Getriebe hakelig

  • Einfach beim Raufschalten den Ganghebel etwas anspannen (bis zum Druckpunkt) kurz Gas weg – und der nächste Gang springt rein, ganz ohne auszukuppeln und ohne ein
    Geräusch und fast ohne Lastunterbrechung. (Eben wie ein Schaltautomat)

    Ja, das geht bei meiner auch. Generell funktioniert das Hoch- und Runterschalten völlig problemlos. Das Krachen tritt ausschließlich beim Einlegen des ersten Ganges im Stand aus der Leerlaufstellung auf.

    MT09  Duke5 Enduro690R SMT990

  • Also komm ich wieder auf das zu lasche Betätigen des Schalthebels.


    Allerdings trete ich doch oftmals fest auf den Hebel und der erste Gang kommt nur zögerlich (resp. erst beim dritten oder vierten Mal) rein, wenn ich bereits am Rotlicht stehe und angehalten habe, ohne vorher runter zu schalten. Das ist mehr als hakelig.. das ist schon störrisch.... Nicht dass es mich massiv stören würde, aber ich habe schon fahrerfreundlichere Getriebe erlebt.


    proscht!

  • @:proscht:,


    das hört sich nach Luft in der Kupplungshydraulik oder einem Defekt bei Geber/Nehmer an.

    Möge die Macht mit euch sein!

  • das hört sich nach Luft in der Kupplungshydraulik oder einem Defekt bei Geber/Nehmer an.


    Kuppeln tut sie sonst perfekt und ich habe auch keinen Zug drauf, wenn ich mit gezogener Kupplung stehe, ebenso ist der Druckpunkt angenehm und nicht zu weit vorne - sie kuppelt also so wie ich das beurteilen kann schon richtig aus/ein.


    proscht!

  • Besonders beim Hochschalten fühlt sich meine SMT an, als würden zwei Zahnräder aneinander scharren und die Zähne nicht in Eingriff kriegen. Die geraden Gänge sind besser, die ungeraden übel.


    Ich bin 25 Jahre japanische Vierzylinder gewöhnt. 10er/12er/13er Suzuki schalten sich mit 100.000km auf dem Buckel besser, egal welches Öl.


    Allerdings ist mir nach der 1000er Inspektion aufgefallen, dass es sich nochmal härter anfühlt mit Castrol.


    Den Schalthebel hab ich auf der tiefstmöglichen Stufe trotz robuster Stiefel (Sidi Adventure). Höher geht doch gar nicht, da muss man doch den Fuss sonst von der Raste heben.


    Übrigens auch so eine Fehlkonstruktion: Man kann den Schalthebel so tief montieren, dass er beim Runtertreten gegen den Anschlaggummi stößt ohne zu Schalten, es erzeugt das nur dieses Gerassel, als wenn die Schaltwalze nicht in Endstellung kommt.

    Der frühe Vogel kann mich mal :grins:

  • Allerdings trete ich doch oftmals fest auf den Hebel und der erste Gang kommt nur zögerlich (resp. erst beim dritten oder vierten Mal) rein, wenn ich bereits am Rotlicht stehe und angehalten habe, ohne vorher runter zu schalten. Das ist mehr als hakelig.. das ist schon störrisch.... Nicht dass es mich massiv stören würde, aber ich habe schon fahrerfreundlichere Getriebe erlebt.


    Hmmm :denk: Anhalten ohne runterschalten..... drauftreten........... :nein:


    Wenn ich beim anhalten noch eine höhere Wähe drin habe, beweg ich den Töff minim vor und zurück, dann gehts. Ist schon immer so gegangen.


    Wenn ich vom Null in den ersten runtergehe, trete ich nicht drauf, sondern übe nur beständigen Druck auf den Schalthebel, dann geht der erste rein, immer auch mit mechanischem Geräusch. War schon immer so.


    Ich hab auf der Strasse nie etwas anderes als KTM besessen, vielleicht ist das der Grund, wieso ich keine Probleme damit habe, obwohl ich auch schon andere Marken gefahren bin, teilweise mit besserem, aber auch mit schlechterem "Schaltbenehmen".


    Dass bei den neueren KTM LC8 jetzt auf einmal Getriebeprobleme auftreten ist möglich aber nicht logisch, das QM wird ja eher strenger als lascher, auch in Österreich.


    Sonst gibt es ja noch diese Automatik - Aprilia (wie heisst die, irgendwie "Mania"?) dann würden sich Schaltprobleme erübrigen :lol::zwinker::kapituliere:


    Gruss
    hitch

    Dirty deeds :wheelie: , done dirt cheap :peace::teuflisch:

  • Zitat von »proscht!«




    Allerdings trete ich doch oftmals fest auf den Hebel und der erste Gang kommt nur zögerlich (resp. erst beim dritten oder vierten Mal) rein, wenn ich bereits am Rotlicht stehe und angehalten habe, ohne vorher runter zu schalten. Das ist mehr als hakelig.. das ist schon störrisch.... Nicht dass es mich massiv stören würde, aber ich habe schon fahrerfreundlichere Getriebe erlebt.

    Ich bin auch schon mehrmals an der Kreuzung verzweifelt. Wollte dem Bock die Sporen geben, aber der Scheiss-Erste-Gang ging nicht rein. (workaround siehe "Alternative" unten)


    Das passiert v.a. wenn man noch den zweiten oder höheren Gang drin hatte beim Stillstand.


    Ich würde erwarten, dass dieses Problem irgendwann mal von den Herren Inschiniören für mich gelöst wird, scheint aber eine schwierigere Angelegenheit zu sein und betrifft glaubs die meisten Motorradgetriebe -- mehr oder weniger.


    Hmmm :denk: Anhalten ohne runterschalten..... drauftreten........... :nein:

    :ja: Ich schalte auch nicht immer alle Gänge durch, v.a. nicht wenn ich etwas sportlicher als angebracht an den Stop ranfahre. Da reicht manchmal einfach die Zeit nicht.


    Wenn ich beim anhalten noch eine höhere Wähe drin habe, beweg ich den Töff minim vor und zurück, dann gehts. Ist schon immer so gegangen.

    Alternative: ganz fein (andeutungsweise) die Kupplung kommen lassen und wieder ziehen, dann nochmals schalten probieren. Läuft in etwa aufs gleiche hinaus.


    Wenn ich vom Null in den ersten runtergehe, trete ich nicht drauf, sondern übe nur beständigen Druck auf den Schalthebel, dann geht der erste rein, immer auch mit mechanischem Geräusch. War schon immer so.

    Das ist ein guter Tipp, werde ich noch bewusster anwenden.


    Zum Geräusch: Im Neutral dreht die Antriebswelle im Getriebe mit, und wird vermutlich sogar im ausgekuppelten Zustand durch das Öl in der Kupplung mitgenommen. Deshalb krachts etwas, wenn die Antriebswelle duch das Einlegen des Ganges plötzlich auf Stillstand abgebremst wird. Bei kälterem Öl ist der Mitnehmer-Effekt grösser. (Kann das jemand bestätigen/korrigieren, der mehr Ahnung hat als ich?)


    Ich verstehe jetzt aber immer noch nicht, warum genau der Erste Gang nicht reingeht. Warum ist das beim Auto nicht so? (AFAIK.) Ist ja auch bloss "drücken, Zahnräder verschieben, gut iss." Würde mich auf eine technisch fundierte Erklärung freuen, wie das konkret in meinem Getriebe aussieht.

    990 SM-R 2012 (Mods: Kotflügel + Sitzbank SM-T, Handschutz, Tripmaster)

  • Hi


    Hatte anfangs auch etwas Probleme mit dem Getriebe aber nachdem ich mir angewöhnt habe beherzter zu Schalten :boxing: (also ruhig druff oder drunter mit dem Stiefel) gehts wie geschmiert und würde nun behaupten perfekt für mich. :zwinker:


    tschaui

  • Moin,


    kenne das noch von meiner alten Zr7, das man beim Schalten etwas beherzter zur Sache gehen muß.(Das Ding muß getreten werden :grins: )


    Aber:
    Das Geräusch beim Einlegen des ersten Ganges, ...
    Das hört sich stellenweise doch schon nach "knirsch" an.
    @Bade: Dein Tipp mit dem Kupplung ziehen nach Standzeit: Wie lang soll die sein? Meine steht nie lang :achtung ironie: (Hat leider auch nicht funktioniert)


    Hab heute mal nach den Tipps das Schalten ohne Kupplung getestet:
    Ich bin angenehm überrascht. :prost:


    Funktioniert natürlich noch nicht so reibungslos, aber gerade beim raufschalten geht's schon einigermaßen gut.
    Mußte mich dabei dann mal kurz an die etwas schnellere Wiederlastaufnahme (blödes Wort) gewöhnen. :Tempo:
    Das wird hierbei wohl auch Dauerzustand werden.


    Das Runterschalten macht noch Probs, da denke ich, werde ich auch weiterhin noch die Kupplung zu Hilfe nehmen.
    (Wenn auch nicht immer :zwinker: )


    Danke für die Tipps.


    Gruß
    OttoK

    Geraden sind die lästige Unterbrechung zwischen zwei Kurven !


    Die Saison geht nie zu Ende!

  • Wie bekomm ich den Schalthebel tiefergestellt?

    Geraden sind die lästige Unterbrechung zwischen zwei Kurven !


    Die Saison geht nie zu Ende!

  • Du musst nur das Schaltgestänge "auseinander" drehen! Sprich, löse die Kontermuttern und drehe den Gewindestab so, damit der Hebel weiter nach unten geht!
    Wenn das nicht reichen sollte, dann muss die Schaltumlenkung auf der Schaltwelle ein-zwei Zähne versetzt werden! ...einfach die Schraube lösen und das Teil von der Schaltwelle ziehen!


    Zu meinen vorigen Tipp:
    Wie oft hast Du die Kupplung leer durchgezogen?


    Das sollte schon 3-4 mal gemacht werden! ...längere Standzeiten bedeutet - ab eine Woche!



