Wie gut sind mittlerweile Tourensport Reifen?

  • Hallo zusammen,


    ich weiß, eine Reifenfrage...

    Aber vielleicht stand der ein oder andere auch schon mal vor der Frage wie viel besser Tourensport Reifen in den letzten Jahren geworden sind.


    Mein letzter Tourensport Reifen war ein Conti Road Attack 2 EVO. Ist also schon ein paar Jahre her.

    Da er mir damals hinten zu früh in die Knie gegangen ist, also vom Grip her, fuhr ich seitdem nur noch Sportreifen (damals z.B. den Sport Attack 2)


    Hatte anschließend ein paar Jahre Moped Pause und fahre aktuell eine 990er Superduke mit dem Michelin Power 5.

    Alles gut soweit bis auf die Laufleistung...


    Ein Vergleich wäre jetzt interessant wie aktuelle Tourensportler wie Road 6 oder Dunlop Roadsmart 4 gegen älter Sportreifen wie den Sport Attack 2 etc. hinsichtlich Grip und Stabilität abschneiden. Von mehr Laufleistung geh ich mal aus.


    Hat da schon jemand Erfahrungen gesammelt?

  • Ich fahre auf meiner Aprilia Tuono den Road Attack 4, zuvor den 3er. Die 890 Duke R ist mit Michelin Power GP 2 bereift. Die Optik des Conti ist für ein sportliches Bike gewöhnungsbedürftig. Bei meiner Fahrweise habe ich mit beiden Reifen keine Grip oder andere Probleme. Nur hält der Conti bei ähnlicher Fahrweise doppelt solange wie der Michelin. (ca. 8000 km zu 4000 km beim Hinterreifen). Und nein, ich bin kein "Verkehrshindernis" :Kürbis:

  • Servus,


    ich bin auch vom Sportreifen weg wegen der Laufleisung, Duke 790, 2 x Angel GT 2 und aktuell Sporttec 01 SE, beide Topreifen meiner Meinung nach.

    Da ich aus dem Odenwald komme wird der nächste wohl wieder ein Sporttec...aber halt der neue 02.

    Ich glaub da kannst du heute nix mehr falsch machen, die halten alle, wohl eher eine Kopfsache oder optik... :peace:


    Beste Grüße, Gerald.

  • Ich komme mit keinem Touren-Reifen über 4500km, z.b. Road 5 ca. 4200km Power 5 2500km, S21 ca. 2200km, Dunlop MK4 ca. 2450km jeweils Hinterreifen.

    Als Empfehlung kann ich dir zu Road 5 (Laufleistung normale Fahrweise über 6000km) sportlich und trotzdem eine gute km Leistung, Preislich auf den Niveau vom Power 5

    oder Metzeler Z8 Roadtec (Laufleistung normale Fahrweise über 5000km) günstiger Touren-Rfeifen

    oder Bridgestone T31 / T32 (Laufleistung normale Fahrweise über 5000km) beide Preislich sehr interessant.


    Feedback von Kunden von mir!


  • Ich bin 2 Sätze den Road 6 gefahren und war wirklich gut. Habe jetzt den Sportsmart MK4 .. der ist natürlich geiler aber länger halten tut der Road 6. Ich fahr mit allem Knallgas Landstrasse und Pässe .. der Road 6 macht das auch mit ..

    Gruss Michael


    Yamaha Niken GT 2022 Stahlflex, Dynojet Powervision 3 Map, AGA angepasst, Airbox angepasst.

    KTM 990 Superduke R '10er mit Akrapovic, TuneEcu Map 611EU0802031Mapplamevo2.hex, "Summerdoors", O2+ EPC disabled, 41er Kettenrad

    Suzuki M1800R PCV mit Zylinderselektivem Mapping 125PS 160NM

  • Hallo ,

    natürlich würden all die Top-Racer hier im Forum es niemals zu geben , daß sie ihren SuperSportreifen nur mit größter Mühe im normalen Straßenverkehr WARM bekommen und dieser dann des Öfteren sein Temperaturfenster während der Fahrt wieder verläßt - da er vorzeitig wieder erkaltet !

    Persönlich kann ich solche Reifen - die gerade mal mit Glück 2000 km halten und auch sonst noch viele Nachteile mit sich bringen - nicht ab , da ich meine Mopeds zum Fahren gekauft habe und nicht jede Woche den Reifensatz auswechseln will .

    Der mir lieb gewonnene CRA3 und danach der CRA4 brauchen nicht großartig Warm gefahren werden - Grippen also fast von Anfang an und lassen in der Haltbarkeit keine Wünsche offen !

    Nach mehr als 3000 km in Rumänien - noch über 4,5mm Profil am Hinterrad oder 3000 km auf Sardinien , sind einfach ein Wort .

    Normalerweise fahre ich im Schwarzwald , der schwäbischen Alb und den Vogesen solch einen Reifen zwischen 4500 - 6500 km .

    Ein S22 war schon in der Einfahrphase vom Moped nach 1800 km hinüber !

    Da ich es zwischendurch immer wieder Mal mit einem anderen Reifen probiere , habe ich momentan den Dunlop MK4 auf meine 1290er aufgezogen und muß nach den ersten Kilometern anerkennen - daß wenn die Pelle so weitermacht , es durchaus mein nächster Favorit werden könnte ? !

    Der Michelin Power 5 hat nach 50% Laufleistung das Schmieren auf der Hinterhand bei mir angefangen und der Power 6 nach zweidrittel Laufzeit - was ich gar nicht mag , da ein Reifen bei mir von Anfang an eine verläßliche Konstanz bis zum Schluß aufweisen sollte .

    Gruß Kurt

  • Das mit dem Temperaturfenster mag für so Konsorten wie:


    Power Cup x

    Diablo Supercorsa

    & Co gelten.


    Moderne Sportreifen (Sportsmart, S23, PP6 & Co) funktionieren auch bei 10°C mittlerweile völlig problemlos (bzw. erreichen eine Temperatur, bei der sie gut "arbeiten", natürlich sollte man dann nicht kalt in der Kehre plötzlich Vollgas geben).


    Tourenreifen haben i.d.R. immer noch eine etwas höhere Haltbarkeit, dafür fehlt ihnen ca 10°C an "Arbeitstemperaturfenster" oben raus. Wie oft man das im Straßenverkehr in der Realität tatsächlich überschreitet, sei dahingestellt.


    Bei der SDR muss ich erstmal gezwungenermaßen nur Sportreifen fahren, mein runder Fahrstil hilft aber auch da zu akzeptablen Laufleistungen.

    Dafür würde ich es nie schaffen einen Vorderreifen für 2 Hinterreifen zu verwenden.

  • Damals bei der SMT:

    Conti Street Attack: War nach max 2000km hinten runter. Bei Regen naja.

    Conti Road Attack: Waren schon 4000-5000km drin, Grip auch top, bei Regen mehr Vertrauen als in den CSA.


    Jetzt auf der 1190:

    Meridian, top Reifen in allen Tempbereichen. Absolut ausreichender Grip trotz 90/90 21 vorn und 150 hinten. Haust mit vollstem Vertrauen in jede Kehre.

    Raid: Trotz 50/50 nie gerutscht in den Kurven. Bremsweg deutlich schlechter als der Meridian, Grip beim Rausbeschleunigen auch deutlich schlechter. Aber - konnte alles an Kurven mit Reifen an der Kante fahren, dh Kurvengrip top.


    —> sehe den Nutzen reiner Supersportreifen nimmer, trotz Angaserei am Pass. Im Gegenteil, mal Regen, einstellige Temperaturen, da macht ein Tourensportler mehr Spass.


    Negativbeispiel AX41: Shiet-Reifen. Im Winter bei Nässe lebensgefährlich. Da ging mir beim Anfahren an der Steigung auf regennasser Asphaltstrasse das Hinterrad weg. Kam dann runter…

  • Der mir lieb gewonnene CRA3 und danach der CRA4 brauchen nicht großartig Warm gefahren werden - Grippen also fast von Anfang an und lassen in der Haltbarkeit keine Wünsche offen !

    Sportreifen (nicht Hypersportreifen) können kalt und nass ziemlich gut, auch wenn nicht genau gleich gut wie ein Tourensportreifen. Sobald es aber 15° oder mehr ist, kommen Tourensportreifen den Sportreifen in Performance nicht nach und bauen teilweise übermässig schnell ab. Bsp. CRA3 3200 km vs MK3 5400 km.

  • Hallo ,

    Rosso 3 und 4 sind bei mir selbst nach einigen Kilometern auf der Hinterhand immer wieder gerutscht .

    Überraschenderweise war es mit der Haltbarkeit beim Michelin GP bei mir besser bestellt als bei Power 5 oder 6 .

    Der Reifen - der momentan trotz der hohen Temperatur gestern richtig gut performte , war der Dunlop MK4 .

    Der muß genausowenig wie der CRA4 erst großartig Warmgefahren oder der Luftdruck abgesenkt werden .

    Man braucht auch auf einer Geraden keine Angst haben , daß sie ein Temperaturfenster verlassen - solche Reifen funktionieren einfach so wie sie es auch sollen !

    Gruß Kurt

  • Der Road 6 reicht für 90% der Fahrer aus und ist top auch bei Regen und hält länger.

    Der Sportsmart MK4 macht das gleiche wie der oben einfach noch besser und ein besseres Gefühl, dafür denke ich nur 2/3 der Laufleistung aber er hält den Grip bis zum Schluss.

    Aber der Road 6 kann man wirklich ohne bedenken montieren und wird zufrieden sein.

    Gruss Michael


    Yamaha Niken GT 2022 Stahlflex, Dynojet Powervision 3 Map, AGA angepasst, Airbox angepasst.

    KTM 990 Superduke R '10er mit Akrapovic, TuneEcu Map 611EU0802031Mapplamevo2.hex, "Summerdoors", O2+ EPC disabled, 41er Kettenrad

    Suzuki M1800R PCV mit Zylinderselektivem Mapping 125PS 160NM

  • Ich habe meine 1290 SDR 1.0 2019 mit einem gebrauchten CRA3 gekauft, als der runter war einen frischen drauf gezogen - dann noch 3 weitere Sätze CRA3 runterradiert bevor ich auf den CRA4 umgestiegen bin - da hab ich mittlerweile auch fast 2 Satz durch. Wenn man alles zusammen rechnet sind es aktuell 5 Satz auf 32000km mit dem Motorrad.


    Wenn man sich an den von KTM und Conti empfohlenen (für manche zu hohen) Kaltluftdruck hält, muss man sich eigentlich über Grip nie wieder Gedanken machen. Auch lässt die Eigendämpfung absolut keine Wünsche offen. Durch die neue "spitzere" Kontur gegenüber dem CRA3 lässt sich der CRA4 einfach traumhaft Fahren - er kann alles ein bisschen besser als der CRA3.


    Laufleistung im gleichen Jagdgebiet wie itruk zzgl. Südtirol/Dolos komme ich hinten auf 6000-6500km.


    LG Alex

  • Bsp. CRA3 3200 km vs MK3 5400 km.

    Das kann ich so weitgehend bestätigen.

    Wenngleich die Diskrepanz bei mir nicht ganz so groß war, kam ich auf 4000 mit dem CRA3 und 5000 mit dem MK3 auf einer Tuono V2 RR.

  • Auch ich habe die ersten Fahrten mit dem neuen Dunlop MK4 durch. Mein Fazit, absolut problemloser Reifen der wirklich von alleine "umklappt". Das ist eigentlich der erste Reifen, mit dem man einfach losfährt und sich keinerlei Sorgen um den Grip macht. Das Ding funktioniert einfach wunderbar mit einer perfekten Rückmeldung und Eigendämpfung. Macht richtig Spass mit dem Teil:-)

  • Hallo ,

    ich fahre auf meiner Super Duke Gt den Avon Spirit St. Der letze Satz hat 8500Km gehalten und hat bis zum Schluss viel Spass gemacht. Von dem Sprit St hatte ich mittlerweile schon 6 oder 7 Sätze auf meinen Maschinen, ist ein für mich sehr guter Reifen. Er wird relativ schnell warm hat genügend Grip und eine schöne Kurvenstabilität, am besten selber mal ausprobieren. Bei dem Preis kann man nicht viel falsch machen, vielleicht ist der eine oder andere überascht von dem Reifen.

    Liebe Grüße aus Köln

  • Hab mich jetzt für den Road Attack 4 entschieden.

    Fährt sich bis jetzt schöner als der Power 5.

    Beim ersten Lenkimpulse ist der Power 5 handlicher dafür in Schräglage nervöser.

    Der Conti liegt da viel ruhiger und fährt sich neutraler.

    Der Rückmeldung vom Vorderrad ist gefühlt auch besser.

    Vom Grip her hab ich bis jetzt noch nichts vermisst. Hab aber bisher auch noch nicht richtig angedrückt.

    Schau mer mal wie lang er durchhält.

  • Hallo ,

    der Avon hat sich in meinen Augen auch schön fahren lassen , aber ich hatte leider damit im Herbst 2024 einen fatalen Hinterradrutscher (180°) und danach ging es rückwärts in den Straßengraben .

    Das Moped konnte danach bei Genf wieder Fahrfertig gemacht werden !

    Unnötigerweise haben durch einen Stein ein paar Rippen dran glauben müssen .

    Danach stellte sich heraus , daß die Straße - obwohl nicht sichtbar - sehr glatt war , so daß man dies nicht unbedingt dem Reifen anlasten sollte !

    Da die Reparatur einige Zeit beanspruchte und ich den Avon mit der 1390 zu Ende fuhr , kann ich leider die Kilometerleistung nicht mehr ermitteln .

    Mein momentaner CRA4 (ebenfalls auf der 1390 montiert) hat jetzt nach über 5800 km noch etwas Restprofil , was wohl den 3000 km in Rumänien zu verdanken ist .

    Meiner Meinung nach wird der Reifen durch das höhere Drehmoment (zwischen 2500 - 5500 U/min) der 1390 - in meinem hauptsächlichem Bereich - stärker beansprucht , als bei der 1290 .

    Der Power 5 fing bei mir nach etwa der Hälfte seiner Laufleistung auf dem Hinterrad an zu Rutschen .

    Beim Power 6 war es im letzten Drittel leider das Gleiche .

    Gruß Kurt

  • Ich musste in meinem Pyrenäen-Urlaub neue Reifen kaufen.
    Die Erstausrüstung CSA4 war nach 3600km fertig.

    Glücklicherweise hat der dortige Händler meinen Wunschreifen Michelin Road 6 innerhalb eines Tages beschafft und montiert.

    Der wird hoffentlich etwas länger halten !