Dunlop SportSmart Mk4

  • Bei der Bremsung in Schräglage eliminiert das "Kurven-ABS" die Aufstellneigung. Genau das ist deren Job. Den finalen Aufrichtlenkimpuls hast du so bei jedem Reifen und jedem Motorrad in der Situation. Auch ohne K-ABS übrigens.


    Glückwunsch zum Training und zum Trainer. Da wurde sehr engagiert und mit Hingabe Trainiert und nicht die Teilnehmer warmgestreichelt. Top :Daumen hoch:

    Der Kluge lernt aus allem und von jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiß alles besser. :winke:

  • Die Steuerung nimmt je nach Bedarf den Bremsdruck weg. Bei mir war es auffällig, dass ich früher eigentlich permanent leicht unterhalb der Regelschwelle in Kurven gebremst habe. Durch das Kurventraining musste ich also nur etwas stärker bremsen, um das Kurven- ABS auszulösen. Was sicherlich erheblich hilft, wenn man eine Schreckbremsung auslöst und das ABS dann wegregelt. Das zu testen habe ich nicht probiert... :staun:

  • Das sind zwei verschiedene Regelungen:

    Eines ist MSC: Verhinderung des Aufstellmoment beim Bremsen in Schräglage durch eigenständigen Bremseingriff in die Hinterradbremse.

    Das wird allgemein als "Kurven-ABS" bezeichnet. Das kann aber noch mehr.


    Die Blockierverhinderung beim Überbremsen in Schräglage.

    Tatsächlich hat das schon mit alten ABS Anlagen bei mittlerer Schräglage funktioniert. Nur gab es dabei immer sehr hohe Lenkimpulse durch die Bremslenkkraft. Das wird heute durch das schräglagengeregelte ABS eliminiert.

    Der Kluge lernt aus allem und von jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiß alles besser. :winke:

  • Bin jetzt das zweite mal über die schweizer Pässe mit dem MK4 .. der Grip ist dort einfach nicht so gut und es rutscht hier und da genauso wie es mit dem Michelin Road 6 GT auch getan hat. Wenn der auf der Niken unten ist, wechsle ich mal auf den Road 6 ohne GT.

    Die Superduke wartet immer noch auf Ihre MK4, da freue ich mich schon sehr darauf.

    Gruss Michael


    Yamaha Niken GT 2022 Stahlflex, Dynojet Powervision 3 Map, AGA angepasst, Airbox angepasst.

    KTM 990 Superduke R '10er mit Akrapovic, TuneEcu Map 611EU0802031Mapplamevo2.hex, "Summerdoors", O2+ EPC disabled, 41er Kettenrad

    Suzuki M1800R PCV mit Zylinderselektivem Mapping 125PS 160NM

  • Zum Einfahren und beim ADAC Intensivtraining war ich mit 2,4 und 2,7 unterwegs.

    Die letzten 1300Km im Algäu und drum herum mit 2.4 und 2.5 kalt unterwegs.

    Meinem Popometer gefiel das bei den ganzen Kehren vor Ort ein bißchen besser.

    Verschleiß ist vorne ca. 0,6mm und hinten ca. 2,0mm bei gesamt 1480km Laufleistung bis jetzt.

    Der MK4 ist bis jetzt das beste was ich bisher an Sportreifen gefahren bin!

    Grüße


    dachi

  • Gestern Abend den MK4 auf die Super Duke montiert und jetzt gerade nach der Hitze eine Runde am drehen. Einfach Hammer der Reifen, genau gleich wie auf der Niken. Jetzt kann ich auch was zum Vorderreifen sagen und das ist ebenso wirklich gut. Er gibt mir ein viel besseres Gefühl als der CUP2 der zuvor montiert war. Der Dunlop hat auch mehr Eigendämpfung wie ich finde, das ist perfekt für die Holperpisten in den Schweizer Bergen.

    Der Reifen harmoniert auch hier sehr gut und macht Spass!

  • echt noch besser als der Cup2.. oha.. Ich muss den auch irgendwann mal versuchen

    So die Runde zuende und bin wirklich sehr zufrieden. Gibt auch sehr viel Vertrauen vorne .. perfekt meiner Meinung nach ... so macht mir die gute alte Superduke wieder so viel Spass .. ich glaube ich behalte sie doch ..

    Gruss Michael


    Yamaha Niken GT 2022 Stahlflex, Dynojet Powervision 3 Map, AGA angepasst, Airbox angepasst.

    KTM 990 Superduke R '10er mit Akrapovic, TuneEcu Map 611EU0802031Mapplamevo2.hex, "Summerdoors", O2+ EPC disabled, 41er Kettenrad

    Suzuki M1800R PCV mit Zylinderselektivem Mapping 125PS 160NM

  • Ich denke ich werde ihn auch mal probieren, dauert aber noch etwas, da ich mir erst einen neuen S22 hinten drauf gezogen habe.

    Vom Preis ist er ja schon deutlich teurer im Vergleich zum S22 (270€ zu ~350€ pro Satz mit 190 Hinterreifen).


    Wie verhält der MK4 sich denn kurz vor Verschleißgrenze oder sogar darüber hinaus? Baut er dort auch so spürbar ab wie der S22?

  • Ich denke ich werde ihn auch mal probieren, dauert aber noch etwas, da ich mir erst einen neuen S22 hinten drauf gezogen habe.

    Vom Preis ist er ja schon deutlich teurer im Vergleich zum S22 (270€ zu ~350€ pro Satz mit 190 Hinterreifen).


    Wie verhält der MK4 sich denn kurz vor Verschleißgrenze oder sogar darüber hinaus? Baut er dort auch so spürbar ab wie der S22?

    Ich konnte in Sardinien keinen Unterschied feststellen .. aber Sardinien ist auch was anderes. Jetzt der zweite ist auch schon ziemlich verschlissen, aber an den Flanken ist er immer noch top also sehr stabil dort und verhält sich bisher unverändert würde ich sagen. Er verschleisst in der Mitte schneller als an der Flanke. Auf dem Kringel habe ich Ihn bisher nicht gefahren.

    Gruss Michael


    Yamaha Niken GT 2022 Stahlflex, Dynojet Powervision 3 Map, AGA angepasst, Airbox angepasst.

    KTM 990 Superduke R '10er mit Akrapovic, TuneEcu Map 611EU0802031Mapplamevo2.hex, "Summerdoors", O2+ EPC disabled, 41er Kettenrad

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  • Danke. Ich habe immer die Erfahrung gemacht, dass der Hinterreifen sehr stark an Grip verliert wenn er am Rand der Lauffläche an die Indikatoren ran kommt. Hat man diese abgefahren, will man nur noch mit TC fahren. Versuche mit anderem Luftdruck hab ich nie getestet, da war einfach Feierabend... Der Meinung sind auch noch drei andere Kumpels von mir.


    Aber wenn der MK4 schon mal etwas länger hält als der S22 wäre es mir den Aufpreis wert.

  • So jetzt ist es soweit an bei mein Testbericht MK4

    Daten:

    Fahrzeug: KTM 1290 GT:

    Gesamtlaufleistung: 2859 km, Profiltiefe hinten zw. 0,84 bis 2,1mm / vorne noch 3,85 mm, Legal waren es 2409 km.

    Streckenaufteilung:

    BAB 0%

    Bundesstraßen 25%

    Stadt 25%

    Staatsstraßen 50%

    Rennstrecke

    Fahrzeug: BMW S1000RR BJ 2010

    Gefahren 1 Turn, 7-Runden ab 5- Runde hat der MK4 leicht geschmiert.


    Grip: Ähnlich von Bridgestone S21/S22. Der Reifen gibt selbst in hohen Schräglagen ein gutes Gefühl, jedoch kam es gegen Ende zu leichten Rutschern. Für sportlichen Straßeneinsatz sowie Fahrsicherheitstraining auf dem Kringel vollkommen ausreichend. Wird man oder ist man schneller (weit außerhalb der StVO) oder ist auf einen 2-tägigen Trackday, würde ich einen anderen Reifen empfehlen. Bei längerer Belastung zu Zweit und höheren Außentemperaturen (32 Grad) neigt er zum Schmieren, wenn man zu stark Druck auf der Fußraste ausübt und richtig am Hahn dreht. Reifentemperatur hinten 84,5 Grad gemessen in der Garage nach Ablegen des Helmes und der Kleidung. Ich schätze das der Reifen zw. 88 - 90 Grad hatte.

    Handling: Sehr neutral, präzises und kontrollierbares, leichtes Einlenkverhalten. Er kippt nicht nervös in die Kurve, sondern steigert kontinuierlich, transparent und ohne Kipppunkte die Schräglage. Sein Handling darf man ruhig als spielerisch bezeichnen. Vom ersten Meter an volles Vertrauen in den Reifen gehabt.

    Aufstellmoment: Selbst beim Bremsen in Tieferschräglage konnte kein Aufstellmoment festgelegt werden.

