Neuer 50/50- Reifen, Dunlop Trailmax Raid

  • Interessant.

    Denke es lag am Gewicht und an der Strecke.

    Frankreich/ Italien war super kurvig, ewig Höhenmeter gemacht, war teilweise sehr sehr warm. Kumpel auf der 300kg GS hatte den normalen Scorpion Rally (nicht STR) hinten ähnlich runter geschruppt.

    Evtl sind die Reifen zu weich für die schweren Kisten mit Gepäck? Oder doch zu ambitioniert gefahren?

    Ich war mit meinem Raid auch in Kroatien auf dem TET und der Küstenstraße bzw. vielen Bergsträßchen unterwegs und hab gut am Kabel gezogen. Trotzdem denke ich auch, dass hier das deutlich höhere Gewicht und Drehmoment der 1190er die Hauptknackpunkte für die veringerte Laufleistung hinten und ggf. ein aggressives Bremsen vorn für den üblen Sägezahn verantwortlich sind. Ich habe mir auf der Adventure einen runderen Fahrstil mit mehr Motor- und Hinterradbremse angewöhnt, das schon den VR schon sehr.

  • the_Hias - stimme dir zu. Den Trailmax Meridian hatte ich nach 8000 km (denke der hätte locker 10.000km gehalten) noch nicht runter, aber halt auch viel Herbst/Winter und nur hier in der bayrischen Pampa gefahren. Da fährst weitere Radien, weniger Gefälle, viel viel runder als aufm Berg.

    Fazit: Der Raid kann alles. Offroad, Strasse, nass und trocken. Selbst die Tremola nass runter war super. Verschleiss sehr gewicht- und fahrstilabhängig. Warten wir noch ab was die anderen berichten, fand deinen und den Input vom Bäda schon sehr hilfreich.


    Update: Pendelt auch nicht. Mit GPS 180 km/h, Tankrucksack und Gepäckrolle getestet, läuft bombenstabil (getestet nach 3000km Fahrleistung)

  • Brummt wie ein Laster

    Kann ich so bestätigen, so wie der jault wird im Umkreis jede Wölfin läufig. Vor allem bei 60-70 und 120 km/h. Dachte schon da is was kaputt, viele andere schreiben ja man würde den nicht hören. Anfangs war er auch noch recht leise, inzwischen komm ich mir vor als würde ich einen Güterzug fahren.

  • Kommt vom rein bremsen in die Kurve :grins: geht mir auch so, habe jetzt mal auf eine rundere Fahrweise umgestellt. Versuche jetzt immer vor der Kurve mit dem Bremsen fertig zu sein/mehr die Hinterradbremse in der Kurve zu nutzen, wenn es sein muss. :denk:

    Gruß Hilmar

  • Also Pässe sind wir letztes Jahr mit diesen Vorderreifen gefahren, jetzt zur Baltikum Tour sahen sie am Anfang noch gut aus. Und Pässe sind wir hier keine gefahren.

  • Hm, schwierig. So sahen meine Reifen nach 3000km aus:


  • Raid hinten: Wirklich exzellenter Nässegrip auf dem Niveau eines STR. Hält auch beim zügigen Rausbeschleunigen, witterungsgerechte Fahrweise natürlich trotzdem vorausgesetzt.

    Vorne läuft noch der Mitas Endurotrail + (kurz vor der Verschleißgrenze), welcher seine Sache bei Regen auch erstaunlich gut macht. Diesem kann ich somit wesentlich bessere Haftung als dem Hintern attestieren.

    Heute bei einer 11 Studen Alpentour mit einigen Pässen ausgiebig getestet.

  • Ich habe mir den Reifen vor der letzten Tour auch aufgezogen. Nach nun ca. 2800km in den Westalpen inkl. 1 Tag Dauerregen, 1 Tag Temperatursturz mit Schneefall, 1 Tag Schotter (teilweise auch etwas gröber und schlammiger) und 3 Tagen mit guten Bedingungen auf Asphalt kann ich nun für mich sagen, dass der Reifen ein perfekter Allrounder ist.


    Nach der ersten AB Etappe von ca. 350km folgten rasch kurvige Passagen und die ersten Pässe durch die Schweiz. Hier hab ich zunächst überhaupt kein Gefühl bzw. kein Vertrauen aufbauen können. Der Reifen war extrem kippelig und fühlte sich sehr unruhig und komisch an. Es hat nochmal gut 350km gebraucht, bis sich das Gefühl gelegt hat. Danach wurde das Vertrauen mit jedem Meter Größer.


    Am nächsten Tag hatten wir von Grenobel aus Dauerregen, den ganzen Tag quer durch den Vercors. Zwischenzeitlich war ich trotz der Bedingungen bereits begeistert vom Dunlop. Anfangs war noch der Rainmode drin, später bin ich problemlos mit Road gefahren, ohne dass es irgendwo brenzlig geworden wäre. Zusammen mit meinen 2 Flügelmännern auf Stollen (einer mit Rally STR einer mit einem Heidenau) haben wir das Tempo der Gruppe aus zusammen 8 Bikes gemacht. Die anderen 5 hatten alle irgendwelche Touren-Reifen (u.A. Road 5) drauf. So konnten wir trotz schlechtesten Bedingungen am Ende des Tages einen Schnitt von 55 laut Navi vorweisen. Das Tempo wäre bei besseren Bedingungen auch nicht wirklich schneller gewesen.


    Den dritten und vierten Tag hatten wir dann Sonne und beste Bedingungen (von den Sperren, Baustellen und Ampeln mal abgesehen). Hier hat die Pelle einwandfrei gehalten. Ich würde sagen, dass ich ohne Rücksicht auf das gröbere Profil, wie mit einem reinen Strassenreifen gefahren bin.


    Am nächsten Tag waren wir im Schotter unterwegs. Von uns 3 bin ich normalerweise der zurückhaltenderere Fahrer, aber speziell im Schlamm und bei den steileren Stücken der Skipiste zum Jafferau hoch, hatte ich die beste Traktion. Ich bin immer wieder auf die 2 Anderen aufgelaufen, die gerade im Schlamm doch etwas schlechter vorangekommen sind. Alles in Allem hat dass wunderbar funktioniert, ohne ungeplantes auskeilen oder das Gefühl, dass man die Kontrolle verliert. Beim "Aufreißen" des Gasgriffs in Pfützen, oder beim Spielen auf übersichtlichen, besseren Abschnitten, konnte man das Heck wunderbar kontrollierbar zum rutschen bringen. Es war eine wahre Freude.


    Am letzten Tag dann wurden die Bedingungen wieder schlechter. Es war kalt, regnerisch und teilweise hat es angefangen zu schneien auf den Pässen. Die Dunlops haben keinerlei Grund zur Beunruhigung geliefert.

    In Summe haben wir ca. 1000km Autobahn für Anfahrt und Heimfahrt gehabt, hier fällt auf, dass das Abrollgeräusch für mich nicht unangenehm wahrnehmbar ist. AX41 ist definitiv lauter


    Fazit und Vergleich zum AX41:

    -Abrollgeräusch: leiser (wobei mir dass ehrlichgesagt auch egal ist)

    -Grip trocken: mindestens gleiches Niveau (hier war ich mit dem Bridgestone aber auch sehr zufrieden)

    -Grip Nass: viel besser. (war der Grund für mich zum wechseln, hier haben mir die AX manchen Schrecken verursacht in dem die Kiste abgehauen ist, sowohl über Vorder-, als auch Hinterrad)

    -Grip "Offroad": für mein Empfinden gleichwertig zum AX und für "mein Können" völlig ausreichend bei dem, was ich mit so einem schweren Eimer fahren kann und will.

    -Verschleiß: Man sieht dem Reifen die Tour schon an (hinten mehr als vorne). Ich schätze, dass er die gleiche Strecke auf Asphalt nochmal machen kann, wie viel dann aber fürs Gelände noch geht, weiß ich nicht. Gefühlt verschleißt er etwas mehr als der AX, wobei bei dem Bridgestone mit zunehmender Laufleistung der Verschleiß am Hinterrad eigentlich weniger wurde, dafür vorne ein riesiger Sägezahn entstanden ist.


    Ich würde die Pelle wieder montieren. Den Pirelli allerdings hätte ich auch gerne mal ausprobiert. Mal sehen, wie lange der Dunlop tatsächlich noch hält.

  • So, der erste Raid hinten hat's nun eigentlich hinter sich. Der vordere steht noch sehr gut im Futter. Über'n Winter hat's super funktioniert, absolute Empfehlung. Allerdings bleibt der Raid auf trockenen Asphaltkurven hinter der Performance eines Endurotrail + (E07+) oder dem STR. Etwas träger beim Einlenken und in Wechselkurven, mit dem letzten Quäntchen Schräglage tut er sich auch etwas schwerer. "Offroad" hat er dafür, zumindest bei dem Trio, die Nase vorn. Was vorallem von der brauchbaren Seitenführung am Vorderrad herrührt. Das Gejaule in leichten Kurven und bei ~ 70 km/h ist mir beim dem Pneu irgendwie besonders im Ohr geblieben. Mal sehen was als nächstes kommt, ein neuer Raid für hinten und ein Anakee Wild liegt schon parat. Allerdings hätte ich zum Frühjahr auch mal wieder Lust auf eine richtige Straßensau :driften:

  • Bislang 5848 km was ich für so einen Reifen bei meinem Fahrprofil für durchaus respektabel halte. Das Wort Gelände möchte ich gerne vermeiden, dafür würde ich ein leichtes Bike wählen. Nennen wir's mal ~ 20% unbefestigte Wege. Restgummi ca. noch 2 mm. Wobei zu Bedenken ist, das man im Winterbetrieb auch nicht letzte Rille fährt.

  • Ich muss mich etwas korrigieren, die Trägheit beim Einlenken und in Wechselkurven ist mit dem neuen Reifen wieder wesentlich besser. Wobei ich ihn trotzdem leicht hinter den beiden anderen genannten Reifen sehe, welche meiner Ansicht nach zum Schluss hin weniger Onroad Performance verlieren.

  • Moin.

    Ich hab den Reifen auch drauf und heute ein komisches Erlebnis.

    Mir hat es das Motorrad in der Kurve quer gestellt. Ich war mit 15km/h beim Abbiegen. Dabei ist das Motorrad ausgegangen. Keine Ahnung warum.

    Jedenfalls sieht der Reifen jetzt an einer Stelle so aus. Keine Ahnung ob ich damit weiterfahren kann und wie sich das in Kurven auswirkt.


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