Motorrad-Warnweste Kaufempfehlung gesucht

  • Man konnte das Motorrad mit dem Daumen komplett verdecken.

    Es gibt bzgl. der Sicherheit beim Motorradfahren zahlreiche Pro & Contra Argumente. Karsten (*Kondos*) hat es ja versucht das Ganze mal prozentual zu veranschaulichen. Einige Motorradfahrer, mit denen ich heute über dieses Thema gesprochen habe, haben mir bestätigt: Wenn man(n) als Verkehrsteilnehmer übersehen wird, dann nützt weder eine Warnweste noch auffallende Farben am Fahrzeug etc. ...


    Wie auch immer... Ich denke, das tragen einer Warnweste ist nicht falsch. Vor allem als Tourguide!




    Danke für die zahlreichen Beiträge!!!!
    Bade :winke:

  • Ich hab zumindest ne neonfarbene Regenjacke, hoffe das hilft ein wenig...

  • Noch nicht.!
    Gruß
    Norbert


    Wenn das zur Pflicht werden würde dann müsste ich mir ja eine GS kaufen :nein: ........bzw. dann müsste ich wohl notgerdrungen aufhören mit Moped fahren :traurig: .

    "Die Uhr hat 12 geschlagen" :wheelie:

  • ...ich finds interessant das vor allem die Kurvenparker oft ne Warnweste anhaben...beim Tourguide will ich ja nix sagen, aber bei allen anderen kommts mir vor wie Gürtel und Hosenträger zusammen. Wie schon gesagt, wenn einer den Scheinwerfer nicht sieht, der ja aktiv leuchtet, während die Warnweste nur reflektiert, und daher per se immer "dunkler" ist...
    Ich halte nichts davon, ich finde das sollte den Bauarbeitern / Polizisten etc. vorbehalten bleiben, damit die wirklich auffallen, wenn sie auf der Straße rumlaufen.


    Aber des is nur meine Meinung, bleibt ja jedem selbst überlassen ;-)

  • beim Tourguide will ich ja nix sagen


    Eben. Da wirkt sie nämlich, weil sie von hinten zu sehen ist. Übrigens auch der Grund warum ich den Warnwestentick der Kurvenparker gut finde, man sieht schon von weitem dass man gleich überholen muss. Von vorne bringt sie nix.

    beware of the mantis

  • Kurvenparker


    Und dann gibt's noch die, die tatsächlich in Kurvenbereichen parken um eine zu rauchen und dabei die Warnweste anlassen. Wenn ihr (alle die mit Weste fahren) irgendwo stehen bleibt das nicht offensichtlich ein Parkplatz ist, dann nehmt bitte die Weste runter! Für mich bedeutet Warnweste = da ist was passiert. Und wenn es nur ein technisches Problem ist. Also halte ich an, und schaue ob ich helfen kann. In 90% meiner erlebten Fälle hat der Westenträger aber lediglich eine Pause eingelegt. :motzki: Das führt dazu dass ich Warnwesten am Straßenrand inzwischen tendenziell ignoriere, und das kann's ja eigentlich auch nicht sein.

  • Ich benutze die abgebildete Helite-Airbagweste und bin zufrieden mit dem Teil. Getestet habe ich sie
    auch schon in Hockenheim und sie hat ihren Zweck erfüllt aber Aua hat es trotzdem gemacht.


    Es grüßt aus dem sonnigen Westerwald


    Franz-Josef

  • kartofferl,
    ich sehe das genauso wie Du. Wenn denn so Warnwestenparker blöd mit der Kippe im M... dastehen, ist das ja vortäuschen falscher Tatsachen ;-) Als ich beim hilfsbereiten Anhalten (war mit dem Auto unterwegs) fragte, ob ich irgendwie helfen könne, musste ich mich noch blöd von dem GS Fahrer anreden lassen. Da ich noch im Auto saß, hatte der Kollege mich wohl als kleinen Wicht unterschätzt. Was soll ich sagen, ich bin 1.87 und gehöre körperlich eher in die sehr kräftige Kategorie. Sonst sehr gutmütig, bin ich dann doch ausgestiegen und habe dem Deppen mal "eindringlich" erklärt für was solche Warnwesten eigentlich gedacht sind. Was soll ich sagen, er war relativ schnell sehr einsichtig und gelobte Besserung.


    Aber es stimmt, wenn ich jetzt solche Warnwestenträger sehe, aber sonst nichts verdächtiges, fahre ich einfach weiter, eigentlich nicht mein Ding, denn Fragen schadet ja nicht. Ich werde zukünftig noch mehr darauf achten, ob ich evtl. noch eine GS sehe, dann kann ich wenigstens beruhigt Gas geben.

  • Sachlich sehe ich das so das sie bei Tageslicht nichts bis gar nichts bringen. Achtet wirklich mal darauf wenn ihr mit dem Auto unterwegs seit. Ihr erkennt die Neonwesten auch nicht wirklich früher als die Blackrider, oder welche in einem weißen Lederkombi...


    Am Morgen oder zur späteren Dämmerung OK...


    Das Problem der Blechbüchsen ist ja nicht das sie uns nicht sehen sondern unsere Geschwindigkeit falsch einschätzen und meinen, "goooot schoh no..." au scheiße... "Tod" :amen:

  • Ich finde schon, dass man die Warnwesten eher sieht, als eine schwarze Jacke, noch besser sichtbar finde ich einen leuchtgelben Helm. Die Gefahr ist, dass wenn viele mit Leuchtweste fahren, die anderen eventuell nicht mehr so wahrgenommen werden.


    Gruß Wolfgang

  • Ursprünglich mit schwarzer Textilkombi und schwarzem Helm auf der schwarzen Duke unterwegs, hatte ich immer ein etwas mulmiges Gefühl, von anderen Verkehrsteilnehmern nicht rechtzeitig / richtig wahrgenommen zu werden.
    Aber mit Warnweste wollte ich auch nicht fahren, obwohl mein Kopf gesagt hat, als Motorradfahrer bist du schon mehr als genug Gefahren ausgesetzt, da musst du nicht auch noch übersehen werden... :sehe sterne:


    Als ich dann letztes Jahr meine Lederkombi bestellt habe, habe ich die Chance genutzt, es wurde eine - passend zum Motorrad - schwarz-orange Kombi, d. h. die Ärmel und Teile der Hosenbeine sind leuchtend KTM-orange.
    So werde ich von vorn, von der Seite und von hinten schon von weitem gesehen. Wenn ich in einer Gruppe fahre, sagen die Tourguides immer, ich bin nicht zu übersehen :crazy:


    Also Sinn und Zweck erreicht, modisch schick und ohne Warnweste! :peace:
    So mag frau das! :wheelie:

  • Nunja, wer sich in Neon wohler fühlt, darf das natürlich gerne so machen. Das ist aber eher eine modische Entscheidung und keine sicherheitsrelevante. Es gibt nämlich schlicht keine Beweise dafür, dass man in Neon sicherer unterwegs sei oder früher gesehen werden könne. Sprich, das findet nur in den Köpfen derjenigen statt, die sich in ihre Warnwesten werfen.


    Die sichtbare Fläche ist viel zu klein, um wirklich wahrgenommen zu werden. Die Geschwindigkeit der Motorräder ist dabei viel zu hoch. Ein paar Quadratzentimeter neonfarbener Stoff an einem Motorrad, was sowieso beleuchtet einem entgegen kommt, macht in der menschlichen Wahrnehmung schlicht nichts mehr aus. Wenn es nämlich so einfach wäre, bräuchte man nur Motorräder neonfarben zu lackieren und würde dann nie mehr übersehen werden. Tatsächlich werden aber auch Tanklaster, Baukräne, Traktoren und sogar Supertanker übersehen. Die Nichtwahrnehmung anderer auf Kollisionskurs hat viele, viele Gründe, die nichts mit der Wahrnehmung, dem Sehen an sich, zu tun haben.


    Ihr würdet gar nicht glauben, wie schlecht ein größerer Teil der Verkehrsteilnehmer tatsächlich sehen kann. Gerade mit steigendem Alter ist das ein echtes Problem. Aber nicht nur. Viele Menschen bekommen einen Führerschein, obwohl sie bereits in jungen Jahren kaum etwas erkennen können. Und eine Brille nur zum Autofahren haben, was ich besonders geil finde, weil man sich an Brillen gewöhnen muss. Diese nur im Auto aufzusetzen kann gar nicht wirklich gut funktionieren.


    Darüber hinaus wisst ihr doch alle, dass man dahin fährt, wohin man schaut. D.h. Motorräder und deren Fahrer noch sichtbarer zu machen, wenn man es denn wirklich könnte, wäre kontraproduktiv.


    Die Unfallstatistik gibt jedenfalls nicht her, dass neonfarbene Fahrer länger leben, weniger Unfälle haben etc. Der Zusammenhang lässt sich schlicht nicht konstruieren. Es geht eher ums Wohlfühlen und um die eigene Geisteshaltung, weshalb man den Warnwestenträger vielleicht eher bei einem konservativen Klientel vermuten würde. Warum sich das ausgerechnet bei den BMWlern derart verbereitet hat, erschließt sich mir nicht wirklich. Ist wohl eine Art Mode?

  • Wie auch immer... Ich denke, das tragen einer Warnweste ist nicht falsch. Vor allem als Tourguide!


    Als Tourguide ist eine Warnweste nur zu empfehlen.


    Wir fahren öfter in auch größeren Gruppen mit einem befreundeten Motorradclub Tages- und Wochenendtouren. Da ich in diesen Gruppen immer sehr weit hinten fahre, ist es angenehmer, wenn der Guide eine Weste trägt. Dann kann man diesen von hinten viel besser / weiter sehen. Vor allem wenn auf einmal doch viele Motorräder aufeinander treffen.
    Ich sehe unseren Guide mit seiner Warnweste mit Sicherheit 500 m und mehr.
    Für das Gruppenfahren einfach nur richtig gut.


    Gruß
    André

    Ein Blitzableiter auf einem Kirchturm ist das denkbar stärkste Mißtauensvotum gegen den lieben Gott.

  • Ich fahre oft vorne als Guide, trage aber selbst keine Warnweste. Ist auch nicht nötig, da ich ja an jedem Abzweig warte, bis alle wieder da sind und der Rest mich dann (und auch sonst) eigentlich durch das Visier gut sehen können sollte. Damit das mit dem Warten auf den Letzten klappt und denjenigen in der Gruppe auch ohne große Verrenkungen jederzeit im Rückspiegel auch gut identifizieren kann, ist es sehr hilfreich, wenn der-/diejenige möglichst auffällig erscheint. Das kann eine Warnweste sein, ein greller Helm oder ein ungewöhnliche Beleuchtung, denn damit lässt sich in einer größeren Gruppe der Lumpensammler jederzeit leicht identifizieren, sodass man nicht zwingend auf Funk oder ständiges Halsverdrehen angewiesen ist.


    Das zeigt aber im Umkehrschluss auch, dass man durch Warnweste, Helm oder eben auffälliges Licht durchaus besser gesehen wird, auch, (und gerade!) wenn die eigene Wahrnehmbarkeit, z.B. durch schlechte Augen oder eben einen kleinen, zitternden Rückspiegel, mal schlecht ist.
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  • Bei einem Fahrsicherheitstraining hat uns der Trainer auch das Motorrad mit dem Daumen verdeckt. Er hat uns als Tipp gegeben eine Warnweste anzuziehen, welche flattern kann. Denn ein Auge reagiert im Winkel auf schnelle sich ändernde Bewegungen. Deshalb wäre es wichtig, wenn die Warnweste flattert.


    Wenn ich in der Gruppe fahre, hab ich auch gern, das der Letzte eine Weste trägt. So kann man gleich erkennen wenn dieser wieder aufgeschlossen hat.


    Mein Beileid der Familie und den Angehörigen des verunfallten KTM Bikers.

    Grüße Frank


    KTM = Kleines Technisches Meisterwerk

  • srk:


    Wenn Du behauptest, dass man keinen Zusammenhang zwischen Sichbarkeit und Unfallhäufigkeit bzw. -Schwere über die Unfallstatistik herstellen kann, stimmt das wahrscheinlich (könnte ich mal überprüfen lassen, sitze diesbezüglich an der Quelle). Das liegt allerdings nicht daran, dass es diesen Zusammenhang zwischen Auffälligkeit und Unfallzahlen nicht gibt, sondern ganz schlicht in dem Umstand begründet, dass derartige Dinge bei einem Unfall nicht dokumentiert werden. Deshalb kann man sie nachher auch nicht auswerten.


    So wäre es ganz sicher mal eine interessante und wichtige Aufgabe für eine Bachelor-/Master- oder sogar Doktorarbeit im Bereich der Verkehrspsychologie bzw. Verkehrstechnik, hier für wissenschaftlich brauchbare Daten zu sorgen. Und erst dann kann man etwas Belastbares und inhaltlich Verwertbares dazu sagen. Ich kenne einige Leute aus dieser wissenschaftlichen Branche ganz gut und werde derartige Untersuchungen ganz sicher in den kommenden Tagen dort mal anregen. Bis dahin darf sich aber jeder getrost auf den Standpunkt stellen, dass es selbst jetzt, wo es vermutlich noch keinen _nachgewiesenen_ Nutzen gibt, es gewiss nicht schadet, für alle anderen Verkehrsteilnehmer etwas auffälliger als ein Blackrider zu erscheinen. Muss ja nicht gleich eine labberige BMW-Fahrer-Warnweste in neongelb sein ...
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