Ausschnitt aus Inspektionskosten

  • Ich mach dass so sobald ein Moped aus der Garantie ist sieht mich der Vertagshändler nicht mehr und das nur wegen den netten Preisen die sie da teilweise aufstellen ,habe ne kleine 2 Mann Werkstatt die machen alles zu vernünftigen Preisen . Einer der beiden ist Meister seit 35 Jahren und war lange bei einem großen Händler als Meister mit BMW-Kawa -Triumph, und da weiß ich was ich für mein Geld bekomme zumal ich in schon gut 30 Jahre persönlich kenne.

  • Bei allem Unverständnis über den aufgerufenen Preis...

    aber mit 200€ kommst du heute leider nicht mehr hin.

    Je nachdem, welche Belastungen der Händler noch auf seiner Hütte hat, weil der Hersteller ihm erklärt hat, wie er das ganze auszubauen hat (ja, auch das zahlen wir irgendwie bei einer Inspektion mit), lustigen (notwendigen) Zahlungen an seinen Mitarbeiter, auch wenn er mal krank sein sollte oder im Winter kein Kunde Bock hat, sich um sein Motorrad zu kümmern (usw.), kann sich heute quasi kein Händler leisten, unter 100€ die Stunde zu verlangen. Schließlich redet er ja noch "kostenlos" mit dir, wenn du dir ein Motorrad anschaust, was du eh nicht kaufen willst, zahlt die Probefahrten für das Mopped, was du eh nicht kaufen willst und ist nebenbei unfreiwilliges Mitglied bei der IHK und ähnlichen Vereinen und darf da überall seine Spende bezahlen.

    Also 100 € pro h ist quasi nicht mehr machbar, dann verkauft er noch ein wenig Öl (20 €/l) zu Apothekenpreisen, weil er davon lebt und auf die Summe von allem kommt noch knapp ein Fünftel oben drauf, womit du dich an Kindergärten/Straßen/Renten oder einem Posten deiner Wahl beteiligst.
    350-400 fände ich persönlich angemessen, die städtische Realität sagt mir aber, dass es eher 500 € sind.


    Ich könnte jetzt einen Screenshot seiner Rechnung posten, aber wahrscheinlich wird auch die angezweifelt. Macht also keinen Sinn hier weiter zu schreiben. Nur eins noch zu dem Thema:Kosten für Probefahrten usw, gehören und bleiben im Verkauf, nicht in der Werkstatt! Ich könnte weitermachen, aber wozu 🙄 was man nicht glaubt oder nicht weiß, kann nicht stimmen. Super 😎

    Einmal editiert, zuletzt von Chili Red () aus folgendem Grund: Ein Beitrag von Dubsch mit diesem Beitrag zusammengefügt.

  • Da fragst Du noch ?


  • Nur eins noch zu dem Thema:Kosten für Probefahrten usw, gehören und bleiben im Verkauf, nicht in der Werkstatt! Ich könnte weitermachen, aber wozu 🙄 was man nicht glaubt oder nicht weiß, kann nicht stimmen. Super 😎

    Ich kenne kaum eine Variante des KFZ Bereiches, in dem nicht der Service den Neufahrzeughandel mitfinanziert.

    Von daher finanziert der Werkstattkunde auch einen Teil der Probefahrer.

    Ganz oft wird der Verkauf sogar "nur"noch als Mittel gesehen die Werkstatt zu füllen.

  • was man nicht glaubt oder nicht weiß, kann nicht stimmen.

    Hab ich doch gar nicht behauptet, dass es nicht stimmen würde.

    Ich sagte nur, dass ein Vertragshändler im städtischen Bereich damit aufgrund der vielen Nebenkosten nicht klarkommen würde und daher die von dir genannten 200€ für ihn nicht hinkommen würden.

  • 147,- Euro sind je nach Region übliche Stundenverrechnungsätze in Deutschland.

    In Mannheim oder z.B. Kaiserslautern werden 200,-Euro (Honda) oder 187,-Euro (BMW) aufgerufen. Da war mein KTM Händler mit 137,-Euro/h noch recht human.

  • Wahnsinn, daß heißt ja daß ein normaler Mensch selbst mindestens 10 Stunden arbeiten muß damit er für eine Stunde einen Mechaniker bezahlen kann??? :rolleyes: :rolleyes:

  • Willst du mir erzählen, dass der normale Mensch 12€ die Stunde verdient?

    Er bezahlt ja auch nicht den Mechaniker sondern die Werkstatt.

    Die bezahlt unter anderm den Mechaniker, zzgl. der Personalnebenkosten wie Sozialabgaben, Berufsgenossenschaft, Krankenkasse...

    KTM verdient übrigens an den Inspektionen mit, sobald das Moped am Diagnosegerät hängt.

    Deshalb schreiben viele Werkstätten mittlerweile 30€ plus fürs Diagnoseprotokoll auf die Rechnung.

    Dann haste unproduktive Personalkosten zu decken für Büro, Buchhaltung, Geschäftsführer, Heizung, Immobilie, Strom, Lager, Logistik, Fahrzeuge...


    Ich frag mich wirklich was so mancher denkt, der monatlich einfach Kohle überwiesen bekommt... :kapituliere:

    All time good fart, and right is the gas!:driften:

  • Okay, dann gehen wir mal davon aus daß der arme KTM - Händler eine Werkstatt mit 3 Mechaniker bei einer 40 Stunden-Woche hat, also jeder ca. 177h im Monat arbeitet,

    3mal 177h ergeben 531h Arbeitszeit, die den Kunden für jeweils 134 Euro berechnet werden, ergibt schonmal 71.154 Euro im Monat. :staun:


    Dabei haben wir noch nicht eingerechnet was er an den Teilen, Luftfilter, Zündkerzen, Dichtungen, etc. verdient,

    schon alleine beim Motoröl für 20 Euro der Liter werden bestimmt schon 200 - 300 % Gewinn beim Weiterverkauf gemacht,

    ein Luftfilter, den VW für 8 Euro verkauft und dabei noch Gewinn macht, wird hier für das Mehrfache verkauft nur weil ein KTM für ein paar Cent aufgedruckt wird,

    ganz abgesehen von den Gewinnen beim Neufahrzeugverkauf und Gebrauchtfahrzeugverkauf, ich denke da schon,

    daß er nach Abzug der Kosten nicht unbedingt als Aufstocker zur ARGE gehen muss... :rolleyes: :grins: :lautlach:

  • Willst du mir erzählen, dass der normale Mensch 12€ die Stunde verdient?

    Nö, aber zwischen 13,40 Euro (siehe KTM - Arbeitsstunde) und 20 Euro (siehe Honda - Arbeitszeit in Mannheim oder Kaiserslautern) könnte schon der durchschnittliche Arbeitslohn liegen, oder?? :rolleyes: :zwinker:

  • Du solltest schnell eine Werkstatt aufmachen, nichtmal Drogenkartelle verdienen soviel Geld wie KTM Werkstätten. :achtung ironie:

  • Nun ja, der durchschnittliche Stundenlohn liegt für einen Motorradmechaniker in Deutschland bei etwa 17 Euro die Stunde (Verschiedene Quellen, Kununuu, Arbeitsagentur,...). Darauf muss der Arbeitgeber noch ca 20% an Arbeitsnebenkosten packen. Sind wir bei 20,40...sagen wir mal 21 Euro.

    Wenn jetzt wie oben in Mannheim oder Kaiserslautern 200 Euro pro Stunde verlangt werden, sind das für den Händler nach Abzug der MwSt 168 Euro pro Stunde.

    168 - 21 = 147 Euro


    Wenn der Händler soviel Marge braucht um seine restlichen Fixkosten mit einem vertretbaren Gewinn zu decken dann ist da ein grundlegenes Problem. Dazu kommt noch, dass in den meisten Werkstätten praktisch die Hälfte aller "Mechaniker" Lehrlinge oder Ungelernte sind. Berechnet werden die aber genauso.

  • Ich hab selten so viel Blödsinn auf so wenig Zeilen Text gelesen.

    Ein Rekord, ich gratuliere :Daumen hoch:

    All time good fart, and right is the gas!:driften:

  • Ziemlich einfach...

    Du weißt wie oft und wie langen die Mechaniker auf Schulungen müssen?

    Nur ein Punkt der in Deiner Rechnung fehlt.

    Dann hat so ein Laden auch unproduktive Mitarbeiter für Buchhaltung und Warenwirtschaft etc. Auch die werden aus dem Stundenlohn bezahlt. Auch der Chef...

    Zudem arbeitet kein Mitarbeiter volle 100% am Tag. Kannst froh sein wenn die meisten auf wirkliche 70% Arbeitsleistung kommen.

    Dann Krankheit Urlaub usw.

    Also vor dem maulen erstmal mit der realen Betriebswirtschaft beschäftigt und weniger Stammtisch geblubber

  • Das kapiern die Checker nicht.

    Jeder glotzt nur auf den Mechaniker, er is aber nur ein kleines Rädchen im Gesamtsystem.

    Kannst froh sein wenn die meisten auf wirkliche 70% Arbeitsleistung kommen.

    Ich denke eher 50%, wenns hochkommt.

    All time good fart, and right is the gas!:driften:

  • Wenn Du dich mit Betriebswirtschaft auskennen würdest, hättest du erkannt, dass ich genau diese zusätzliche Kosten die du anführst ja mit den Fixkosten benannt habe. Wie gesagt, wenn diese Fixkosten so hoch sind, dann ist das ein grundlegendes Problem.

    Betriebswirtschaftlich trennt man auch die Bereiche in solch einem Unternehmen. Der Neufahrzeugverkauf wird separat behandelt, die Werkstatt, der Ersatzteilverkauf. Anteilig gehen da die Löhne der Mitarbeiter ein die für alle Bereiche arbeiten, wie z.B. Buchhaltung usw (was allerdings bei so einem Laden recht überschaubar ist).., dann werden die entsprechenden Flächen anteilsmässig zugeordnet usw...

    Wenn jetzt jemand sagt, die Werkstatt muss ja auch den Teileverkauf tragen, ist kein guter Geschäftsmann. Der Teileverkauf sollte sich selber tragen. Sonst ist es eine Quersubventionierung.

    Und wenn eine Werkstatt nur auf 70% abrechenbare Zeit kommt, dann ist sie äusserst schlecht gemanaged. Vor allem wenn man bedenkt, wie die immer rumjammern, dass sie so ausgelastet sind und keine Termine freihaben.
    Bei meiner Rechnung oben würden selbst bei einer Stundenabrechnungsquote von nur 50% noch 126 Euro pro Stunde für die anteiligen Fixkosten übrig bleiben.
    Das Problem ist doch klar ersichtlich. Die Fixkosten übers Jahr sind bei den Händlern einfach zu hoch. Das so ein Laden nicht unbedingt eine Goldgrube ist, ist klar. Sonst würden die ja wie die Pilze aus dem Boden schiessen. Tatsächlich machen aber immer mehr zu. Also ein strukturelles Problem.

    Nur sehe ich als Konsument nicht wirklich ein, warum ich mit Mondpreisen solche Missstände unterstützen soll. Solange wir das bezahlen, machen die einfach weiter so.

  • Dann haste unproduktive Personalkosten zu decken für Büro, Buchhaltung, Geschäftsführer, Heizung, Immobilie, Strom, Lager, Logistik, Fahrzeuge...


    Ich frag mich wirklich was so mancher denkt, der monatlich einfach Kohle überwiesen bekommt...

    Das frage ich mich auch ... wenn ich Live auf Phönix den Bundestag gucke und nebenbei mit meinem Steuerberater telefoniere.