Beiträge von sehe

    Durch weniger Druck im Reifen kommt zusätzlich noch die Walkbewegungen des Reifens dazu was nochmals in höheren Temperaturen endet. Deshalb ist bei hohen Temperaturen ein höherer Reifendruck notwendig. Konzentriere Dich bessere auf die effektive Reifentemperatur anstatt nur über den Luftdruck.


    Walkbewegungen führen im Gegensatz zu Schlupf zu einem zu vernachlässigenden Temperatureintrag bei Reifen. Reifentemperatur zu messen ist aber gar nicht mal so leicht und es liegen bei ihm sicher noch keine Erfahrungswerte für seinen Reifen vor.


    Davon mal abgesehen: bei 90° dürfte der von ihm gewählte Road 5 Trail sich bereits aufgelösen, das ist ein normaler Strassenreifen. Ich würde max 55-65°C auf der Flanke empfehlen (dort wo der Road5 kein Profil mehr hat). Ich finde deine "Tipps" sehr gefährlich für einen Anfänger!

    Stell Dir mal eine dünne Scheibe vor, die einen Durchmesser von 2 Meter hat, die durch eine Welle gedreht wird. Versuch dann einmal, diese Scheibe ganz innen anzuhalten. Gelingt Dir schlecht bis gar nicht - ganz außen klappts mit zwei Fingern.

    Da hat Hans schon recht mit dem Hebel. Ist nicht nur für die Optik, Sebastian.

    Hi,

    das sehe ich genauso. Hier wurde aber von "Hebel" geredet, daher habe ich angenommen, dass die Behauptung war, dass die Bremsleistung über die Verformung der Scheibe 90° zur Drehebene passiert. Missverständnis von der Hebelaussage, so gehe ich mit.

    Falls du die Bremsbeläge für vorn meinst, ja.


    Die von dir gepostete MotoMaster ist wieder eine starre. Ich meine die halbschwimmende: https://shop.rokbagoros.com/co…m-duke-ktm-rc-125-200-390


    Wenn man aufs Geld schaut, würde ich erstmal bei den Belägen bleiben und testen (vorher bremsscheibe säubern). Und gut einbremsen.


    Das Kommentar des Ingenieurs kann ich nur begrenzt nachvollziehen. Ich kenne die Testbedingungen nicht, bei mir funktioniert eine scharfe Scheibe + Beläge aber in allein Betriebszuständen hervorragend und ohne ABS Fehlfunktion.

    Hat jemand Erfahrung auf Alpenpässen bergab gemacht? Fängt da die Bremse nach einem wirklich langen Pass unten an zu rauchen oder ist das kein Problem? Zumindest so lange man direkt am Passende weiter fährt und damit der Bremse Zeit gibt Abkühlen zu können..

    Sollte mit den meisten üblichen Belag/ Scheibenkombis kein Problem sein. Außerdem nutzt man da ja auch im Optimalfall die Unterstützung der Motorbremse.


    Hab meine 300mm Motomaster Scheibe mit den brembobelägen auch schon einige Turns auf der Renne bewegt, da hab ich kein wirkliches Problem feststellen können, wenn sie heißer war.


    Xerray27 Noch was bezüglich deiner Frage zur Bremboscheibe: Ich halte von der von dir geposteten nichts, weil starr. Zumindest halbschwimmend sollte sie sein, um wärmeschwankungen ausgleichen zu können.

    Na weil die im Radius 10mm mehr hat, Ergo ist der Hebel von Achse ( Mittelpunkt ) zu dem Punkt wo die Bremse zupackt 10mm länger.

    Physik 8. Klasse :lautlach:konnte ich mir nicht verkneifen

    Wo wird denn die Bremsleistung erbracht? Durch den Flex der Scheibe? Spannende Vorstellungen, die hier manche haben.



    Denn bis auf die andere Optik und vielleicht eine bessere Wärmeableitung (stimmt das?) bleibt doch alles gleich? Wieso wird denn die Bremse besser, wenn der Bremssattel gleich bleibt und damit ja auch die Fläche, mit welcher gebremst wird?

    Oder ändert ihr auch direkt den Bremssattel?

    Es ändert sich in erster Linie mal der Reibwert der Scheibe, denn Bremsscheibe ist nicht gleich Bremsscheibe. Das allein reicht schon, um die Bremsleistung zu verbessern.

    In Alternative zu der Galfer kann ich sehr die MotoMaster Flame 300mm empfehlen. Auf meiner 2015er mit Brembo Sinterbelägen (den roten mit ABE) nach einer Einbremsphase jetzt ziemlich gewaltige Bremsleistung. Für Rennstreckenfahrer gibts auch die 320er (erst ab 2017er Dukes mit ABE), aber die ist auf der Strasse glaube ich nicht nötig.

    Hallo,


    ich bin gespannt über eure Ergebnisse. Meine erFAHRungen ( ;) ) mit dem CRA3 und das Verfolgen einer Diskussion Walkarbeit vs. Schlupf bzgl. Wärmeeintrag eines Reifentechnikers aus der IDM decken sich insofern, dass die Walkarbeit in deutlich geringerem Maße zu einem Wärmeeintrag in den Reifen führt als Schlupf. Erst Anfang dieser Woche auf dem Bilster Berg habe ich durch das Absenken des Luftdrucks beim CRA3 ein deutlich gleichmäßigeres Abriebsbild erzeugt.

    Vergiss das besser! Reifen ist überhitzt. Die Luftdrucksenkung um 0,2 bar hat seines dazu getan.

    Sehr heiß? Ja. Überhitzt? Eher nicht. CRA3 bleibt auch in dem Zustand super kontrollierbar und vorhersehbar.


    Absenken des Luftdrucks führt uU zu weniger Schlupf und damit weniger Temperatur im Reifen. Zu hoher Luftdruck erzeugt durch Schlupf einen hohen Temperatureintrag. Ohne weitere Infos ist das Temperatur/ Luftdruck Thema zu komplex, als das man so vorschnell argumentieren kann.


    Der CRA3 bleibt jedenfalls sehr transparent, selbst im heißen und überhitzten Zustand.

    Mir persönlich wäre der S21 auf der 390 zu hoppelig beim Abrollen. Die 390 wiegt bei vielen Reifen, die ne bisschen "angeknautschte" karkasse brauchen zu wenig ( wenn die karkasse nicht speziell für leichtere Moppeds angepasst ist, wie bei manchen Michelins).

    Tut es auf jeden Fall. Allerdings ist man als Anfänger auch gern mal, gerade am Nachmittag, etwas übermotiviert und schätzt dann die Grenzen falsch ein und überfordert den Reifen. Daher immer mit bedacht fahren, wenn man auf Strassenreifen unterwegs ist.

    Naja, Schräglage hört ja nicht auf, nur weil der Reifen am Rand ist. Wenn man mit Gefühl weiter drückt, wird der Reifen auch durch die Verformung eben auch dort abgefahren, wo er den Schriftzug hat.