Bridgestone S21

  • Hallo ,
    am Samstag früh(18.6.) , nach 3800 km (obwohl noch nicht am Marker)
    den Hinterradreifen gewechselt , da ich mich am Wochenende (im Urlaub)
    nicht einschränken wollte !
    Gruß Kurt
    Der Händler in Brixen hatte nur den M7RR vorrätig .
    Bin jetzt mit S 21 Vorne und M7RR Hinten unterwegs .
    Der M7RR kommt mir Hinten momentan etwas Rutschend vor .

  • 3.800 mitS 21 und noch etwas Luft für eine KM klingt doch gut.
    ISt ja vergl. dem ori.
    Hoffe deine Mischbereifung fährt sich einigermaßen gut. :Daumen hoch:
    Wir hatten auf Sardinien einen Triplefahrer der wegen Nagel im Reifen vorne Z 8 gfahren ist und hinten Conti Sport Attack( und den als 190er statt 180er).
    Der war nicht begeistert von der Kombi :Daumen runter:

  • Hab am Dienstag diese Woche vom Dunlop Sportsmart 2 auf den S21 gewechselt. Das Ganze hab ich beim großen Reifenhändler meines Vertrauens um 262 EUR komplett machen lassen, dh. die SDR hingestellt und dem Mech (bis auf die Hinterradbremsendrückerei) alles machen lassen. Da ich den Originaltopf drauf hab, musste der für den Hinterradwechsel natürlich auch runter. Reifendruck hab ich auf die Handbuchempfehlung von 2,5 vorn und 2,9 Bar hinten einstellen lassen.


    In den 4 Tagen (Di-Fr) bin ich rund 1.750 km gefahren, an 2 Tagen war ich in den Dolomiten. Kurzum, der S21 ist um Welten besser als der Dunlop. Das Einlenkverhalten ist "wollend", aber nicht "aufzwingend". Der Grip ist nach 4-5 längeren Kurven fast zu 100% da, die Fahrstabilität ist einzigartig und er hält sogar auf den verfluchten Teerverfugungen noch recht gut, kriecht nicht so wie der Dunlop in Spurrillen. Die Nasshaftung musste ich zum Glück noch nicht testen, in den Tunnels am Lago di Sauris und am Plöckenpass fuhr ich relativ langsam. Apropos Lago di Sauris: Den Passo di Pura (nach Ampezzo Richtung Auronzo gut beschildert rauf) bin ich noch nie so schnell (und sicher!) raufgebrettert, wie mit dem S21. Diese mehrmals im Jahr (am 3.7. wieder gesperrte) genutzte Straßenrennstrecke aus dem Supermoto-Wunschbuch war wie geleckt, nicht ein Blatt oder Steinchen lag hier rum. Leider ist der Abschnitt nach dem See nicht mehr auf dem Niveau. Zurück zum Reifen: Verschleißerscheinungen gibts noch gar keine, praktisch alle Wutzln sind schon weg, jedoch ist die sehr dünne Flankenprägung vorne und hinten noch super erkennbar, obwohl ich den S21 bis auf den Rand gefahren bin. Sehr positiv war ich auch überrascht, wie sehr der Reifen das Fahrwerk unterstützt, die SDR liegt in den Kurven auch bei Unebenheiten deutlich stabiler als mit dem Dunlop. Ich hoffe, dass ich noch den ein oder anderen Rennstreckentag heuer buchen kann, um zu sehen, wie sich der S21 hier schlägt.

    KTM-Haltbarkeitstestfahrer


    Dzt: 1290SDR'15+690E'20
    Alt: 690D'13+690E'10+990SMT'11+990SMR'09+640SM'00

  • Kay, ich schrieb "am 3.7.", da ist wiedermal ein Bergrennen. Darum ist jede offene Leitplanke schon sauber mit einem Puffer eingepackt. Kurz vorm See ist eine Ampelschaltung mit bis zu 20 min Wartezeit, die man als Motorradfahrer mMn ignorieren kann, wenn man vorsichtig durch den Tunnel fährt. Ist rein nur wegen dem erhöhten Verkehrsaufkommen und der Komplettsperre der Straße vom Zentrum Ampezzo rauf.

    KTM-Haltbarkeitstestfahrer


    Dzt: 1290SDR'15+690E'20
    Alt: 690D'13+690E'10+990SMT'11+990SMR'09+640SM'00

  • Hab den S21 auch nun montiert und bin damit bisweilen gute 1000km gefahren. Hatte zuvor 2Sätze Dunlop SportSmart2 verschlissen und auch auf meinem vorherigen Mopped hatte ich die Dunlops und war eigentlich recht zufrieden.


    Meine grobschlächtigen subjektiven Eindrücke: ( im Vergleich zum Dunlop )


    -Der S21 ist handlicher ja, aber nicht so viel mehr wie man es aus den Kommentaren erahnen würde. Vorteil aber. Der S21 ist sofort handlicher. Der Dunlop muss erst warm werden.
    -Ich empfinde den Reifen als ziemlich "stabil". Ebenso wie der Dunlop. Da wackelt nix, da rührt nix. Der Reifen zieht genau die Linie die ich mir im Kopf ausgemalt habe. Im Reifentest von moppedreifen.de wurde der Reifen als Skalpell beschrieben, welches man hochkonzentriert führen müsse. Find ich gar nicht. Draufsetzen, fahren.
    -Nasshaftung ist ja immer so nen Thema. Da fahre ich eh nicht besonders viel Schräglage, auch beschleunige ich weniger in Schräglage. Wenn man aber mit geradem Mopped auf nasser Straße stärker beschleunigt rutscht da nix. Hat der Dunlop aber auch nicht.
    Auch würde ICH Rutscher bei Nässe nicht unbedingt auf den Reifen schieben. Aber gut. Der Ein oder andere Landstraßenfahrer verflucht ja sofort den gefahrenen Reifen wenn es einmal auf der LS rutscht.


    Was ich gut finde: Ich fahre den S21 mit Seriendruck. Mit Seriendruck konnte ich den Dunlop aber nicht fahren, hatte da nen ganz merkwürdiges Gefühl bei. Deshalb waren es beim Dunlop 2,3/2,7 - S21 2,5/2,9. Mal sehen was das am Ende an Laufleistung bedeutet.


    Ich habe es hier in den nördlichen Gefilden nicht geschafft den VR auf Kante zu fahren. Nen kleiner Finger breit ist noch vorhanden. Hoffentlich gugt da am Bikertreff kein Kurt drauf und beschimpft mich noch als Poser :grins: :achtung ironie:

    Aufrecht sitzen die Könige
    98% der Leistung macht der Fahrer, den Rest kann man einstellen


  • Hallo HoLon ,
    garantiert werde ich keinen als Poser betitulieren - ich freue mich
    über jeden der Ankommt !
    Im Zweifelsfall - immer Gas raus .
    Lieber mit zuwenig - wie zuviel Speed in die Kurve !


    Am "S 21" bin ich jetzt nach 3800 km am Marker - hab ihn in den
    Seealpen nicht geschont .
    Fahre vorne 2,3 und hinten 2,7 - da der S21 eine härtere Karkasse
    hat , wie der M7RR !
    Fahrwerk - keinerlei Änderung , Weich muß es bei mir auf schlechten
    Landstrassen sein .
    Bei einem Markenwechsel (Reifen) , gönn ich mir immer eine längere
    Eingewöhnungszeit - wer will schon Abfliegen .


    Gruß Kurt

    Einmal editiert, zuletzt von kda ()

  • Den S21-Vorderreifen hab ich nach 7.600 km vor kurzem gewechselt. Trotz kaum mehr Profil (bin durchwegs über den Indikator drüber) hielt er noch sehr gut, fuhr sich jedoch aufgrund der spitzen Form in Kurven sehr bescheiden. Mit einem neue Schlapfen vorne fährt sich die SDR wieder deutlich besser. Nur, jetzt ist der hintere auch bald am Ende. :zwinker:


    Am Hinterreifen hab ich jetzt 4.000 km drauf, mittig bin ich am 1,6-mm-Indikator angekommen. Werd noch 1 Ausfahrt unternehmen, dann kommt ein neuer S21R. Wie schon beim vorigen Hinterreifen ist auch jetzt noch der Grip super, keinerlei Rutscher. Auf nasser Fahrbahn bin ich letztens leider auch wieder unterwegs gewesen, da hab ich mich mit dem Pilot Power bzw. Pilot Road2 (auf der Duke 690) wesentlich wohler gefühlt.

    KTM-Haltbarkeitstestfahrer


    Dzt: 1290SDR'15+690E'20
    Alt: 690D'13+690E'10+990SMT'11+990SMR'09+640SM'00

  • Der Indikator hat nicht zwingend (HErsteller abhängig) etwas mit den 1,6mm Profiltiefe zu tun. Der Indikator soll lediglich aussagen, bis hier hin verspricht der Hersteller seine Reifeneigenschaften.

    Es muss drücken im Gesicht.,

  • Wenn ihr mit Indikator den "TWI" meint, dann ist der bei Motorradreifen fast immer nur 0.8mm, gemäß der nordamerikanischen Verschleißgrenze. Und es sind mehr Indikatoren am Reifen, als relevant sind. Relevant für die Verschleißmessung sind die TWI´s, auf die am Reifenrand hingewiesen wird. Also quasi von der TWI-Prägung ausgehend eine gerade Linie über den Reifen (ziehen oder denken :zwinker: ), dort ist dann ein "rlevanter" TWI.


    Aber in D ist der Reifen mit Erreichen des TWI schon ne Weile illegal ... :grins:


    lg
    andi

  • M7RR war nicht lieferbar, RR K3 aufgrund der affigen Laufleistung keine Option mehr, also gestern S21 montiert und gleich ausprobiert:

    • 75 km Autobahn -> Guter Geradeauslauf mit minimalem Hochgeschwindigkeitspendeln.
    • 25 km Kringel (26°C Luft, 40°C Asphalt) -> Erster Turn, Reifendruck vorne / hinten 2,5: Extreme Kurvenwilligkeit, tiefe Schräglagen möglich, vermittelt hohe Sicherheit, fast wie ein Racetec RR K3, im ersten Turn nur 2 Sekunden langsamer als mit RR K3. Zweiter Turn, Reifendruck vorne 2,3, hinten 2,1: Drei famose Rutscher beim Beschleunigen in Schräglage, dann Abbruch den Turns, um nachzusehen, was da los ist. Temperatur in der Box 66°C auf der Flanke, also kein Problem. Reifenbild auch okay. Fazit: Nächstes Mal wieder mit 2,5 Reifendruck.
      S21_nach_1komma5_Turns.jpg


    Insgesamt SUPER erster Eindruck. Bin gespannt, ob der wirklich so lange hält wie der M7RR.


    Gruß


    Patrick

  • Fahre jetzt schon den zweiten Satz diese Saison und bin hellauf von dem Reifen begeistert. Zwar schwächelt er ein wenig laut Test bei Nässe aber damit kann ich leben. Dafür ist der Grip sensationell und die Laufleistung ist auch top :thumbup:

    Die Qualle existiert seit 500 Millionen Jahren und überlebt ohne Gehirn. Das gibt so einigen Menschen Hoffnung.

    Husquvarna 510 SMR
    Honda CB1000

    Kawasaki Z1000

    KTM Super Duke 990

    KTM Super Duke 1290 1.0

    KTM 690 SMC

    MV Agusta Brutale 800 Dragster

    KTM Super Duke 1290 2.0

    KTM 690 Enduro R

    Aprilia Tuono Factory V4 1100

  • Ich hab jetzt in nicht ganz 3 Monaten den vierten S21 Hinterreifen und den zweiten S21 Vorderreifen drauf. In ca. 2.000 km (1-2 Wochen :grins:) kommen wieder beide S21 neu drauf, bin jetzt auf ca. 18.500 km ODO. Die Nasshaftung finde ich nach einigen Regengüssen merkbar schlechter als mit dem Michelin PiPo 1CT/Road 2 2CT an der Duke 690. Die Trockenhaftung warm und kalt ist nachwievor deutlich besser als bei allen Reifen, die ich die letzten 100.000 km an meinen Bikes hatte. War schon 2x in den Dolomiten, wo es oben oft nur 10 Grad hatte, auch das ist kein Problem! Hatte auch das Vergnügen, letzte Woche auf der deutschen Autobahn ohne Limit glühen zu können. Bei >220 km/h gabs reifentechnisch rein gar nichts zu beanstanden, lediglich mein Schuberth R1 Helm, die hohe Lautstärke darin und Regen bremsten mich letztendlich ein. Die Haltbarkeit ist hinten zw. 4.500 und 5.000 km (500 km übern Indikator mittig, aber kein Rutschen), vorne ca. 7.000-9.000 km (gut 1.000 km übern Indikator seitlich).

    KTM-Haltbarkeitstestfahrer


    Dzt: 1290SDR'15+690E'20
    Alt: 690D'13+690E'10+990SMT'11+990SMR'09+640SM'00

  • 25 km Kringel (26°C Luft, 40°C Asphalt) -> Erster Turn, Reifendruck vorne / hinten 2,5: Extreme Kurvenwilligkeit, tiefe Schräglagen möglich, vermittelt hohe Sicherheit, fast wie ein Racetec RR K3, im ersten Turn nur 2 Sekunden langsamer als mit RR K3. Zweiter Turn, Reifendruck vorne 2,3, hinten 2,1: Drei famose Rutscher beim Beschleunigen in Schräglage, dann Abbruch den Turns, um nachzusehen, was da los ist. Temperatur in der Box 66°C auf der Flanke, also kein Problem. Reifenbild auch okay. Fazit: Nächstes Mal wieder mit 2,5 Reifendruck.


    Fortsetzung: Dritter Turn auf dem Kringel, Luft 30° im Schatten, Asphalt 45°, bewährter Reifendruck kalt 2,5 (s.o.). Ergebnis: Wieder mehrfach gerutscht beim sanften(!) Beschleunigen in Schräglage, nach drei Runden abgebrochen. In der Box Temperatur auf der Flanke 82°, Reifendruck warm 2,9.


    S21_DritterTurnBei30C.jpg


    Was nun? Druck rauf oder runter bei so einer Hitze? Oder ist die Grenze des Reifens hier einfach erreicht?


    Gruß


    Patrick

    Einmal editiert, zuletzt von Gorblimey ()

  • Was nun? Druck rauf oder runter bei so einer Hitze? Oder ist die Grenze des Reifens hier einfach erreicht?


    Zitat

    Motorrad-Reifentemperaturfenster bei den aktuellen Sport- und Tourenreifen:

    • Tourenreifen ca. 0-60°

    • Sportreifen ca. 10-70°

    • Slicks erst ab 60°

    (je nach Hersteller/Modell unterschiedlich)


    Da wird das Absenken nicht viel bringen.
    Einen gewissen Mindest-Luftdruck braucht der Reifen, um seine Kontur zu halten.
    Könntest vorsichtig bis 2,2/1,9 runter testen. Ohne Gewähr!

  • Bridgestone gibt für den S21 auf der Rennstrecke 2,2/2,0 kalt an, ich würde auf Grund der hohen Temperaturen hinten eher noch 0,2-0,3 weniger draufpacken.


    2,9 heiss ist doch wohl ein Witz :kapituliere: