ktm 690 smc einfahren

  • Guten Tag,


    ich habe mir eine neue Ktm 690 smc zugelegt und habe ein paar Fragen.
    Mein Händler meinte ich soll die ersten 300 Kilometer nicht über 3000 Umdrehungen und dann nicht über 6000 Umdrehungen,im ktm Handbuch steht allgemein einfach nicht über 6000 Umdrehungen, was sollte man jetzt eher beachten ?
    Und meine zweite Frage ist; Wenn man mal kurz über die 6000 Umdrehungen kommt was für Schäden können dabei entstehen ?



    Mit freundlichen Grüßen

  • Da erzählt jeder Händler etwas anderes, meiner sagte:langsam warmfahren und keine Vollgasorgien auf der Autobahn, das mit den 6000 Umdrehungen brauch ich nicht so eng sehen, ich halte mich allerdings an die 6000

  • Im Groben an die 6.000 U/min Obergrenze halten. Das ist in Ordnung. Wichtig ist nicht nur monoton fahren sondern auch ruhig mal beschleunigt und Lastwechsel haben. Kurz mal über die 6000 U/min zu kommen ist natürlich kein Problem, aber es sollte innerhalb der ersten 1000 km nicht die Regel sein. Kolben etc müssen sich schon am Anfang aufeinander anpassen.


  • Mein Händler meinte ich soll die ersten 300 Kilometer nicht über 3000 Umdrehungen.


    Ist der schon mal mit dem Bock gefahren? Wie soll man denn das machen? :lautlach:

    TDM 850
    Hornet 600
    KTM 690 SM
    KTM 990 SMR
    BMW F800R

    KTM 690 Duke

  • ich habe auch die info erhalten, wenn möglich nicht über 6000rpm die ersten 1000km, ist aber auch kein beinbruch wenn man sich kurz mal rantastet an 7-8k wenn es nahe an die 1000 ran geht.


    ich frage mich wie ist das bei den vorführ- bzw. leihkisten, wo jeder von anfang an Vollgas gibt. halten die erheblich kürzer?

  • ich frage mich wie ist das bei den vorführ- bzw. leihkisten, wo jeder von anfang an Vollgas gibt. halten die erheblich kürzer?


    Meine Duke3 jedenfalls hat das problemlos überstanden ... gekauft mit ca 1.800km - bis dato knapp 53.000km ohne Motorschaden (oder sonstiges auffälliges wie div andere angebliche 690er-Krankheiten ... arghh stimmt nicht ganz: das leidige Masseproblem, aber das wurde damals schnell diagnostiziert u behoben).
    Evtl war es reines Glück, evtl überstehen die Maschinen + Teile es problemlos ... dafür bin ich zu großer Techniklaie, das müssen andere beantworten.

    Ob ich in den Himmel oder die Hölle komme ist mir egal - ich hab auf beiden Seiten Freunde! :peace:

    3 Mal editiert, zuletzt von Die Herzogin ()

  • 300 km mit 3000 U/min ist ein absoluter Schwachsinn. :lautlach:

    Im Groben an die 6.000 U/min Obergrenze halten. Das ist in Ordnung. Wichtig ist nicht nur monoton fahren sondern auch ruhig mal beschleunigt und Lastwechsel haben. Kurz mal über die 6000 U/min zu kommen ist natürlich kein Problem, aber es sollte innerhalb der ersten 1000 km nicht die Regel sein. Kolben etc müssen sich schon am Anfang aufeinander anpassen.

    Grundsätzlich ist das richtig,
    ich würde nur sagen:

    Zitat

    Wichtig ist nicht nur monoton fahren, sondern UNBEDINGT STARK beschleunigt und Lastwechsel haben
    UND DANACH MOTORBREMSEN.


    Durch das starke Beschleunigen werden die Kolbenringe
    - das EINZIGE, was in einem Motor einfahren kann und muss! -
    an die Laufbuchse gepresst und können erst dadurch auch zügig einlaufen.
    Solange die aber nicht nahezu vollflächig tragen,
    fehlt ein wesentlicher Wärmepfad, durch den der Kolbenboden gekühlt wird
    und genau deshalb muss man nach dem Beschleunigen auch motorbremsen:
    Dabei entsteht im Brennraum ein relativer Unterdruck,
    der vorbei an den noch nicht ganz dichten Kolbenringen Motoröl ansaugt
    und das Fressen wirkungsvoll verhindert.


    Was noch wichtig ist:
    Möglichst früh, nach 50 bis 100 km den ersten Ölwechsel samt Filterwechsel machen.
    Unfassbar, was DA für ein Dreck rauskommt - damit will ich keine 1000 km fahren!
    Danach gleich das richtige Öl einfüllen.


    Weiters:
    Immer gut warmfahren, aber öglichst wenige Kaltstarts,
    denn beim kalten Motor ist die Geometrie etwas anders als beim heißen
    und wir wollen ja, dass die Kolbenringe auf den heißen Motor passen!
    Deshalb möglichst in Einem einfahren, d.h. möglichst wenige lange Ausfahrten.


    Wer´s genau wissen will, sollte kritisch die Motoman-Methode lesen.



    Die Duke III der Herzogin wurde u.U. GERADE ALS Vorführmaschine gut eingefahren.
    Auf jeden Fall ist das enorm viel besser als zuuu vorsichtig und sanft einzufahren.


    Schöne Grüße
    Babsi

    "Highscore" Fa. Myjet

    Entwicklung, Produktion und Vertrieb von Tuning-Kits und -Teilen für Motorräder

    (Zwangs-)Mitglied der Wirtschaftskammer Österreich, da Gewerbeschein-Besitzer

    weitere Bikes: Kawasaki KLE500 (daily commuter), Buell 1125R (die mit dem starken Herz aus Österreich), KTM Duke 790, Kawasaki Z1000´76

  • So wichtig wie erstmal dem roten Bereich fernzubleiben ist dass das Öl und die Filter nach den ersten 1000 rauskommen.

    Gruss,
    Andi


    'this doesn't feel like it looks.' (kevin windham)

  • Mein Händler meinte ich soll die ersten 300 Kilometer nicht über 3000 Umdrehungen


    Was ist das denn für ein Händler? So lässt sich der Einzylindermotor überhaupt nicht sinnvoll bewegen.

    MT09  Duke5 Enduro690R SMT990

  • Dabei entsteht im Brennraum ein relativer Unterdruck,
    der vorbei an den noch nicht ganz dichten Kolbenringen Motoröl ansaugt
    und das Fressen wirkungsvoll verhindert.


    Dieser Prozess ist nach abgespulten 1000 Kilometern noch lange nicht vorbei.
    Warum wohl pendeln sich viele 690 Motoren mit dem Ölverbrauch erst ab dem Zeitpunkt ein wenn schon weit mehr als 1000 Kilometer auf dem Tacho stehen.
    Babsi,
    deine Theorie das Öl schon nach 50 - 100 Kilometern mit Filtern zu wechseln kann ich nicht nachvollziehen.!
    Unsere 690 Motoren habe 2 Ölfilter und Ölsiebe und eine O?lablassschraube mit Magnet was soll da anbrennen.?Bevor da ein Krümel Schaden anrichten kann landet
    er im Filter oder wird vom Sieb rausgefischt oder klebt am Magnet der Ölablasschraube.
    Würde mir erst Gedanken machen wenn ich eine komplette Kronen Zeitung beim ersten Ölwechsel finden würde. :achtung ironie:


    Gruß
    Norbert

  • Was noch wichtig ist:
    Möglichst früh, nach 50 bis 100 km den ersten Ölwechsel samt Filterwechsel machen.
    Unfassbar, was DA für ein Dreck rauskommt - damit will ich keine 1000 km fahren!
    Danach gleich das richtige Öl einfüllen.

    Ich schreibe es gerne noch einmal. Nach Motoman ist es ein fataler Fehler bereits nach 100km das Standart Öl einzufüllen. Synthetisches Öl schmiert besser und verhindert das weitere Einfahren vom Motor. Dadurch kann es vorkommen, dass der Kolben dauernd undicht bleibt.


    Logisch ist es gut bereits nach 100km neues Öl einzufüllen, allerdings sollte es das richtige Öl sein.


    http://www.mototuneusa.com/break_in_secrets.htm


    3 more words on break-
    in:


    NO SYNTHETIC OIL !!Use Valvoline, Halvoline, or similar 10 w 40 Petroleum Car Oil for at least


    2 full days of hard racing or 1,500 miles of street riding / driving.


    After that use your favorite brand of
    oil.



    Q:If break- in happens so quickly,
    why do you recommend using petroleum break- in oil for 1500 miles ??

    A:Because
    while about 80% of the ring sealing takes place in the first hour of running the
    engine,


    the last 20% of the process takes a longer time. Street riding isn't a
    controlled environment, so most of the mileage may


    not be in "ring loading mode". Synthetic oil is so slippery that it
    actually "arrests" the break in process before the rings can seal
    completely. I've had a few customers who
    switched to synthetic oil too soon, and the rings never sealed properly no
    matter how hard they rode. Taking a new engine apart to re - ring it is the last
    thing anyone wants to do, so I recommend a lot


    of mileage before switching to
    synthetic. It's really a "better safe than sorry" situation.

  • Hallo Norbert,


    Kronenzeitung war keine dabei, aber ein unfassbarer Schlurz und kleine Späne usw,
    was auf Reste von der Bearbeitung schließen lässt
    und trüb (von Kühlschneidmittel-Resten?)
    und recht dunkel war es auch vom vielen Blowby der noch nicht dichten Kolbenringe.
    DAMIT fahren wir besser NICHT ein.


    Was KTMRs Einwand betrifft,
    so hab ich ja mehrfach geschrieben, man möge Motoman KRITISCH lesen,
    denn sich dazu etwas zu denken, kann nicht falsch sein.


    Ich denke mir dazu, dass Motoman HIER falsch liegt:
    Synthetische Öle schmieren NICHT per se BESSER als mineralische,
    aber die erhalten im Gegensatz zu diesen die gewünschten Eigenschaften
    (hauptsächlich die Hochtemperaturviskosität bei kleiner bei niedrigen Temperaturen)
    durch gezielte Fertigung (Synthese aus Gas),
    anstatt durch Beimischung von diversen Additiven (hier angesprochen Viskositätsstabilisatoren).
    Infolgedessen ist die Viskosität sythetischer Öle einfach konstanter über den Temperaturbereich
    und ganz besonders auch im Hochtemperaturbereich, wo das gar nicht von der SAE genormt ist,
    d.h. es ist bei tiefen Temperaturen dünnflüssig und schmiert damit auch gleich gut
    und bei hohen Temperaturen ist es noch dick genug, um die Reibpartner getrennt zu halten.
    (Quelle: Dipl.Ing. Bogic seines Zeichens "Ölologe", vorher Castrol, dann BP, jetzt Total)


    Was fürchtet dann der Motoman?
    Teure (Mineral!)Öle haben auch Additive, die die Notlaufeigenschaften (Trockenlauf) verbessern,
    was z.B. beim Kaltstart strapaziert wird. Billige haben das nicht oder weniger gute Additive drin.
    (Früher hat man das sogar z.B. als flüssiges Molykote selbst ins Öl gemischt
    und auch heute taucht sowas z.B. unter dem Handelsnamen "Slick70" immer wieder auf.)
    DIESE Additive würden WIRKLICH das Einlaufen der Kolbenringe behindern.
    Mit Synthese oder Nicht-Synthese hat das aber nichts zu tun, ja man kann sogar davon ausgehen,
    dass das pure Synteheseöl BESSER einfährt als ein teures Mineralöl mit Notlaufadditiven!
    Ein billiges Öl sollte man jedoch nicht in Erwägung ziehen,
    denn ein Abreißen des Ölfilmes bei hoher Temperatur und Drehzahl
    ergibt nicht die Art von Verschleiß, die wünschenswert ist!


    Möge sich jeder seinen Teil dazu denken
    und man muss natürlich weder Motoman noch mir glauben,
    aber Tatsache ist, dass die Einfahrvorschriften lauf Bedienungsanleitung
    NUR dem Hersteller nützen und nicht dem Motor bzw. dem Kunden.


    Schöne Grüße
    Babsi

    "Highscore" Fa. Myjet

    Entwicklung, Produktion und Vertrieb von Tuning-Kits und -Teilen für Motorräder

    (Zwangs-)Mitglied der Wirtschaftskammer Österreich, da Gewerbeschein-Besitzer

    weitere Bikes: Kawasaki KLE500 (daily commuter), Buell 1125R (die mit dem starken Herz aus Österreich), KTM Duke 790, Kawasaki Z1000´76

  • Offenbar sind das Erfahrungswerte. Ich denke auch, dass nicht synthetische Öle mit Zusätzen genau so schlecht sein können wie synthetische Öl. Motoman empfiehlt Valvoline, Halvoline, or similar 10 w 40 Petroleum Car Oil.


    Vielleicht hast du ja Recht Babsi. Allerdings würde ich mir nicht zutrauen mit Vermutungen und Raten irgendwelche Empfehlungen abzugeben.


    Wäre interessant zu wissen was für Öl von KTM eingefüllt wird.

  • Dann kann man mit einem frühen Wechsel auch nichts falsch machen.

    Gruss,
    Andi


    'this doesn't feel like it looks.' (kevin windham)