Super Duke 1290 GT 2019 Bremse hinten weich und schwammig

  • Darf man fragen wie das Thema nun ausgegangen ist - wurde der Fehler letztendlich jetzt gefunden und behoben ?

    Die Bremse hat einen ganz weichen Druckpunkt und auch ganz weit unten sprich ewig lang und schwammig.


    PS: gleiches Thema an meiner 1290 SDR

  • Die Bremse der GT ist für Arsch... Meiner Meinung nach unterdimensioniert. Ich lasse jedes Jahr die Bremsflüssigkeit wechseln und komme so über die Saison. Nachweislich ist, durch was auch immer Wasser drin und grade, wenns länger bergab geht kann es dort verdammt heiß werden... was zum Totalausfall hinten führt. Bei mir war es die Abfahrt der Zillertaler Höhenstraße. Bin aber auch bekennender hinten Mitbremser.

    :sensationell::der Hammer::wheelie::driften:

  • Krasse Schilderungen hier.


    Selbst wenn die Bremsflüssigkeit Wasser gezogen hat muss im kalten Zustand der Druck trotzdem da sein. Wenn Wasser das Problem ist dann fällt die Bremse erst aus wenn sie heiß wird (weil dann der Wasseranteil "kocht" und sich Dampf bildet).


    Für eine ganz grobe Diagnose (während das Motorrad in der Garage steht natürlich): die Bremse im kalten Zustand auf Druck halten. Vorne geht das ganz einfach mit einem Gummi am Hebel. Hinten muss man etwas kreativer sein. Ist der Druck dann nach ein paar Tagen weg ist es ein technisches Problem und nicht die Flüssigkeit.

  • Es gibt noch einen anderen Ansatz.


    Beim Bremsen kommt es zur dynamischen Radlastverschiebung nach vorne.


    Gleichzeitig wird das Hinterrad entlastet.


    KTM hat deshalb bei den 1290 SD und SD GT. (Die bin ich selber gefahren)

    Die Hinterradbremse eher stumpf und wirkungsarm abgestimmt.


    Die solo betätigt, ohne Gepäck/Sozius in den Regelbereich zu bremsen geht nur mit neuen Bremsbelägen und überproportional viel Fußkraft.


    Andererseits: Wenn vorne kräftig gebremst wird, ist es recht einfach hinten in den ABS Regelbereich zu bremsen.


    Der Schwerpunkt des Motorrad ist relativ hoch zum Radstand. Deshalb die eher konservative Auslegung der Hinterradbremse.


    Ich sehe das Grundproblem hier eher darin den Umgang mit der Handbremse nicht optimal trainiert zu haben.

    Der Kluge lernt aus allem und von jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiß alles besser. :winke:

  • Und an der Achse befindet sich das Rad, das dienSchnittstelle zur Straße bildet.


    Passt schon. :Daumen hoch:

    Der Kluge lernt aus allem und von jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiß alles besser. :winke:

  • Wegen der dynamischen Achslastverschiebung beim Bremsvorgang sind bei allen Radfahrzeugen

    die Hinterradbremsen "schwächer" als die Vorderradbremsen ausgelegt.


    Ferner wird bei moderneren Fzg. die Bremskraft der Hinterradbremse durch Bremskraftregler o.ä.

    dynamisch begrenzt, um eine optimale Bremsverzögerung zu erreichen.


    Nebenbei wird ein Blockieren/ Ausbrechen des Hinterrads beim bremsen verhindert

    Gruß Klaus :winke: :wheelie:
    1290 SDR SE (2016)

    Fz1 Fazer (2006)


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  • fakt ist: die Adventure kann Hinterradbrense deutlich besser, und so hätte ich mirs bei der SD auch gewünscht. Ich möchte auch beim aleinigen Betätigen der Fussbremse eine wenigstens etwas spür/dosierbare dynamische Achslastverteilung.


    Es bremst ja nicht jeder auf der Landstraße wie Toprak auf der Rennstrecke. Das HR ist bei mir nur Sonntagsmorgens beim Brötchenholen und Anbremsen auf die Ladentheke vollständig entlastet.

  • Vielleicht hilft dir das, die vordere Bremse ist die Wichtigere, auch beim Brötchenholen :zwinker:

    siehe Quelle

    (Wobei der Autor die dynamischen Achslastverschiebung beim Bremsen mit der dynamischen Radlastverschiebung verwechselt hat, schade)

    Aber die Darstellungen sprechen für sich


    Screenshot 2025-03-31 125325.jpg     Screenshot 2025-03-31 125338.jpg


    Screenshot 2025-03-31 125353.jpg

    Gruß Klaus :winke: :wheelie:
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  • Du hast dir einfach einen schlechten Automatismus beim Bremsen angewöhnt.


    Ist so. :prost:

    Der Kluge lernt aus allem und von jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiß alles besser. :winke:

  • Das hat einfach nichts mit schlechten Angewohnheiten zu tun. Die Bremse hinten ist halt zu klein. Dadurch wird die Bremsflüssigkeit zu heiß und die guten Eigenschaften sind schnell verbrannt ... sozusagen. Man sieht das gut an der Färbung. Ich lasse ja einmal pro Jahr komplett wechseln und so nach der halben Saison ist die Bremsflüssigkeit hinten schon sichtbar verfärbt. Das Problem ist bei meinem Freundlichen bekannt. Es betrifft sehr viele GT's. Wahrscheinlich werden diese mehr im Soziusbetrieb und dann und wann auch mit Gepäck artgerecht bewegt. Daher mehr Belastung hinten wegen Kombibremse oder eben hinten bewusst mitbremsen. Da hinkt auch die Darstellung mit der Achslastverteilung ein wenig. Mit Beladung lässt sich mehr Bremskraft hinten auf die Straße übertragen.

    Eine Lösung gibt es meiner Meinung nach dafür nicht. Mich stört das auch extrem... bin ich von Yamaha anders gewohnt. Da habe ich immer nen schönen Druckpunkt vorne und hinten gehabt allerdings ohne ABS....

    :sensationell::der Hammer::wheelie::driften:

  • Die Brühe verfärbt sich von dem billigen Gummi zum Ausgleichsbehälter.

    Die Scheibe ist mit 240mm auch nicht unterdimensioniert, liegt allerdings in der Felge ungünstig und nicht im Fahrtwind.

    Da muss ordentliche Bremsflüssigkeit rein und keine billige alte DOT4, die schon 2 Jahre offen in der grossen Kompressionsmurmel steht.

    All time good fart, and right is the gas!:driften:

  • Meinst du mit ordentliche Bremsflüssigkeit DOT 5.1 oder "nur" DOT 4 aber dann von einem namhaften Anbieter?

    Und wenn ja, welchen Vorteil hätte die DOT 5.1 gegenüber der 4.0?

    Gruß Gerd

    :wheelie:Allzeit eine Knitterfreie Saison:wheelie:

  • Die 5.1 hat einen höheren Nassiedepunkt.

    Der Kluge lernt aus allem und von jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiß alles besser. :winke: