Reifenempfehlung Enduro

  • Ich suche gerade nach einem neuen Reifen für meine '22er 701.
    Der originale TKC ist nix besonderes, funktionniert aber und wäre meine Notlösung.
    Der Mitas Enduro Trail XT+ fühlt sich recht hart für die leichte 701 an.
    Ich hatte Lenkerflattern zwischen 120 und 130km/h
    Offroad fühlte er sich eher bockelig an, auf der Strasse bis auf den eher ungenauen Geradeauslauf war er schön.
    Der Dunlop 908 führt ab 90km/h zum Lenkerflattern bis Lenkerschlagen, sehr unruhiger, zappeliger Lauf auf schlechtem/geflickten Asphalt. Fahren gefährlich, verreisen ohne andauernde Fixierung auf das Flattern unmöglich.
    Mopped hab ich vom KTM Partner checken lassen, das ist in Ordnung,

    Ich suche nach einem Reifen der auf Asphalt (auch nass) gut und sicher funktioniert und so gut wie möglich im Gelände (Wald/Matschwege, auch mal ein Endurogelände, nicht nur Schotter) ist.
    Laufleistung ist nicht so wichtig.

    Was habt ihr für Tips ausser TKC80, Mitas XT+ und Dunlop 908?

  • Dann bleib beim TKC 80.

    Besser wirds nicht, wenn du nicht bereit bist, Kompromisse bei Geradeauslauf, Pendeln und Nasshaftung zu machen.

    Kein Reifen, der im Matsch funktioniert, funktioniert auf der Straße so problemlos wie ein TKC 80.

    Mein Tip: Motoz Rallz.

    Inklusive Pendeln ab 120 km/h und er läuft jeder Spurrille hinterher. Dafür hats im Matsch fast so viel Grip wie ein Crossrad und der Reifen hält lang.

  • Mitas MC-23 Rockrider war ich sehr zufrieden auf der Straße


    Goldentyre GT723, mein Lieblingsreifen wenns zwischendurch auch mal grob und matschig wird und das ganze trotzdem überraschend gut auf der Straße funktionieren soll.

    Achtung, Warnung vor Ironie und Sarkasmus. Jedem steht es frei sich angesprochen zu fühlen oder nicht.

  • Trailmax Raid.

    In der Reifen Kategorie würde ich bei der 701 eher Anakee Wild greifen. Rein vom Profil scheint mir der Trailmax raid vorallem für 200kg+ konzepiert zu sein.

    Achtung, Warnung vor Ironie und Sarkasmus. Jedem steht es frei sich angesprochen zu fühlen oder nicht.

  • Gibt aber ein paar User hier die den Raid auf der 690 gefahren sind.




  • Ich habe mal als Schnellschuss einen Satz Anakee Wild und als Backup nen Satz TKC bestellt.
    Für weitere Empfehlungen bin ich aber dankbar. Normalerweise ist die Reifensuche für mich eher einfach, dass aber schon 2 von 3 Reifen nicht funktioniert haben ist sonderbar.

  • Ich werfe einmal den Dunlop Trailmax Mission ins Boot!

    Leichte Abstriche gegen den TKC80, aber dafür bei Asphalt und Nässe top, im Schotter und auch leichtem Matsch hatte ich in den Pyrenäen auch keine Probleme.

    Haltbarkeit: gefühlt über 10k Kilometer

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  • Der Metzeler Karoo 4 hat sich bei mir bewährt. ACT Pyrenäen mit Gravel und Matsch (gerade durch tiefe schlammige Rinnen besser als erwartet für einen 50/50 Reifen), auf Landstraßen sehr griffig in Schräglage und mit deutlich weniger Kippeffekt als der TKC 80. Bei Nässe habe ich mich ebenfalls sicher gefühlt - ähnlich wie Pirelli Scorpion Rally STR (den fahre ich auf einer F800GS). Auf der Autobahn ohne akustische Auffälligkeit, soweit man das über einen Stollenreifen sagen kann (ich hatte da jedenfalls schon deutlich lautere Reifen). Ich habe den nächsten bestellt. Nach viertausend km hinten noch 5 mm Profil, er hat in den Pyrenäen, Cevennen und Vercors durchaus etwas gelitten.