    Bade :ja:

  • Das Problem haben doch alle Motorradgetriebe!
    Ich schalte vor dem Stillstand eig. immer bis in den neutralen Gang, dann klappts.
    Wenn nicht - 20cm nach hinten schieben und Klack isser dirn, der erste Gang.


    @ Bade, die SM/-T/-R haben keine Umlenkung.
    Ursprung markieren, Klemmschraube auf und den Hebel 1-2 Zähne nach unten stellen. Klemmschraube zu. Probefahrt!
    Ggf. Nachjustieren.

    Möge die Macht mit euch sein!

  • Die Klemmschraube ist eine Schlüsselschraube mit SW6-8?


    Sitzt in dem Auge des Schalthebels am Motor und wird (optisch) von der Ritzelabdeckung verdeckt?


    Und ist voll mit Kettenschmiere weil unterhalb des Ritzels :sehe sterne: ?

    Geraden sind die lästige Unterbrechung zwischen zwei Kurven !


    Die Saison geht nie zu Ende!

  • Maxx
    Matthias,...klingt logisch! Ich hatte nicht bedacht, das die SM-R/T Modelle ja einen anderen Rahmen als die SD haben. Somit ist bei den LC8-Triebwerken nicht alles identisch!


    Bade :rolleyes:

  • Das Krachen tritt ausschließlich beim Einlegen des ersten Ganges im Stand aus der Leerlaufstellung auf.


    Mir fällt immer wieder auf, dass sich viele angewöhnt haben, vor dem Einlegen des 1. Gangs im Stand aus dem Leerlauf kurz Gas zu geben. Und dann kracht es eben.

    To find the true technical problem, you have to look into the mirror.

  • Mir fällt immer wieder auf, dass sich viele angewöhnt haben, vor dem Einlegen des 1. Gangs im Stand aus dem Leerlauf kurz Gas zu geben. Und dann kracht es eben.


    Ich schalt immer mit Zwischengas runter. Nicht das das nötig wäre, aber es tönt einfach gut so aus dem auspuff ;-) Ich habs mir mal angewöhnt und jetzt krieg ich es nicht mehr weg ;-)



    proscht!

  • Mir fällt immer wieder auf, dass sich viele angewöhnt haben, vor dem Einlegen des 1. Gangs im Stand aus dem Leerlauf kurz Gas zu geben. Und dann kracht es eben.

    Es kracht - bei meiner SMT - auch ohne Gasgeben (fast immer). Im Urlaub bin ich eine Triumph Tiger mit 800 ccm und eine kleine BMW gefahren, da krachte es überhaupt nicht beim Einlegen des ersten Ganges, also scheint es am KTM-Getriebe zu liegen.

    MT09  Duke5 Enduro690R SMT990

  • Mir fällt auf, dass niemand hier folgendes Verhalten beschrieben hat:


    Aus dem Leerlauf im Stand die erste einlegen bei voll gezogener Kupplung -> Moped macht immer einen Rucker nach vorne - hat das sonst noch jemand?
    Also als ob die Kupplung nicht richtig trennen würde...

  • Mir fällt auf, dass niemand hier folgendes Verhalten beschrieben hat:


    Aus dem Leerlauf im Stand die erste einlegen bei voll gezogener Kupplung -> Moped macht immer einen Rucker nach vorne - hat das sonst noch jemand?
    Also als ob die Kupplung nicht richtig trennen würde...

    Ja, hab' ich auch schon an anderen Motorräder erlebt, vor allem aber an KTMs mit kaltem Motor und sehr hochviskosem Öl. Extrem ist in dieser Beziehung mein Crosser (KTM SX-350-F), der mit kaltem (60er) Öl jedesmal beim Gangeinlegen abgewürgt wird, wenn ich dabei nicht einen ordentlichen Gaststoß raushaue. Das Ganze legt sich aber bei warmen Motor, dann kracht's nur, aber er stirbt immerhin nicht ab.


    Übrigens greift auch die Kupplung meiner beiden KTMs in kaltem Zustand etwas ruppig, sodass meine meist minderjährigen Beifahrer schon mal etwas irritiert sind. Aber auch das legt sich schon nach wenigen 100 Metern. Unsere 125er Duke verhält sich in dieser Beziehung schon deutlich kultivierter, aber immer noch nicht so vorbildlich wie z.B. eine XJ6 oder die meisten Hondas.

  • Gestern Abend habe ich übrigens noch etwas erlebt, was hierher passt: Da hat es beim Linksabbiegen einen netten, kleinen Adrenalinstoß gegeben, weil mir der zweite Gang wieder herausgesprungen ist und dadurch die ohnehin etwas forsch angelegte Nummer doch arg knapp wurde. Zugegeben, vielleicht habe ich ja kurz zuvor beim Hochschalten etwas nachlässig gearbeitet, aber eigentlich sollte sowas doch der dunklen Vergangenheit angehören. Immerhin hat meine Käthe ja anfangs im Zweiten ordentlichen Schub geliefert, bis er eben herausgesprungen ist. Wie sieht's bei Euch aus - fliegen da auch schon mal die Gänge nach ein paar Metern Schub wieder raus?