Kettenöler - dafür, dagegen, mir doch egal.... Die allgemeine Öler-Diskussion....

  • Wenn das Getriebeöl nicht so erbärmlich stinken würde. Fahre daher Scottoil.

    Wenn du dein Kettenöl während der Fahrt riechen kannst, fährst du zu langsam :lautlach:


    Nee mal spaß bei Seite: warum nehmt ihr nicht einfach Sägekettenöl? Hat doch eine viel höhere Haftung und für die Anhänger der Grünen gibt's das Zeugs sogar biologisch abbaubar :grins: (Verharzt aber dafür schneller, zumindest im Fichtenmoped)

    Grüße
    André :wheelie:

  • Mein erster Kettenöler war der unterdruckgesteuerte Scottoiler - mal ganz abgesehen, daß der wie erwähnt nicht das Gelbe vom Ei ist hat das mit Sägenkettenöl noch "schlechter" funktioniert als mit dem originalen Öl von Scottoiler.


    Seit dem ich den elektronischen Scottoiler verwende gibt's da überhaupt kein Problem - da dieser ja eine Pumpe hat macht er seinen Job mit Getriebeöl oder mit Sägekettenöl - es ist ihm quasi egal welches Öl verwendet wird.

    Aktuell ist das billigste Getriebeöl 90W140 eingefüllt, welches ich in der Bucht gefunden habe :zwinker:


    Für die Husky hab ich den Scottoiler xSystem 3.0 Plus bereits hier liegen, aber noch nicht verbaut - der wird dann auch mit Getriebeöl gefüttert sobald das Originalöl aufgebraucht ist (ist im Lieferumfang dabei) :ja:

  • nehmt ihr nicht einfach Sägekettenöl? Hat doch eine viel höhere Haftung und für die Anhänger der Grünen gibt's das Zeugs sogar biologisch abbaubar :grins: (Verharzt aber dafür schneller, zumindest im Fichtenmoped)

    Ich nehm das:

    !Sägen!öl

    seit einigen Jahren (im Fichtenmopped) und das ist nach einem Jahr Nichtgebrauch in der Säge immer noch wie „frisch“ eingefüllt, auch in der Förderpumpe und der Düse war nie was verstopft. Daher dachte ich, ich nehms, sobald mein orig. Öl im Straßenmopped verbraucht ist auch dafür her.

    Die früheren Bio-SÄGE!-Öle verharzten aber tatsächlich, da hab ich mir mal ne Stihl lahmgelegt:(.

    Mit welchen hattest du Verharzungen?

    Wie geschrieben, wollte eigentlich obiges demnächst auch im MotorradÖler nehmen.

  • Wir haben aufgrund des Verdachts des Verharzens nie Bioöl genommen. Welches wir derzeitig verwenden - keine Ahnung. Da wir einige Fichtenmopeds und inzwischen auch einen eigenen Harvester betreiben, benötigen wir von dem Zeug etwas mehr und kaufen das meist in 50l Fässern. Verwende ich im Kettenöler aber seit Anfang an und bin damit auch sehr zufrieden.

    Grüße
    André :wheelie:

  • Kettensägenöl, für mich sehr gut, nehme das Stihl teilsynthetische, sehr wenig Abflug auf die Felge

    Lass dir Leben und Tod gleich wichtig sein,
    und dein Verstand wird ohne Angst sein.

  • Vierte Kette mit Kettenöler verbraucht. Jede hat bei ca 25.000 km die inneren X-Ringe verloren und war dann rasch kaputt (getauscht zwischen CZ-Kette 25000...DID-ZVMX 30000 km). Also behaupte ich mal, die Lebensdauer ist kaum höher mit Kettenöler versus Handsprayschmierung. Da hatte ich mir deutlich mehr erwartet. Aber der Wartungsaufwand geht dafür gegen null mit Öler. Denn Öltank fülle ich einmal im Jahr nach, das war es. Hab auf 85.000 km mit CLS-Öler bislang ca. 2/3 der Serien 0,5 L ÖlFlasche verbraucht.

    Aber warum sich immer spontan die inneren X-Ringe sich absprengen ist mir ein Ratsel, bei den äußeren hatte ich noch nie einen defekten X-Ring. Liegt es daran, dass der Öler nur einseitig außen aufträgt?

    ...wenn die Ringe trotz Schmierung abfallen, könnte es sein daß, 1. Die Kette zu straff gespannt war, oder 2. die Kette nicht in der Flucht läuft, oder 3. beides zusammen. So einen Zustand halten

    die besten Ketten nicht lange aus.

    1290 SAS - 2020

  • Gebe zu, dass ich immer straffer als Werksvorgabe gefahren bin. Mir geht einfach das Kettenklappern auf die Nerven. Fur die beste Flucht habe ich mich immer angestrengt, aber ob ich die Idealflucht eingestellt bekommen habe, weiss ich nicht. Fällt mir echt schwer dies einzuschätzen. Hab Kettenlaser, selbst der liegt teilweise ganz schön daneben, weil Kunstoffgehäuse das sich schnell beim Aufspannen verzieht. Mit Latte nachgemessen ergibt aber auch ordentliche Abweichungen. Ehrlich, weiß nicht, wie ,an das wirklich gut hinkriegt. In der Werkstätte schauen sie nicht mal auf die Flucht beim Radeinbau.