  • bei mir ist es auch der Heidenau k60 Ranger

    funktioniert für einen Stopler wirklich gut auf der Straße

    auf Fels und Schotter in Montenegro und Bosnien sehr gut

    Matsch kann ich nicht sagen, war alles trocken bei uns

  • Mir ist die Laufleistung nicht so wichtig.

    Wenn der HR einen TET oder ACT Urlaub durchhält, dann passt das für mich.

    Nach dem E-09 habe ich jetzt den MT21, der sich leichter montieren lässt.

    Laufleistung hinten ca. 3500km, vorne das doppelte.

    Straße trocken funktioniert ganz gut, bei Nässe mit Vorsicht zu geniessen.

    Unasphaltiert ackert er sich quasi überall durch, auch nasse Wiesen sind kein Problem.

    Das VR ist dabei deutlich stabiler als beim E-09.

    Allerdings ist der Reifen lauter als der Motor.

  • Danke für eure Beiträge, Der Karoo4 ist ein Stückchen auf meiner Liste, ich war nur vom 3er auf der 790 furchtbar enttäuscht, ich weiss noch nicht ob ich mir das nochmal antue.

    @cannonball
    In welchem Bereich machst du Abstriche zum TKC80?
    monk0103  selegaso
    Der K60 ist auch angedacht, davon liest man halt irgendwie eher wenig. Wie ist das Grenzverhalten auf der Strasse? Ich mag es wenn sie schmierig/ungenau werden bevor sie einfach Gripabriss haben.
    nairolF
    Den MT21 habe ich auch in Betracht gezogen, nach meinen Lenkerflatter Problemen aber erstmal beiseite geschoben. Funktioniert das bei dir oder zappelt der auch etwas? Leichter montieren würde gut passen, der XT+ (wie E09+) kam mir sehr hart für die leichten Kisten vor. Bei Trockenheit funktioniert der gut auf der Strasse?
    Laufleistung ist mir auch nicht so wichtig, nur das Fahrverhalten muss passen.

  • Vergleiche ich den Trailmax Mission gegen den TKC80 muss ich in extremen Matsch Abstriche machen. Hier setzt sich dann das Profil doch zu.

    Jedoch hatte ich nach einer Woche in den Pyrenäen kein Profil mehr auf einem neuen TKC80 und mit dem Trailmax Mission war ich schon zweimal in den Pyrenäen und nach 7500km ist immer noch genug Profil da.

    Positiv:

    Laufleistung

    Traktion bei Nässe - hier keine Ausbrüche

    Kein Lenkerflattern oder andere Beeinträchtigungen bei hohen Geschwindigkeiten

    Da ich in den Pyrenäen eher ein Trailriding mit abwechselndem Terrain habe, bevorzuge ich diesen Komfort. Somit habe ich den Komfort, wenn ich einmal zwischen den Abschnitten die Strasse fahre und auch genug Reserven, wenn es ins Gelände geht.

    Gruß,

    Ingo

  • Den MT21 habe ich auch in Betracht gezogen, nach meinen Lenkerflatter Problemen aber erstmal beiseite geschoben. Funktioniert das bei dir oder zappelt der auch etwas? Leichter montieren würde gut passen, der XT+ (wie E09+) kam mir sehr hart für die leichten Kisten vor. Bei Trockenheit funktioniert der gut auf der Strasse?

    Um das ein wenig einzuordnen, ich fahre auf meiner Tuono den 200er auch auf die Kante und bilde mir ein zu wissen, was Schräglage ist.

    Mit dem MT21 ballere ich auf Asphalt jetzt nicht so, eben auch um den Reifen etwas zu schonen. Gedacht ist er ja ohnehin für abseits befestigter Straßen. Aber beschwingt über kleinere Passstraßen ist kein Problem.

    Wenn der Reifen neu ist, sind 120kmh das Maximum, was ich fahren kann. Danach starkes Lenkerflattern. Ist der Reifen in Richtung Lebensende, dann gehen auch 150kmh.

    Da der Einsatz aber primär im Ausland wie Balkan oder Spanien ist und man dort nirgends offiziell mehr als 100 auf der LS fahren darf, die Anreise mit dem Gespann bis ins Zielland oder der Fähre erfolgt, lebe ich einfach mit diesem Defizit. Spaß macht das auf der Kiste eh nicht und wenn ich rase will, dann nehme ich den Thunfisch.

  • Um das ein wenig einzuordnen, ich fahre auf meiner Tuono den 200er auch auf die Kante und bilde mir ein zu wissen, was Schräglage ist.


    wasw jetzt nicht so schwer ist, je breiter der Reifen, desto früher auf der Kante :)

  • wasw jetzt nicht so schwer ist, je breiter der Reifen, desto früher auf der Kante :)

    Auf jeden Fall mehr als 40°

    Aber zur Beruhigung: Bei meiner XBR mit 100er VR und 110er HR ist der VR zuerst auf der Kante.

    Aber ich denke, darum ging es nicht, sondern ob man mit dem Reifen (MT21) bei trockener Straße auch flott fahren kann.

  • Genau, danke.
    Ich habe vebummelt auf deinen letzten Beitrag zu antworten, sorry.
    Als Maßstab für das was auf der Strasse gut läuft würde ich so den Maßstab XT+ oder Anakee Wild nehmen (mehr hab ich noch nicht gross probiert auf der 701).

    Schnell spiele ich natürlich auch lieber mit der R1, aber gondeln habe ich irgendwie echt nicht drauf. Auf der Reise gehts, aber mal kurz zum Bäcker ist das schwerer.

    Ich werde vermutlich auch nochmal Richtung XT+ gehen, inzwischen habe ich von vielen gehört dass die 690/701 mit richtigen Stollen einfach ab 120 zappelt (nicht nur bei mir), mit dem XT+ ist es drunter nicht aufgetreten.

    Probiert:
    TKC80 - geht, ist nicht so hart wie alles andere übliche.
    Endurotrail XT+ - Wirkt gut, Lenkerflattern ab 120, fühlt sich hart an.
    Anakee Wild - Auf der Strasse ganz gut, härter als TKC, noch nicht im Gelände gewesen.
    D908RR - Lenkerflattern ab 90, fühlt sich hart an - direkt demontiert.

    Wird probiert (in der Reihenfolge):
    Heidenau Ranger
    MT21

  • Also meine 625 läuft mit ECHTEN Stollen bis 140 ganz gut.

    Vielleicht ist es ja kein Problem der Reifen?


    Ist dein Fahrwerk vernünftig eingestellt, ist dein Motorrad vorne/hinten austariert (für die Unwissenden: Übersteuern-->Gabel weniger durchstecken, Untersteuern--> Gabel weiter durchstecken) ??


    Und so ganz nebenbei nochmal: MC 23 Rockrider oder noch besser GT723, meine absoluten Favoriten wenns um Dual-Sport geht

    Achtung, Warnung vor Ironie und Sarkasmus. Jedem steht es frei sich angesprochen zu fühlen oder nicht.

  • Du darfst gerne mal hier rein gucken: Lenkerflattern und pendeln - Enduro
    Ich habe den Sag eingestellt, Fahrwerk hart und weich probiert und habe das Mopped sogar vom Händler (der auch einen Enduroexperten da hat) durchchecken lassen (Alles i.O.)
    Ich habe auch die Reifen gedreht, abmontiert und wieder montiert, die normalen und die dicken Schläuche montiert, aber nix gefunden.
    "Sauber" eingestellt ist mein Fahrwerk nicht, austariert auch nicht. Ich bin kein Fachmann in Dingen die mit "Gefühl" statt Mess- und Grenzwerten eingestellt werden.
    Es ist auch nicht nur "zappeln" gewesen, ich habe einmal Pendeln beim überholen von nem LKW bekommen, da kannst du das Schlagen nicht mit den Armen bremsen. Die Vorderradbremse bringt (dank ABS vermutlich) keinen grossen Bremswert mehr und wenn du einschlagen müsstest würdest du nicht besonders viel Kurvenwinkel hinkriegen.
    An wen wendet man sich am besten für so Einstellereien? Ich hab jemanden für meine Strassen (Sport) und Race Geschichten, aber niemanden für Offroad.