    Eigendämpfung: Solange der MK4 neu ist, schluckt er spürbar besser Schlaglöcher und Unebenheiten als Konkurrenzprodukte wie z.B. S21 oder S22. Die letzten 500 - 800 km hat er praktisch keine Eigendämpfung mehr, ab dann ist er teilweise härter wie die Konkurrenz

    Nässe: konnte nicht getestet werden.

    Reifenbild: Hinten typisches Fischgrätenmuster und Schleifpapiermuster auf den Beschleunigungszonen. Reifenbild insgesamt gut.

    Gesamteindruck: Ein sehr guter Sportreifen auf extrem hohem Niveau. Im Hypersport-Segment gibt es definitiv bessere Alternativen, jedoch halten diese in der Regel nicht so lange.


    Der MK4 ist eine gute Wahl für den sportlichen Fahrer, der nicht auf der letzten Rille unterwegs ist.


    Hier noch ein Laufleistung Vergleich:

    S21= 2125 km / S22=2350 km / Road 5=3400 km / Supercorsa SP V3=1200 km

    Dunlop.jpg

  • Mit welchem Luftdruck (Straße/Renne) bist du gefahren?

  • So unsere Alpentour ist leider schon wieder vorbei. Der MK 4 hat nun 2500 km drauf. 100 km Südschwarzwald zum einfahren und dann 2400 km Alpentour mit insgesamt 450 km Autobahn. Rest waren Pässe von klein im Hinterland von San Remo sowie die großen Pässe von Iseran, col de Bonnet usw. Temperaturen von 10 bis 40 Grad sowie Gewitterregen. Somit alles dabei zum Reifentest.

    Also ich kann den MK 4 empfehlen. Hat alles mitgemacht, keine Rutscher, volles Vertrauen in die Reifen. Unter Verschleiß ist für einen Sportreifen minimal. Restprofil jetzt vorne und hinten jeweils 3,5 mm. Der S 22 war hinten nach 2 Tkm platt.

    Ist jetzt mein Reifen.

  • So dann will ich auch mal meinen Senf dazu geben:


    Gestern aufgezogen - flutschte leichter drauf als der S22.


    Den Luftdruck hab ich mal von meiner Lieblingseinstellung des S22 übernommen:

    2,4/2,7


    Insbesondere der Vorderreifen ist deutlich steiler/spitzer als der S22 - der Hinterreifen ist auch nicht so schnell auf Kante wie der S22.

    Ans Handling muss ich noch noch gewöhnen - an das fehlende Aufstellmoment ganz besonders.


    Spannend fand ich insbesondere den Heißluftdruck.

    Warm war ich sehr fix vorne auf 2,8 und hinten 3,2 bei gemäßigter Fahrweise! Der S22 erhöhte i.d.R. nur um ~0,2/0,3 Bar.

  • Tim13

    Der Spread zw. Kalt ➡️ Heiß ist vorne Zuviel, hinten grenzwertig. Wo solltest du auf jeden Fall auf 2,5 bar anpassen, hinten im Auge behalten. Sollte hinten über die 3,2 bar heiß kommen, dann auch Luftdruck erhöhen bis auf max. 2,9 bar

    Dann hält sich auch der Verschleiß in Grenzen. :zwinker:


    Merkhilfe, um zu prüfen ob der Luftdruck zum jeweiligen Einsatzzweck ca. passt:


    Vorne: 🥶Kaltluftdruck +10 % = Heißluftdruck 🔥

    Hinten: 🥶Kaltluftdruck +20 % = Heißluftdruck 🔥

  • Verstehe ich dich richtig:

    In der Theorie verstehe ich dass mehr Luftdruck weniger walken des Materials bedeuten sollte - d.h. wenn der Pneu heißer werden soll Luftdruck runter , kälter Luftdruck rauf.

    Bei einem Reifen der sich aber derart stark erhitzt dürfte aber ein derartiges erhöhen doch trotzdem nicht bewirken dass er unter 3,2 Bar bleibt? Selbst wenn ich 2,9 kalt fahre wird er sicher um 0,3 steigen - zumindest war's beim S22 so.

    Die Dunlops haben doch eh eine harte Karkasse oder?


    Ich hätte wahrscheinlich bei der nächsten Fahrt mal ordentlich fliegen lassen um die Reifen auf Temperatur zu bringen und dann den Heißdruck auf 2,7/3,0 abgesenkt. Was das dann kalt bedeutet sehe ich dann anschließend