Knackende Geräusche Lenkkopflager

  • Ich hatte geschrieben, dass es denkbar ist, dass Spiel im Bereich des Lagers spürbar ist, obwohl das LKL korrekt angezogen ist. Für die dann in Betracht kommenden Ursachen hat Emil Schwarz Lösungen. Hier mal ein Link zu dem Thema


    http://www.motorradonline.de/l…kkopflager-wechseln/41393


    Michelinmännchen hat nicht ganz unrecht, sofern es sich um Lager in Normalgrößen handelt. Es gibt aber auch den oben im Artikel angesprochenen Fall, dass die Lagerschalen nicht korrekt sitzen, Zitat:


    "Bei dieser Gelegenheit kann auch gleich überprüft werden, ob die Lager
    spielfrei oder etwa zu stramm eingestellt sind. Dazu unten an der Gabel vor und zurück ruckeln. Klackert es im Lenkkopf, dann muß nachgestellt werden.
    Manchmal läßt sich geringes Spiel aber nicht beseitigen, da durch
    ungenaue Fertigung die Lagerringe auf dem Schaftrohr Spiel haben. Im
    Extremfall führt das zu Pendeln bei schneller Geradeausfahrt. Wer diesen
    Fehler beseitigen will, sollte sich an den Lagerspezialisten Emil
    Schwarz (Telefon 0 71 81/417 66) wenden. Er kann spezielle Über- oder
    Untermaß-Lagerringe auf Maß fertigen."



    Gruß Bernd


    Good judgement comes from experience. Experience comes from poor judgement.

  • Kreta:


    Natürlich nicht. Ich schrieb ja auch davon, daß man auch Kegelrollenlager - ja, so heißen die Dinger, steht sogar auf der Seite des Werkstatthandbuches, die Du eingestellt hast - mit falscher Einstellung gründlich ruinieren kann.
    Und genau darum geht's in diesem Strang ja - oder nicht?


    :winke:


    Emil Schwarz kann schreiben was er will. Er möchte gerne seine Lager verkaufen, man muß nur feste dran glauben, daß seine besser sind. Dann SIND sie auch besser.


    :grins:

  • Zitat

    Jedes Kugel-/Kegelrollenlager verschleißt - d.h.: Die Kugeln/Kegelrollen laufen allmählich in den Lagersitz ein, egal wie gut die Fettpackung ist, mit der sie eingebaut wurden. Durch diesen Verschleiß entsteht Spiel, dann fängt nämlich die Knackerei ein. Die behebt man dann, indem man mit einem Hakenschlüssel den Lagersitz nachspannt. Dafür sind die Kerben in der Lagersitzspannmutter da.

    Klar verschleißt jedes Lager.
    Aber wenn man ein Kugellager hat, kann man da nix nachstellen, weil der Aussenring eine bestimmte höhe hat die man nicht nachstellen kann.
    Wenn man dann die Mutter am Lenkkopf anzieht, sitzt die Gabelbrücke auf dem Aussenring auf und ende des einstellens.


    Das LKL stellt man ein, in dem man den Aussenring des Kegelrollenlagers (richtiger: Schrägrollenlager) auf den Innenring spannt.
    Deswegen ist das Lager in der unteren Gabelbrücke auch andersrum eingebaut als das Lager in der oberen Gabelbrücke.
    Durch das festziehen der Spannmutter zieht man das untere Lager nach oben in den Lagerring und das obere Lager nach unten in den Lagerring.
    Dadurch stellt man die Leichtgängikeit bzw die Festigkeit des Spiels ein.


    Immer daran denken:
    Gummierte Seite nach unten,
    lackierte Seite nach oben...

    :wheelie:

  • Klar verschleißt jedes Lager.
    Aber wenn man ein Kugellager hat, kann man da nix nachstellen, weil der Aussenring eine bestimmte höhe hat die man nicht nachstellen kann.
    Wenn man dann die Mutter am Lenkkopf anzieht, sitzt die Gabelbrücke auf dem Aussenring auf und ende des einstellens.


    Dann frage ich mich allmählich, ob Du jemals im Leben ein "kugeliges" Lenkkopflager nachgestellt hast. Sonst bräuchte man nämlich die Einstellmöglichkeit per Hakenschlüssel gar nicht, wenn man nichts nachstellen kann.
    Ab Werk eingebaut - bei Verschleiß Austausch. Das wäre dann je nach Einsatzgebiet und Streckenbeschaffenheit manchmal schon nach 10.000 Kilometern der Fall.
    Das glaubst Du doch selber nicht.


    Egal wie oder was: Wenn das Lager nicht einstellbar ist, die Knackerei nicht verschwindet, ist das - je nach Laufleistung - ein Fall für einen Garantie/Gewährleistungstausch von KTM.

  • Emil Schwarz kann schreiben was er will. Er möchte gerne seine Lager verkaufen, man muß nur feste dran glauben, daß seine besser sind. Dann SIND sie auch besser.

    Es geht nicht darum, ob die Lager besser (was niemand behauptet hat) oder schlechter sind, sondern darum, dass man dort für den Fall, dass die Lagersitze von Hause aus nicht passgenau gefertigt wurden, Übermaße angefertigt bekommen kann. Der Effekt ist dann, dass die (Übermaß-)Lager fest sitzen und nicht auf dem Schaft schlackern. Denn wenn sie das tun, dann nutzt Spannen der Lager mittels der Spannmutter nichts.


    Mit anderen Worten sollte man, wenn es klackert, obwohl die Lager korrekt gespannt sind, die Lager auf korrekten Sitz auf dem Lankschaft überprüfen. Wenn es da Luft gibt, hilft Lager nachspannen nichts. Dann muß auf Übermaß umgerüstet werden. Ob die Übermaßlager nun von Emil Schwarz kommen oder von Karl Napp oder Meister Julius Röhrich, ist schnuppe, solange sie den einschlägigen Qualitätsnormen entsprechen.

    Gruß Bernd


    Good judgement comes from experience. Experience comes from poor judgement.

  • Dann frage ich mich allmählich, ob Du jemals im Leben ein "kugeliges" Lenkkopflager nachgestellt hast. Sonst bräuchte man nämlich die Einstellmöglichkeit per Hakenschlüssel gar nicht, wenn man nichts nachstellen kann.
    Ab Werk eingebaut - bei Verschleiß Austausch. Das wäre dann je nach Einsatzgebiet und Streckenbeschaffenheit manchmal schon nach 10.000 Kilometern der Fall.
    Das glaubst Du doch selber nicht.


    Egal wie oder was: Wenn das Lager nicht einstellbar ist, die Knackerei nicht verschwindet, ist das - je nach Laufleistung - ein Fall für einen Garantie/Gewährleistungstausch von KTM.


    Solange (10.000km) hielten die Kugellager in den Crossern nicht, bevor ich sie wechseln musste. Die waren oft schon nach 100h hinüber, das dürften dann keine 5000km gewesen sein. Denen hat natürlich der Dreck und der feuchte Schlamm den Garaus gemacht. Aber auch in manchen Straßenmoppeds war (und ist, z.B. bei vielen Chinakrachern) sowas verbaut Das funktioniert, gut geschmiert, perfekt eingestellt und brauchbar abgedichtet, zumindest bei kleinerem Gerät durchaus mehrere zehntausend Kilometer vollkommen zufriedenstellend. In aller Regel handelt es sich dabei nicht um Standardlager mit käfiggeführten Kugeln, sondern um Lagerschalen mit lose eingelegten Kugeln, wie z.B. bei Fahrrädern allgemein üblich. Das Ganze muss natürlich mindestens so korrekt vorgespannt werden wie bei Kegelrollenlagern, damit nichts wackelt oder vorschnell verschleißt.
    .

  • Es geht nicht darum, ob die Lager besser (was niemand behauptet hat) oder schlechter sind, sondern darum, dass man dort für den Fall, dass die Lagersitze von Hause aus nicht passgenau gefertigt wurden....


    Steht im Linktext, muß nicht 'drüber diskutiert werden, ist hier - nochmal zur Verdeutlichung - IMHO eigentlich nicht Thema.
    Es geht einzig und alleine darum, ob - wenn man's nicht eingestellt bekommt - KTM zum Garantietausch verpflichtet ist, wenn's noch in der Frist festgestellt wird.
    Den "einschlägigen" Qualitätsnormen entsprechen ALLE Norm- und in Kleinserien gefertigten Lager der benannten und bekannten Hersteller.


    esemer:


    Die Serienkugellager sind in der Regel nie käfiggeführt. Natürlich müssen die beim Einbau korrekt gespannt und bei dem üblichen Verschleiß nachgespannt werden.
    Das ist übliches Geschäft - was hier ja wundersamerweise von User werwolf bezweifelt wurde.


    :crazy:

  • in dem von mir besprochenen Fall geht es nicht darum, ob man die Lager einstellen kann, sondern darum, ob die Passungen der Lagerschalen auf dem Lenkschaft dergestalt beschaffen sind, dass die Lager fest genug sitzen. Ist das nicht der Fall, knackt es auch bei ansonsten korrekt eingestelltem Lager.


    Weißt Du denn, wer die Lager herstellt und wo? China, Taiwan, Deutschland, Italien? Ich weiß es nicht. Es knackt halt, das hört und spürt man und Lager nachstellen hat keine dauerhafte Abhilfe geschaffen. Daher die Frage nach der möglichen Ursache unter der Prämisse, dass die Lagereinstellung korrekt ist.


    IMHO ist hier laut Überschrift des Threads "Knackende Geräusche Lenkkopflager" das Thema. Wieso mögliche Ursachen für knackende Geräusche im Bereich des LKL´s nach Deiner Meinung eigentlich nicht das Thema sein sollen, erschließt sich mir nicht.

    Gruß Bernd


    Good judgement comes from experience. Experience comes from poor judgement.

  • Mir und anderen erschließt sich vermutlich auch nicht, warum Du Antworten auf eine Frage gibst, die sich nicht stellt und "Werbung" für eine Lösung machst, die gar nicht gefragt ist.
    Niemand hat hier auch davon geschrieben, ob alles versucht wurde, das Lager korrekt einzustellen oder - so noch innerhalb der Frist - auf Garantietausch Abhilfe zu schaffen.
    Es ist auch nicht relevant, zu wissen, wo die Lager hergestellt werden. Das sind i.d.R. Normteile, die in allen Motorradproduktionsstätten der Welt verwendet werden.


    Vielleicht aber - und das dürfte für Dich die unangenehmste Erkenntnis sein, da Du ja IMHO das jeweils von Dir gefahrene Bike/die Marke als das/die Beste von Welt bezeichnest und über den grünen Klee lobst - hat man auch bei der Montage in Ursensollen oder Mattighofen einfach nur gemurkst oder murkst noch. Dieser Schluß drängt sich nahezu zwingend auf, wenn ich mir so manche Stränge durchlese, die auf eine nicht gerade besonders hochwertige Qualitätssicherung in der Produktion schließen lassen.


    Könnte vielleicht auch sein, daß die Lenkerschaftrohre - je nach Produktionseinheit - nicht maßhaltig sind und die gelieferten Lager deswegen nicht passen?


    Kann alles passieren, wenn man nur auf steigende Absatz- und folglich Produktionszahlen erpicht ist, um im weltweiten Zirkus der großen vier japanischen Motorradproduzenten als quasi noch "mittelständisches" Unternehmen mit indischer Beteiligung vorne mitzuspielen.... .


    Da kann dann schomal die Qualität ein bißchen unter die Räder kommen... .

    Einmal editiert, zuletzt von Michelinmännchen ()

  • Ich schmeiss mal ne Runde Popcorn ;o)


    Liebe Grüsse, Andreas

    94er R 1100 GS, 690 Enduro R Umbau auf SM, seit 17.04.2015 - 1290er SA - Leider geil!

    1290 SuperDuke GT (2020) - Leider geiler! K 1200 LT BJ 2000 - Sehr bequem ;-)

  • Könnte vielleicht auch sein, daß die Lenkerschaftrohre - je nach Produktionseinheit - nicht maßhaltig sind und die gelieferten Lager deswegen nicht passen?

    Nun, es gibt in diesem Thread ja mehrere Lösungen die die Probleme gelöst haben. Der Austausch der Lenkerschaftrohre ist nicht die am weitesten verbreitete Lösung. Also kann man nicht sagen, dass dies das Grundübel ist.



    Gruß


    Volker

  • Es werden nicht die Lenkschaftrohre getauscht, sondern in den Fällen, in denen die Lager nicht korrekt auf dem Lenkschaft sitzen, das Außenmaß des Schafts ermittelt und alsdann ein Lager eingebaut, dessen Innenring paßgenau auf dem Lenkschaft sitzt. Das Lager von Emil Schwarz ist übrigens fest mit der Großen Mutter verbunden, so dass die Frickelei mit O-Ring entfällt.

    Gruß Bernd


    Good judgement comes from experience. Experience comes from poor judgement.

  • Hatte das Knacken auch beim schärferen Bremsen und dann beim Ausfedern. Gestern habe ich dann die Brücke abgebaut, die Spannmutter fürs LKL ein wenig nachgedreht ( der Schraubenzieher passt ganz genau in eine der vielen radialen Bohrungen) handwarm angezogen ,zwischen der Gabelbrücke gefettet, wie auf Seite 4 beschrieben und dann getestet. Das Knacken war stärker als zuvor, dann hab ich ein paar mal stark beremst, sodass die gabel stark ein und ausfedert, dann nochmal die 4 Schrauben an der Gabelbrücke gelockert, die Kopflagermutter (Alu) noch etwas stärker angezogen, dann erst die 4 Gabelbrückenschrauben wieder festgemacht, jetzt ist Ruhe. Mal sehen wie lange, aber das Thema ist definitiv eine verspannte obere Gabelbrücke bzw. Spiel irgendwo unterhalb der Gabelbrücke.

  • Ich habe morgen einen Werkstatttermin wegen der Nummer. Ebenfalls hörbares und spürbares Knacken bein Ein- und Austauchen. Selberschrauben ist nicht ... bin noch nicht so lange dabei und da werde ich meine Schrauberkenntnisse nicht unbedingt an einer solch relevanten Stelle verbessern :nein:


    Mal schauen was rauskommt ... ein paar Tipps aus diesem Thread habe ich notiert :Daumen hoch:

    Bekennender Fremdgänger auf Aprilia Tuono V4 1100 RR :grins:

  • Zitat

    Das Lager von Emil Schwarz ist übrigens fest mit der Großen Mutter verbunden, so dass die Frickelei mit O-Ring entfällt.


    Hallo Bernd, hast Du davon evt. (Vergleichs-)Fotos für's Wiki?
    Grüsse
    Chris

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  • Es werden nicht die Lenkschaftrohre getauscht, sondern in den Fällen, in denen die Lager nicht korrekt auf dem Lenkschaft sitzen, das Außenmaß des Schafts ermittelt und alsdann ein Lager eingebaut, dessen Innenring paßgenau auf dem Lenkschaft sitzt. Das Lager von Emil Schwarz ist übrigens fest mit der Großen Mutter verbunden, so dass die Frickelei mit O-Ring entfällt.

    Das halt ich für ein Gerücht. Der obere Lagersitz am Schaftrohr ist ein Schiebesitz, sonst könnte man es ja nicht einstellen. Der Emil umgeht diesen Kompromiss indem er die Mutter mit
    dem oberen Lager als eine Einheit ausführt, und damit das minimale Spiel welches sich aus dem Schiebesitz ergibt eliminiert.