AXfix für Quertransport auf einem Heckträger

  • Seit nun 17 Jahren verzurre ich meine Mopeds, meist BMW GS auf dem Heckträger meines Wohnmobils, ohne Wippe. Und es hat bisher immer recht gut funktioniert, bis auf die üblichen Macken am Lack die einfach passieren wenn man jährlich bis zu 10000 Km sein Moped hinten drauf hat und es in dieser Zeit bis zu 30 mal auf und ablädt.


    Naja, und da auch ich mittlerweile verschiedene Infos bezüglich dem AXfix System erhalten habe, dachte ich mir das könnte eine Möglichkeit sein, um alles einwenig zu optimieren.

    Allerdings war auch ich, wie viele andere, nicht sicher ob das AXfix System wirklich ausreicht um ein 200 Kg Moped sicher zu befestigen und zu transportieren. Vor allem, da es sich beim Transport auf dem Heckträger am Wohnmobil ja um einen Quertransport handelt.


    Also habe ich mich erstmal mit dem Hersteller, Herrn Müller in Verbindung gesetzt und ihm mein Anliegen kurz geschildert, anschliessend ein paar Fotos meiner bisherigen Mopeds auf dem Heckträger geschickt worauf er mir per Telefon und per mail versichert hat, dass dies kein Problem für das AXfix System darstellen würde.


    Lange Rede kurzer Sinn, wir haben den Träger jetzt mit einer Wippe ausgestattet und das Moped mit dem AXfix befestigt.

    Wie und ob es sich bewährt kann ich natürlich erst nach der nächsten Reise berichten. Allerdings macht es bisher einen recht guten Eindruck, da das Moped wirklich bombenfest drauf steht.


    Die Fotos haben wir natürlich auch zum Hersteller gesendet mit bitte um seine Meinung dazu.

    Sicherheitshalber werden wir das Moped bei der ersten Fahrt ansonsten auch noch zusätzlich über die Sturzbügel sichern, da für uns das ganze natürlich auch Neuland ist ;)


    Hat eventuell von euch schon jemand Erfahrung mit dem AXfix System auf einem Heckträger, bzw. mit Quertransport?

  • Hohenseelbacher

    Hat den Titel des Themas von „AXfix für Moped-Transport mit Wohnmobil“ zu „AXfix für Quertransport auf einem Heckträger“ geändert.
  • Hier kannste die Querbewegung trotz Längstransport erkennen:

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    Klar, ist keine Vollbremsung quer.
    Wenn der Hersteller meint, dasses funzt würd ich mir keine Sorgen machen aber trotzdem ne Notfall-Anspannung am nach hinten zeigenden Lenkerende (Handguard) einhängen. Dann klappts auch, wenn das Cämperle nen milden Einschlag hat.

    Respekt für Frauen und Mädchen.

    Nicht jeder, der sich gestern vor Wissen nur so brüstete, ist heute noch von Gestern.


    Wg. Krach fahr ich aus der Haut: loud is out!
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  • Ohne wirklich technisch es belegen zu können, und zu wollen. Ich hätte Bauchweh bei der Art Befestigung. Ich kann nur aus der Praxis der Ladungssicherung (LKW, Baumaschinentransport) bewerten. Bei dem System wird ganz unten angesetzt. Da treten grosse Kräfte im Bereich der Achse und der Befestigungspunkte auf. Da kann ein Anschlagpunkt schnell überlastet werden. Wenn man weiter oben noch eine Querabspannung vornimmt, wäre ich da wesentlich beruhigter.

    Das System hat aber auch Vorteile. Keinerlei Belastung der Federelemente auf Dauer. Kann ja gerade bei sehr feinfühligen Elementen zu Ölaustritt, Undichtigkeit führen. Nachteil ist da aber dann das über Löcher im Asphalt auch Zug auf das Federbein, Gabel kommt. Mir hat es bei der MT 01 Mal das Federbein (Wilbers 641) zerstört. Da wurde das obere Dämpferauge von der Kolbenstange abgerissen. Wurde aber ersetzt. Da habe ich auch ein System durch die Achse (nur hinten). Seitdem sichere ich zusätzlich gegen ausfedern auf Block.


    In Endeffekt muss es jeder für dich selbst entscheiden. Bei Motocross mit 120kg ist es ja noch verständlich. Bei Bikes um die 200 kg und mehr. Naja. In dem Fall mit Querstransport würde ich persönlich erst Recht versuchen, zusätzlich gegen seitliche Bewerbung zu sichern.

    Gruß Richard

    MT01 RP12,


    Suzuki GSXR 1000 K5 Rennstreckenzumbau,


    KTM 1290 SAS 18`


    Suzuki Freewind 650

  • Danke für deine Einschätzung, Richardl!


    Wir sind diesbezüglich fachlich etwas überfordert, da wir mit Transportsicherungen nicht wirklich Erfahrung haben, darum auch meine Frage.

    Nachdem wir das Moped gestern daraufgestellt haben und nach dem befestigen kräftig dran gewackelt haben kam uns auch die Idee, zusätzlich noch einen seitlichen Halter zu bauen. Obwohl es wirklich fest steht und kaum mehr als 5cm hin und her zu bewegen ist. War mehr so ein Bauchgefühl was uns dazu bewegt hat.


    1090R Träger
    streamable.com


    Wir haben dann einen Seitenhalter gebaut und erstmal hinten provisorisch montiert, da wir dachten es wäre ein gute Idee das Moped am Rahmen der Fussrasten zusätzlich zu fixieren. Sind aber jetzt davon weg und werden ihn nach vorne setzen um das Moped dann am Sturzbügel gegen die seitlich wirkenden Kräfte zu fixieren, stabilisieren.


    Für weitere Tips und Anregung sind wir sehr dankbar!

  • Dass es Wankbewegungen gibt ist klar.

    Die gibt es auch beim Autotransport, klar, Autos stehen auf 4 Ecken. Dennoch ist es nicht völlig unvergleichbar, was letztlich die Solidität der Achsfix-Lösung untermauert.


    Ne Abspannung mit möglichst großem Winkel wg. nem drohenden Einschlag halte ich für sinnvoll. Da reicht ein solider Gurt.

    Wenn das bike bei ruppiger Waggelei 5cm ausschlägt, werden es bei nem Einschlag naturgemäß wesentlich mehr sein. Allerdings bleibt auch zu bedenken wie fest die Abspannpunkte sind.


    Schätze es geht auch ohne diesen Fixpunkt.


    Mein Vorschlag:

    An einem für das bike gut erreichbaren Punkt ne klappbare Stütze zum bike hin -verhindert ohne viel Aufwnd Wanken und drohenden milden Einschlag. Gemäß der alten Ladungsweisheit, dass nichts nach vorne rutscht, wenns bereits vorne anstößt.

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    Einmal editiert, zuletzt von kt-shifter ()

  • Vorsicht: Wenn die Hauptbefestigung direkt an den Rädern erfolgt dann wird an einer Zusatzbefestigung am Rahmen eine Bewegung durch das Einfedern des Motorrades entstehen.

    Eigentlich musst du dich entscheiden, ob du nur an den Rädern, oder das Motorrad in die Federn ziehen und am Rahmen abspannen willst.

    Eine Kombi finde ich nicht gut

  • Hi Wolfgang, Danke, das stimmt natürlich und würde wohl mehr Schaden am Moped anrichten als ein paar Gurte um es in die Federn zu ziehen.


    So langsam komme ich immer mehr zu der Entscheidung, es weiterhin so zu machen wie in den letzten Jahren. Das Moped ordentlich verzurren und seitlich stützen. Bei einem Quertransport ist das wohl die sinnvollste Variante, falls es mal zu einer Gefahrbremsung kommt. Hat ja auch Jahre lang funktioniert. Das AXfix kann ich ja als zusätzliche Befestigung zur Sicherheit trotzdem dabei verwenden.

  • Ich transportiere seit über 20 Jahren meine Motorräder auf Anhängern und dabei in die Federn gespannt. (Ca. 1/2 Einfederweg)


    Bestimmt 1.000 - 2.000 km im Jahr.


    Mir ist deshalb noch nie ein Federbein oder eine Gabel undicht geworden.


    Das Gerede davon kann man als Wandersage ablegen.


    PS.


    Bei einem Hochladeranhänger mit Plane bin ich mal von einer Sturmboe erwischt worden. In Folge ging das Gespann quer und hat sich auf einem Acker überschlagen.


    Der Anhänger blieb auf dem Dach liegen. (Sehr stabiler Spriegel von Humbaur)


    Das Motorrad hing kopfüber im Anhänger.

    Zwei Zurrösen waren gelängt. Das war alles.


    Deshalb halte ich nichts von Achsbesfestigungen.

    Der Kluge lernt aus allem und von jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiß alles besser. :winke:

    Einmal editiert, zuletzt von Kondos ()

  • Vorsicht: Wenn die Hauptbefestigung direkt an den Rädern erfolgt dann wird an einer Zusatzbefestigung am Rahmen eine Bewegung durch das Einfedern des Motorrades entstehen.

    Daher schrieb ich ja auch klappbar. Optimal ist ein Kugelgelenk.


    Am Ende ist eine konventionelle Abspannung bei einem Einschlag sicher nicht überlegen und nur darum braucht es eine Abstützung.

    Im normalen Fahrbetrieb sollte weniger auf Spekulationen und mehr auf die Aussage eines Spezialisten gehört werden. Der haftet letztlich für sein Produkt.

    Respekt für Frauen und Mädchen.

    Nicht jeder, der sich gestern vor Wissen nur so brüstete, ist heute noch von Gestern.


    Wg. Krach fahr ich aus der Haut: loud is out!
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  • Bestimmt 1.000 - 2.000 km im Jahr.


    Mir ist deshalb noch nie ein Federbein oder eine Gabel undicht geworden.

    Das kann ich bestätigen, allerdings mit 5000-10.000Km pro Jahr und teilweise mit bis zu 10 Tagen in die Federn gespannt (ebenfalls 1/2).

    Da leiert nichts aus und Undichtigkeiten hatten wir auch noch nie.


    Auf der anderen Seite, beim LKW Transport, da stehen die Gestelle auch Quer, wird in der Regel auch an der Achse verzurrt, zwar etwas breiter, aber eben Achse.
    Ich kann dir versichern, da bewegt sich nichts, die Moppeds haben teilweise an den Lenkerenden nur 2-3cm Distanz zueinander und der fährt immerhin bis Portimao mit dem Eimer und die A49 bzw. A22 von Sevilla runter ist ne ganz schöne Huckelpiste!


    20221217_131421.jpg

    Toleranz ist das unbehagliche Gefühl, der Andere könnte am Ende vielleicht doch Recht haben...

  • Das kann ich bestätigen, allerdings mit 5000-10.000Km pro Jahr und teilweise mit bis zu 10 Tagen in die Federn gespannt (ebenfalls 1/2).

    Da leiert nichts aus und Undichtigkeiten hatten wir auch noch nie.

    Gibt unterschiedliche Erfahrungen.

    Ich hatte zweimal eine Ölpfütze unter dem Federbein einer 690 Enduro, nachdem sie einen Tag festgezurrt war. Sicher auch nicht mehr als die Hälfte in die Federn gezogen.

  • Gibt unterschiedliche Erfahrungen.

    Ich hatte zweimal eine Ölpfütze unter dem Federbein einer 690 Enduro, nachdem sie einen Tag festgezurrt war. Sicher auch nicht mehr als die Hälfte in die Ferdern gezogen.

    Meinst aber nicht, dass das Einzel- bzw. Zufälle sind? Vorschäden, oder seit Jahren keinen Service mehr gemacht?
    Wir machen das selbst seit so vielen Jahren mit so vielen Moppeds, wir treffen uns 8-10 Mal im Jahr mit so vielen Gleichgesinnten die ihre Moppeds exakt so von Rennstrecke zu Rennstrecke transportieren und keiner von denen hat Probleme!?


    Du bist der Erste in etwa 25 Jahren Motorradtransport, der davon ausgeht, dass das vom Verzurren kommt ?‍♂️

    Toleranz ist das unbehagliche Gefühl, der Andere könnte am Ende vielleicht doch Recht haben...

  • Klar waren das keine neuen Federbeine. Und ich kann nicht beweisen, dass es vom Verzurren kommt, genausowenig wie das Gegenteil zu beweisen ist.

    Vielleicht macht das auch einen Unterschied, ob das Motorrad 10 oder 25 cm Federweg hat?

  • eher ob die Simmeringe nicht schon vorbeschädigt sind. Gerade beim endurofahren kommt da halt auch mal Schmutz dazwischen, gerade wenn man die Gabelholme nicht sauber hält.

  • Ich bin mit beiden Verfahren, erst über normal in die Federn gespannt, dann vorne über den Lenker/Gabekbrücke und hinten über Tyrefix (damit stand das Moped am stabilsten) und zum Schluss bis heute über Axfix, bzw. selbst gebaute Alternativen (Gewindestange und Ringöse). Wir hatten nur einmal an der Gabel Undichtigkeiten, vermutlich weil wir das Rad im LKW der sogar noch Eigendämpfung hat, schief gestellt haben und dann verspannt. Ansonsten nie Probleme. Ich spanne derzeit immer über Axfix vorne und hinten ab.

    Insgesamt habe ich über 15 Trainingsveranstaltungen per Anno über mehrere Jahre ohne jegliche Probleme und auch in den letzten 10 Jahren bestimmt über 50.000km mit dem Motorrad auf dem Anhänger so verbracht ohne jegliche Undichtigkeiten. Meiner Meinung nach ist es egal, wie man verspannt.

  • ... über Axfix, bzw. selbst gebaute Alternativen (Gewindestange und Ringöse)...

    So machen wir das auch seit ein paar Jahren, hält bombenfest und ich hätte auch beim Quertransport keine bedenken.


    Wir verzurren aber dann nicht mit Spanngurten an dem selbstgebastelten Axfix sondern mit Seilspanner und je nach Zurrpunkt noch ein zwei Kettenglieder zum Öffnen. Mit Wippe ist das Moped dann alleine in zwei Minuten auf dem Hänger bzw. im Transporter befestigt.


    Edelstahl Seilspanner/Spannschraube, Haken/Öse (Auge), M10, V4A

  • Hilti-Monatgeschienen.jpgAXfix-1090R-Hiltischienen.pngAXfix-Halterung Hilti.jpgHilti_Eckverbindung.jpg


    Fertig, jetzt passt's!

    Da uns die original von Sawiko angebotene Halteschiene nicht wirklich vertrauenswürdig erschien, es war in sich nicht wirklich stabil, haben wir jetzt mit dem Hilti Schienensystem MQ-41 einen stabilen Rahmen auf den Heckträger verbaut.

    Und der ist auch stabil!

    Das einzige was jetzt noch wackelt ist der Träger und das Wohnmobil ;)


    Das Motorrad steht nun, nur in Verbindung mit dem AXfix, wesentlich fester als vorher mit zusätzlicher Seitenabspannung.

    Vor allem auch wesentlich fester als alle vorher verzurrten Mopeds, bei denen sogar noch eine seitliche Haltestange genutzt wurde.


    btw, danke an MR.moto76, du hast uns mit deinem Foto zu der Idee geführt, mit dem Hilti Schienensystem zu arbeiten.


    In der Praxis, bei normalen anfahren und abbremsen oder auch Schlaglöchern bewegt sich das Motorrad jetzt am oberen Ende, also am Lenker maximal 2-3 cm nach rechts uns links, mehr nicht. Allerdings ist die KTM 1090R ja auch sehr hoch.
    Und selbst bei einer mit ca 60 Km/h simulierter Gefahrenbremsung hat sie sich im oberen Teil kaum mehr zur Seite bewegt.


    Jetzt schauen wir mal wie es sich in der Praxis auf dem Heckträger bewährt, denn die nächsten 3-4000 Km Autobahn und Pyrenäenpässe stehen ja bevor. Nach nochmaliger Rücksprache mit dem Hersteller des AXfix bin ich da jetzt sehr zuversichtlich.

  • btw, danke an MR.moto76, du hast uns mit deinem Foto zu der Idee geführt, mit dem Hilti Monatgeschienensystem zu arbeiten.

    Wenns hilft, immer gerne :Daumen hoch:

    Toleranz ist das unbehagliche Gefühl, der Andere könnte am Ende vielleicht doch Recht haben...

  • Hat vielleicht mal jemand Bilder von seiner selbstgebauten Axfix Alternative?