Probefahrt - beim Verkauf

  • Hallo zusammen,


    ich habe eine Frage an Euch. Und zwar will ich die BMW F800R (Baujahr 2011), mit der meine Frau gefahren ist, verkaufen. Das Motorrad steht jetzt seit 2 Jahren zugedeckt herum, ich bin damit nur ca. 150 km gefahren. Meiner Frau ist die Lust vergangen!


    Wir haben zusammen überlegt und entschieden, das Motorrad zu verkaufen. Es haben sich schon ein paar „Interessenten“ gemeldet, alle bestehen aber auf eine Probefahrt. Ich habe ein bisschen recherchiert, das ist ein bisschen riskant, aber sonst werde ich das Motorrad nicht los. Ehrlich – ich habe da nichts zu verbergen, das Motorrad ist in Top-Zustand, es müssten nur alle Flüssigkeiten und der hintere Reifen getauscht werden.


    Meint ihr, dass eine Vereinbarung über die Probefahrt ein sicherer Weg ist? Ich habe im Internet diesen Ratgeber gefunden: https://estimoto.de/ratgeber/motorrad-verkaufen-probefahrt


    Da gibt es auch die Vereinbarung zur Probefahrt. Mit dem Interessenten bin ich für den Samstag verabredet, mal schauen, was daraus wird.


    Danke für eure Hilfe!


    VG Peter :)

    Motorrad abmelden - das geht auch online :Daumen hoch:

  • Ich würde auch kein Motorrad ohne kurze Probefahrt (~10-15min) kaufen.
    Hab da auch kein Problem damit, mein Motorrad dem potenziellen Verkäufer in die Hand zu drücken.
    Ausweis, Führerschein und Schlüssel vom Fahrzeug, mit dem der VK bei mir vorgefahren ist, behalte ich als Pfand, bisher immer gut gefahren.

    Oder man fährt einfach nebenher mit, falls die Möglichkeit besteht.

    Natürlich bleibt immer ein Restrisiko, aber dann darf ich auch morgens nicht mehr aus dem Bett aufstehen.

    Chrom bringt dich nicht nach Hause!

  • Kann nicht schaden so ein Vertrag abzuschießen. Ist zwar nicht jeder Interessent einer der mal die Sau bei der Probefahrt rauslassen möchte, aber man weiß nie.


    Wenn ich zum Händler gehe, geht ohne entsprechende Probefahrtvereinbarung auch nichts.

    790 Adventure R

    1290 SuperAdventure S

  • Hatte ich seinerzeit auch so gemacht. Der Käufer hatte noch einen Freund mitgebracht, den er mir, samt dem Fahrzeug mit dem er angereist war, als "Pfand" dagelassen hat. Ein ungutes Gefühl hatte ich trotzdem.


    Auf so einer Probefahrt kann ja doch einiges passieren, wie beispielsweise ein Unfall oder ein unerwarteter Defekt, wo dann die Streitfrage im Raum steht, hat der Probefahrende den Defekt durch unsachgemäße Behandlung zu verantworten oder war das vorher schon so, etc. pp.

  • Ein Verkauf über Händler wäre auch noch ne Möglichkeit, wenn man denn zu sehr bedenken hat.
    Gibts natürlich weniger Geld, aber dafür risikolos und auch kein Geschisse vor und besonders nach dem Verkauf.

    Chrom bringt dich nicht nach Hause!

  • Man hat mir bei der Probefahrt in den 80 ern meine gpz geklaut . Die assis kamen nicht wieder, gefälschte Ausweise. 3 harleys wurden so zeitnah auch entwendet. Waren Deutsche. Grad auch bei meinem vw Händler passiert. Haben einen neuen Golf clubsport geklaut.

    Ich verkaufe in Zukunft nur ohne Probefahrt und mit tüv/ Inspektion neu. Oder mit Verlust an den Händler. Will mich über Pack nicht mehr aufregen.

  • Auf der ADAC-Homepage gibt es Vordrucke für einen "Probefahrtvertrag".

    Grundsätzlich würde ich auch nichts gebrauchtes ohne eine Probefahrt kaufen.

    Gruß aus Kölle

    Ralf

  • Ihr habt ja Probleme wegen Einzelfällen.

    Die wenigsten kaufen ein Motorrad wenn der Verkäufer sich gegen eine Probefahrt wehrt. Ich auch nicht.

    Probefahrten sind in der Versicherung mit abgedeckt.

    Probefahrt Verträge gibt es auch und einen Pfand kann man auch vereinbaren. Letzteres Würde mich als Käufer aber auch nerven.

    Ohne jemandem auf den Schlips treten zu wollen, so Standard Mopeds sind nichts besonderes. Was soll schon passieren? Es reißt ja nicht das Pleul ab, weil man etwas Probe fährt, wenn es nicht sowieso kaputt ist. Ihr versteht sicher was ich meine.

    Die wenigsten sind professionelle Rennfahrer die das Moped auf ner Probefahrt auch so fordern. Vor allem keine BMW F800 :kapituliere:

    "Runde Scheinwerfer sind immer falsch" :prost:

  • Häufig stellt man ja sein Bike über Mobile und/oder Kleinanzeigen ins Netz. Da kann man ja lang und breit die Probefahrtmodalitäten darstellen. Interessenten, die das nicht akzeptieren brauchen dann nicht meckern oder antanzen...

    Ne Gebrauchte ohne Probefahrt würde ich auch nicht haben wollen...

  • Ich weiß nicht ob es rechtlich haltbar war / ist, ich hab das immer so gehandhabt:


    Zustand des Motorrades bildlich dokumentiert und mit dem Interessenten einen Vertrag aufgesetzt der besagt, dass jegliche Beschädigung die der Interessent verursacht beseitigt werden muss, Beschädigungen über den Betrag X führen dazu, dass der Interessent das Fahrzeug zum angesetzten Preis kauft.


    Das war bislang für noch keinen Interessenten ein Thema.

  • Ich fahre meine Mopeds vor dem Inserieren und vor einem Käufer Termin stets selbst noch mal Probe. Da ich immer nur ehrliche Fahrzeuge verkaufe, bleibt der Kaufpreis während der Probefahrt im Haus. Wenn´s passt wird verkauft, wenn nicht gibt´s das Geld zurück.

  • Da kann man ja lang und breit die Probefahrtmodalitäten darstellen. Interessenten, die das nicht akzeptieren brauchen dann nicht meckern oder antanzen...

    So schauts aus.
    Da sind Verkäufer, die erst mal das ganze Geld in Bar haben wollen bei mir auch scho mal raus. Von mir aus ja gern ein paar Euro damit die SB abgedeckt ist, aber sicher nicht 10.000€+

    Ah und wenn der Motor schon warm ist, wenn ich zur Probefahrt komme, wäre das für mich schon ein Minuspunkt.

    Aber, unterm Strich zählt ja eh eher der Gesamteindruck von Motorrad und Verkäufer und die Probefahrt dient eigentlich nur noch der Bestätigung des ersten Eindrucks.

    Chrom bringt dich nicht nach Hause!

  • Aber, unterm Strich zählt ja eh eher der Gesamteindruck von Motorrad und Verkäufer und die Probefahrt dient eigentlich nur noch der Bestätigung des ersten Eindrucks.

    109%. der erste eindruck in mails, telefonat.

    und wenn man dann zu einer probefahrt kommt, wie siehts dort in der garage aus. wie ist der zustand vom haus / wohnung usw.

    wenn jemand nur müll und unrat in der garage hat gehe ich halt auch davon aus das der besitzer nicht allzu pfleglich mit dem kfz umgegangen ist.

  • So schauts aus.

    Ah und wenn der Motor schon warm ist, wenn ich zur Probefahrt komme, wäre das für mich schon ein Minuspunkt.

    Aber, unterm Strich zählt ja eh eher der Gesamteindruck von Motorrad und Verkäufer und die Probefahrt dient eigentlich nur noch der Bestätigung des ersten Eindrucks.

    Da stimme ich nicht zu!


    Garage heute.JPG


    Meine 950s braucht mindestens 5 Minuten, bis sie so klingt und läuft wie es sein muss. Da würde ich nie einen Kaltstart und eine Probefahrt akzeptieren. Aber ich verkaufe sie ja nicht :grins:

  • 109%. der erste eindruck in mails, telefonat.

    und wenn man dann zu einer probefahrt kommt, wie siehts dort in der garage aus. wie ist der zustand vom haus / wohnung usw.

    wenn jemand nur müll und unrat in der garage hat gehe ich halt auch davon aus das der besitzer nicht allzu pfleglich mit dem kfz umgegangen ist.

    Bitte nicht ganz so pauschal verallgemeinern :grins:


    Meine Garage sieht gerade aus wie Sau ... meine Fahrzeuge stehen aber da wie geleckt und technisch tipi topi :zwinker:


    ... werde heute mal anfangen die Garage aufzuräumen. :lol: Danke für den Trigger. :tröst:


    Zum Thema:

    Ohne Probefahrt nein danke. Pfand oder irgendeine Absicherung ist aber selbstverständlich.

    ready to chase :grins:

  • Zum Thema:

    Ohne Probefahrt nein danke. Pfand oder irgendeine Absicherung ist aber selbstverständlich.

    vor allem hätte ich selber als verkäufer ein ungutes gefühl wenn der käufer nicht probe fährt. öffnet wieder nur tür und tor das der käufer 2 tage später anruft und was bemängelt das man bei einer probefahrt gemerkt hätte.

  • Also bei günstigen Mopeds würde mir der Perso als Pfand reichen, vor allem wenn's ein Zweitmoped ist.

    Bei meiner 790 würde ich ohne Probefahrtvertrag und großem Pfand, also Fahrzeugschlüssel, oder eben einer Anzahlung keine Probefahrt erlauben. Wenn sich jemand auf der Probefahrt mit dem Ding hinlegt, dann rennt man seinem Geld ewig hinterher. Wenn man's vorher schon in der Hand hat, bezahlt man die Reparaturen sofort und gibt den überschüssigen Rest zurück und geht Kopfschmerzen aus dem Weg.

    Wenn sich der Käufer damit einverstanden erklärt hätte ich keine Bedenken wegen einer Probefahrt. Ich selbst würde ohne ja auch nicht kaufen.

  • Ich würde aber auch kein krummes Moped zurück nehmen, wenn sich der Probefahrer mit der Schwerkraft angelegt hat. Zum Glück ist sowas aber noch nie passiert ......