Neue 390 Adventure R auf der EICMA

  • Das A2-Gewichts-Thema hat man bei der F450GS ja auch.

    Wie viele Zweizylinder Motorräder in der Hubraumklasse gibt es, die leichter sind? Zumal hier auch ein relativ großer Tank dabei sein wird und der Rahmen stabil genug für 2 Personen plus Gepäck.

    Gruß

    Richard

  • Die G310GS hatte auch 175kg fahrfertig. Da war die geringe Leistung also nicht durch die A2-Klasse bedingt.


    Zu meiner Zeit war das Argument eher: "Du darfst zwar nur 34PS fahren, aber später kannst Du das Motorrad auf volle Leistung entdrosseln!"



    Wahrscheinlich gibt es keinen 2-Zyl. in der Klasse der leichter ist, aber er hätte bei gleichem Gewicht vielleicht auch stärker sein können. KTM holt ja aus weniger Hubraum und 1 Zyl. weniger fast die gleiche Leistung.


    Ob der Tank mit 14 Liter für so ein Motorrad als "groß" zu betrachten ist, weiß ich nicht.

    Zum zul. Gesamtgewicht hab ich noch nix gefunden, daher lässt sich zum 2 Personenbetrieb mit Gepäck noch nichts sagen.

    Wofür eigentlich 4-Zylindermotoren? Am Motorrad sind es 2 zu viel und im Auto 2 zu wenig....

  • Ich schau mir die "Neue" Adventure demnächst mal an. Bin gespannt ob die genauso verarbeitet ist wie das Vorgängermodell. Bremsen (Standfestigkeit, Druckpunkt) Fahrwerk (einstellbar) Zuverlässigkeit, das sind Sachen die mich interessieren. Ob der Tank 14 oder 10 Liter hat ist mir völlig wurscht. Alles über 200 Kilometer Reichweite ist für mich völlig in Ordnung.

  • Weiss jemand ob bei der ADV eine Blinkerrückstellung oder ein Warnblinker eingebaut wurden ?

    Ein Fremder ist einfach ein Freund den du noch nicht getroffen hast. :lol:

  • Weiss jemand ob bei der ADV eine Blinkerrückstellung oder ein Warnblinker eingebaut wurden ?

    Aber immerhin: Bei der Blinkerrückstellung gibt es eine bewährte, analoge Lösung. Einfach wie beim Fahrrad die Hand rausstrecken, den Abbiegevorgang sauber beenden und die Hand wieder entspannt an den Lenker nehmen.


    So hat man nicht nur volle Kontrolle, sondern auch noch ein kleines Training für Arm- und Schulterpartie – ganz ohne Elektronik, die piept, zickt oder plötzlich ausfällt.

    Yamaha FZR 1000 Model 1998

    Benelli Tornado 900 Modell 2011

    Suzuki TL 1000R Modell 1998

    KTM 790 Duke Model 2023

    KTM 890 SMT Modell 2023

  • Du hast es ja schon perfekt beschrieben. Zu ergänzen wäre noch der 48 PS Führerschein in Europa, im Endurosegment wird kaum jemand eine auf 48 PS gedrosselte 96 PS Maschine fahren wollen.

    Falls doch, hat KTM ja noch die Adv 790 im Programm.

    Was die grenzwertige Sitzhöhe der 390 R betrifft. Wenn ich mich fragt, ist genau deswegen gleich die Adventure X mit entstanden.

  • Zitat

    Wenn ich mich fragt, ist genau deswegen gleich die Adventure X mit entstanden.

    KTM hat gleich drei brandneue 390-Modelle vorgestellt und erweitert die Baureihe damit auf vier Varianten: Duke, Adventure, SMT und Adventure X.

    Das ist kein Zufall – dahinter steckt eine klar erkennbare Strategie.

    Der Fokus liegt eindeutig auf dem asiatischen Markt. Dort sind großvolumige Maschinen wie die 790er oder 1390er kaum gefragt: zu teuer, zu stark für die dicht befahrenen Straßen und im Alltag nur selten auszunutzen. In Ländern wie Indien oder China ist dagegen die 400er-Klasse ideal – erschwinglich, handlich und dennoch leistungsfähig genug für Stadt und Überland.

    Produziert werden die kleinen Modelle in Kooperation mit Bajaj in Indien. Das senkt nicht nur die Produktionskosten, sondern umgeht auch hohe Importzölle und bringt die Marke näher an ihre Zielgruppe. Mit vier Modellen kann KTM nun gezielt verschiedene Fahrertypen ansprechen:

    • Duke – sportlich und agil für die Stadt

    • Adventure – reisetauglich und vielseitig

    • SMT – sportlicher Allrounder

    • Adventure X – kompromisslos fürs Gelände

    Das Prinzip ist aus der Autoindustrie bekannt: Zuerst importieren, um Begehrlichkeit zu wecken – dann lokal fertigen, um preislich konkurrenzfähig zu werden und den Markt dauerhaft zu besetzen.

