Sammelthread eingelaufene Nockenwellen 790 und 890

  • Hat mit der Marke bzw. KTM nichts zu tun.

    Garantie ist doch fast in jedem Fall an lückenlose und rechtzeitiges Service in einer Vertragswerkstatt gebunden. :zwinker:

  • Das dürfte jedem klar sein. Ich bin mir nur nicht sicher, ob sich jeder Honda-Fahrer so viele Gedanken über Garantie Verlängerungen macht. Über so etwas habe ich mir bei meinen anderen Motorrädern (Yamaha, Aprilia) selbst bei der 690er auch nie Gedanken gemacht. Es drückt jetzt nicht gerade ein tiefes Vertrauen in ein Produkt aus, wenn man es sich nur traut zu nutzen, wenn es über eine Garantie abgesichert ist.

  • Ja das hast schon recht.

    Ich hab jetzt noch Garantie bis Juli 26, danach ist keine Verlängerung mehr möglich aufgrund des Alters.


    Hab halt gute 2k in Garantieverlängerungen gesteckt, dafür aber bei 28.000 km einen neuen Motor bekommen, was insgesamt ca. 6k gekostet hätte.

    Sicher wärs mir ganz ohne Verlängerung und Tauschmotor auch lieber gewesen.

    Und ich werd vermutlich auch keine KTM mehr kaufen. Ist ja eigentlich eh keine österreichische Marke mehr mittlerweile. :grins:

  • Jetzt muss ich doch auch mal was schreiben und KTM bei der Schadensabwicklung auch mal loben… Dieses ganze negative gelaber geht einem dann doch mal ganz schön auf den Sack…


    Ein Bekannter von mir mit einer Duke 890R aus 2020 hatte besagte eingelaufene Nockenwellen. Damit war er im Juni diesen Jahres beim Händler. Er hatte keine Garantieverlängerung, war aber regelmäßig beim Service. Laufleistung war bei 18000km.


    Er hat innerhalb von 2 Wochen von KTM Bescheid bekommen, das sie den Motor ohne Zuzahlung tauschen!

    Insgesamt stand die Duke nur 4 Wochen beim Händler. Den 1000ner Sevice hat KTM auch übernommen!


    Klar kann ich das verstehen wenn manche hier schlechte Erfahrungen gemacht haben, aber anscheinend hält sich KTM an sein Versprechen was z.B. die Nockenwellen angeht!


    Meine Duke 890R aus 2020 läuft übrigens auch immernoch super 😊

  • Ui, 2.000€ für Garantieverlängerungen, plus der dann fälligen Werkstatt-Wartungen, das läppert sich im Verhältnis zum Rest-Marktwert aber auch schon übel ins Ärgerliche.

    Gut, dass sich der neue Motor da positiv bemerkbar machen sollte.

    Glück gehabt :achtung ironie: .

  • Ja das ist schon auch viel Kohle. Allerdings sind die Wartungen sowieso zu machen. Ob ich da jetzt 10% spare und dafür dann auf einem Schaden sitzenbleibe, fällt nicht ins Gewicht.

    Kann eh jeder handhaben wie er will. Aber dann soll er halt auch nicht hier rum jammern und es hinnehmen wie es kommt.


    Bin mit dem Bike jetzt knapp 43.500 km gefahren und so gut wie jeder hat enorm Spaß gemacht - ohne Bauchweh und ohne dauernd dran zu denken was und wann passieren könnte.


    Manch einer hier hat ja schon geschrieben er fährt sein Bike mehr oder weniger nicht mehr. Wenn das gescheiter ist, bitte mir solls recht sein! :lautlach:

  • Bei mir sieht die Sparquote der Inspektion eher 50-70% aus.

    Zahle je nach Größe der Inspektion 100 bis 200€ bei meinem freien Mechaniker.


    Da sind die 300 bis 450€ der KTM Händler... naja.


    Dennoch schade hoffen zu müssen, im Lotto richtig gezogen zu haben und keinen Lagerschaden zu bekommen.


    Immerhin soll es ja auch 790er geben ohne diesem Problem.

  • Korrekt!

    Es kann eben einfach nicht angehen, dass man zu einem Fahrzeug direkt eine Garantieverlängerung kaufen "muss", weil man sonst Lotto spielt. Was ist das denn für eine Logik?

    Kommt ein Handwerker zu Dir, installiert einen Gasanschluss und gibt Dir den Tipp ne Garantie abzuschließen, weil er seiner eigenen Arbeit nicht traut - man denke mal darüber nach!

    Richtig wäre es, das Grundlegende Problem an der Konstruktion zu lösen und einen Rückruf der Fahrzeuge zu starten. Das fördert das Vertrauen in die Marke und erzeugt langfristige Kundenbindung und verbessert das Image der Marke. Fehler können immer passieren, aber man muss dazu stehen und diese beheben. Jetzt kann man darüber streiten woher das Geld kommen soll, um das durchzuführen, gerade in der Lage eines angeschlagenen Konzerns. Die richtige Fragestellung wäre m. E. n. allerdings ob man nicht gerade durch solche Einsparungen am Kunden in genau solch eine Lage gekommen sein könnte?

    Ich fahre mittlerweile mit besserem Gefühl, denn ich kann es kaum beeinflussen ob mein Motor zu denen gehört, die hochgehen werden. Solang er läuft habe ich Spaß damit und wenn er mal den Geist aufgibt kann ich immernoch weinen.

    „Ich kaufe ein -E- und möchte lösen : B O C K W U R S T !“ :lol:

  • Nun ja, es ist ja kein grundlegendes Problem. Es fahren ja massenhaft problemlose 790/890 durch die Gegend. Auch der 50.000 km Dauertest hatte keine Auffälligkeiten. Es ist letztlich der Umgang mit denen die ein Problem haben. Hier muss die Mängelbearbeitung stringent sein, es muss ein klarer Ablauf definiert sein. Zusätzlich müssen notwendige Ersatzteile in annehmbarer Zeitspanne verfügbar sein. Da hat es KTM an Fehlerkultur gemangelt. Wenn sich das ändert, bleiben/Kommen die Kunden.

  • Meine Duke 890 GP ist jetzt 1,5 Jahre alt und ist seit dem problemlose 40000 km gelaufen. Bei der 30k-Inspektion musste nicht einmal das Ventilspiel eingestellt werden.

    Was mir bei nicht wenigen Berichten von 790/890-Motorproblemen aufgefallen ist, dass es sehr häufig Maschinen sind, die sehr wenig gefahren wurden (2000-5000 km/Jahr). Ebenso oft sprechen ihre Fahrer auch von "materialschonender" Fahrweise, d.h. dass sie aufgrund des hohen Drehmoments bei niedrigen Drehzahlen früh hochschalten, weil sie lieber "cruisen" wollen.

    Ich sage nicht, dass diese "materialschonende" Fahrweise zwangsläufig zu kapitalen Motorschäden führt, aber zumindest kann man sagen, dass diese Fahrweise leider das genaue Gegenteil von dem ist, was die Leute denken. Motorradmotoren sind Hochdrehzahlmotoren. Die verbauten hydrodynamischen Gleitlager brauchen Drehzahl, damit sie ihren Schmierkeil aufbauen können. Ebenso sind die Ölpumpen darauf ausgelegt, dass sie bei Nenndrehzahl die Ölversorgung sicherstellen. Idealerweise werden Motorradmotoren im Drehzahlbereich zwischen dem höchsten Drehmoment und der höchsten Leistung bewegt. Vereinfacht kann man auch sagen: Im oberen Drittel des verfügbaren Drehzahlbands.

    Untertouriges Fahren (<5000-6000 Upm) setzt dem Motor erheblich zu. Die Ölpumpen liefern max. die Hälfte des Öldrucks, wodurch die hydrodynamischen Gleitlager erst recht Probleme bekommen, für die notwendige Schmierung zu sorgen. Höhere Reibung bedeutet größere Hitze, die aufgrund der ebenfalls schlechteren Kühlwasserversorgung dem Material zusätzlich zusetzt. Dazu kommt noch die unsaubere Verbrennung im Teillastbereich, die zu erhöhter Kohlenstoffablagerung besonders an den Auslassventilen führt.

    Vielleicht hat KTM am Anfang unterschätzt, wie viele Menschen die Maschinen weit unterhalb des Nenn-Drehzahlbereichs fahren. Aber es ist schon auffallend, wie viele Maschinen es mit hoher Laufleistung und wenig Problemen gibt und wie viele Maschinen es mit geringer Laufleistung und katastrophalen Schäden gibt.

  • Ich habe nie behauptet happy zu sein, dass ich mir diese Garantieverlängerungen leisten muss/musste.

    Aber es ist nun mal so.

    Und bevor es zum Super GAU kommt, dann halt lieber so.

    Die 890R war aber somit auch meine erste und letzte KTM. :zwinker:

  • Ich denke für einen Hersteller wäre es besser und unterm Strich günstiger, Qualität zu produzieren.

    Der Ruf leidet nicht darunter, die Kundschaft wird nicht verärgert und bleibt bei der Stange.

    Murks abzuliefern bringt einen enormen Shitstorm mit sich. Sieht man auch bei BMW gerade mit ihrer 13er. Auf so eine Außendarstellung würde ich als Hersteller verzichten.

    Was die "Griffelspitzer" (Controller & Einkäufer) ihrem Arbeitgeber für einen Bärendienst erweisen sieht man in beiden Fällen.

  • Kurzes Update zur China Nockewelle (also der neuen 790 Adventure Nockenwelle aus chinesischer Produktion) Meine Lieferung verschiebt sich nun schon in den Januar 2026, bestellt hatte ich Anfang Juli. Hoffe mal dass sie noch in der Winterpause kommen und dann auch passen. Halte euch auf dem Laufenden.

  • Ein Bekannter von mir mit einer Duke 890R aus 2020 hatte besagte eingelaufene Nockenwellen. Damit war er im Juni diesen Jahres beim Händler. Er hatte keine Garantieverlängerung, war aber regelmäßig beim Service. Laufleistung war bei 18000km.

    Darf ich fragen, wie hier der Ablaufg war? Hatte dein Bekannter Symptome und hat sie deshalb zum Händler gebracht, die dann die Nockenwellen kontrolliert haben? Oder die Kontrolle auf Verdacht beim Händler beauftragt? Oder aber die Nockenwellen selbst kontrolliert und dann (anhand Fotos, etc.?) reklamiert? Danke!

  • Auf Garantie ? Ansonsten gibt es die Dinger Kistenweise bei Kovehändlern sofort verfügbar.

    Nein, Garantie wurde abgelehnt und die hätten dann nur die originalen wieder eingebaut.


    Hat das mit den Kove NW schon jemand probiert. Hast du mir vielleicht nen Link?


    Danke dir