  • wenn das Mopped max beladen ist sollte...nein... m u ß, die Kette am Durchhang noch min 2 cm Spiel haben. Wenn Du Offroad fährst gerne noch mehr, auch wenns klappert :zwinker:

    Wenn das Fahrwerk voll einfedert ändert sich der Radstand nach länger, dann ist bei zuwenig Spiel voll Spannung auf dem Antrieb. Ein Ergebnis aus dieser Geschichte kennst du bereits, die andere lautet defektes Ausgangslager oder Antriebswelle oder, oder....

    1290 SAS - 2020

  • Wenn Getriebeausgangswelle, Schwingenachse und Hinterachse in einer Flucht stehen, ist die Kettenspannung am höchsten.

    Insofern würde in dieser Position eine sehr geringer Kettendurchhang mehr als ausreichen.


    Federt die Schwinge über diesen Punkt hinaus weiter ein (Hinterachse höher als Schwingenachse) lässt die Kettenspannung wieder nach.

    Wofür eigentlich 4-Zylindermotoren? Am Motorrad sind es 2 zu viel und im Auto 2 zu wenig....

  • Da ich Eissenschaftler bin, hab ich das sogar schon dreimmal gemacht, also Durchhang bei gemessener Linie von Ritzel +Schwingenlager + Hinterachse. Selbst wenn man zb am KTM Messpunkt statt Sollabstand 2-5 mm frivol auf (zuviel) 10 mm geht, hat die Kette noch immer +/- 1 cm Spiel.

    chatGPT sagt 25.000 km ist eh gut und Innenrrnge werden mehr auf Hitze belastet (?). Kettenölerwerbung sagt typisch mindestens 2-fache Lebensdauer. (2-5-ach ?). Varahannes (600 000 km Afrika twin) hat seine Verscheiss-km mit und ohne Kettenöler ins Netz gestellt, Erstens fährt der mal grundsätzlich mindestens 35.000 mit einer Kette, und zweitens in seinem Vergleich war null Unterschied zwischen Kettenöler und Sprayschmierung. Ich werde es wohl nie wissen.

  • Warum sollte die auch länger halten? Die Stelle die für den Verschleiss verantwortlich ist (innerhalb des durch die O-Ringe abgedichteten Raums) kommt weder Kettenfett noch das Öl vom Öler hin. Und wenn es da hinkommt, ist die Kette schon kaputt.

    Beides dient nur dazu, dass die Kette von aussen nicht rostet und weniger Geräusche im Betrieb macht.

  • Ich bin mittlerweile wieder von den Ölern weg und schmiere konventionell mit Kettenspray (Caramba). Öler war mir auf Dauer zu viel Sauerei auf der Felge - zumindest wenn die Kette gut aussehen sollte. Vorteil vom Öler ganz klar die große Tour bzw. beim täglichen Einsatz - mittlerweile nehme ich die HPE Ketten, die sind etwas genügsamer vom Pflegeaufwand und halten auch 25 - 30 tkm, also rund 2 Saison bei mir.

  • ...wenn die Ringe trotz Schmierung abfallen, könnte es sein daß, 1. Die Kette zu straff gespannt war, oder 2. die Kette nicht in der Flucht läuft, oder 3. beides zusammen. So einen Zustand halten

    die besten Ketten nicht lange aus.

    uber 30.000 km mit kette öler , wen da die ringe weg sinds dan is ein anderes probleem das stimt.

  • Die Durchschnittliche Lebensdauer einer Kette sind etwa 20 000 km. Das sind so meine Erfahrungen und das Ergebniss einer Umfrage, die ich vor jahren auf mehreren Motorradmessen gemacht habe. Da sind auch Ausreißer nach oben und unten dabei gewesen, aber die masse liegt um die 20 000 km.

    Verlorene Dichtringe haben nicht mit einem richtig verbauten und funktionierenden Öler zu tun. Das hat andere Ursachen. (Kettenspannung, Kettenflucht, Produktionsfehler). Die höhere thermische Beanspruchung der Dichtringe halte ich für theoretisch und in der Praxis als nicht bedeutend. Die Kette wird im Fahtwind gekühlt, das ist nicht unerheblich. Ich habe bisher nur an einem Motorrad Dichtringe der Kette verloren und da habe ich auf Produktionsfehler getippt. Ansonsteen halten die Ketten bei meinen Motorrädern zwischen 50 und 75 000 km. Allerdings ist die Kettenqualität, nach meiner Beobachtung, in den letzten etwa 15 Jahren schlechter geworden. Gerade die Erstausrüsterqualität ist zum Teil richtig schlecht geworden.

    Der Varahannes hatte in der Tat anfänglich keine Verlängerung der Lebensdauer der Kette gehabt. Das lag aber eher daran, dass sein Mechaniker zum Reifenwechsel die Düse immer weggebogen und sie nicht wieder richtig positioniert hat. Wegbiegen ist eh Scheiße, da irgendwann auch der Draht in der Leitung seine Spannung verliert und auch bricht. Das war bei Hannes auch mindestens einmal der Fall. Damit ist die Düse dann halt nicht mehr am Kettenrad und das Öl kommt nicht da hin, wo es muss.
    Nach einem Intensieven Gespräch mit Hannes hat er dann darauf geachtet und schon ist die Lebensdauer von 35 000 auf 50 000 und mehr km gestiegen. Wobei ich denke, dass sein Mechaniker die Ketten beim Verschleiß des Ritzels mit sammt dem Kettenrad tauscht. Ich tausche nach 35 -45 000 km einmal das Ritzel und dann alles wenn die Kette fertig ist. Da sich die Kette beim Verschleiß des Ritzels in der Regel nicht groß gelängt hat kann man das Ritzel auch einzeln tauschen.

    Wenn ein Öler saut gibt es hauptsächlich vier mögliche Gründe.

    1. Der Öler hat konstruktiv einen hohen Ölverbrauch oder lässt sich nicht gut einstellen (Temperaturschwankungen, großer Pumpenhub).

    2. Die Düse ist nicht richtig positioniert.
    Die Düse darf von der Kette nicht getroffen werden können. Die Düse muss kurz vor dem Auflaufpunkt der Kette aufs Kettenrad mit der Schnittfläche plan am Kettenrad anliegen, die Düse darf nicht im Absatz des Kettenrades liegen, sonst muss das Öl über die Kante, dabei gibt es Abwurf.

    3. Es ist nicht der Öler selbst sondern unter der Ritzelabdeckung ist so viel Dreck, dass dieser von der Kette wieder mitgenommen und hinten abgeworfen wird. Das Problem hatte ich bei Kundenfahrzeugen schon häufiger. Da wird in der Regel nicht geputzt, weder bei der Durchsicht noch vom Besitzer.

    4. Das System wird zu fett eigestellt gefahren.

    Ich verbaue eigentlich nur DID ZVM 2 Ketten und Zahnräder von Supersprox, die sind erstklassig gearbeitet, gefräßte Laufflächen nicht gestanzter Mist wie bei vielen anderen Zahnradherstellern.

    Mal noch was zur Montage der Düse am Ritzel.

    Die Ölabgabe eines Ölers am Kettenrad funktioniert bis etwas über 300 km/h. Am Ritzel hat man eine um Faktor 3-3,5 höhere Fliehkraft. Das bedeutet, dass die Ölabgabe am Ritzel bis etwa 100 km/h funktioniert. Die Masse der gefahrenen Geschwindigkeit bei einem Motorrad, dass vorwiegend auf der kurvigen landstraße bewegt wird ist zwischen 60 und 120 km/h. Ich weiß es gibt immer welche die viel schneller fahren... Wenn man den Bereich von 100 km/h verlässt funktioniert die Ölabgabe vom zahnrad in die Kette halt dann nicht mehr richtig. Kann man machen muss man hat nicht. Mehr muss ich dazu eigentlich nicht sagen.

    Öl ist eben nicht gleich Öl. Die Eigenschaften eines Öls sieht man dem Öl an sich nicht an. Die sparsamme Öldosierung der CLS Öler von etwa 3-5 ml auf 1000 km erreichen wir nur, weil der extrem hohen Verschleißschutz des Öls auf die Fördermenge der Pumpe und die Ansteuerzeit der Pumpe über die Elektronik aufeinander abgestimmt sind.

    Das CLS Öl hat einen Verschleißschutz, der etwa 7 mal so hoch wie das eines bekannten Herstellers aus Schottland ist. Daher sollte man auch bei unseren Systemen nur das originale Öl verwenden, sonst passt das ganze System nicht mehr.

    Allzeit gute Fahrt

    Heiko

    CLS-Chain Lube Systems, Heiko Höbelt e.K.

  • Hobbit
    Was bewirkt denn einen 7 mal höheren Verschleissschutz? Die Viskosität? Das Scherverhalten?...Und ist das auch 7 mal höher als sagen wir mal normales Getriebeöl?

  • Beides dient nur dazu, dass die Kette von aussen nicht rostet und weniger Geräusche im Betrieb macht.

    Ist natürlich alles, was so ein Öl an der Kette bewirkt.
    Du kannst ja mal die Kette richtig sauber machen und aussen von allem Schmutz und Schmierstoff befreien.
    Dann mal heftig die Hausrunde und fasst sie dann an.
    Vielleicht fällt die dann was auf, was eine nicht geschmierte Kette kürzer leben lässt.

    Viele Grüße


    Gerhard


    >>Eine Kurve ist erst dann eine Kurve, wenn ich nicht so schnell fahren kann wie ich darf!<<:grins: