Was soll ich nur machen...

  • ... sicherlich grundsätzlich eine subjektive Thematik.

    Aber aktuell bin ich etwas demotiviert. Bin gerade mit meiner SA 1290 (2019 , 22k km) im Urlaub Nähe Como und der KNZ hat sich gestern verabschiedet. Kein Kuppeln möglich. Heute vielleicht Reparatur in einer Werkstatt, mal schauen.

    Einmal ist kein Mal... Würde ich so sehen. Aber genau vor einem Jahr im Urlaub hatte sich Keyless Go verabschiedet - Werkstatt, Heim beim Kumpel aufm Moped als Sozius.

    Wir fahren seit Jahren immer zu 4t eine Woche und nun das 2te Jahr in Folge Pannen. Die Jungs nehmen es gelassen, ich bin genervt...

    Dabei finde ich die 1290 SA 2020 sau geil.


    Jetzt aus der Emotion heraus würde ich sie abgegeben. Ist halt frustrierend.

    Aber dann denke ich wieder ob ich einfach zuhause alles noch mal Durchchecken lasse und ggfs sogar die Lima (und sonst noch was?) prophylaktisch tausche, damit alle bekannten Fehlerquellen ausgemerzt sind. Aber ist ja auch ein Fass ohne Boden... Alternativ kaufe ich mir ne aktuell 1290SA. Wobei ich da nicht weiss ob da die Probleme nicht auch auftreten oder ob sie behoben worden sind und sie zuverlässiger ist...


    Die Frage wäre:

    Was sollte ich prophylaktisch austauschen (bspw Lima) das statistisch am häufigsten Probleme verursacht (wohlwissend dass man eh keine Sicherheit hat). Wenn ich sie behalte, will ich das Risiko minimieren nächstes Jahr noch mal liegen zu bleiben.

    Oder lieber gleich auf ne aktuelle umsteigen?

  • Hi,


    kann deinen Frust verstehen, ist im Urlaub mit den Jungs immer doof....


    Vielleichtsolltest du es mit Abstand nochmals etwas differenziert betrachten. Keyless ist doof, aber KNZ und Lima sind "Wehwehchen mit Ansage". Den KNZ hab ich gleich prophylaktisch getauscht (sigutech), da gibt's gute Sachen und dann sollte Ruhe sein. Lima ist so ne Sache, hatte ich nie und ich denke/hoffe, die BJ 17-20 sind da nicht so anfällig.


    Also ruhig durchatmen und nicht aus derersten Emotion heraus handeln. Das Moped ist/fährt/klingt leider geil....

    Beim Beschleunigen müssen die Tränen der Ergriffenheit waagrecht zum Ohr hin abfließen (Walter Röhrl) :respekt:

  • Grüß dich Frank,


    ärgerlich, aber nicht zu ändern. Muss dazu sagen, da der KNZ ein bekanntes Problem ist, hätte ICH den schon prophylaktisch vorher geändert. Früher oder später gehen die Dinger immer hops.

    Zur LiMa gibt es einen eigenen ellenlangen Beitrag. Diese selbst zu tauschen wäre quatsch, weil das Problem vermutlich eher am Regler liegt(ps: ich hätte einen neuen verbesserten der den Stator nicht mehr durchbrennen lässt noch abzugeben!).


    Ansonsten: Die 1290 ist ja ein geiles und emotionales Mopped, abgeben würde ich die an deiner Stelle deshalb jetzt nicht. Vor allem nicht gegen die neuere, die meines Wissens nach immernoch den gleichen Regler und bestimmt auch KNZ verbaut :kapituliere:

    Grüße
    André :wheelie:

  • Bei "prophylaktisch" fällt mir noch ein, Moped strippen (Verkleidungen abbauen) und Kabelbaum auf Scheuerstellen prüfen. Meiner sah nach 2 1/2 Jahren nicht mehr so gut aus (hatte schon 2 Planke stellen aber alles funktionierte noch). Alles nachgearbeitet und Gut.

    KTM RC8, KTM 1290 Super Adventure S, Porsche Boxster, Astra K Sportstourer, VW T5 Multivan

  • Danke. Würde mich zwecks Regler noch mal nach meinem Urlaub melden. VG

  • Hallo Uli ,

    wir fahren keine SA 1290 !

    Bisher hatten und haben wir eine 1290 SD-R Bj. 2014 (148 226 km , Unfall) , 1290SD-R Bj. 2019 (5860 km , Unfall) , 1290 SD-R Bj.2020 (90 000 km) , 1390 SD-R EVO Bj.2024 (17 000 km) und eine 1290 GT Bj.2017 (90 000 km) .

    Noch nie hatten wir ein Problem mit einem KNZ .

    Als bei meiner 2014 der Kühler durch einen Highsider verbogen wurde dieser dann nach ca. 15 000 km undicht und ersetzt wurde war dann erst der 3. Kühler wieder längerfristig dicht !

    Richtung 80 000 km wurde dann dort noch die Hinterachslagerung ausgewechselt und bei 130 000 km der Kettenradmitnehmer .

    Leider mußte ich auch mal bei meiner 3. 1290 SD-R (Bj. 2020) den Kühler tauschen lassen und leider waren auch einige Ölthermostate zum Auswechseln aber ansonsten blieben wir bei all den vielen Kilometern von anderen Dingen verschont .

    Das ist unsere bisherige Bilanz nach über 350 000 Kilometern mit den KTM-Mopeds .

    Die meisten KTM-Fahrer - die überhauptnie ein Problem mit ihren Motorrädern hatten , schreiben es ja hier auch nicht rein .

    Wir - meine Frau und ich - sind uns aber sicher , daß es sich bei KTM mit Fehlern nicht groß anderst verhält - als bei anderen Herstellern !

    Ich denke - die großen 1290er Motoren dürften alle den gleichen KNZ haben .

    Früher hätte man da den Dichtring ausgewechselt und Heutzutage wechselt man eben den kompletten KNZ .
    Gruß Kurt

  • Bei "prophylaktisch" fällt mir noch ein, Moped strippen (Verkleidungen abbauen) und Kabelbaum auf Scheuerstellen prüfen. Meiner sah nach 2 1/2 Jahren nicht mehr so gut aus (hatte schon 2 Planke stellen aber alles funktionierte noch). Alles nachgearbeitet und Gut.

    Wo willst du denn da anfangen?

    Tatsächlich sind die Naterislien der Kabelbäume billigstmöglich eingekauft.

    Ich habe auch schon Kabelbruch im Flexbereich am Steuerkopf zu reparieren.


    Aber da kannst du doch nicht Prophylaktisch den Kabelbaum auseinandernehmen?

    Der Kluge lernt aus allem und von jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiß alles besser. :winke:

  • Er schrieb von prüfen und nicht austauschen.


    Ein Blick auf den verlegten Kabelbaum kann sicher nicht schaden, ich habe auch im Bereich der seitlichen Verkleidung mit einem Scheuerschutz "prophylaktisch" nachgeholfen...

    Beim Beschleunigen müssen die Tränen der Ergriffenheit waagrecht zum Ohr hin abfließen (Walter Röhrl) :respekt:

  • Das Problem liegt im Kabelbaum. Da bricht die Isolierung weil das Material zu hart und unflexibel ist. Dann zieht es die Litzen auseinander.

    Der Kluge lernt aus allem und von jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiß alles besser. :winke:

  • Würde mir ein Motorrad zweimal den Urlaub versauen wäre es Geschichte. :zorn:


    Als Reiseenduro würde ich aktuell die CRF1100 bevorzugen, vielleicht aber auch meine LC8 "reaktivieren". :rolleyes: Btw liegt der Sigutech KNZ für die LC8 seit 2007 in der Kiste mit den prophylaktisch zu verbauenden Teilen. :grins:

  • Hallo ,

    ich denke es kommt ja immer noch darauf an , durch was man aufgehalten wurde !

    Letztes Jahr wurde ich zum Beispiel am Samstagspätnachmittag mit einem schleichenden Plattfuß in Frankreich vor der Semnoz-Höhenstraße (1699m) konfrontiert .

    Da ich seit mehreren Jahren - Gott sei Dank - immer eine AkkuPumpe und einen Reifen-Rep.Satz mitführe , konnte ich am Sonntagfrüh den Reifen selber reparieren !

    Dieser hatte ein winziges Loch in der Lauffläche , das sich nur mit einem Lumpen und Spülwasser finden ließ .

    Trotzdem werde ich auch noch weiter von der Firma Reifen kaufen und in auf jeden Fall meine KTM behalten !

    Wichtig ist doch eigentlich nur , daß man es wieder in einem akzeptablen Zeitraum auf die Reihe bekommt und weiterfahren kann .

    Gruß Kurt

  • Moin, ich verstehe dich sehr gut, das ist in der Tat ein sehr emotionales Thema.

    Ich stehe gerade selbst auf der Schwelle "bleib ich noch oder verlasse ich das orange Lager". Meine 1050-er ADV, vor 2 Jahren als Zweitmoped neben die Tiger Sport in die Garage gestellt, hat mir in den 2 Jahren deutlich mehr Ärger und Kosten verursacht, als der Tiger in 8 Jahren. Wenn die KTM fährt, ist sie ein tolles Motorrad. Aber inzwischen fährt immer öfter der Gedanke mit: Was kommt als nächstes. Und wann kommt es. Wenn eine Störung kommt, ist es ja immer zur Unzeit.

    Das ist zwar überwiegend Kopfsache, aber mit dem Tiger fahre ich einfach sorgenfrei auf die Tour. Wie es jetzt aussieht werde ich wahrscheinlich die KTM wieder verkaufen und durch was Anders ersetzen. Ich habe jetzt noch nichts konkret ins Auge gefasst, aber andere Mütter haben auch schöne Töchter. . .


    Uli

  • Hallo ,

    als wir letztes Jahr in Pau beim KTM Händler (Frankreich-Pyrenäenrand) nach der Hinterradbremse am Moped (ca.75 000km) meiner Frau schauen lassen mußten -weil diese ohne Funktion war - wurde uns im Zuge der Mobilitätsgarantie an ihrem Moped (EZ 7.6.2018) nur der Liter Bremsflüssigkeit zum durchspülen des gesamten Bremssystems mit 18,-€ berechnet .

    Zumindest hatten wir es letztes Jahr so verstanden !

    Gruß Kurt

  • meine 1290SADS ´22 steht seit Anfang Juli beim Händler... Pickup defekt und nicht lieferbar...

    Hat mir jetzt zum 2.en mal den Sommer vernagelt... das erste mal mit Kabelbruch, auch mitten bzw Anfang der Saison bis zum Saisonende..

    Somit also auch für mich ein sehr emotionales, schwieriges Thema.. Hab mir in weiser Voraussicht (und damit ich mit meiner Holden artgerecht mitfahren kann) ne 24er 990 Duke sehr günstig geschossen... die macht auch viel SPass und hatte bis dato nichts (knapp 5tsd km)..


    Ich weiß nicht, ob ich die SADS behalten werde... hab da halt immer ein ungutes Gefühl wenn dann wieder mal ne Tour oder Urlaub oder Saison im Arsch ist.. weil KTM Mobility kannst knicken, ist nicht mal den Anruf wert...

  • Das Problem liegt im Kabelbaum. Da bricht die Isolierung weil das Material zu hart und unflexibel ist. Dann zieht es die Litzen auseinander.

    Bei mir hat es definitiv die Kabel blank gescheuert. Weis ich da ich es selbst repariert habe :Daumen hoch:

    KTM RC8, KTM 1290 Super Adventure S, Porsche Boxster, Astra K Sportstourer, VW T5 Multivan

  • Kurzes Update: Moped wurde heute In Albavilla bei Como zum KTM Händler gebracht und repariert. Der KNZ war vorrätig und der Job rasch erledigt. Sind nun auf der Weiterreise. Glück im Unglück.

    Werde mal nach dem Urlaub drüber nachdenken, was ich mache. Aber als ich heute wieder gefahren bin, war es schon wieder sau geil...

    Eine allzeit gute Fahrt euch!

  • Hallo ,

    toll - daß es bei Dir so sauber und schnell geklappt hat obwohl heutzutage die Werkstätten fast keine Lagerhaltung mehr haben .

    Natürlich und Gott sei Dank - gibt es hierbei noch Ausnahmen !

    Meine Werstatt hat kurzerhand den Öltemperaturgeber bei einem anderen Neufahrzeug ausgebaut , damit ich mit meiner 1390 im Frühjahr in Urlaub fahren konnte .

    Gruß Kurt

  • Da gibt es eigentlich nur die BMW 1300 GS als Alternative, Made in Germany und absolut problemfrei. Das ist nicht so ein Gelumpe :Daumen hoch: :lautlach:


    Zusammenfassung von der BMW eigenen Motorrad:


    Die BMW R1300 GS hatte in ihrer Anfangszeit mit mehreren Problemen zu kämpfen, darunter undichte oder fehlerhafte Bremsen (Sportbremse) und den Ausfall des Notrufsystems bei bestimmten Modellen. Auch das Absterben des Motors durch Feuchtigkeit im rechten Lenkerschalter und ein Bruch des Schalthebels bei einem Offroad-Test wurden dokumentiert. Zudem gibt es vereinzelt Meldungen über Wassereintritt in die TFT-Einheit und Probleme mit dem Vario-Gepäcksystem.


    Rückrufe und technische Probleme

    • Bremsen: Es gab Rückrufe wegen Flüssigkeitsaustritts bei der Sportbremse, der bereits von der R1250 GS bekannt war, sowie eine Bremsstörung durch einen zu geringen Abstandssensor bei der Frontkollisionswarnung.


    • Starter-Relais: Ein Rückruf war wegen eines fehlerhaften Starter-Relais nötig, das zu einem Brandrisiko führte.


    • Lenkerschalter: Feuchtigkeit im rechten Lenkerschalter konnte Elektrik-Ausfälle verursachen und zum Absterben des Motors führen.


    • Notrufsystem: Bei Modellen mit optionalem eCall-Notrufsystem gab es eine Störung, die Rettungseinsätze verzögern konnte.


    • Gepäcksystem: Bereits ausgelieferte Koffer und Topcases des Vario-Gepäcksystems mussten wegen Problemen mit dem Schließsystem überarbeitet werden.


    Andere Probleme und Kritik

    • Schalthebel: Bei einem Offroad-Test brach der aus Kunststoff gefertigte Schalthebel ab, was als konstruktive Schwachstelle angesehen wird.


    • Wassereintritt in TFT-Einheit: Vereinzelt gab es Wassereintritt in die TFT-Einheit, was zu Fehlermeldungen führte.


    • Schutz der Anbauteile: Kritisiert wurde, dass die Schwingenlagerung, der Sammler und das Federbein durch das Hinterrad ungeschützt vor Schmutz und Steinschlag sind.


    • Kombination aus Bremsen und ABS: Das Vollintegral-ABS kann zu einem störenden Modulieren im Bremshebel führen, wenn hinten mitgebremst wird, was die Dosierbarkeit beeinträchtigt. 



    Wie hier schon gesagt wurde, die Mopeds ohne Probleme werden nicht im Forum thematisiert.


    Dann bleibt, wenn man in den gleichen Sphären unterwegs sein will nur noch die Multistrada V4S, die ja ein echter Schnapper ist.