Batterie

  • Seid ihr schon mal drauf gekommen, dass die alten auch in den alten Motorrädern eingebaut waren?
    Die heutigen Technikkisten saugen ja immer etwas Strom. Und die sind von der Kapazität auch sehr knapp ausgelegt.
    Das war früher anders.
    Macht was aus.
    Deswegen glaube ich auch nicht, dass ich je wieder die 10Jahre mit einer Batterie ereichen werde.

    Selbst die alte, aber hochgelobte, DRZ hat schon übelst Strom gezogen.

    Vierzylinder sind nur Triebwerke. Ein- und Zweizylinder haben Herzen.

  • Hallo,


    meine Erstbatterie an meiner Norden 901 war nach ca. 18 Monate schon so schwach, dass sie leider mehrfach den Motor nicht starten konnte. Immer nur ein Klicken vom Relais. Vor zwei Wochen hatte ich die Batterie dann vorsorglich mit einem Ladegerät über Nacht aufgeladen und dann wieder abgeklemmt. Nach ca. 10 Tagen wollte ich dann eine Tour machen. Leider konnte die Batterie den Motor wieder nicht starten.


    Ich benötige jetzt also eine neue Batterie.


    Frage an die Community:


    ·         Klassische Gel-Blei-Batterie oder eine Lithium-Ionen-Batterie?


    Zum Verständnis: In mehreren Beiträgen hier im Thread wurde von einer LiFePo-Batterie gesprochen. Ich konnte nicht herausfinden, ob es eine Abkürzung für eine beliebige Lithium-Ionen-Batterie oder eine Marke ist. Eine kurze Erklärung wäre hilfreich.


    Ich hatte von 5 Jahren leider mit einer Lithium-Ionen-Batterie an meiner Yamaha Supertenere keine so guten Erfahrungen gemacht. Ich hatte damals eine DELO-Batterie verbaut. Kann sein, dass die Qualität damals nicht so gut war und dass eine DELO-Batterie nur billig, aber eben nicht günstig war? Einige Beiträge hatten das aber nicht so wiedergespiegelt.


    ·         Wenn Gel-Blei-Batterie, welche Marke, bzw. welche Qualität?
    ·         Wenn Lithium-Ionen-Batterie, welche Marke, bzw. welche Qualität?


    Ich neige nach diesem Thread eher zu einer Lithium-Ionen-Batterie.


    Es gibt da ja einige Empfehlungen, aber worauf muss ich generell achten?

    Abmessungen, und Lage des Pluspols, ist klar. Die Kapazität sollte wohl mindestens 4 Ah, besser eher mehr haben. Gibt es sonst noch etwas, worauf ich achten sollte?


    Ihr habt in einigen Beiträgen davon gesprochen, dass sich eine Lithium-Ionen-Batterie auch über länger Standzeiten (bei mir max. 3 Monate) nicht entlädt. Besteht da allgemeiner Konsens?


    Zum Ladegerät: Welches Ladegeät benutzt Ihr bei einer Lithium-Ionen-Batterie? Gerne auch ier eine kurze Produktempfehlung (gerne mit Link).


    Ich weiß, ich habe hier viele Fragen gestellt und sicherlich wurde bereits vorher schon das eine oder andere beantwortet. Trotzdem wäre ich für eine kurze Antwort – gerne mit Link für ein Produkt – dankbar.


    Vielen Dank im Voraus.

    Martin

    aktuell mit Husqvarna Norden 901 und KTM 640 LC4 Adventure unterwegs.

  • Es scheint eher ein Problem mit langen Standzeiten zu sein in dem sich die Batterie tiefentlädt.


    Das killt jede Batterie.

    Und LiFePo Batterien noch schneller den sie haben zwischen 50% und 66% geringere Kapazität als die OEM Batterie.


    Deshalb empfehle ich eine Gelbatterie wie bisher und ein Ladeerhaltungsgerät das dauernd angeschlossen bleibt während der Ruhephasen.


    Z.B. Cetek Ct5 Powersport.

    Feste Anschlüsse werden mitgeliefert.

    Der Kluge lernt aus allem und von jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiß alles besser. :winke:

  • Habe die Shido 5Ah seit 3/2022 in der Norden 901 eingebaut, und sie funktionierte bis ca. Km-Stand 65.000. Artikel Nr 4250145.

    Batterieladegerät OptiMate TM-470 Lithium 0.8A.


    Bei 2°C startet das Motorrad äußerst schwer mit diesem LiFePo -Akku. Ansonsten ein Traum. Das Ladegerät kannst dir sparen, ich musste über den Winter noch nie nachladen. Die verliert 0% im eingebauten Zustand über den Winter (zumindest bei mir). Ich lade sie dann vor Erstinbetriebnahme im Frühjahr aus Höfflichkeit trotzdem nach, ibwohl das Ladegerät eigentlich nach 1 min sagt, dass Akku voll ist.

  • kann ich bestätigen

    Ebenfalls die Shido Life POV4 in der KTM 890 verbaut und seit drei Jahren alles bestens, musste noch nie nachladen.

    Nur einmal Startprobleme ei 0°C im französichen Jura. Sprang noch auf den letzten Drücker an. Kälte mögen die Litium Ionnen Batterien nicht.

  • Habe ne Shido LTZ12S in der 890 SMT. Auch bei -5°C startet der Karren ohne Probleme.


    In der Streety, die nur auf dem Kringel bewegt wird, ist ne JMT irgendwas LiFePo drin. Die stand auch schon mal 2 Jahre im Schrank und wurde dann wieder eingebaut. Hat ohne Probleme und ohne Nachladen funktioniert.

    Die Selbstentladung bei den LiFePo Akkus scheint sehr gering zu sein. Was natürlich nicht heißt, das eine Alarmanlage oder sonstige Minimalverbraucher die nicht auch über einen Winter leer bekommen würden.

  • Was natürlich nicht heißt, das eine Alarmanlage oder sonstige Minimalverbraucher die nicht auch über einen Winter leer bekommen würden.

    Das ist ja das Problem mit der geringeren Kapazität der LiFePo4.
    Bei Verbrauchern ist di eben etwa schneller leer.
    Abklemmen und gut. Das bisschen Uhr einstellen nach langer Standzeit stört doch nicht

    Viele Grüße


    Gerhard


    >>Eine Kurve ist erst dann eine Kurve, wenn ich nicht so schnell fahren kann wie ich darf!<<:grins:

  • In meiner 1190 Adv hatte ich schon gute Erfahrungen mit einer Shido gemacht. Nur unter 5 Grad musste ich vorglühen. Zu beachten wäre auch, das viele Anbieter, darunter auch Shido o. Skyrich, einfach Lithium Ionen Batterie drauf schreiben und LiFePo4-Zellen drinnen sind. Das hat mich Anfangs auch verwirrt, da ich mit Strömlingen ansonsten auf Kriegsfuß stehe.


    Seit November habe ich in der 890 AdvR die 6Ah | 12,8V | 77Wh | Lithium Heavy-Duty HDX-20 Re-START Starterbatterie 600CA (krasser Name :staun:) verbaut und muss sagen, das Geld hat sich gelohnt. Selbst bei unter 0 Grad und zwei Wochen Standzeit zeigte die Spannungsanzeige nur mal kurz 11,9 V an, bevor die Karre zündete.


    Für die 890 müsste aber auch die 5Ah-Variante reichen. Tiefer würde ich aber nicht gehen.


    Was zu beachten ist, wie oben erwähnt, die geringere Gesamtkapazität. Ich Dussel hatte mal beim Zelten vergessen, die GoPro vom USB zu trennen. Da gab's ganz schnell Probleme. Eine klassische Batterie hält da länger durch.


    Die CS hat ja so eine sg. Re-Start-Funktion. Da müsste die Batterie rechtzeitig abschalten und gibt nach Schütteln noch mal einen Schluck aus der Pulle für den Start ab. Ob's funktioniert:denk:. Will ich nicht unbedingt testen.

  • Ist schon ne Ansage 200 Euro für eine Moped Batterie. Das muss man wollen.

  • Meine Meinung nach gut 5 Monaten. Die ist ihr Geld wert. Da habe ich schon sinnlosere Ausgaben getätigt. Und ja, die Gewichtsersparnis sollte nicht unerwähnt bleiben :Daumen hoch: Aber letztendlich muss das jeder für sich entscheiden.

  • die Li Batterie hat 8 Jahre (100k km) in der 1190 gehalten

    Du meinst 100Mm :grins:


    Aber ja, ich habe deswegen auch gewechselt. Bereits bei meinem letzten töff und jetzt wieder.
    Wenn ich die Arbeitszeit bei meinem Stundenlohn fürs wechseln dazu rechne, dann gleicht sich das schon aus, wenn die LiFePo knapp doppelt so lang hält.
    Ich hab die Duke Januar 2021 gebraucht gekauft und der junge Kerl meinte, beim Service war leider eine neue Batterie fällig.

    Die machte trotz meiner guten Erfahrung über Jahrzehnte bereits letztes Jahr schlapp.
    Wahrscheinlich einfach unterdimensioniert.

    Also kam da eine Lifepo rein und jetzt schaun wir mal.

    Viele Grüße


    Gerhard


    >>Eine Kurve ist erst dann eine Kurve, wenn ich nicht so schnell fahren kann wie ich darf!<<:grins:

  • Deshalb empfehle ich eine Gelbatterie wie bisher und ein Ladeerhaltungsgerät das dauernd angeschlossen bleibt während der Ruhephasen.

    Kann man machen, muss man aber nicht.

    Da ich des Winters eh öfter bei einem Bier meine Moppeds betrachte klemme ich die Batterie 2-3x im Winter eine Nacht an mein CTEK 5.0. Nie irgendwelche Probleme gehabt.

    Too old to die young

    KTM 950SM(R) ´06

    Ducati Multistrada 1200 ´12

  • Hallo an Alle,


    erst einmal vielen Dank für Eure Tipps. Ich denke, ich werde mir eine LiFePO4 mit 5 Ah zulegen.


    Zum Thema Tiefenentladung und Ladegerät möchte ich noch einmal nachfragen.


    Da ich vorhabe, mir für die Reisen ein Powerpack zuzulegen (um auch einen Laptop ggf. mit Strom zu versorgen), hätte ich ja eine Möglichkeit, die Maschine auch nach einer längeren Pause zu starten. Aber das soll mit einer LiFePO4-Batterie nur selten vorkommen. Die Frage ist: Schadet diese Vorgehensweise der LiFePO4-Batterie?


    Natürlich habe ich bereits ein Ladegerät, aber eben keins für LiFePO4-Batterien. Wenn ich sowieso an die Batterie ran muss, geht das mit der Powerbank nur unwesentlich schlechter. Und ja, aktuell kann ich meine Batterie mit einer Steckverbindung laden.


    Mfg Martin

    aktuell mit Husqvarna Norden 901 und KTM 640 LC4 Adventure unterwegs.