Umrüstmöglichkeit Turbo?

  • Ein Motor muss sollte für den Betrieb mit Turbo ausgelegt sein, sonst irgendwann <Peng> und alles im :arsch:


    Anekdote:
    ...ist ewig her: Bekannter, 2-tes Lehrjahr KfZ-Mechaniker bei Toyota Postert (damals im Motorsport aktiv), fährt Toyota Starlet, bekommt einen ausrangierten aber funktionsfähigen Turbolader aus einem Renn-Toyota Celica geschenkt. "Den bau ich mir ein!" Nach einigen Tagen Arbeit hat er uns dann zum allerersten Anstarten eingeladen. Man, was haben wir da auf dem Boden gelegen :lautlach:


    Er setzt sich in den Wagen, der Anlasser dreht sich 3-4x mal, der Motor springt an und dreht in 2 Sekunden bis Ultimo und ...<Peng>, alles im :arsch: inklusive Loch im Motorblock. Der Ärmste, von dieser kfz-mechanischen Schmach hat er sich nie wieder erholt...


    Was lernen wir daraus: Irgendwann kann schneller kommen als man glaubt...

    Yamaha T-MAX 560 ¯\_(ツ)_/¯ Duke 690 R, Street Triple 765 RS, Tenere 700, CRF 300 L, SH150i, MT-09 SP + SH 350i

  • das ist natürlich völliger Quatsch.........jeder Motor kann auf Turbobetrieb angepasst werden.........oft steht der Aufwand halt in keinem Verhältnis.........darum gehts aber nicht!
    wenn ich 2 Linke Hände hab und auch keine Verbrennungsmotorischen Grundlagen dann muss ich mir halt helfen lassen oder es bleiben lassen :winke:


    Merkwürdige Anekdote: Peng......kein Motor (weder Turbo noch Sauger) bekommt ein Loch nur weil er in 2 Sek. zum Begrenzer dreht..........da wurde ein anderer Fehler gemacht.
    sollte ich 2017 ein günstiges Versuchsobjekt bekommen werde ich mal für die Sache Zeit aufbringen :peace:

  • ......da wurde ein anderer Fehler gemacht.

    Natürlich hat die Story nichts mit einem Turbolader an sich zu tun. Da war der Wunsch einfach größer als die Fähigkeiten. Lustig und lehrreich war es dennoch...


    Ich bin mal gespannt (ob und) wann Suzuki die ersten Mittelklasse-Bikes mit Turbo auf den Markt bringt: 588ccm, 100 PS, 100NM.
    http://www.motorcyclenews.com/…uzukis-new-turbo-secrets/


    Yamaha T-MAX 560 ¯\_(ツ)_/¯ Duke 690 R, Street Triple 765 RS, Tenere 700, CRF 300 L, SH150i, MT-09 SP + SH 350i

    2 Mal editiert, zuletzt von wildduck ()

  • Warum keine Turbos in Motorrädern?


    Naja - einfach, weil die Technik unterm Strich im Motorrad nichts bringt!
    Beim Motorrad kannst Du ausreichend Leistung aus einem Saugermotor holen, um schnell zu fahren. Turbotechnik ist zu schwer und der Leistungsvorteil kann ausser auf dem Dragstrip. Auch Kawa ist mit seinen beiden Turbomodellen viel zu schwer (240kg), um auf dem Ring überhaupt die Chance auf einen Blumentopf zu haben.
    Gute 200 Sauger-PS überfordern 99% aller Fahrer allemal! Ich bekomme ja kaum 75PS gebändigt.


    Also, zu teuer, nicht konkurrenzfähig und für viele nicht handhabbar.


    Die Modelle in den 80ern (in den 90ern gab es keine Turbos mehr) - von Honda und Kawa - waren zudem damals schwer zu fahren, weil die Turbotechnik nicht so ausgereift war. Die Turbos setzten erst spät und dann zu brachial ein, weshalb sich viele Fahrer in der Kurve aussortierten. Auch die Reifen waren ja bei Weitem nicht vergleichbar mit heutigen Pneus.


    Wenn man aber geradeaus weit über 300km/h erreichen will, dann wird immer zum Turbo gegriffen (s. Hayabusa etc.).


    Und was soll man jetzt einen leichten 1-Topf viel Masse dranklatschen, wenn er dann nicht annäherungsweise die Leistung liefert, den
    ein 1000ccm Saugermotorrad erreicht - bei ähnlichem Gewicht in Summe?

  • :Daumen hoch:
    ... und nicht zu vergessen:
    Mit weit unfreundlicherer Gasannahme.


    Schaut euch dazu auch mal diese interessante Seite an: LINK
    Ich zitiere Norbert Klauer (58), Leiter Entwicklung Antrieb bei BMW Motorrad:

    Zitat

    Die Fahrbarkeit mit direktem Ansprechverhalten bei exakter Dosierbarkeit über einen möglichst weiten Drehzahlbereich ist ein wichtiges Ziel bei der Entwicklung unserer Motorräder.

    ... und das tun Turbomotoren im Motorrad bis jetzt nur unbefriedigend.
    Wenn´s jedoch um die Quatermile geht oder um die 300 km/h, ist das Ansprechverhalten wohl sekundär,
    aber so würd ich nicht auf der Strasse rumfahren wollen. (Ich fahr gern Kurven.)


    Was in dem guten Artikel noch (unvollständig!) rauskommt,
    ist welcher technischer Aufwand getrieben werden muss, um einen Motor "turbofit" zu machen:
    Bloß da mal "einen Turbo raufschnallen und das Gemischkennfeld geradebiegen",
    reicht für Dragsterrennen und dort sieht man nicht wenige Motoren krepieren.
    10.000 km fährt man damit ganz sicher nicht.
    (Wahrscheinlich nicht mal 100km.)

    Grüße von Babsi

    Beratung und Vertrieb Fa. Myjet "Highscore"

  • Wieso gibt es kaum serienmäßige Motorräder mit Turbo .


    Der bericht von dem BMW fuzzi ist mehr oder weniger quatsch schau einfach mal hinter die Türen .


    Die Japaner sind da etwas ehrlicher .


    Die Entwiklungskosten sind einfach zu hoch um einen ordentlichen Motorrad Turbo Motor der noch dazu haltbar ist zu bauen , mit einer vernünftigen Elektronik ist es wohl zu realisieren das Ansprechverhalten anzupassen .
    Der Markt ist hart umkämpft und die Absatzzahlen zu gering , eine 1000er oder 1300 er hat ohne hin schon ordentlich Leistung . Wehr zahlt für eine Yamaha R1 50000€ nur das er dann 350 - 400 PS unterm hintern hat .
    Ich glaube sogar das die R1 für Fanaten in kleiner Stückzahl mit Turbos gebaut wurden .


    Gewichts und Platzprobleme sehe ich eher bei den Supermotos das währe mit unmengen von Geld sicher auch gut zu Lösen .





    Solange die Industrie noch keinen Bedarf hat so etwas umzusetzen braucht es eben extrem Bastler die so etwas bauen und vorran treiben , auch wenn es mal nicht ordentlich funktioniert oder die gasannahme so sprunghaft ist das man runter fällt.
    Ich habe schon von 1 Zylinder Schneemobilen gelesen die mit enem Turbo ausgestattet sind, damit sie auch noch in großen Höhen Leistung bringen , es muss die Leistung nicht gleich verdoppelt werden .

  • Soso, der Norbert Klauer als Leiter der Entwicklung Antrieb bei BMW Motorrad redet also Quatsch.
    Dann sind die modernen Supersport-Bayrischen wohl entwickelt worden,
    während er im Krankenstand war?
    Hat DER ein Glück!


    Der "private Extrembastler" braucht nicht nur eine bestens ausgestattete Werkstätte,
    eine Menge Fachwissen, erkleckliche finanzielle Mittel und tolle Lieferantenkontakte,
    sondern auch eine beispielhafte Leidensfähigkeit, was Rückschläge betrifft.
    Als Traumergebnis hat er dann einen übermotorisierten, heiklen Krapfen,
    der weder zulassungsfähig ist, noch bei irgendeiner Rennserie eingesetzt werden kann
    und der von jedem Serienmotorrad der nächsten Hubraumklasse planiert wird
    ... um 1/30 der Kosten und mit voller Garantie.
    Insofern sind die Betrachtungen hier eher illusorisch als theoretisch.

    Grüße von Babsi

    Beratung und Vertrieb Fa. Myjet "Highscore"

  • Vor 30 -40 Jahren wurde das gleiche über Automotoren berichtet und es gab auch keinen Anlass etwas zu ändern .


    Andere Anforderungen an Benzinverbrauch Abgasnormen haben die Hersteller gezwungen umzudenken ,,,, und siehe da fast jeder Moderne Benziner wird heutzutage mit einem Turbo ausgeliefert .



    Der unterschied PKW = Motorrad ist das viel weniger Fahrzeuge hergestellt werden und die Verbraucher bei ihrem Hobby auf Benzinverbrauch und Abgaswerte pfeifen ,
    Und das die Leistung im vergleich zum Gewicht schon sehr hoch ist , wenn die ersten Hersteller auch ohne Turbo schon 200 PS aus einem Motor heraushohlen wozu noch experimente machen .
    Ein Turbo bedeutet auch das noch mehr kaputt geht was viele Kunden bestimmt auch abschreckt .


    Möglich ist es also bestimmt einen Motor zu bauen , ob es momentan sinnvoll ist ? Wenn dann muss eine Kompakte zuverlässige Innovation her .


    Natürlich ist das nur theoretisch aber wenn jemand so viel Aufwand treiben Möchte und davon berichtet sehe ich mir das gerne an und lache dann auch nicht wenns nicht funktioniert .
    99,99& % geben eh schon am anfang des Projekts auf .


    Sogar Stationärmotoren werden alle mit Turbo ausgestattet um Umweltvorschriften einzuhalten , wobei die Regelung durch den Festen Drehzahlbereich einfacher ist und das Turboloch durch Verstellung der Zündung Gasgemischaufbereitung und Drosselklappenstellung sehr gut ausgeglichen werden kann .


    Es ist erstaunlich wie sich oft alles gegenseitig beeinflusst , wenn der Turbo zu viel Ladedruck bringt hatte ich einmal das phänomen das die Drosselklappenstellung unter Last fast gleich wie im Leerlauf war .

  • Der Herr Josef Frauenschuh hat Kompressor aufgeladene KTM LC4 gebaut. Auch muss mit einem richtig dimensionierten Lader keinesfalls das Ansprechverhalten den Bach runter gehen, wo ich euch allerdings recht gebe ist ein immenser Aufwand und nötiges Know How. In der Formula Student fahren übrigens einige aufgeladene KTM Einzylinder herum, und die sind damit ziemlich fix unterwegs. Wären die unberechenbar was das Ansprechen an geht würde das niemand machen.

  • Von den Studenten Kartrennen habe ich auch schon gehört , ein ehemaliger Mitarbeiter wo nach seiner Berufsausbildung ein Studium begann hat mir davon Berichtet .


    Sie hatten damals den Motor von einer 620 er , Er machte immer Witze das ich demnächst mit meiner 600er Nachhause schieben darf .
    Leistungen über 130 ps währen locker zu erreichen gewesen aber eine Begrenzung / Reduzierung im Ansaug begrenzte alles so das seine Gruppe nur noch 60 PS aus dem Motor holten .
    Danach wechselte er in die E Kart Gruppe .


    Studenten die bei solchen Konstruktionswettbewerben gut abschneiden und Inovatiev arbeiten werden sehr gerne in der AutoIndustrie eingestellt.

  • Das der werte Herr BMW Entwickler Mist redet, glaube ich eher weniger. Natürlich hat er recht, aus seiner Sicht der Dinge. Es geht aber auch nicht um Serienmotorräder, sondern um Leute, wie mich, die süchtig nach Turbos und deren Sound sind.
    Ob es sinnvoll ist oder nicht, oder wie es umgesetzt wird, sind immer noch 2 paar Schuhe.
    Ich bin davon überzeugt, dass es durchaus möglich ist, gut fahrbare und standhafte Turbo-Einzylindermotoren zu bauen. Natürlich sind damit immense Entwicklungskosten verbunden, die PKW Hersteller haben hier den Vorteil, dass nun mal wesentlich mehr Autos als Motorräder verkauft werden. Stückzahl macht das Essen fett.
    Und bezüglich Abnahme für die Straße bei einem selbst umgebauten Turbo Motorrad sollte man nicht direkt die Flinte ins Korn werfen. Logischerweise ist es auch teuer, aber kosten sind bei der Erfüllung eines Traums zweitrangig.

  • Nice to Know (Formula Student):


    momentane Begrenzung des Ansaugtraktes liegt bei 20mm im Durchmesser.
    Unsere Universität fährt auch mit einem KTM Einzylinder, mehr als der Motor ist da aber nicht übrig.
    Es gab schon Entwicklungen mit R1 Motor, aber in der letzten Zeit geht es massiv um Gewichtseinsparungen, nicht mehr um Leistung.

  • Alles richtig, nur der Begriff Kart stößt mir ein klein wenig auf, denn darüber geht es doch ein ganzes Stück weit hinaus. ;)
    Die Begrenzung im Ansaugtrakt ist vorhanden, das stimmt. Bei 98 oktan Sprit 20mm im Durchmesser, bei E85 19mm.
    60PS sind ein gängiger Wert für diese Motoren. Ich bin selbst in einem solchen Team aktiv, jedoch verwenden wir keinen Einzylindermotor sondern den Motor einer R6.
    Aber wir driften ab - deshalb bei Interesse an dem Thema einfach eine PN schreiben.

  • Na, die 60 PS des aufgeladenen Restriktor-Motors überbietet die saugende Serie mittlerweile um 25%.


    Kompressoren sind sicher eine feine Idee, um Motoren mit einem guten Ansprechverhalten zu bauen,
    aber mit einem Turbo wird das nicht so einfach:
    Ist er groß, ist er gut für hohe Leistung bei hoher Drehzahl;
    ist er klein, ist er gut für rasches (nicht spontanes!) Ansprechen,
    hat der adapitve Schaufelgeometrie, wird der groß, teuer und schwer
    und SOFORT nach dem Gasgeben ist die Leistung dennoch nicht da.
    Siehe auch Hack-Indra "Turbomotoren".
    (Ein Autofahrer ist da um ein Vielfaches toleranter als ein Motorradfahrer!)

    Möglich ist es also bestimmt einen Motor zu bauen , ob es momentan sinnvoll ist ? Wenn dann muss eine Kompakte zuverlässige Innovation her .


    Natürlich ist das nur theoretisch aber wenn jemand so viel Aufwand treiben Möchte und davon berichtet sehe ich mir das gerne an und lache dann auch nicht wenns nicht funktioniert .

    So ist es.
    ... aber vielleicht kann ja ein erwiesener Motorenfachmann wie 690DukeR
    meinen und Norbert Klauers Quatsch mit SINNVOLLEN Argumenten widerlegen?
    Falls nicht, sind wohl offenbar SEINE Beiträge Quatsch.

    Grüße von Babsi

    Beratung und Vertrieb Fa. Myjet "Highscore"

  • Die Turbos müssen irgendwann kommen, alleine der Effizienz wegen. Im PKW Beteich hat sich der Turbo ja auch durchgesetzt. Suzuki hat ja bereits bestätigt das sie ein starkes Mittelklassebike bringen; dann werden sie wohl auch die Probleme (weitestgehend) in den Griff bekommen haben. Hier der Motor:


    Hier der Prototyp:

    Yamaha T-MAX 560 ¯\_(ツ)_/¯ Duke 690 R, Street Triple 765 RS, Tenere 700, CRF 300 L, SH150i, MT-09 SP + SH 350i

  • BEi uns hier im Norden ist eine Firma, die Turboumbauten macht( mit TÜV).
    GAb auch schon mal einen TEst zu einer 800er BMW.
    Da ich noch eine Nuda fahre( gleicher Grundmotor) habe ich da mal angefragt.
    Die würden einen Umbau machen.
    CA 160 PS am HR, also um die 170 KW PS.
    Generell machen die überwiegend reihen 4 Zylinder.
    VG
    Stefan