kann man den bremshebel weiter nach unten stellen??

  • Wheel4Fun


    Hab mit keinem Wort geschrieben das ich hinten nicht mitbremse, sonder bei einer Gefahrbremsung eher hinter überbremse als mir da auch noch Gedanken drüber zu machen. Also bitte richtig lesen.


    Und auf der Straße sollte die Geschwindigkeit schon vor der Kurve passen und nicht bis ultimo in die Kurve reingebremmst werden... sollte man sich mal doch verschätzt haben, sollte Versucht werden in der Fahrspur zu bleiben und nicht verkrampft versucht werden die Linie sauber zu halten. Bei dem harten langen Bremsen in der Kurve, ist die Mehrheit der Ottonormal fahrer eh anderen Gründen ausgeliefert, warum sich die Linie verändert, und da sind wir mit den 690er noch auf der einfachen Seite. Stichwort Aufstellmoment.


    Naja. Jeder wie er will, bei mir stehen die Ballen auf den Rasten

    :driften:

  • @ Babsi: Noch nie ein Training mitgemacht?
    Bei jedem Sicherheitstraining, Schräglagentraining oder Perfektionstraining bekommt man beigebracht, mit den Ballen auf den Rasten zu stehen.
    Oder lies mal: Berndt Spiegel - Die obere Hälfte des Motorrads
    Die Gründe sind besseres Gefühl für die Maschine, aktivere Sitzposition und die bessere Möglichkeit, mit Druck auf eine Raste die Maschine zu beeinflussen.
    Wenn ich nur rumbummle, dann steht der Fuß mittig auf der Raste, und wenn ich Gas gebe, dann steht der Fußballen auf der Raste. Und wenn man das gewohnt ist, dann gibts auch keine Zeitverzögerung beim Bremsen.


  • Aufstellmoment, da haben wir den ältesten Fehler im Gedanken schlecht hin.


    Das liegt NICHT an der Bremse, sondern daran das mit dem Körper falsch gearbeitet wird oder einfach FALSCH gebremst wird.


    Zum Beispiel Aufrichten des Körpers oder Gegendrücken am Lenker. Oder wenn ich Bremse, Bremse löse Gas gebe oder merke ich bin zu schnell und direkt wieder bremse. Aber was passiert da?


    Durch Bremse auf / zu oder Bremse auf, Gas, Bremse zu bringe ich das ganze Fahrverhalten durcheinander. Einfedern, ausfedern, einfedern. DAS bringt Unruhe ins Fahrwerk und Aufstellmomente, weil ich das Moped runterdrücken will/muss weil ich zu schnell bin und dann viel zu stark mit der Bremse gegenarbeite.


    Bremse ich jedoch ruhig und kontinuierlich bis in die Kurve, habe ich eine ruhige Linie, ein Fahrwerk was so arbeiten kann wie es soll und null Aufstellmoment, trotz Bremse.

  • Die Gründe sind besseres Gefühl für die Maschine, aktivere Sitzposition und die bessere Möglichkeit, mit Druck auf eine Raste die Maschine zu beeinflussen.

    Dazu muss man nur dann mit dem Ballen auf der Raste sein,
    wenn sich die Raste in der falschen Position befindet.
    Das Gefühl, die Sitzposition und die Möglichkeit, mit Druck auf eine Raste die Maschine zu beeinflussen,
    hat doch absolut nichts damit zu tun, ob man jetzt mit dem Fußballen oder -spann auf der Raste ist,
    sondern in welcher Position sich dazu der Fuß befinden muss.
    Da spricht doch jetzt nichts dagegen, die Raste genau unter dem Spann zu montieren
    und genau deshalb bieten auch Renn-Rastenanlage eine Vielzahl an Rastenpositionen an.


    ... von wegen besseres Gefühl und Druck auf die Maschine:
    Wie steht man auf einer möglicherweise nassen, gatschigen oder sonstwie glitschigen Raste sicherer?
    Mit dem Fußballen oder mit dem Absatz eingehakt, so flach der auch ausgefallen sein mag?
    Wenn dich jemand schubst, stehst du dann sicherer auf den Fußballen oder den Sohlen?


    Hast du Keith Code gelesen?
    Wieviel $ der Code´schen 10,- $ gehen drauf
    für´s vielfache Umsetzen des Fußes, Belastungswechsel, Hebel ertasten, ...
    und wieviele $ bleiben dann noch für die Strecke übrig?


    Schöne Grüße
    Babsi

    "Highscore" Fa. Myjet

    Entwicklung, Produktion und Vertrieb von Tuning-Kits und -Teilen für Motorräder

    (Zwangs-)Mitglied der Wirtschaftskammer Österreich, da Gewerbeschein-Besitzer

    weitere Bikes: Kawasaki KLE500 (daily commuter), Buell 1125R (die mit dem starken Herz aus Österreich), KTM Duke 790, Kawasaki Z1000´76

  • Drum ist das Zupferl der Hebel KÜRZER als die Raste:
    DAS setzt nie auf.
    Babsi

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  • Ballen oder Spann? Spann ist bei mir das Dimg auf der Oberseite vom Fuß (womit beim Fusball geschossen wird). Das Ding kommt bei mir hoffentlich nie auf die Raste :zwinker:


    Dein Vergleich zum Ende ist absolutes Äpfel / Birnen und leider Schwachsinn. Wenn du Kraft / Kontrolle auf die Füße bringen willst was machst du dann? Wenn du lossprintest oder versuchst ein Auto anzuschieben worauf stehst du dann? Vorne wuf dem Ballen, nicht hinten auf der Hacke! Verlager mal dein ganzes Gewicht auf die Hacke hinten, dann schubs ich dich mit dem kleinen Finger um :rolleyes:


    Eben bei besagter Gewichtsverlagerung liegt der Hund begraben beim Moped fahren. Die meisten haben eine total passive Sitzposition, Arsch irgendwie auf der Sitzbank, obenrum wird sich am Lenker festgehalten und dann freudig am Griff gedreht :wheelie: Führt dann meist dazu dass man eher Passagier ist als Steuermann :Daumen runter:


    Wenn du alle Bedieneinheiten jederzeit ohne irgndne Bewegung erreichen willst dann kauf dir ne Harley mit Trittbrettern und Schaltwippen :crazy: Hat dann aber meiner Meinung nach nix mehr mit MotorradFAHREN zu tun, kommt aber dem MotorradSITZEN was einige hier wohl praktizieren sehr nahe :winke:

  • Ja, da hast du wohl recht:
    Der Spann des Fußes ist die Oberseite;
    ich meinte dagegen die Sohle zwischen Ballen und Ferse,
    also den Teil, mit dem man beim Baumklettern auf einem Ast steht.
    Aus dem gleichen Grund sollte man mit dem Teil auch auf der Motorradraste stehen.


    Wem es zu passiv ist, sicher Kraft in das Motorrad einleiten zu können
    und alle Bedienelemente ergonomisch und ohne Verrenkung erreichen zu können,
    der kann sich ja alternativ auch mal mit Fahren beschäftigen,
    anstatt mit permanentem Gewichtverlagern, Fuß nach vor und zurück, aufpassen, dass man nicht rutscht, Hebel suchen, usw.
    Analysier mal, welche und wieviele Bewegungen du damit bei einer Runde auf der Rennstrecke machen musst:
    Wo liegt denn der Nachteil, sich da eine Menge davon zu ersparen?


    Wenn du alle Bedieneinheiten immer nur nach komplexen Bewegung erreichen willst,
    dann könntest du dir einen Veteranen kaufen:
    Kulissenschaltung am Tank, Fußkupplung und per Drehgriff verstellbare Vorzündung
    machen das Fahren doch erst richtig aktiv, nicht?


    Schöne Grüße

    "Highscore" Fa. Myjet

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  • Ihr schreibt hier seit ein paar Tagen immer nur das selbe :denk:
    Ist doch mal gut jetzt. Jeder wie er mag.

    "Runde Scheinwerfer sind immer falsch" :prost:

  • Ich muss aber auch immer mein Fuß heben...
    Und naja auf der Sumo rutscht man eh mal oft nach Vorne & ist mehr in Bewegung...


    Sollte sich nur jeder wohl fühlen :prost:

  • ... und jetzt GENAU aufpassen, was der Onkel Fahrtrainer bei 6:50 sagt:

    Zitat

    ... allerdings, musst du mal schauen, wenn der Fuß unten ist und ich bin in Schräglage und der Fuß setzt am Boden auf, haut man in der Kurve automatisch den nächsthöheren Gang rein. Krieg ich wieder Unruhe rein ...

    Das wäre natürlich schlecht, :staun:
    aber das zu reparieren, indem man mit dem Fuß bei JEDEM Schaltvorgang nach vor und wieder zurückrutscht,
    bringt genauso Unruhe rein und ist auch schlecht. :traurig:


    Was war das Problem? :denk:
    Er hatte den Fuß UNTER dem Schalthebel, weil der Schalthebel für entspannte Fußhaltung zu weit oben war.
    Montiert man den Schalthebel so weit unten, dass man den Fuß entspannt DARAUF platzieren kann,
    wird das nie passieren. (Kritisches Nachdenken ist nicht verboten!)


    Ein klassisches Beispiel, wie weit verbreitet zu hohe, völlig falsche Pedalstellung ist
    und wie viele Leute gelernt haben, das Beste aus der Situation zu machen,
    anstatt einfach die Situation (Hebelposition) zu verbessern.
    (Nein, die Garantie erlischt dadurch nicht.)


    ... und jetzt kommen die Kollegen Rennfahrer unter uns auf ihre Kosten:
    Um beim Rausbeschleunigen aus der Kurve in extremer Schräglage auch noch raufschalten zu können,
    wird das verkehrte Schaltschema gefahren (draufsteigen = raufschalten, raufheben = runterschalten),
    was natürlich auch nur sinnvoll funktioniert, wenn man dazu nicht jedesmal nach vor fusseln muss.


    Bei der Bremse stellt sich die Problematik im Übrigen gar nicht:
    Da muss man NIE drunter mit dem Fuß,
    der gehört IMMER drauf
    und nicht daneben,
    nicht dahinter.


    Schöne Grüße
    Babsi

    "Highscore" Fa. Myjet

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  • Zumindest bei der 690 Enduro ist das werksseitig aber nicht vorgesehen, jedenfalls im sitzen.


    Maximal den Zylinder weg + lange Schraube = Fuss drauf für jemand mit 170cm Grösse und kurzen Beinen. ;)


    Naja, es geht halt nicht alles. Im stehen ist der Verstellbereich optimal.

    Gruss,
    Andi


    'this doesn't feel like it looks.' (kevin windham)

  • Beim Stehen beim Crossen ist die entspannte Fußhaltung genauso wichtig,
    aber eindeutig eine andere als beim Sitzen (Bitte mal anschauen!)
    und erfordert deshalb auch eine andere (höhere) Hebelstellung.


    Schöne Grüße
    Babsi

    "Highscore" Fa. Myjet

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  • Ich gebe auch mal meinen Senf dazu ab.


    Ich fahre auch immer auf dem vorderen Fußballen und muß zum Bremsen, Schalten den Fuß umsetzten. Das läuft aber völlig automatisch ab und stört kein bißchen.
    Nur so habe ich für mich das absolute Gefühl für das Motorrad. Im Entenstyle mit der Raste mittig unter dem Fuß fühle ich mich in engen schnellen Kurvenwechseln, wo die Duke wechselnd umgelegt werden muß, unsicher. Das ist bei mir wirklich so.


    Wenn man beim ADAC ein Kurventraining absolviert, so wird einem das dort auch als erstes vermittelt, den Ballen auf die Raste und nicht anders, da sonst das Feingefühl fürs Motorrad fehlt.


    Gruß Uli

    KTM ER-600 LC 4 Bj.1989

    KTM EX-C 200 Bj.2009

    KTM Duke 690 Bj. 2015
    KTM 1290 Superduke R SE Bj.2016

    BMW R1150 GS Bj.2001

    KTM Enduro 690 Bj. 2020

    KTM EXC 500 Six Days 2021

    KTM SMR 990 Bj. 2010

    KTM 890 Adventure R 2023

  • Für die Fahrdynamik völlig unnötiges Ent- und Belasten und nach vor und nach hinten fusseln
    mag scheinbar automatisch ablaufen,
    aber es gibt auch WICHTIGE Bewegungen die automatisch ablaufen sollten
    und machst du die vorher, nachher oder statt dem Herumfusseln?
    Fakt ist:
    Solange der Schalt- oder Bremshebel einer entspannten Fußhaltung im Weg ist,
    weil er unergonomisch (zu hoch montiert) ist,
    bleibt einem gar nichts übrig, als den Fußballen auf die Raste zu stellen.
    ... als zweitbeste NOT-Lösung für Nichtschrauber*;
    Wer aber schrauben kann, kann sich´s auch ergonomisch einstellen
    und muss nicht herumfusseln, sondern kann einfach fahren.


    *) Die vielzitierten Instruktoren können nicht JEDES Kundenmotorrad umstellen
    und wollen auch keine Bastelstunde sondern ein Fahrtraining abhalten.

    Grüße von Babsi

    Beratung und Vertrieb Fa. Myjet "Highscore"

  • Bei dem Thema ist da ja jeder von seiner Art der Fußhaltung ganz klar überzeugt. Ein klares eindeutiges Richtig oder Falsch gibt es allerdings nicht, da man mit beiden Haltungen wohl recht flott unterwegs ist.


    Somit macht es keinen Sinn weiter darüber zu diskutieren, sage ich mal :grins:
    Selbst auf meiner EXC im Gelände wechsel ich die Fußposition, wobei mich da meine Kollegen immer kopfschüttelnt ansehen.


    Gruß Uli

    KTM ER-600 LC 4 Bj.1989

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