    Langfristig birgt diese Strategie jedoch Risiken. Wer Technik und Fertigungskompetenz ins Ausland verlagert, öffnet oft auch die Tür für künftige Konkurrenz. Marken wie CF Moto oder Kove setzen bereits auf KTM-Motoren – und könnten eines Tages selbst zu ernsthaften Wettbewerbern werden.

    Europa läuft Gefahr, wertvolles Know-how zu verlieren. Arbeitsplätze und Produktionsketten könnten sich immer stärker in den asiatischen Markt verlagern. Die Gewinne bleiben kurzfristig bei den Herstellern – doch sobald die Technologie vor Ort etabliert ist, verliert die Heimatindustrie an Einfluss.

    So könnte auch KTM am Ende nur ein weiteres Beispiel für ein bekanntes Muster werden: Management und Investoren profitieren, die Industrie im Ursprungsland zahlt den Preis. Jahrzehntelang aufgebaute Technikkompetenz geht verloren – und mit ihr ein Stück europäische Industriegeschichte.

    Yamaha FZR 1000 Model 1998

    Benelli Tornado 900 Modell 2011

    Suzuki TL 1000R Modell 1998

    KTM 790 Duke Model 2023

    KTM 890 SMT Modell 2023

  • Weiss jemand ob bei der ADV eine Blinkerrückstellung oder ein Warnblinker eingebaut wurden ?

    Übrigens: das war eine ernsthafte Frage!

    Ein Fremder ist einfach ein Freund den du noch nicht getroffen hast. :lol:

  • sooo, hier hatte ja jemand nach einem Frauen-Fahrbericht gefragt. Ich bin meine heute Abend erstmals gefahren und war ganz begeistert. Ok, der Besitzerstolz schwingt mit. Kurz zum Hintergrund: ich habe meinen Führerschein seit einem Jahr und ausschließlich Fahrpraxis auf dem Vorgängermodell.


    Ganz zu Beginn schonmal toll: Bremse ziehen und starten gleichzeitig? Nicht möglich. Hat man Finger in Minigröße (so wie ich) kommt man nicht an den Startknopf. Mit Akrobatik gings dann, und man muss ja nur 1x starten also alles gut. Muss eben die hintere Bremse herhalten.


    Die 89cm Sitzhöhe sind erstaunlicherweise kein Problem. Ich rutsch dann einfach bissi ummi und komme mit einem der beiden Füße mindestens mit dem Ballen bis obi (bin 166)


    Licht im Dunkeln fand ich top!


    Sitzposition ist auch toll und besser als auf dem Vorgängermodell.


    Das Getriebe tat zu jeder Zeit was es sollte und war nie daneben. Vom Gefühl her kann man es als geschmeidig oder schwammig beschreiben. Je nach Sichtweise eben.


    Ich finde schon, dass sie nicht ganz so agil ist wie das Vorgängermodell. Mir ist das insbesondere beim Drücken aufgefallen in der einen Spitzkehre die es auf meiner Fahrt gab.


    ENDLICH komme ich entspannt mit meinen Fingern an Kupplungs und Bremshebel. Also mit 2 fingern. Das ging vorher nicht so einfach.


    Die Vorderradbremse nicht mehr ganz so bissig, dafür hinten gefühlt existent. Immerhin. Offroad bestimmt vorteilhaft.


    Ich hatte subjektiv das Gefühl "oben drauf" zu hocken, mehr zu sehen. Es sind ja nur 3 oder 4 cm, hm.


    Der Motor ist ja noch am Einfahren. Bisher finde ich ihn "homogener" als den davor.


    Der Sound ist toll! Also für eine 390er.


    Der Windschutz war bis 110 auch toll. Schneller bin ich nicht gefahren.


    Positiv aufgefallen ist mir auch, dass man den Blinker immer erwischt. Auch intuitiv.


    Bilder habe ich leider keine gemacht für euch. War ja schon dunkel.

  • Danke für die ersten Eindrücke!


    Ich habe ja auch mit dem Gedanken gespielt, mir eine neue 390 Adventure zu holen. Hätte mir aber zu lange gedauert. Darum war ich erst verwundert, dass du schon eine hast, aber klar, du lebst ja auf der anderen Seite der Grenze 🇦🇹


    Viel Spaß damit!

    Was zählt wirklich beim Moppedfahren? Nicht PS/kg oder L/100km sondern SMILES PER MILE


    Yamaha SR500

    Suzuki DR350

    Yamaha XT660Z

    KTM 690 Enduro R 2023 :Kürbis: