KTM 890Adv Wartung selber durchführen

  • Moin zusammen,

    ich besitze nun seit knapp 2 Jahren eine KTM 890 ADV R.

    Kleine Randnotiz: Ich bin kein Vielfahrer und auch (aktuell) nicht Offroad unterwegs.

    Letztes Jahr habe ich im März beim KTM Händler eine Wartung mit Öl- und Bremsflüssigkeitswechsel machen lassen. Dieses Jahr würde ein reiner Ölwechsel anstehen und dafür bin ich je nach Händler zwischen 320-400€. Das ist mir leider zuviel insbesondere aufgrund der Wertstabilität der 890 aufgrund der Bekannten Themen.

    Wichtig: Mir ist klar das ich dann bei Gewährleistungsthemen ggf. für die Nockenwelle auf Dauer raus bin.


    Deswegen überlege ich auf Dauer die Wartungen selber durchzuführen, die Reparaturanleitung liegt mir schon vor 👍🏼

    Öl-, Kühlflüssigkeits- und Bremsflüssigkeitswechsel sehe ich als machbar an, habe ich früher bei anderen Motorrädern auch schon gemacht 💪🏼


    Was offen ist, sind die Punkte wozu ich ein Diagnosetool benötige:

    - Schaltwellensenor/quickshifter programmieren (ist das regelmäßig notwendig?)

    - Bremsanlage entlüften


    Nun die Fragen an alle die auch selbst die Wartungsarbeiten machen:

    - Wo seht ihr die Risiken der eigenen Wartung?

    - Wie geht ihr mit dem Diagnosetoolthemen um

    - Was ist noch wichtig?


    Danke schonmal für euer Feedback :Daumen hoch:

  • Walross

    Hat den Titel des Themas von „Wartung KTM 890Adv selbst durchführen“ zu „KTM 890Adv Wartung selber durchführen“ geändert.
  • Wie viel Kilometer sind denn zwischen den Wartungsintervalen zurück gelegt worden? Ich hatte ein Jahr da konnte ich den :Kürbis: Verletzungsbedingt nicht fahren. Da hat dann der Händer von sich aus gesagt Ölwechsel ist quatsch. Ich habe dann nur 30,- EUR gezahlt

    und die Meldung ging an KTM bzgl. durchgeführten Service.

    790 Adventure R

    1290 SuperAdventure S

  • Wenn Du in der BA Seite 80 u 81 nachsiehst ist es nicht NUR ein Ölwechsel.

    Das hier gut 1 1/2 std dafür als Standard vorgesehen ist kann man dort auch entnehmen.

    Was eine Werkstattstunde mittlerweile kostet ist hier hinreichend beannt worden und bekannt .

    Das beim Händler das Motoröl nicht extrem günstig ist ebenfalls .

    Kauf mal das orginal Motoröl jeweils in einer Literdose mal drei plus die neuen Filter und siebe ….

    Es ist also ein Rechenergebnis ob es Dir das wert ist .


    Zu bedenken ist auch , das man durch diese Arbeit ( nur Ölwechsel ist also sachlich falsch ) eine einjährige Mobilitätsgarantie von Ktm inclusive bekommt.

    Wenn man das nun gegen rechnet bleibt nicht viel übrig.


    Meine ganzen Maschinen haben seit der Erstinspektion keine Werkstatt mehr gesehen . Und diese war im Kauf mit ausgehandelt anstatt Rabatte n

    Beim Kauf bis auf den letzten Cent auszureizen.


    Wenn Du also die technischen Möglichkeiten und dafür eine Mechaniker Ausbildung hast , kannst Du den nur Ölwechsel für Motor u Bremse selbst durchführen .

    Altöl muss aber entsorgt werden ,das kostet entweder auf der Deponie oder muss dort wo gekauft zurückgeschickt werden.

    Bei Bremsflüsssigkeit ist es genau so …

    Hast du die Werkzeuge um diese zu wechseln ?

    Hast du ein Diagnosegerät um auszulesen und Fehler zu erkennen bzw. zurückzusetzen ?


    Man kann viel machen und auf dem Boden rumkriechen beim Ölwechsel ect.

    Die Sauerei dabei inclusive ohne richtige Werkzeuge dafür …

    Sinnvoll um ein paar Euros zu sparen ist das nicht wirklich ….

  • Meine ganzen Maschinen haben seit der Erstinspektion keine Werkstatt mehr gesehen . ..

    ....


    Sinnvoll um ein paar Euros zu sparen ist das nicht wirklich ….

    ich hoffe ich hab das richtig zusammengefasst.....

  • Wie viel Kilometer sind denn zwischen den Wartungsintervalen zurück gelegt worden? Ich hatte ein Jahr da konnte ich den :Kürbis: Verletzungsbedingt nicht fahren. Da hat dann der Händer von sich aus gesagt Ölwechsel ist quatsch. Ich habe dann nur 30,- EUR gezahlt

    und die Meldung ging an KTM bzgl. durchgeführten Service.

    Den musst dir unbedingt warmhalten, sowas wirst nicht mehr oft finden. Find ich klasse :Daumen hoch:

  • ich hoffe ich hab das richtig zusammengefasst.....

    die kopierten Punkte im Zitat und bei dir am Ende sind echt zynisch aber das i-Tüpfelchen des Beitrags (musste echt hart lachen) :teuflisch: :lautlach:
    BTT :grins:
    Ich würde sagen, dass man auch die eigene Zeit nicht einfach ignorieren darf. Eine Stunde Mehrarbeit an der Arbeit anstelle der Schrauberei, und ich kann auch wieder einen Teil des Arbeitslohn der Werkstatt decken.
    Wenn's einem also kein Spaß macht rentiert sich's nicht - genau das gleiche beim Sport.
    Wenn man es gern macht lohnt es sich auch wieder.

  • ich hoffe ich hab das richtig zusammengefasst.....

    Wie immer aus dem Zusammenhang gerissen wiedergegeben

    aber egal …..

    Bei mehreren Fahrzeugen gehts auch nicht primär um das Einsparen

    Eine Überstunde gemacht und dafür das mehr an eigener Freizeit muss man selbst für sich entscheiden .

    Zumal manche Händler sogar für die Wartezeit einen Vorführer geben um mal was anderes auszuprobieren und mobil zu bleiben .

    Es ist immer ein nehmen und geben ….

  • Ich mache jeden Ölwechsel außerhalb der Garantiezeit seit Jahren, eigentlich seit Jahrzehnten selbst.

    Auch Wartungsarbeiten wie Luftfilterwechsel, Brems- und Kühlflüssigkeitswechsel, Räder ausbauen, Kettensatz wechseln, unnötigen Kram wie SLS ausbauen etc.

    Die alten Flüssigkeiten nimmt anstandslos der Problemmüllbus mit, der bei uns einmal monatlich in die Ortsmitte kommt.

    Für mich ist das aber auch Zeitvertreib insbesondere in der Winterzeit.

    Über die Jahre habe ich auch einen ganz guten Werkzeugbestand angeschafft so dass es insbesondere mit der Hebebühne :verliebt: immer noch Spaß macht. Außerdem vertraue ich mir immer noch mehr als jedem Mechaniker, was sich, wenn ich ab und an mal in der Werkstatt war, auch immer wieder mal bestätigt.

    Too old to die young

    KTM 950SM(R) ´06

    Ducati Multistrada 1200 ´12

  • Ich mache jeden Ölwechsel außerhalb der Garantiezeit seit Jahren, eigentlich seit Jahrzehnten selbst.

    Auch Wartungsarbeiten wie Luftfilterwechsel, Brems- und Kühlflüssigkeitswechsel, Räder ausbauen, Kettensatz wechseln, unnötigen Kram wie SLS ausbauen etc.

    Die alten Flüssigkeiten nimmt anstandslos der Problemmüllbus mit, der bei uns einmal monatlich in die Ortsmitte kommt.

    Für mich ist das aber auch Zeitvertreib insbesondere in der Winterzeit.

    Über die Jahre habe ich auch einen ganz guten Werkzeugbestand angeschafft so dass es insbesondere mit der Hebebühne :verliebt: immer noch Spaß macht. Außerdem vertraue ich mir immer noch mehr als jedem Mechaniker, was sich, wenn ich ab und an mal in der Werkstatt war, auch immer wieder mal bestätigt.

    Genau so und nicht anders.


    Ich muß ungefähr 6 Stunden arbeiten, bis ich eine Werkstattstunde netto verdient habe. Das ist kein gutes Verhältnis, obwohl ich nicht schlecht verdiene.

  • Das Diagnosetool wirst du kaum brauchen und wenn doch, kann man dann ja zum Händler gehen.


    Kauf dir anständiges Werkzeug (so noch nicht vorhanden) und leg mit Ruhe und Bedacht los.

  • Danke schonmal für die Rückmeldungen :Daumen hoch:


    Mir ist klar, dass es nicht einfach nur Wechseln der Flüssigkeiten ist, sondern noch einiges mehr, steht ja auch so in der Reparaturanleitung. Aber grundsätzlich bekomme ich das alles hin :ja: Alles was mir an Werkzeug fehlt, bekomme ich zur Not aus der Werkstatt meines Vaters.


    Aber nochmal an die die auch selbst die Wartungsarbeiten machen: Wie macht ihr es mit der Diagnose? Insbesondere bzgl. der Bremsflüssigkeit und das Entlüften der Bremsanlage?

  • Insbesondere bzgl. der Bremsflüssigkeit und das Entlüften der Bremsanlage?

    Die Flüssigkeit kannst du genau so tauschen wie sonst auch.


    Luft solltest du keine rein bringen, die kann ohne Ansteuerung schwerer raus gehen.


    Wenn du dem ABS Modul was Gutes tun möchtest bremst du nach dem Wechsel der Flüssigkeit in den ABS Bereich um das bisschen tote Volumen auszuspülen bzw die minimale Restmenge mit der neuen Flüssigkeit zu mischen.

  • ... nein, mit dem Louis-Tool geht das nicht zuverlässig. Mein Exemplar taugte mit seinen bunten Leuchtdioden als Christbaumersatz im Sommer....


    Mir war schleierhaft, wie mit so einem Billigsttool ohne jede Kalibrierung und Zertifikat der Wassergehalt in der Bremsflüssigkeit auch nur annähernd genau gemessen werden können soll.

    Ich habe aus Neugier und Misstrauen Bermsflüssigkeitsmischungen mit den entsprechenden prozentualen Wasseranteilen (destilliertes Wasser) hergestellt.

    Die angezeigten Werte lagen in jedem Bereich total daneben.

    Bei einem Wassergehalt im roten Bereich wurde immer noch Grün angezeigt. Wenn ich mich recht erinnere, dann ging die Anzeige erst bei 15% Wasser auf Rot.


    Grüsse


    Daniel

  • Alles klar.

    Also habe ich zum Diagnosetool vernommen, dass man es eher nicht braucht. Nach dem Bremsflüssigkeitswechsel ein paar ABS Bremsungen durchführen, damit dort auch die Flüssigkeit durchläuft und fertig.



    Und zum Ölwechsel noch ne Frage:

    Hier bestellt ihr sicherlich das entsprechende Ölfilter Service Kit inkl. Dichtungen, Filter, Siebe, Dichtungen plus das passende Motoröl, oder?

  • Und zum Ölwechsel noch ne Frage:

    Hier bestellt ihr sicherlich das entsprechende Ölfilter Service Kit inkl. Dichtungen, Filter, Siebe, Dichtungen plus das passende Motoröl, oder?

    Nicht zwingend.


    Wenn schon die neuen Siebe verbaut sind (zumindest bei der 1290er gab es da mal eine Umstellung auf eine robustere Variante) kann man die auch gut reinigen und wiederverwenden (ich nehme dabei sicherheitshalber neue o-Ringe - ob das wirklich zwingend notwendig nicht wage ich nicht zu beurteilen, es beruhigt aber mein Gewissen).
    Das passende Motoröl suche ich mir in der Regel beim günstigsten Lieferanten, Filter ebenso (da zahlt es sich teilweise dann auf Grund des Versands aus beides bei einem Lieferanten zu nehmen).

  • Wie soll denn Bremsflüssigkeit durch die ABS-Einheit fliessen? Da fließt nix. Bremsflüssingkeit wird nur das bisschen hin- und her bewegt, was beim Anpressen der Kolben nötig ist. Das ABS-Modul lässt dann nur kurz ein bisschen den Druck ab, um ihn sofort wieder aufzubeuen, im Millisekundentakt. Da fliessen aber keine nennenswerten Mengen, da wird die alte Brühe nur hin- und hergeschoben. Und die zieht im Laufe der Jahre Wasser und der ABS-Modulator vergammelt im Innern und ist irgenwann Schrott.

    Aber ob jede Werkstatt bei einer Inspektion so gewissenhaft ist und den Modulator öffnet, um das ganze System mit neuer Bremsflüssigkeit befüllen zu können, wage ich zu bezweifeln.

  • Wie soll denn Bremsflüssigkeit durch die ABS-Einheit fliessen? Da fließt nix. Bremsflüssingkeit wird nur das bisschen hin- und her bewegt, was beim Anpressen der Kolben nötig ist. Das ABS-Modul lässt dann nur kurz ein bisschen den Druck ab, um ihn sofort wieder aufzubeuen, im Millisekundentakt. Da fliessen aber keine nennenswerten Mengen, da wird die alte Brühe nur hin- und hergeschoben.

    Die "ABS-Einheit" ist nur nen Elektromagnet der zwei Ventile steuert. Die Funktion wird über einen zweiten Kreislauf für die Bremsflüssigkeit ermöglicht und um den gehts. Und da fließt sehr wohl was hin und her.
    Die Funktion des ABS wird durch den Rückfluss von Bremsflüssigkeit in den Ausgleichsbehälter überhaupt erst ermöglicht.


    Wenn man stark genug Bremst um das ABS auszulösen, dann wird erstmal nur der Aufbau von mehr Bremsdruck verhindert in dem das Ventil zu den Bremsen geschlossen wird. (Das spürst du sofort am Bremshebel, da du dann nur noch die Flüssigkeit im Ausgleichsbehälter komprimierst, was den Widerstand erhöht.)
    Reicht das nicht aus, da das Rad weiterhin zum Blockieren neigt, oder weil der Fahrer weiter den Bremshebel betätigt, wird Bremsdruck aktiv abgebaut, in dem das zweite Ventil geöffnet wird, und das ermöglicht, dass Bremsflüssigkeit von der Bremse zurück zum Ausgleichbehälter fließt.
    Sobald sich die Drehzahlen der Räder wieder normalisiert hat, wird wieder das erste Ventil geöffnet, so dass der erhöhte Druck im Ausgleichbehälter wieder abgebaut wird, d.h. Bremsflüssigkeit zur Bremse zurückfließt. Wenn der Druck wieder ausgeglichen ist hat damit etwas Bremsflüssigkeit eine Schleife zurückgelegt. Und wenn du das oft genug machst, hast du den Sekundärkreislauf einmal durchgespült.

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    Hier wird das Prinzip graphisch sehr gut dargestellt.