Anfängerfrage Kettenspannung

  • Hallo in die Runde,



    ich habe mal eine dumme Frage zur Kettenspannung an einer 2013 Duke 690.


    Wie man die Kettenspannung kontrolliert und einstellt ist ja im Handbuch ausführlich beschrieben. Allerdings bin ich etwas von dem Wert „5mm“ für das Spiel verwirrt.


    Hintergrund ist, dass ich seit dem Kauf meiner Duke die Spannung der Kette zwar öfters kontrolliert aber nie nachgestellt habe. Der Wert 5mm, so schien mir zumindest, stimmte immer.


    Nun war ich bei 3700km zur Inspektion und hatte angesprochen, dass ich beim hochschalten recht oft zwischen dem 5. und 6.Gang in den Leerlauf komme. Dazu gibt’s ja hier einige Threads. Als ich die Maschine abholte sagte man mir, dass die Ursache eine viel zu straff gespannte Kette war.


    Ich war recht perplex und hatte gar nicht weiter nachgefragt.


    Wieder zu Hause hab ich die Duke abgestellt (Seitenständer)und die Spannung der Kette mal geprüft.


    Anbei ein paar Bilder. Wie sicher zu erkennen ist, sind das deutlich mehr als 5mm Speil. Die Kette schlägt ja sogar an den Gummischleifer an der Schwinge bzw. fast an der Schwinge direkt an, wenn man sie nach oben drückt.
    Klar wenn man draufsitzt spannt die Kette noch etwas aber mir kommt das trotzdem ziemlich locker vor.



    Was meint Ihr? Steh ich hier komplett auf dem Schlauch oder was ist das los.


    Danke Euch im Voraus.

  • du sollst den abstand zwischen schwinge und kette messen wenn du sie hochdrückst.


    nicht den unterschied zwischen hochdrücken und locker lassen.

  • Man bin ich blöd :Daumen runter: Da stand ich ja voll auf dem Schlauch, eigentlich is das ja auch nur logisch.


    Danke Euch.


    P.S. die Leerlaufproblematik ist bisher auch nicht mehr aufgetreten. :Daumen hoch:

  • Die Angaben in der Bedienungsanleitung sind auch für mich nicht ganz eindeutig beschrieben. Klar ist, dass gemessen wird wie auf dem Foto ersichtlich und es um die 5mm geht, gemessen von der Oberseite der Kette bis zur Schwinge. In einem Beitrag wurde auch richtig gesagt, bis zur Unterseite der Schwinge.


    Nur unklar ist - und das wurde schon in einem anderen Thread einmal diskutiert und leider nicht beantwortet - was sieht man als Unterseite der Schwinge an??? Am Ende der Schwinge außen steht noch eine Kante nach unten. Werden die 5 mm von dieser Kante nach unten zur Kette gemessen? Oder wird als Unterseite der Schwinge nicht die Kante, sondern das breite Schwingenunterteil dahinter angesehen?
    Man sieht den Unterschied, wenn man sich die Schwinge mal von unten anschaut ... die Außenkante steht nach unten.


    Wenn man sich nun die Zeichnung in der Bedienungsanleitung genau anschaut, endet der Pfeil nicht an der äußeren Unterkante der Schwinge, sondern schon davor. Das würde also bedeuten, dass die 5 mm nicht gemessen werden bis zur äußeren und weiter nach unten stehenden Kante, sondern wirklich bis ganz unten unter die Schwinge.


    Wenn ich die Kette hochdrücke, komme ich mit der Oberseite der Kette schon an die außen sichtbare Unterkante. Wenn man aber drunterschaut, habe ich noch die 5 mm Platz bis zur Schwingenunterseite hinter der Kante. So wie ich das lese in der Zeichnung, müsste es so stimmen.


    Ist das richtig so?
    Vielleicht versteht ja jemand, was ich meine :rolleyes:


    PS: Duke 690 2013

  • Ich glaub ich weiß was du meinst hast es ganz gut beschrieben.


    Aber logisch wäre eigentlich nur die Kette hochdrücken am richtigen Punkt. Dann senkrecht nach oben da wo die Kette anstehen würde wenn sie ganz locker wäre, da dann messen. Und nicht versetzt nach hinten.

  • Also als ich meine Duke Mitte April geholt habe, gabs ne kurze Einweisung und der Mechaniker meinte, dass NICHT die Kante zur Messung genommen wird, sondern der waagerechte Teil der Schwinge.

  • @rajoe
    Ich verstehe dich. :ja:
    Deine Folgerung auf Grund des Pfeiles, naja, ich glaube kaum dass die exakte Zeigestelle des Pfeiles "oberhalb" der abstehenden Kante den auf Millimeter genauen Messpunkt angibt. Viel mehr müsste ein Hinweis auftauchen, dass explizit am "tiefsten" Punkt der Schwinge, also hinter der hervorstehenden Kante, gemessen werden muss.
    Außerdem denke ich, dass die Schwinge und der Kettenverlauf so konstruiert sind, dass sie sich bei korrekter Spannung (5mm) eben NICHT berühren. Wenn bei der von dir eingestellten Spannung von 5mm zur eingerückten Schwingenunterseite, bei einem Hochdrücken der Kette, diese den Schwingenrand berührt, so wird das wohl falsch sein. Allerdings kann ich auf den Bildern perspektivisch nicht erkennen, ob die Kette "hinter" diesem Rand liegt und diesen somit gar nicht berühren kann, oder eben nicht.
    Leider habe ich auch keine Duke, um das schnell nachzuprüfen. :zwinker:
    Ich hoffe man versteht was ich meine... :Daumen hoch:

  • Naja ich machs so wie in der Bedienungsanleitung, die werden sich schon was dabei gedacht haben das da 5 mm Spiel sein sollen wenn das Teil am Seitenständer steht.


  • So mach ichs's immer ...


    Ist ja auch richtig so. Der Fahrer sollte auf dem Motorrad sitzen. Du kannst die 5mm ja einstellen, nur macht es nen unterscheid ob du da 70kg oder 170kg an Fahrergewicht drauf packst. Außerdem wird ja der Verschleiß bei richtiger Einstellung auf den Fahrer minimiert. Wobei jeder gute Händler bei Kauf die Kette einmal einstellen sollte für den Fahrer ggfs. auch nur auf Wunsch. :wheelie:

  • Moment ...
    ... erst nachdenken, DANN schreiben:
    Die Kette ist maximal gespannt, wenn
    1.) der Mittelpunkt des Ritzels
    2.) der Mittelpunkt des Hinterrades und
    3.) der Mittelpunkt des Schwingenlagers
    auf genau einer Linie liegen, logisch?
    Ist die Einfederung geringer ODER größer, wird die Kette schlaff.


    Richtig schlimm ist, wenn die Kette so weit gespannt ist,
    dass sie das Einfedern behindert.
    Erinnert euch an die Schulzeit, zeichnet euch ein Kräfteparallelogramm
    und berechnet mittels Winkelfunktionen die dabei entstehenden Kräfte:
    Die sind DERARTIG groß, dass die Kette, Kettenräder
    und auch die Rad- und Getriebeausgangslager im Nu zerstört werden können!


    Jetzt aus Angst die Kette durchhängen zu lassen, ist auch nicht so toll:
    Das ruckelt beim Fahren und die Kette klettert auf den Zähnen nach außen,
    wodurch der Verschleiss wiederum steigt.


    Was ist jetzt das Optimum?
    Das hat man, wenn die Kette im ganz oben beschriebenen Fall gerade kein Spiel hat.
    Wie findet man das?
    Man könnte jetzt (ein einziges Mal) das Motorrad unter dem Rahmen aufbocken,
    das Federbein aushängen und die Schwinge von Hand hochheben;
    dabei wird das Spiel (eigentlich "der Durchhang") der Kette geprüft.
    (Ja, das fordert die Gelenkigkeit! ... oder einen Helfer.)
    Ist da IMMER ein Spiel feststellbar, wird die Kette ein bissi gespannt
    und von Neuem probiert - so lange,
    bis man beim Einfedern plötzlich mittendrin einen federnden Widerstand spürt:
    Wenn man´s gegen diesen Widerstand weiterdrückt,
    dann geht´s u.U. plötzlich wieder ganz leicht und die Schwinge will nicht mehr runter!
    JETZT ist die Kette zu stramm und muss wieder nachgelassen werden.
    Federbein wieder einhängen und fertig!


    "Mann, das kann ja nicht sein Ernst sein: Wer tut sich das jedesmal an?"
    Natürlich NIEMAND:
    Intelligente Leute bringen dann die Schwinge in eine reproduzierbare Stellung
    z.B. stellen das Moped mit der idealen Kettenspannung auf den Seitenständer,
    suchen sich eine Stelle auf der Schwinge, die man sich gut merken kann,
    drücken dort das untere Trum der Kette fest hinauf
    und messen (schätzen) den Abstand zwischen Schwinge und Kette.
    DEN merkt man sich und stellt den zukünftig (ohne Federbein aushängen) ein.


    KTM hat euch das abgenommen und in die Bedienungsanleitung geschrieben.
    Dass das obere Kettentrum gespannt sein soll, ist klar - einfach fest drücken,
    aber dass man das an mehreren Stellen kontrollieren muss, ist ein Topfen:
    Auch wenn die Kette ungleichmäßig gelängt ist,
    so ist nur die Gesamtlänge relevant
    und die bleibt gleich, egal, wo man´s kontrolliert.


    P.S.: Weil die Duke 1.) einen relativ kleinen Federweg hat
    und 2.) eine relativ lange Schwinge,
    ändert sich die Kettenspannung mit dem Einfedern nur relativ wenig.

    Mit fröhlichen Grüßen aus Wien


    DSP

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  • Hallo :Kürbis:
    Hier gehen die Meinungen zu weit auseinander!
    Lasse dir den Vorgang von deinem KTM-Händler sorgfältig erklären und lasse keine Fragen zurück.


    Mit freundlichen Grüßen,
    Eric. :wheelie:

    KTM ist mein Leben :wheelie:
    KTM is my drug :wheelie:

  • Schaut nach guten 5 mm aus.
    Deckt sich das mit deiner Bedienungsanleitung`?


    @ Werter Eric,
    das ist keine Frage von "Meinungen",
    das sind Fakten, die jeder mit ein bissl Nachdenken nachprüfen kann!

    Mit fröhlichen Grüßen aus Wien


    DSP

  • Schaut nach guten 5 mm aus.
    Deckt sich das mit deiner Bedienungsanleitung`?


    Jo. Steht 5mm in der Anleitung :Daumen hoch:
    Bin ich beruhigt :peace: