verpacken, ans Bike befestigen, unterwegs mit dem schweren Bike hantieren usw.


    Mittlerweile fahre ich nur noch mit ca. 10-12KG Gepäck rum.

    Fürs Camping: Ultraleicht Schlafsack/Zelt/Matte kommt man auf unter 5KG.

    Der Rest ist nur noch Kleidung/Schuhe/Wasser/Snacks/Hygiene.

    Kochzeug lasse ich auch daheim, da ich meist nicht länger wie 10 Tage weg bin.


    Auch Werkzeug habe ich aufs mindeste reduziert und die T7 auf schlauchlos umgerüstet.

    Ich persöhnlich kann dieses Glamping am Bike echt nicht nachvollziehen, außer man bleibt mehrere Tage am Campingplatz, oder man fährt GS.


    Ich habe im Moment die Enduristan Blizzards und eine Gepäckrolle. Ich überlege mir auch, auf so ein Giantloop U-Teil zu wechseln, damit das noch einfacher wird mit weniger Bändern, Öffnungen, Spanngurten usw.


    Und das wichtigste mMn: Je weniger Gewicht, desto besser fährt sich das Bike.

    Die T7 z.B. fand ich absolut unfahrbar mit zu viel Zeug hinten drauf. Die wird dann einfach zu kopflastig.

  • Ich habe im Moment die Enduristan Blizzards und eine Gepäckrolle. Ich überlege mir auch, auf so ein Giantloop U-Teil zu wechseln, damit das noch einfacher wird mit weniger Bändern, Öffnungen, Spanngurten usw.

    Beim Kriegasystem ist es maximal einfach: Zum Aufschnallen vordere Gurte durch die Fussrastenhalter ziehen und einhacken. Dann hintere Gurte einhacken und festziehen. Das war´s, geht in wenigen Sekunden. Die Taschen nehme ich nicht vom Sattelträger ab. Das sehe ich eher als Option, um das System auf die geplanten Reisen anzupassen.


    Abnehmen ist dann umgekehrt und genauso einfach. So lassen sie sich auch super über der Schulter tragen, beide Hände frei.


    Ich hatte vorher das Mosko-System. Das ist schwerer und letztendlich auch umständlicher.

  • ich war lange mit den Monsoon unterwegs, musste hinten nichtmal was auf/abspannem, ging auch anders.


    Hatte also nur 2 Guete nach vorne die ich spannen musste und trotzdem bin ich mit meinem Red Mamut extrem zufrieden.

    Herausnehmbare Taschen in Holster sind für mich die ideale Lösung, ganz davon abgesehen, dass das ganze durch die U förmige Grundplatte extrem wenig wackelt beim Fahren

    Achtung, Warnung vor Ironie und Sarkasmus. Jedem steht es frei sich angesprochen zu fühlen oder nicht.

  • Erstmal vielen Dank an den Threadersteller, der mir hiermit den Flo ins Ohr gesetzt hat, meinen nächsten Motorradurlaub mit Zelt zu veranstalten.

    Vielen Dank auch für die tollen Beiträge, mit denen ich mich schon sehr gut informieren konnte. :Daumen hoch:


    Mein nächster Urlaub soll von der Eifel aus nach Schottland gehen (North Coast 500).

    Nachdem ich dieses Jahr mit An- und Rückfahrt 15 Tage in den französischen (und schweizer und italienischen) Alpen war und ein halbes Vermögen für Hotels und Restaurants ausgegeben habe, ist es vielleicht an der Zeit etwas kostengünstiger zu reisen.

    Wenn ich mir allerdings die Preise der Ausrüstung hier teilweise anschaue, könnte zumindest der erste Urlaub auf Null hinauslaufen.


    Reisezeit wäre ca. Mai oder Juni.

    Mein Motorrad ist eine 701 Supermoto mit Satteltaschen und Packrolle, jeweils beides von Touratech.


    Nach dem Durchlesen der ganzen Beiträge sind meine ersten Überlegungen für die Ausrüstung folgende:


    -Luft-Isomatte mit Daunenfüllung von Exped oder ähnlichem (z.B. die Dura 8r)


    -Dauenschlafsack lieber bis 0° oder -5° ,um Reserve zu haben. Ggf. auch von Exped oder ähnlichem, d.h. ein entsprechend höherer Preis wäre für mich in Ordnung. Ich mag es nicht kalt.


    -Das Zelt ... wie oben gesagt, soll es nach Schottland gehen, d.h. das Zelt sollte 100% wasserdicht sein.

    Es sollte auch die Möglichkeit haben, dass man sich regengeschützt in eine Art Vorzelt setzen kann.

    Meine erste Überlegung wären z.B. das Nordisk Oppland 2. Davon gibt es PU in "günstig" und SI in teurer.

    Das sieht geräumig aus, irgendwo müssen ja auch meine Motorrad Klamotten lagern. Allerdings bin ich mir beim Zelt überhaupt nicht sicher. Für weitere Vorschläge bin ich offen.

    Bisher habe ich nur ein 2 Personen Wurfzelt von Quechua mit der abgedunkelten Schlafkammer. Leider ist das Packmass einfach zu sperrig, ansonsten würde ich das einfach mitnehmen.


    -Beim Kocher bin auch noch unentschlossen, ob Gas (Soto) oder Spiritusbrenner (vlt. Trangia). Feststoff und Benzin etc. habe ich für mich aber schon mal ausgeschlossen. Sollte in erster Linie für Kaffee und Tütennahrung und leicht zu bedienen sein.


    -Wenn dann noch Stauraum übrig bleiben sollte, würde ich auch noch einen kleinen Faltstuhl mit Lehne und kleinem Packmaß mitnehmen. Kann hier jemand einen Tipp geben?




    Hat hier jemand Erfahrungen mit Camping in Schottland und Camping mit Supermoto allgemein und kann dazu ein paar Sätze sagen?

  • Das nicht. Ausser das das Zelt ausreichend gross sein sollte. Wenn es wirklich schüttet möchtest Du deine Klamotten nicht in ein Vorzelt packen müssen.


    Aber zum Kocher kann ich etwas beitragen: Jetboil. Ist erst einmal eine ordentliche Investition, allerdings auch bestens durchdacht, sehr kompakt verstaubar (kleine Kartusche nehmen!) und sehr robust.

  • jetboil ... NEIN! :grins:

    Externer Inhalt youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

  • wie schon eingangs in dem thread erwähnt, kann man sich über fast nichts herrlicher streiten, als über (moto)camping gear (das ist das schöne daran:titten: )!

    denn es ist eine 100%ige philosophie-frage.


    zb beim kocher:

    es mmn 3 hauptphilosophien:

    1. gar nicht kochen, nur restaurants oder supermarkt/tankstelle von der hand in den mund.
    2. notkochen/effizienzkochen: auf reiner heisses wasser-basis = kaffee, tütensuppen, trekking meals
    3. kochen mit frischen zutaten: ei, speck, würschtl, fleisch, gemüse, gewürze, ...

    2. und 3. natürlich auch kombiniert mit teilweise restaurants für local food (was mmn. auch unbedingt sein muss!)


    bei 1.,2., und 3. ist der jetboil nichts weiter als ein marketing-induziertes musthave-gimmick! klar, bei 1. braucht man nix, bei 3. kann man ihn nicht brauchen und bei 2. tuts ein normaler billiger gaskocher auch, es sei denn jemanden ist es wichtig im URLAUB mit der aufgenossenen tütensuppe 2,5 minuten eher fertig zu sein.


    persönlich bin ich philosophisch komplett bei 3.! das schöne beim motocamping ist die autarkie (die man nutzen kann, aber nicht jeden travel-tag muss!). der nachteil ist der zusätzliche stuff, der mit muss und schnell in die effizienz-optimierung abdriftet. das ist natürlich einerseits wichtig, weil man ja nicht wie ein GS-kofferturm-typ unterwegs sein will und demetsprechend wohl komfort gegen gesamtgewicht eintauschen muss. ZEIT ist aber etwas, was bei mir im urlaub NICHT optimiert werden muss :grins: .

  • horrorszenario:

    wildcampen, geiler sonnenaufgang, gut gepennt aus dem schlafsack in den campingstuhl und szenerie, einsamkeit, naturgeräusche geniessen und in vorfreude auf den kaffee DIE TURBINE ANSCHMEISSEN! :zwinker:

  • Das Oppland ist super, hat im Vorzelt aber keinen Boden, wurde ja schon angesprochen, dass das bei viel Regen nicht optimal ist.


    Andererseits kann man aber auch seine Taschen auf den nassen Boden stellen und die Klamotten mit ins Zelt nehmen.


    Ich war Jahrelang bei jedem Wetter mit einem Vaude Hogan 2UL unterwegs, mehr braucht es nicht. Taschen und Schuhe im Vorzelt, Klamotten und Helm haben im Zelt Platz. Eventuell als Ergänzung ein Tarp mitnehmen welches man vom Motorrad aus abspannen kann, da kann man dann sitzen und kochen.

    Ich denke Tarp+kleines Zelt ist flexibler und leichter als großes Zelt wo man drin sitzen kann.


    Stuhl: Helinox Chair One, das ist der PERFEKTE Stuhl, besser wirds nicht, wenn Packmaß und Komfort vereint werden sollen.


