Motor stirbt ab unter Gas/Vollgas oder wenn Reserve erreicht - Enduro R (2009)

  • Moin Leute, ich bin am Ende. Hab gefühlt das gesamte Internet durch, "alle" Foren auf Deutsch und Englisch, unendlich viele Videos, Threads, Artikel... nichts hilft. :kapituliere:

    tl;dr

    Ich habe seit über einem Jahr massive Probleme mit meiner KTM 690 Enduro R (Bj. 2009, 20.000 km). Trotz Besuchen bei drei Werkstätten, zahlreichen getauschten Teilen (u. a. Pumpe, Sensoren, Zündanlage, Schläuche) und bereits ca. 2000€ Kosten ist das Problem ungelöst. Nach zwischenzeitlich kurzen Phasen, in denen die Maschine wieder lief, treten die Ausfälle immer wieder auf:

    1. Die 690 läuft seit knapp einem Jahr sehr schlecht bzw. so gut wie gar nicht mehr. Sie stirbt ab, sobald ich (etwas mehr) Gas gebe, ziemlich genau wie in diesen Videos (nicht von mir! Unter der Annahme, dass das Absterben hier unter Gas passiert): https://www.youtube.com/watch?v=MdDeYc3Q2hU sowie https://www.youtube.com/watch?v=LoXroY4AvW4

    2. Sie bleibt liegen sobald die Reserveleuchte angeht und noch exakt 2,5 L Sprit im Tank sind. Startet dann erst nach 10-15 Minuten wieder, aber läuft auch nur für ein paar hundert Meter, bis sie wieder aus geht und bleibt.


    Sie war mittlerweile bei DREI Werkstätten/Händlern zur Reparatur, ich stand in Kontakt mit insgesamt SECHS Werkstätten - aber keiner weiß weiter. Ich werde entweder abgelehnt oder erhalte in teilweise sehr langen, extrem freundlichen aufschluss- und hilfreichen Telefonaten von über 30 Minuten dennoch Antworten wie "boah keine Ahnung, noch nie gehört, noch nie gehabt, müssen wir uns angucken, wird dann aber entsprechend teuer wenn wir 'alles' überprüfen müssen"... Etwa 2000€ hat mich der Spaß inzwischen gekostet (für ein Motorrad, das ich vor 4 Jahren für 5000€ gekauft habe...) und am Ende besteht dasselbe Problem noch immer bzw. immer wieder. Ich habe schon 4 Händler/Werkstätten in meinen Kontakten, die unbedingt von mir hören möchten, ob und wie ich das Problem denn irgendwann mal lösen konnte... :staun:


    Viel mehr selbst machen als ich bisher gemacht hab, kann ich aufgrund von Rücken- und Handproblemen sowie ganz ehrlich mangelndem technischem Know-How auch nicht mehr.

    ---


    jetzt der sehr lange Teil, der Reihe nach:

    1. Mitte 2024 war alles perfekt, dann lief die 690 aber immer schlechter: klassisches Rotzen, immer mehr Fehlzündungen, hin und wieder Absterben unter Last oder im Leerlauf, spürbar weniger Leistung (als würden so 10% bis ~10 PS fehlen, VMax statt 175 eher 155 Kmh). Frisch zum TÜV gab es dann in Werkstatt 1 neue Benzinfilter und es wurde vieles geprüft:

    "Ansaugsystem, Luftfilter, Sekundärluftsystem, Benzinleitungen, Kraftstoffpumpe, Drosselklappe, Gaszüge: geprüft, gereinigt, eingestellt - kein Fehler feststellbar." - sie lief, aber immer noch nicht gerade gut. Inzwischen merklich schlechter als wäre sie "auf 40 statt 65 PS gedrosselt" - VMax laut Tacho war nun nur noch knapp 130 Kmh - mit viel Anlauf.


    2. Ende 2024 ging sie zur Anlaufstelle Nr.1 im Norden. Die Jungs wurden ihrem Namen gerecht, die KTM lief wie neu - zunächst. (Ich schulde denen definitiv noch eine Entschuldigung, weil ich nach der Top-Arbeit echt frustriert war, dass immer noch alles lief...) Was gemacht wurde:

    - Kraftstoffpumpendruck gemessen, i.O.

    - Gasdrehgriffsensor gewechselt, Sensoren eingestellt

    - Zündkerze und Kerzenstecker gewechselt

    - Kupplungsschalter gewechselt

    - Sturzsensor gewechselt

    - Drosselklappensensor erneuert

    - Benzinleitung zur Einspritzdüse erneuert

    - Einspritzdüsenkit erneuert

    - Zündimpulsgeber erneuert

    - Ventilspiel überprüft

    - Mapping angepasst

    - Benzinschläuche im Tank waren geknickt - Schläuche verstärkt und neu verlegt


    Die 690 lief wie neu! Zunächst... Allerdings kam etwas später ein neues Problem dazu: Sie bleibt nach etwa 150-160 km liegen - nämlich sobald die Reservelampe anfängt zu leuchten - als wäre kein Sprit mehr im Tank. Sprich sie fängt an zu stottern oder unter Gas abzuwürgen, die Reservelampe geht an und nach 1-2 weiteren KM geht sie ganz aus und startet auch gar nicht mehr. Nachtanken lassen sich dann jedes Mal exakt 9,5 Liter - also sind noch genau die 2,5 Liter Reserve im Tank. Erfahrungsgemäß ging die Reservelampe so zwischen 150 und 180 km an und ich konnte dann noch 30-50 km weiter fahren. Wenn ich den Tank inkl. Reserve komplett leergefahren habe oder auch mal liegen geblieben bin, konnte ich immer 11,8 bis 12 Liter nachtanken. Laut meiner Recherche im Internet lese ich immer wieder, dass der Benzinstandgeber defekt sein könnte, aber dieser wurde in Werkstattbesuch #3 ebenfalls überprüft und scheint i.O.:


    Also dachte ich mir "dann fahr ich halt erstmal ohne Reserve und nun ist ja eh erstmal Winter" - funktionierte auch etwa bis April 2025. Aber allmählich fing die KTM wieder mit den vorigen Problemen an: Leistung fiel ab, vor allem obenrum und unter Vollgas, scheinbar zufälliges Absaufen, Rotzen, viele Fehlzündungen. Alles wurde immer mehr. Einen Tag lief sie ohne Probleme, am nächsten Tag gar nicht. Dann wieder problemlos, dann wieder gar nicht...


    3. Anfang 2025 ging es zu Werkstatt Nummer 3. Alle Infos der vorigen beiden Werkstätten wurden mitgegeben und es wurde noch folgendes gemacht:

    - Benzinstandgeber und Kraftstoffdruckregler überprüft - alles i.O.

    - Kraftstoffpumpe und Einspritzdüse gereinigt und testweise gewechselt, selbes Bild

    - Mapping, Benzinleitungen und -filter, Luft-Ansaugsystem, Kabelbaum und Massepunkte geprüft, gereinigt - alles i.O., keine Fehler



    Nach dem Winter und einem Bandscheibenvorfall stand die 690 nun wieder ein paar Wochen bis Juni - und siehe da! Sie lief plötzlich wieder wie neu! Ich konnte 200km ohne Probleme fahren - die Reserveleuchte ging zwar diesmal erst an der Tankstelle an, nachdem schon 11,7 L getankt wurden, aber naja. Was passiert am nächsten Tag? Alles wie im letzten Jahr vor den Werktstattbesuchen. Ich komm keine 500 Meter weit. Je mehr Gas ich gebe, desto mehr würgt sie sich selbst ab, eben als würde sie keinen Sprit oder keine Luft bekommen. Das klassische "ÖÖÖööööööhhh"-Geräusch ohne Zündung, nur 1-2 ordentliche "PLOPP"-Fehlzündungen, es hilft nur Kupplung ziehen und Rollen, dann wieder etwas Gas + Spiel mit der Kupplung und ich rolle gerade so wieder nach Haus. Das Ganze sieht und klingt ziemlich genau so aus wie in diesen Videos - die sind zwar nicht von mir aber passen sehr gut: https://www.youtube.com/watch?v=MdDeYc3Q2hU sowie https://www.youtube.com/watch?v=LoXroY4AvW4


    Und so steht die KTM nun wieder seit 2-3 Monaten und jedes Mal wenn ich fahren möchte, komme ich keine 500 Meter weiter.


    4. was habe ich nun selbst noch gemacht:

    - neue Kraftstoffpumpe (Quantum Fuel Systems)

    - neuer Kraftstofffilter

    - neue Benzinleitungen im Tank

    - Massepunkte überprüft und gereinigt

    - Inline-Benzinfilter wollte ich gerade heute tauschen: Dabei kamen mir nur gebrochene Plastikteile entgegen... (siehe Bilder anbei). Den kleinen bekannten Fehlerteulfel Mini-Benzinfilter in der Leitung gabs nicht... Vielleicht war hier sogar etwas verstopft? Vielleicht wurde hier vorher schonmal gepfuscht? Ich weiß es nicht, nun krieg ich diese Benzinleitungen natürlich nicht mehr zusammen...


    Ich habe viele (wenn nicht sogar alle) Tipps und Videos, vor allem von Pirate-Racing zu diesen Problemen befolgt und stehe sogar schon in Email-Kontakt mit denen und warte auf eine Antwort...


    - KTM 690 SMC-R + Husqvarna 701: Benzinfilter, die Fehlerquelle im Hintergrund😮☝🏴‍☠️ - https://www.youtube.com/watch?v=0D-OM8_cW3w

    - KTM 690 SM/SMC/DUKE - Teil.1 der Anfang: das Modelljahr 2007 bis 2009 - https://www.youtube.com/watch?v=maAHMMsU1P4

    - KTM690/Husqvarna701 ... Fehlerteufel😈 erwischt - https://www.youtube.com/watch?v=TUAFBSCw6MY

    - Neue Pumpen braucht das Land. 😁🤘 die neuen Quantum Benzinpumpen für KTM und Husqvarna - https://www.youtube.com/watch?v=UuejphgfAvI

    - Husqvarna 701 SM Euro4 ... was noch alles falsch laufen kann🙈🙈 das Benzinpumpendrama - https://www.youtube.com/watch?v=6xr7v8aTYHQ


    Dazu noch unzählige Threads von hier oder anderswo, die ich bereits gelesen und befolgt habe (hinterm Spoiler) - es wird fast immer auf einen defekten Benzinstandgeber oder Benzinpumpe - bzw. verstopfter Benzinfilter verwiesen. Da dies aber alles bereits überprüft wurde und mein Konto langsam auch echt böse guckt, hab ich wenig Lust nochmal ein paar hundert Euro für Neuteile "zum Testen" auszugeben...





    Tja. Da steh ich nun, ich armer Tor! Und bin so klug als wie zuvor...Wenn jemand bis hierhin gelesen hat: danke für deine Zeit und deine Mühe. Vielleicht weiß ja irgendjemand weiter oder kennt jemanden, an den ich mich wenden kann :knie nieder:

  • Für das Geld hättest du gleich eine Motorrevision machen können.:kapituliere:

    Bring die Maschine zum Piraten, der kennt jede Schraube auswendig und die Fehlersuche ist genau dein Ding.

    Ride hard or stay home :driften:

  • Ich kenne mich da bei Motorrädern nicht so aus , ist da der „Abgasgegendruck“ wichtig ?

    Ich hatte mal einen Fall bei meiner „Dose“ , damals hatte sich ein Teil vom Kat zerbröselt und diesen dann teilweise verstopft , im Teillastbereich war alles okay aber unter Volllast nicht.

    Unter Volllast zündete es dann zurück in die Ansaugung , dass klang wie eine Fehlzündung .

    Sorry, ist Kaffeesatz lesen aber vielleicht! :kapituliere:

  • Für das Geld hättest du gleich eine Motorrevision machen können.:kapituliere:

    Bring die Maschine zum Piraten, der kennt jede Schraube auswendig und die Fehlersuche ist genau dein Ding.


    naja, hätte ich vorher gewusst, dass es nicht bei 300€ bleibt... sondern 300 hier, 500 da, 800 dort und Rest in Einzelteilen... dann hätt ichs direkt gelassen! :zunge:


    Aber die Karre zum Piraten bringen ist wirklich schon eine Option. Ich weiß zwar noch nicht wie ich die 600KM hinter mich bringe, aber das wird das geringste Problem :D

  • Nachdem schon fast alles neu ist würde ich mit TuneECU: Fehler auslesen -> standard mapping neu aufspieln -> Drosselklappenpoti-Werte überprüfen, das kostet bis auf die Kabel nix. Wenn die alle OK sind, würde ich von einem Kabelbaum/elektrischen Problem ausgehen, weil die Fehler nur sporadisch auftreten. Auf Scheuerstellen überprüfen / durchmessen auf Kurzschlüsse vtl. auch im warmen Zustand wenn sie net läuft, dabei auch auf die Geräusche der Benzinpumpe achten. Mehr würde mir dazu auch nicht einfallen.

    Angenommen die Enduro is sonst Serie und die Schnellkupplung funktioniert wieder

  • ... und die Schnellkupplung funktioniert wieder

    Da würde ich mal anfangen.

    Die Schnellkupplung sollte so aussehen:Screenshot_20250904_000928_eBay.jpg

    Im nächsten Bild sieht man schön, dass die Teile in deiner Hand aus dem weiblichen Teil der Kupplung stammen:

    Screenshot_20250904_000859_eBay.jpg

    Du brauchst die beiden Teile.


    Doof ist dabei, dass es die zwar als Ersatzteil gibt -jeweils mit einem Stück Schlauch dran-, jede der beiden Hälften aber so 45,- € kostet.....

    Auf ebay verkauft einer gerade beide zusammen gebraucht für 40,-.


    Vielleicht war das schon dein Problem, weil:

    Im weiblichen Teil der Kupplung ist ein Ventil, welches sich schließt, wenn die Kupplung getrennt wird. Wenn der männliche Teil beschädigt ist oder nicht richtig drin sitzt, ist das Ventil nicht richtig offen und die Einspritzdüse kriegt nicht genug Sprit. Die 400m, die du fahren kannst, entsprechen meiner Erfahrung nach ungefähr der Menge Benzin die in den Benzinschlauch passen....


    Aufpassen, wenn du die Kupplung trennen willst. Dass man dazu die Lasche aus Metall reindrücken muss, weißt du ja wahrscheinlich. Wenn da Druck drauf ist, geht das nicht so leicht.

    Gruß, Kussl; 690 SMC, 2010

  • Die Kupplung ist auf jeden fall zu ersetzen, könnte effektiv schon die Ursache gewesen sein. Das wäre dann äusserst fies, weils hierfür keine Erklärung gäbe, wieso der Fehler zwar häufig aber nur Zeitweise auftritt.


    Könnte aber auch ein Kontaktproblem sein. Hatte ich auch damals, manchmal surre die Benzinpumpe und manchmal nicht..


    Die Federklemmen der Sicherungshalter waren ausgelutscht und haben an den Sicherung-Füsschen nicht mehr sauberen Kontakt gemacht.. Jetzt lass es bei dir ähnlich sein und bei Vibrationen löst sich der Kontakt und es kommt zu den bei dir beschriebenen Phänomenen.


    Ich hab's so gelöst: Auf die Sicherung (und eine Ersatzsicherung :zwinker:) jeweils zwei Lötpunkte auf die Kontakte geben, damit die Federklemmen etwas mehr "aufgedrückt" werden und so besseren Kontakt geben.

    -->Sicherung.png

    Immer schön oben bleiben :Daumen hoch: :wheelie:

  • Danke für all die Antworten und Unterstützung schonmal! Eine neue Schnellkupplung hab ich gerade auf jeden Fall für 10€ bestellt - danke dafür, die 40€ (pro Seite!) für Original-KTM haben mich schon fast sauer aufstoßen lassen...

    Nachdem schon fast alles neu ist würde ich mit TuneECU: Fehler auslesen -> standard mapping neu aufspieln -> Drosselklappenpoti-Werte überprüfen, das kostet bis auf die Kabel nix. Wenn die alle OK sind, würde ich von einem Kabelbaum/elektrischen Problem ausgehen, weil die Fehler nur sporadisch auftreten. Auf Scheuerstellen überprüfen / durchmessen auf Kurzschlüsse vtl. auch im warmen Zustand wenn sie net läuft, dabei auch auf die Geräusche der Benzinpumpe achten. Mehr würde mir dazu auch nicht einfallen.

    Angenommen die Enduro is sonst Serie und die Schnellkupplung funktioniert wieder


    Das ist auch der Tipp, den ich vom Piraten bekommen habe - vielen Dank auch dir dafür! Ich hab irgendwo noch den ODB-Stecker von meinem alten Auto.. einen KTM-Adapter müsste der Vorbesitzer (ein Bekannter von mir) noch haben. Mal sehen, ob ich dieses Wochenende Erfolg hab.


    Und mal sehen, ob ich TuneECU dann auch zum Laufen bekomme... ich hab weder Android- noch Windows-Gerät zur Verfügung, aber Windows kriegt man ja schnell nebenher auf nem alten Laptop installiert :D


    Ich halt euch auf dem Laufenden!

  • kurzes und spätes Update: hab die Schnellkupplung im Winter ersetzt und Ansaugstutzen, Sekundärluftsystem, Luftfilterbox etc. alles einmal aus und vernünftig wieder angebaut. Die 690 lief erstmal wieder seit November! Eine Tankfüllung nach der anderen, schön nachgetankt bevor die Reserve erreicht wurde, knapp 1000 Km insgesamt als wäre sie wie neu ohne jegliche Probleme :)

    Bis heute :boxing:


    Nicht auf den KM-Stand geachtet. Prompt liegen geblieben bei 140 Km aufm Trip. Natürlich wieder das alte Problem: Exakt 9,5 Liter nachgetankt, also genau dann ausgegangen wenn eigentlich die Reservelampe angehen sollte für die 2,5 L Benzin in der Reserve...

    Und seitdem ebenfalls wieder das alte Problem, dass sie nicht richtig läuft... Ruckelig, ruppig, am "rupfen" unter Volllast, viel weniger Leistung. Ganz seltsam und es wurde auf den letzten 50 Km bis nach Haus immer mehr.

    Was noch aufm Plan steht:

    - Im Auspuff (Sebring Powerparts) rumpopeln, mal sehen was der Einschub-Kat sagt. Vielleicht testweise den Originalschalldämpfer anbauen.
    - TuneECU ausprobieren (hab kein Windows/Android und habs verdrängt, seit sie erstmal lief...)
    - Benzinstandsgeber einbauen lassen, dafür bin ich zu dumm.
    - Wenn nix hilft weiter mit Pirate Racing kommunizieren.



    Da ich heftig autistisch unterwegs bin, schreib ich einfach mal ganz beknackt auf, was ich mir die letzten Wochen und heute beim Fahren so zum Vergleichen gemerkt habe... Für alle, die mitlesen, über diesen Thread stolpern oder mein zukünftiges ich :rolleyes:


    Was?Vorher/Normal:Nachher/Problem:
    erste drei Gänge:fast schon aufpassen dass ich nicht hinten runterfall, weil sie immer hoch geht wie Sau, Drehzahl fast schon egal. Erster Gang wirklich nur zum Anfahren, ganz vorsichtig, auf gar keinen Fall mehr als 20-30% Gas; sonst Wheelie oder wegrutschen wenn leichte Kurve (Conti TKC80) könnte neuErster Gang 50-75% Gas zum normalen Anfahren notwendig... Kupplung griffbereit halten und ab und an auch kurz anziehen, da sie entweder bockt oder plötzlich doch zieht. Zweiter/Dritter Gang kann ich voll aufreißen, passiert nicht viel.
    Gänge 4-6:egal ob vierter oder fünfter Gang: Beschleunigung und Leistung sofort da und überholen. Kein Vollgas notwendig, leicht also vlt 10% mehr drehen und vorbei. Auch sechster Gang ab 120 gar kein Problem. Bis VMax 170 und sich freuen, wie schnell so ein Eintopf durchziehen kann.vierter und fünfter Gang: Fühlt sich an als wär man mit 70 im sechsten. Oder eher im siebten^^ Leistung ist da, aber viel zu wenig. Man muss immer erstmal runterschalten und dann VIIIEL MEHR aufreißen als normal, damit überhaupt was passiert... VMax 140-150 mit viiiiiel Anlauf.
    Beschleunigung 0-100~5 Sekunden, geradeso gleichauf mit unserem Auto7-8 Sekunden, vom Auto abgehängt :(
    Durchzug 50-130~6-7 Sekunden, überholen geht immer hihi :)über 10 Sekunden, überholen will besser überlegt sein als mitm alten Corsa...
    Geschwindigkeit haltengefühlt 10-20% am Griff. Ganz wenig, ganz leicht. Loslassen und sofort merken wie die Motorbremse krass bremst.nur mit knapp 50% am Gasgriff überhaupt möglich. Wirklich witzig: wenn ich vom Gas gehe fühlt es sich an, als würd ich die Kupplung ziehen - also massiver Widerstand geht weg und man rollt fast schon schneller vorwärts.. also gefühlt. Man merkt quasi wie sie am Gas zu kämpfen hat und "langsamer werden will" - aber dann ohne Gas rollt als wär alles frei.. ganz komisch zu beschreiben :D
    Vollgas bei 80-90egal ob vierter oder fünfter Gang: Vollgas, Leistung sofort da und alles überholen, kein Problem. 65 PS auf 140 Kg eben.Fühlt sich an als wäre ich 2 Gänge zu hoch. Also runter in den Dritten und auch dann fühlt es sich an als wär ich immer noch im sechsten. Laaaaaangsam aber sicher kommt sie, mit hohen Drehzahlen dann auch halbwegs vernünftig, aber eher wie früher meine XT600, gefühlt so 45 statt 65 PS.
    Geräusch/GefühlEinfach BRAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAP!Eher BRAAAA brbr AAAAAA rr AAAAAAAAAA rrbrr AAAAAAAaaAAAAAAP :'D Man merkt und hört jedes kleine "brbr" für eine Zehntelsekunde - gerade so, dass der Kopf von der unterbrochenen Leistung leicht nach vorne geht und wenn man aus Reflex die Muskeln anspannt gehts schon wieder. Wiederholt sich alle 2 bis 5 Sekunden...
    Kurzer Gasstoßkurz drehen und Spaß. Egal in welcher Position der Gasgriff ist; alles ist drin, Wheelie, überholen, BAM, keine Probleme, drehen und losgrinsen :wheelie:Joa is nicht. Da passiert einfach nichts. Gar nichts. Dauert erstmal 2-3 Sekunden bis großartig Leistung da ist, wie ein Turboloch bei nem 20 Jahre alten Diesel mit 100 PS^^
    Gas lassen/MotorbremseSofort stark spürbare Verzögerung der Motorbremse; auf Landstraßen einfach vlt 100-200 Meter vor ner Kreuzung/Ampel vom Gas gehen, runterschalten und ohne Bremse oder aggressives Ranrasen zum Stoppen kommen. Ploppt und knallt hin und wieder, eher selten dafür moderate Lautstärke.Nur noch geringer Unterschied zum Rollen mit gezogener Kupplung. In jeder x-beliebigen Situation muss ich aktiv bremsen, um nicht irgendwem aufzufahren. Entspanntes Ausrollen auf wenigen Metern ist nicht. Auspuff rotzt, ballert, knallt und plätschert durchgehend leise und wird nur von häufigerem unfassbar lauten KNALLEN unterbrochen, dass sich alle umdrehen und mir schon unangenehm wird.



    ich halt euch auf dem Laufenden! :amen:

    2 Mal editiert, zuletzt von mbkmsi ()

  • Du schreibst:


    nur mit knapp 50% am Gasgriff überhaupt möglich. Wirklich witzig: wenn ich vom Gas gehe fühlt es sich an, als würd ich die Kupplung ziehen - also massiver Widerstand geht weg und man rollt fast schon schneller vorwärts.. also gefühlt. Man merkt quasi wie sie am Gas zu kämpfen hat und "langsamer werden will" - aber dann ohne Gas rollt als wär alles frei.. ganz komisch zu beschreiben :D

    Wenn dem wirklich so ist, dass sie normal eine gute Motorbremswirkung hat, und jetzt gar nicht mehr, kann das eigentlich nur auf zwei Dinge deuten:

    1. Ventile schliessen nicht ganz (halte ich für eher unwahrscheinlich, weil es ja plötzlich aufgetreten ist)

    2. Falschluft zwischen Drosselklappe und Einlassventil.

    Die Motorbremse ist ein rein mechanischer (physikalischer) Effekt, und hat nichts mit Zündung oder Einspritzung zu tun. Hierbei versucht der Kolben einfach nur die Luft in einem geschlossenen Raum auszudehnen. Praktisch wie bei einer Luftfeder, nur andersrum. Wenn du bei dem Vorgang die Kammer öffnest, so dass Luft einströmen kann, wirkt die Luftfeder nicht mehr, somit keine Motorbremse mehr.


    Das würde ich einmal zuerst prüfen, ob da alles dicht ist. (Ansaugstutzen, Verschlusskappen, usw...)

    Die anderen Symptome die du beschreibst, können nämlich auch alle daher rühren (stotteriger Motorlauf, keine Leistung weil zu mager, usw...)


    Oder aber du hast Wasser im Tank. Das setzt sich unten ab, wie so ne Schichtung. Wenn du voll getankt hast saugt er den richtigen Sprit weiter oben ab, und wenn du dann in den Bereich der Reserve kommst, saugt er plötzlich Wasser an und stirbt ab.
    Allerdings gehe ich jetzt mal davon aus, dass du kein Wasser im Tank hast (oder steht die draussen?. Bei nem undichten Verschlussmechanismus kann das dann doch durchaus passieren bei regen. Hatte ich selber auch schonmal bei ner alten Kawa).
    Allerdings würde das nicht das Problem mit der Motorbremse erklären.

    Einmal editiert, zuletzt von clown10 ()

  • Oder aber du hast Wasser im Tank. Das setzt sich unten ab, wie so ne Schichtung. Wenn du voll getankt hast saugt er den richtigen Sprit weiter oben ab, und wenn du dann in den Bereich der Reserve kommst, saugt er plötzlich Wasser an und stirbt ab.

    Sorry, aber das ist Quatsch. Das ist kein Vergasermotor mit Benzinhahn, das ist ein Einspritzer. Der saugt das Benzin immer an der gleichen Stelle.

  • Das ist mir durchaus klar, dass das ein Einspritzer ist. Heisst das deiner Ansicht nach, dass Wasser im Tank bei einem Einspritzer solche Probleme nicht verursachen kann?


    Das war auch nur ein zweiter Gedanke, den, wenn das meine Maschine wäre, ich zumindest einmal checken würde.

    Ich vermute eh, dass es sich bei den Problemen schlechter Motorlauf und das mit dem Ausgehen bei Reserve um zwei separate Ursachen handelt.


    Er fragte ja nach Ideen. Voila. Kann jeder draus machen was er will.

  • Das ist mir durchaus klar, dass das ein Einspritzer ist. Heisst das deiner Ansicht nach, dass Wasser im Tank bei einem Einspritzer solche Probleme nicht verursachen kann?

    Wasser im Tank ist immer schlecht, aber bei dem Moped unabhängig vom Benzinlevel.

    Die Pumpe sitzt ganz unten im Tank und hat keine Reserveschaltung.

  • Erstmal Danke erneut für die Ideen! Und ja, ganz egal wie abwegig die auch sein mögen, alles ist willkommen. Nicht nur ich, sondern wie eingangs erwähnt sind ja auch schon zwei Händler mit dem Latein am Ende...



    Vielleicht stimmt etwas mit der Tankentlüftung nicht


    würde ich eigentlich ausschließen, da das Problem auch besteht wenn der Tankdeckel offen/ab ist. Habs heute auch nochmal probiert, alles leider wie vorher auch. Allerdings hab ich auch keine Ahnung, wie Tankentlüftung bei den 2009er Modellen geregelt ist, zumindest gibt es keinen extra Schlauch und auch kein Ventil wie am Verschlussflansch ab 2013 (wie z.B. in diesem Thread hier) - ich hab nur den Überlauf direkt am Verschluss (wie hier abgebildet, Teilenr. 76507008000)...



    1. Ventile wurden bei einem Werkstattbesuch inkl. großem Service eingestellt, Problem besteht weiterhin. Könnte man also theoretisch ausschließen.

    2. Falschluft hab ich immer mehr in Verdacht. Ich hab zwar über den Winter auch alles vomn Luftfilterkasten bis zum Ansaugstutzen ab- und wieder angebaut - aber das ist ja nun auch schon wieder 5 Monate und ~1000 km her. Vlt hat der letzte Liegenbleiber ja doch wieder den Urpsrungszustand herbeigeführt...


    Gerade jetzt beim Gas lassen plätschert, rotzt, ballert und knallt sie fröhlich vor sich hin wie nie zuvor... Klingt typisch nach zu magerem Gemisch und die Motorbremse ist eben kein typisches "man braucht vor ner Ampel auf ner LAndstraße gar keine Bremse, einfach früh genug vom Gas und ausrollen lassen" mehr, sondern ganz ganz wenig Verzögerung, ich muss öfters vollkommen unnötig aktiv bremsen statt einfach nur Gas zu lassen...


    Würde halt auch dazu passen, dass das Problem einfach scheinbar zufällig auftritt oder aber auch VOR ALLEM nach fetten Fehlzündungen (Ansaugstutzen fliegt grundsätzlich alle 1000 bis 2000 km mit einer gottlosen Explosion komplett runter) oder eben nach abruptem Absterben (Tank leer, Kupplungs abgerutscht im Gelände, Sturz bzw. Umfaller etc.)

    Dazu würde natürlich auch passen, dass es dann nach ein paar Tagen/Wochen wieder für eine gewisse Zeitlang keine Probleme gibt, wenn sich vielleicht ein Schlauch oder ein Stutzen wieder "gelegt" hat oder so...


    3. Wasser im Tank kann ich ausschließen, da ich schon die Benzinpumpe sowie Filter und Schläuche getauscht habe; alter Sprit wurde immer entsorgt und neuer Sprit eingefüllt.

    Einmal editiert, zuletzt von mbkmsi ()

  • Also jetzt, nachdem du das noch ergänzt hast, würde ich wirklich auf Falschluft wetten. Und das mit den Fehlzündungen und dem Abfliegen des Ansaugstutzens kann den natürlich auch reissen lassen (wenn er aus Gummi ist). Ich weiss jetzt nicht wie deiner beschaffen ist, aber das würde ich checken. Die Gummidinger altern eh, und bekommen dann Risse.

    Ein Test, der oft, aber nicht immer zeigt ob Falschluft angesaugt wird, ist mal Bremsenreiniger in die Gegend des Ansaugstutzens und so zu sprühen. Wenn das eingesaugt wird sollte die Drehzahl hochgehen. Dass heisst aber nicht, wenn die sich nicht erhöht, dass da nicht trotzdem was undicht ist während der Fahrt.