SDR 1290 (3.0) Bremssättel revidieren

  • Hi @ all,

    Ich möchte an meiner 3.0 Super Duke die Bremssättel revidieren. Sprich: Reinigen, die Dichtungen der Bremskolben erneuern, usw…. Ja, ich bin handwerklich soweit begabt. Einzig das anschließende Entlüften muss halt per Hand erfolgen. Habe keine elektrisches Entlüftungsgerät.

    Meine Fragen: Kann ich die Sättel in das Ultraschallbad legen, oder löst sich die Beschichtung der lackierten (beschichteten) Oberfläche der Sättel? Nehmt ihr eine spezielle Flüssigkeit fürs Ultraschall? Habt ihr mir einen Händler wo ich all die benötigten Dichtungen erhalte? Werden die Dichtungen der Bremskolben gefettet oder nicht? Wenn ja, was ist zu empfehlen. Über sinnvolle Tipps und Tricks bin ich euch dankbar.

  • Moin, das Revisionskit und Dichtringe für die Hohlschrauben der Bremsleitungen kannste beim KTM Händler oder bei einschlägigen Onlinehändlern ordern. Beim Revisionskit ist auch eine Schlonze zur Montage dabei, sonst hat die gute blaue ATE Paste. Es empfiehlt sich eine Zange für die Bremskolben anzuschaffen und irgendwas aus Kunststoff um die Ringe aus den Sätteln zu popeln. Zum Ultraschallbad kann ich nix sagen. Beim Entlüften zunächst die Pumpe entlüften, sonst passiert gar nix. Es braucht ein bisschen Geduld. Ich hab auch gleich neue Bremsbeläge verbaut.

    LG

  • Die Sättel sind eloxiert.

    Wenn du keine Flussäure im Ultraschallbad hast passiert da auch nichts.


    Bei der Demontage den Geberzylinder blockieren damit nicht Luft in den ABS-Block gelangt.

    Der Kluge lernt aus allem und von jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiß alles besser. :winke:

  • hybs hier werden fast alle Fragen beantwortet...


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    Gruß Klaus :winke: :wheelie:
    1290 SDR SE (2016)

    Fz1 Fazer (2006)


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  • Hallo ,

    bei meiner ersten KTM 1290 SD-R Bj. 2014 haben die Bremssättel selbst nach 150 000 km noch einwandfrei funktioniert !

    Da aber gerne der Abrieb und Schmutz sich an den Bremskolben festsetzt , ist es beim Belagswechsel ratsam diesen zu entfernen , damit er nicht fest anhaftet .

    Da mir das nicht bekannt war und ich dadurch diese Vorsorge nicht getroffen hatte , konnte ich den angebackenen Mist nach ca. 70 000 km nur noch mit der Kante von einem Stück Holz - von den aus den Sätteln entnommenen Kolben abschaben .

    Dabei geriet die Kolbenentnahme aus den Sätteln ohne Bremskolbenzange fast zur Lebensaufgabe .

    Nach entsprechender Zangeninnenraumreinigung setzte ich die sauberen mit Bremsflüssigkeit benetzten Kolben (mangels Bremskolbenpaste) mit den alten Dichtungen wieder ein .

    Da ich keinen Druck zum Entlüften ins System bekam , ließ ich das Moped über Nacht mit gezogenem Bremshebel stehen .

    Am nächsten Morgen funktionierte es mit dem Entlüften ohne weitere Probleme .

    Seit dieser einmaligen Aktion war es bisher immer ausreichend - zum Belagswechsel - die Kolben mit einem Streifen Leintuch zu reinigen , was natürlich auch seine Zeit in Anspruch nimmt .

    Zur Bremskolbenentnahme empfiehlt sich in jedem Fall eine Bremskolbenzange , da es einem sonst nur extrem viel Zeit kostet .

    Bremskolbenpaste , was eingedickter Bremsflüssigkeit entsprich - ist natürlich auch zu empfehlen .

    Wer die Dichtgummis ais den Bremssätteln entfernt , wäre mit neuen Dichtgummis gut beraten .

    Die Dicke der Bremsbeläge kontrolliere ich immer beim Reifenwechsel , wo sie dann ab einem Millimeter Belagsstärke gewechselt werden .

  • Danke für Deine Erfahrung. Bezüglich Bremskolbenzange: Ist es auch alternativ mit Druckluft machbar? Sollte doch auch funktionieren wenn man den Bremsentlüftungsnippel rausschraubt, und dort mit Druckluft rein blässt!

  • Mit Druckluft geht auch aber das ist sehr unkontrolliert. Weil die fliegen dann teils richtig raus. Solltest du es mit Druckluft machen dann auf jeden Fall ein Tuch innen rein Stopfen damit die Kolben nirgends gegen ballern. Kauf dir so ne Zange... kostet 15-20€ aber macht das ganze deutlich komfortabler !

  • Pro Zange haben wir 4 Kolben und wenn einer rau ist - bleiben die übrigen Kolben in der Zange !

    Drei Löcher in den Zangenvertiefungen zuhalten um dann den letzten Kolben raus zu blasen ?

    Vergiss es , lezten Endes habe ich sie mühsam Millimeter für Millimeter durch Drehen und Ziehen herausbekommen !

    Es kostete mich unglaublich viel Zeit und wenn Bremsflüssigkeit auf Lack kommt , sollte man sie möglichst schnell beseitigen - da es diesen sehr gut auflöst .

    Meine erste Anschaffung danach war eine Bremskolbenzange , da ich mir den anderen Müll wirklich nicht nochmals Aufhalsen will .

  • Werden die Dichtungen der Bremskolben gefettet oder nicht? Wenn ja, was ist ...

    Sorry, will keinem zu nahe treten. Die Bremse ist ein sicherheitsrelevantes Bauteil. Wenn die nicht funktioniert, gefährdest du nicht nur dich, sondern auch andere.
    Fett gehört so wenig an eine Bremse wie Wasser in einen Motor. Das klingt nicht nach Fachwissen. Vielleicht hilft dir noch jemand, der sich wirklich gut auskennt?


    Ich habe meine Zangen gerade revidiert. Was die Kolben angeht, habe ich folgendes gemacht.

    Kolben auf der einen Seite mit Kabelbindern fixiert. Dann ein 5mm starkes Holzstück in die Zange gelegt. Dann die beiden freien Kolben rausdrücken. Wegen dem Holz können sie nicht ganz raus, aber der Rest ist dann einfach. Danach diese Hälfte revidieren.

    Anschließend die andere Hälfte nach gleichem Muster.

  • Sorry, will keinem zu nahe treten. Die Bremse ist ein sicherheitsrelevantes Bauteil. Wenn die nicht funktioniert, gefährdest du nicht nur dich, sondern auch andere.
    Fett gehört so wenig an eine Bremse wie Wasser in einen Motor. Das klingt nicht nach Fachwissen. Vielleicht hilft dir noch jemand, der sich wirklich gut auskennt?


    Ich habe meine Zangen gerade revidiert. Was die Kolben angeht, habe ich folgendes gemacht.

    Kolben auf der einen Seite mit Kabelbindern fixiert. Dann ein 5mm starkes Holzstück in die Zange gelegt. Dann die beiden freien Kolben rausdrücken. Wegen dem Holz können sie nicht ganz raus, aber der Rest ist dann einfach. Danach diese Hälfte revidieren.

    Anschließend die andere Hälfte nach gleichem Muster.

    Ich habe ja auch nicht behauptet das ich Fachwissender bin! Gibt ja super Hilfe hier im Forum und wertvolle Tipps. Machst du das beruflich, oder hast du es dir auch selbst beigebracht? Das eine Bremse ein sicherheitsrelevantes Teil ist, weiß ich. Fahre jetzt schon über 34 Jahre Motorrad :wheelie: Aber trotzdem Danke für deinen Tipp mit dem Holz :Daumen hoch: Ich kaufe mir trotzdem eine Bremskolbenzange.

  • Sorry, will keinem zu nahe treten. Die Bremse ist ein sicherheitsrelevantes Bauteil. Wenn die nicht funktioniert, gefährdest du nicht nur dich, sondern auch andere.
    Fett gehört so wenig an eine Bremse wie Wasser in einen Motor. Das klingt nicht nach Fachwissen. Vielleicht hilft dir noch jemand, der sich wirklich gut auskennt?


    Ich habe meine Zangen gerade revidiert. Was die Kolben angeht, habe ich folgendes gemacht.

    Kolben auf der einen Seite mit Kabelbindern fixiert. Dann ein 5mm starkes Holzstück in die Zange gelegt. Dann die beiden freien Kolben rausdrücken. Wegen dem Holz können sie nicht ganz raus, aber der Rest ist dann einfach. Danach diese Hälfte revidieren.

    Anschließend die andere Hälfte nach gleichem Muster.

    Hast die Druckluft vergessen :zwinker: , nur so geht das :zwinker:


    alternativ mit entsprechend viel Bremsflüssigkeit

    Gruß Klaus :winke: :wheelie:
    1290 SDR SE (2016)

    Fz1 Fazer (2006)


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    Einmal editiert, zuletzt von ghost2 ()

  • Hallo ,

    ich denke , durch die Kabelbinder auf der einen Zangenseite - werden auf der anderen Zangenseite die Kolben mit der normalen vorderen Bremsbetätigung hervor gepumt und durch das dazwischengelegte 5mm Brett am Rausfallen gehindert , so daß er dann mit einem Leinenstreifen die Seiten der hervorgedrückten Kolben sehr gut reinigen kann !

    Bei mir war ja dort dermaßen viel Bremsstaub angebacken , daß die Kolben teilweise klemmten - darum auch der Ausbau nach 70 000 km ohne Reinigung .

    Wer also nach obiger Manier bei jedem 2.-3. Reifenwechsel - spätestens nach dem Belagswechsel geschwind die Kolbenseiten durchputzt - verhindert , daß dort der angelagerte Schmutz derart anbackt - daß er die Kolben zum Reinigen dann ausbauen muß .

  • Ich pumpe die auch immer so raus und hänge den Sattel in eine Schüssel mit heißem Wasser und Spüli. So löst sich hervorragend der Bremsstaub.

    Noch n bisschen mit ner alten Zahnbürste drüber mit einem Baumwollstoffband die Kolben poliert und fertig.


    Einmal im Jahr oder beim Belagswechsel 👍

    2 Mal editiert, zuletzt von Munky_ ()

  • Sind doch zwei verschiedene Themen.


    Bremssattel richtig gründlich reinigen, dann so wie Munky geschrieben hat wenn man es so machen will.


    Wenn man die Kolben raus nimmt würde ich auch immer die Dichtungsnuten prüfen und die Dichtungen erneuern.

    Bremskolben werden durchaus geschmiert (nicht mit Fett, aber z.B. ATE Bremszylinder-Paste, 180 G günstig | Louis 🏍️)


    Ansonsten ein passenden Stück Holz dazwischen, Druckluft und bei Bedarf mit passender Zange dann ganz ziehen.

  • Hast die Druckluft vergessen :zwinker: , nur so geht das :zwinker:


    alternativ mit entsprechend viel Bremsflüssigkeit

    Kollege, das ist ein Widerspruch in sich.

    Wenn es NUR so geht, dann gibt es keine Alternative. Und - Druckluft hat nicht jeder. Dann kann man mit der Handbremspumpe arbeiten.