    Ich nutze einen Primus Omnifuel mit Benzin zum Tütennahrung Wasser aufkochen. Dafür ist er perfekt, extrem kompakt, enorme Power und schnell auf/abgebaut. Praktischerweise hat man auch direkt etwas Reserve-Benzin dabei. Aber Achtung, Kochbenzin ist nichts fürs Moped, da muss man schon mit Tankstellenbenzin kochen. (Stinkt etwas und rußt mehr, aber alles im rahmen)


    Exped Isomatte ist sehr gut, gibt aber noch gemütlicher (dann aber größer und schwerer), für Schottland wäre eventuell ein Grüzi Bag Schlafsack was, der verträgt durch den Wolle-Anteil die Feuchtigkeit besser.


    Meine Devise: Am Gewicht und vorallem auch Packmaß sparen wo es geht um sich hier und da einen Luxus gönnen zu können, z.B. einen Stuhl ;)

    Achtung, Warnung vor Ironie und Sarkasmus. Jedem steht es frei sich angesprochen zu fühlen oder nicht.

  • @mike moik: Eine Kombination fehlt noch: 1 und 2!


    Wenn man alle zwei bis drei Nächte ein Zimmer nimmt, um z.B. zu trocknen oder zu waschen oder auch den Rücken zu reparieren, dann hat man mit dem Jetboil eine sehr kompakte und leichte Lösung für den Rest! Und da geht schon mehr als Trockenmahlzeiten. z.B. ne Dose Backed Beans, gepimmt mit kleingeschnittenen Salamisticks ( :sabber: ). Alle zwei bis drei Tage ein Supermarkt (kombiniert mit dem Zimmer) zum Auffüllen von Vorräten reicht dann.

    Da ist der Jetboil ideal für. Und ja, geht auch billiger. Das Dingen kauft man aber nur einmal und hat dauerhaft eine Sorge weniger.


    Wer nimmt schon eine halbe Küchenausstattung auf eine Tour mit, nur um dann irgendwo im Feld zu kochen?!

  • Loeffelstiel erstmal schöne entscheidung, motocamping ist einfach ein geiles ding!

    wiederum philosophisch betrachtet sehe ich das ganze als urlaub, als "mal was anderes tun", als runterkommen, autark sein und am ende ein wenig als "einsamer cowboy mit seinem pferd"!

    leider gibts beim motocamping den konflikt fahrspass vs. camp-spass und dabei drehts sich dann nur ums gewicht. zeit und ja, auch geld sind dann zweit- bis dritt-rangig. bei geld meine ich die investition in gear UND die kostenersparnis für unterkunft und verpflegung. das heisst, dass das geld, das ich spare oder das geld, das ich für gear ausgeben muss, relativ unwichtig ist. und damit auch die überlegung, ab wann sich teures gear ggü hotel-kosten amortisiert hat.

    deswegen investiere ich lieber in gear, das gut mit konflikt fahrspass vs. camp-spass umgehen kann, selbst wenns dann manchmal etwas teuer wird.


    ist aber wie gesagt immer persönlich und philosophie-abhängig, ich will eher darauf hinaus, sich selber intensiv damit zu beschäftigen, was einem wirklich taugt und dann aber relativ stringent auch in diese richtung zu wandern. einfach ist das nicht und bei mir war das ein durchaus kurviger weg mit vielen fehlentscheidungen.


  • Wer nimmt schon eine halbe Küchenausstattung auf eine Tour mit, nur um dann irgendwo im Feld zu kochen?!

    ich :grins: . der trangia ist eine komplette outdoor-küche und zudem extrem robust und sturmfest. und wird immer effizienter (gewichtstechnisch) wenn mehr leute dabei sind.

  • Achtung: Für Schottland sollte das Zelt nicht nur regensicher, sondern auch sturmfest sein!


    Wenn du nur Kaffe und Tütennahrung zubereiten willst, warum hast du dann Festbrennstoff ausgeschlossen?

    Ein Esbitkocher und eine Packung Esbitwürfel, kleiner geht es nicht! Das verwenden wir seit vielen Jahren und sind zufrieden damit.

  • ...sich selber intensiv damit zu beschäftigen, was einem wirklich taugt und dann aber relativ stringent auch in diese richtung zu wandern. einfach ist das nicht und bei mir war das ein durchaus kurviger weg mit vielen fehlentscheidungen.

    Hinzu kommt noch, dass die eigenen Vorstellungen und Ansprüche von heute nicht zwingend die von morgen oder übermorgen sein müssen.

    Das kann sich bei mir selbst von Urlaub zu Urlaub unterscheiden, alleine schon abhängig davon ob Freunde dabei sind, für die Zelten keine Option ist...

    Und bei manchen Urlauben kommts mir weniger auf Offroad an, da kann man dann auch problemlos mehr Komfortkram mitschleppen im Vergleich zu einer TET+ Beladung.

    890 Adventure R 2023

    1290 SAS 2018

    1190 Adventure 2013

    Z750R 2012

    Mito 125 1996 & 2002