hintere Bremse kocht - Bremswirkung weg

  • Bei einer "zaghaften" Bremsung unterstützt nat. die Fußbremse zusätzlich. Klar. Daher der stärkere Brems- Eindruck.
    Was soll aber bei einer Voll-(Not-)Bremsung das enlastete, vieleicht in der Luft schwebende, Hinterrad bremsen?
    Bei uns 1190ern und 1290ern rules the Elekticktrick. Da wird durch betätigen der Handbremse hinten im richtigen (?) Maß mitgebremst.

    Gruß vom Harald
    "S. Auerteig"
    Yamaha T700 Tenere ´21; :prost:

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  • Bei einer "zaghaften" Bremsung unterstützt nat. die Fußbremse zusätzlich. Klar. Daher der stärkere Brems- Eindruck.
    Was soll aber bei einer Voll-(Not-)Bremsung das enlastete, vieleicht in der Luft schwebende, Hinterrad bremsen?


    Wie bringst du mit der Hinterbremse das Hinterrad zum Abheben?


    Edit: Sorry, beim nochmals-lesen habe ich das jezt so verstanden, dass bei einer Notbremsung das zusätzliche Hinten-Bremsen nichts bringt.
    Da hast du natürlich recht.


    Übrigens, bei den diversen Sicherheitstrainings lernt man aber trotzdem bei einer Notbremsung auch hinten mitzubremsen.

  • Es ist nur zum Teil richtig, dass das Hintenbremsen im Ernstfall nichts oder nur sehr wenig zur Verkürzung des Bremswegs beiträgt, selbst wenn das Hinterrad in der Luft ist.


    Ich würde grundsätzlich empfehlen, die hintere Bremse mit zu betätigen, auch - und gerade - bei den mit hochwertiger Elektronik vollgestopften KTMs. Damit macht man es nämlich dem ABS einfacher, ein abhebendes Hinterrad zu erkennen und verringert so die Gefahr, sich wegen eines unfreiwilligen Stoppies am Ende doch noch zu maulen. Wenn nämlich die Hinterradbremse auch nur leicht betätigt ist, bleibt das Hinterrad schon sehr schnell nach dem Abheben komplett stehen. Diese große Raddrehzahl-Änderung in kürzester Zeit stellt zusammen mit anderen Sensordaten (z.B. Beschleunigungs- und Bremsdrucksensoren) für den ABS-Regelalgorithmus ein starkes Indiz für einen Stoppie dar, so dass er früh und gezielt vorn den Bremsdruck reduzieren kann, ohne Gefahr zu laufen, dadurch unnötig Bremsweg zu verschenken.


    Wenn dagegen das Hinterrad beim Abheben völlig ungebremst erst einmal praktisch ohne Drehzahländerung weiterdreht, macht man es der Stoppie-Erkennung unnötig schwer und riskiert damit entweder einen Stoppie oder eine defensivere Bremsstrategie, die wiederum wertvolle Meter kosten kann.
    .

  • Beim Sicherheitstraiing mit der SA S ist das Heck bei einer Vollbremsung hoch gekommen. Das Hinterrad war sichtlich in der Luft. Die Elektronik hat das erkannt und das Hinterrad kam langsam wieder runter. Alles ganz unspektakulär. Der Instruktor hat mach gefragt im welchem Modus ich gefahren bin (Road). Er meinte bei Sport wäre es wahrscheinlich noch höher gekommen und ich hätte eingreifen müssen ... Wenn ich mich recht erinnere habe ich da nur mit der Handbremse gebremst. Der Instruktor meinte auch, man sollte hinten mit bremsen. Am Anfang der Bremsung haben ja beide Räder die normale Last. D.h. das Hinterrad kann noch zur Bremsleistung beitragen, das Vorderrad hat noch keine dynamische Radlast. Das ganze verschiebt sich ja dann, bis evtl. Bremsleistung hinten = 0. Darum macht es Sinn am Anfang hinten mit zu bremsen um mitzunehmen was geht ... :Kürbis:

    :Kürbis::Kürbis::Kürbis::Kürbis:
    Ist denn schon wieder Halloween?
    Gruß
    Jan-Gerd

  • Das die Hinterradbremse mit bremst ist klar, aber ist es die gleiche Bremswirkung, verglichen zu mit der Fußbremse hart bremsen? Da bin ich mir nicht so sicher und gefühlt kam beim mit bremsen mit der Fussbremse mehr Bremsleistung zusammen ... Ich werde es mal testen ...

    :Kürbis::Kürbis::Kürbis::Kürbis:
    Ist denn schon wieder Halloween?
    Gruß
    Jan-Gerd

    Einmal editiert, zuletzt von Jan-Gerd ()

  • Meine R taucht vorne wesentlich weniger ein wenn ich hinten mittels Pedal mitbremse. Ergo wird die hintere Bremse von vorne nicht voll mitbelastet.


    Gesendet von meinem Nexus 5 mit Tapatalk

    Meine Beiträge geben meine private Meinung wieder, ohne Anspruch auf Richtigkeit / Vollständigkeit.

  • Ich hab nen Freund dem ist das Blasenbilden in der hinteren Bremse seiner 1050er schon zwei mal passiert.
    Und mit meiner 1190er ist es mir auch schon passiert (bei einem Pass RAUFFAHREN in den Alpen, aber da war ich mit einem Motorradfahrender Polizist unterwegs, und wir heitzten wie Schweine :crazy: )
    Bremsflüzigkeit war etwa 2,5 Jahre alt, wurde gleich danach geweckselt (mit einem merkbar besseren Drukpunkt)
    Mein freudlicher hat auch schon von anderen 1050er oder 1190er Fahrer berichtet bekommen dass das Ihnen mit der Blasenbildung passiert ist.


    Roland

  • ...................
    Bremsflüzigkeit war etwa 2,5 Jahre alt, wurde gleich danach geweckselt (mit einem merkbar besseren Drukpunkt)
    ..........................

    Jedes Jahr wechseln!!!!! In der Service-Anleitung steht zwar alle 2 Jahre, ich halte das aber für einen zu langen Zeitraum. Gerade wenn man eh schon eine verminderte Bremsleistung bemerkt oder so wie Du schreibst... "heizten wie Schweine"...da muß man halt auch verstärkt und öfters mal bremsen....... :grins:

  • Hab bei meiner 1050-er nach 2 Jahren die Bremsflüssigkeit selbst gewechselt, da ich (zum Glück) ohnehin aus der Garantie raus bin.


    Die originale war gerade hinten sehr dunkel. Hab sie, wie ich das bei allen meine Fahrzeugen seit 25 Jahren mache, einfach mit den Bremshebeln durchgepumpt.


    Die Bremen der ADV haben vorher tadellos funktioniert und tun es jetzt auch wieder. Kostet 5 Euro für die Flüssigkeit und eine halbe Stunde Zeit. Wenn im ABS-Modulator ein Rest der alten verblieben ist, ist mir das egal, denn dort erreicht sie sicherlich nicht den Siedepunkt und vermischt sich mit der Zeit mit der neuen.

  • Wenn Du das tatsächlich seit 25 Jahren bei ABS-Motorrädern so machst, dann machst Du das seit 25 Jahren falsch.


    Das muss man jetzt nicht alles wieder und wieder durchkauen, aber Deine Beschreibung ist ebenso wie die technische Ausführung einfach nur Quark. Letztlich ist es Dein Leben und Deine eigene Verantwortung, aber so was öffentlich in einem Forum derart darzustellen, finde ich einfach nur daneben. Frag mal jemanden, der Ahnung hat, der schlägt die Hände über dem Kopf zusammen.

  • Ich habe auch schon of die Bremsflüssigkeit gewechselt, aber nie bei ABS
    Bremsanlagen. Der Freundliche hat dafür entsprechendes Werkzeug und Diagnosegeräte.
    Falls der Druckmodulator das zeitliche segnet wirds teurer

    1290 Super Duke GT


    MV Agusta F4

    Einmal editiert, zuletzt von Dynamo ()

  • Da die 1050 wie auch die 1090 keine Kombibremse hat sondern beide Bremsen (vorne und hinten) separat betätigt werden müssen wüsste ich gerne wozu eine Diagnosegerät notwendig ist.
    Selbst im offiziellen Werkstatthandbuch für die 1190 (mit Kombibremse) wird hier nichts von einem Diagnosegerät geschrieben. Da wird lediglich ein Bremsenentlüftungsgerät wie es auch für PKWs benutzt wird beschrieben.


    Mit solchen Geräten werden bei meinem PKW und Wohnmobil (beide mit ABS, PKW mit Hill-holder) immer die Bremsflüssigkeiten gewechselt und zwar OHNE Diagnosesystem.
    Bremsen funktionieren immer noch seit Jahren bestens.


    Bei meiner 990 Adv. habe ich auch die Bremsflüssigkeit "klassisch" gewechselt. Bremsen haben bis zum Verkauf mit 99.000km tadellos funktioniert ohne Benutzung eines Diagnosegerätes.


    Wenn aber jemand der Meinung ist es geht nur mit Diagnosesystem und was weis ich noch alles soll er das Moped ruhig in die Werkstatt bringen. Ich definitiv nach Ablauf der Garantiezeit nicht.

  • Wenn Du das tatsächlich seit 25 Jahren bei ABS-Motorrädern so machst, dann machst Du das seit 25 Jahren falsch.


    Das muss man jetzt nicht alles wieder und wieder durchkauen, aber Deine Beschreibung ist ebenso wie die technische Ausführung einfach nur Quark. Letztlich ist es Dein Leben und Deine eigene Verantwortung, aber so was öffentlich in einem Forum derart darzustellen, finde ich einfach nur daneben. Frag mal jemanden, der Ahnung hat, der schlägt die Hände über dem Kopf zusammen.


    So ein Statement kannst du dir sparen! Entweder du erklärst wie du meinst dass es wie es richtig wäre oder du läßt es ganz.


    Es spricht eigentlich überhaupt nichts dagegen die Flüssigkeit durch zu pumpen AUSSER: Wenn die Manschette der Bremspumpe in einen Bereich kommt, wo du beim normalen Bremsen nicht hinkommst lagert sich dort Dreck Rost etc. ab. Das kann die Manschette zerstören und sie wird undicht. Das geht aber auch nicht schlagartig sondern du stellst z.B. bei einer Haltebremsung an der Ampel fest, dass der Druckpunkt wandert. Wenn das passiert hast du leider nix gespart...


    Ich mache es aber auch so und habe es im übrigen mal gelernt. Allerdings achte ich eben darauf nicht zu weit zu pumpen.


    Dem ABS-Modulator macht das ganze gar nichts. Der wird im Ruhezustand nur durchflossen und hat hinterher nahezu 100% neue Bremsflüssigkeit. Dem ist das wurscht ob abgesaugt oder gepumpt wird.


    Bei der 1190 weiß ich es natürlich nicht genau aber - es würde mich wundern wenn das nicht genauso ginge. Die Mitbremsfunktion wird elektrisch aktiviert und wenn das wahrscheinlich sogar mit dem ABS-Modulator passiert sollte es genauso gehen. Die Zündung muss natürlich aus sein, damit nichts aktiviert wird. Bei der 12er GS - die das gleiche System hat - war es zumindest so. Das ist aber keine allgemeingültige Aussage. Wenn es jemand wirklich weiß bitte um Aufklärung.


    Gruß
    matze

  • Das Diagnosegerät wird gebraucht um beim BF-Wechsel die alte Flüssigkeit aus dem Modul zu bekommen. Mit dem Tester wird der normalerweise geschlossene ABS-Modulator in den Modus "offen" versetzt.
    Im Grunde muss jeder selber wissen, ob er den Wechsel selber machen will oder nicht. Mit modernen Unterdruckbefüllungsgeräten ist das halt schnell und sicher.

  • So ich bin nun einen Schritt weiter.


    Ich habe Dot 5.1 eingefüllt und bin Pass gefahren. Leider konnte ich nicht so fahren wie ich wollte weil einfach zuviel los war. Zwei Sachen habe ich allerdings festgestellt:


    Die hinter Bremse hat überproportional viel Biss, was dazu führt das hinten entsprechend viel Verzögerungsarbeit geleistet wird die sich letztlich in Wärme niederschlägt.
    Daraufhin habe ich mich sehr bemüht die Hauptlast auf die vordere Bremse zu verlagern und unten die Temperatur der Bremssättel gemessen. Dabei hatten die vorderen Sättel je 70 Grad und hinten 130 Grad.


    Mein Thermometer nehme ich jetzt immer mit und prüfe regelmäßig die Temperaturentwicklung.


    Ach übrigens mein Freundlicher hat natürlich noch nie was davon gehört. Auf meine Bitte er möge mal im Werk nachfragen kam keine Reaktion mehr.


    Gruß
    Matze

  • Die KTM hat bei der hinteren Bremse ein Wärmeproblem. Dies ist jedoch ohne die beschriebenen Folgen, wenn die Bremsflüssigkeit regelmäßig, und frühzeitig gewechselt wird.
    Mit der neuen Bremsflüssigkeit wirst du es auch bei einem freien Pass nicht schaffen, dass die Bremse ausfällt.
    Ich würde an deiner Stelle nicht versuchen den Fahrstil zu ändern, weil es in deiner Kombination halt nicht zu einem Ausfall der Bremse kommt. Wieso also auf die hintere Bremse verzichten?