Welches Modell? S oder R?

  • Moin Leute,


    ich habe mich nun doch durchgerungen.


    Eigentlich wollte ich meine GS noch dieses Jahr fahren und mir erstmal die Tenere anschauen. Das wäre zwar mit vielen Kompromissen verbunden gewesen, aber ich möchte endlich mal Endurowandern und nicht nur davon reden/träumen.

    Die GS ist mir zu schade und vor allem zu schwer. Im Rennen war noch die AT DCT, weil ich das Getriebe spannend finde. Aber Gewichtsmäßig spare ich da einfach fast nichts zur GS.


    Die KTM hat quasi alles, was ich mir wünsche. Ein akzeptables Gewicht, um mich nicht völlig zu überfordern, Quickshifter und Tempomat, damit man gemütlich ans Ziel kommt, Sitzhöhe der S absolut ausreichend.


    Jetzt denke ich trotzdem darüber nach, wo die Reise hingehen soll. Den überwiegenden Teil werde ich natürlich auf der Straße verbringen. Von der Sitzhöhe her kommt mir die S perfekt. Ich komme auf beiden Sitzbankstellungen gut und sicher hin. Und dennoch ist Motorradkauf auch Emotionssache. Optisch gefällt mir die R viel besser, aber da stehen mir die 88 cm Sitzhöhe im weg. Aktuell scheint es nicht zu beantworten zu sein, ob man die Sitzhöhe auf 86 cm kriegt mit der S Bank. Und so bin ich nun am grübeln. Einerseits, ob ich für meine Ansprüche die R unbedingt brauche (wahrscheinlich nicht) und umgekehrt, ob mir die S für meine Ansprüche reicht. Ich plane keine Sprünge, etc. Kein ultrahartes Gelände. Aber dennoch ist es auffallend, dass die S in den Reviews maximal über ein bisschen Schotter bewegt wird und man dann ohnehin fürs Gelände nur von der R spricht. Wenn ich nun 3 Wochen Urlaub habe und über Land anreise, um dann z.B. die TET zu fahren und dann feststellen würde, dass die S da am Limit ist (mir fehlt die Erfahrung, aber ich meine die Bodenfreiheit und allgemein das Fahrwerk), dann würde ich richtig kotzen.


    Limitierender Faktor ist bei mir nicht das Geld. 1000€ ist viel Geld, bitte nicht falsch verstehen, aber es ist noch verschmerzbar. Vielmehr mache ich mir Gedanken wegen der Sitzhöhe, die man ggf. nicht ohne anderweitige, negative Begleiterscheinungen erkauft.


    Gibt es hier noch andere User, die evtl. mit der gleichen Fragestellung schwanger sind?

    Danke und Gruß.

  • "Wenn ich nun 3 Wochen Urlaub habe und über Land anreise, um dann z.B. die TET zu fahren und dann feststellen würde, dass die S da am Limit ist (mir fehlt die Erfahrung, aber ich meine die Bodenfreiheit und allgemein das Fahrwerk), dann würde ich richtig kotzen."


    Stell Dir mal vor Du stellst bei der Anreise fest , dass die R auf der Strasse schnell am Limit ist ( hohe Bodenfreiheit bzw Sitzhöhe , und allgemein das Fahrwerk)...ich glaube du würdest kotzen !


    Aber im Ernst....die Frage stellen sich bestimmt viele. Ich würde versuchen beide ausgiebig Probe zu fahren........

    und die persönlichen Meinungen jeweiliger Bestitzer der r oder s sind ja immer sehr emotional .

  • Die "R", denn eine "S" gibt es nicht :rolleyes:


    Ganz ehrlich, wenn Du selbst nicht der limitierende Faktor bist, sprich deine Beinlänge oder dein Offroad-Vermögen, dann stellt sich die Frage nicht!

    Die R ist durch ihr einstellbares Fahrwerk deutlich überlegen! Ja auch auf der Strasse - da könnten höchstens andere Reifen einen Vorteil bringen.


    Da du hauptsächlich von der GS umsteigen willst um nicht am Ende vom Schotterweg wieder umzukehren, beantwortest Du deine Frage eigentlich schon selbst :zwinker:

    Einmal editiert, zuletzt von ACE_79 ()

  • Ich könnte mir schon vorstellen, dass dir die S völlig ausreicht. Die R bietet dir von der technischen Seite so viel Offroadvermögen, was du mit deinem Können auch erstmal umsetzen musst.

    Die S schneidet in den Videos doch durchweg gut ab, eben auch im Gelände.

    Wenn du kein Offroadcrack bist, wirst du das Potenzial der R auch nicht ausschöpfen. Wenn du eben auch leider etwas kleingewachsen bist, ist ein sicherer Stand auf der tieferen S schon viel mehr Wert, als unnötig lange Federwege.

    Bis auf den orangen Rahmen bekommst du den Style der R eben auch hin.

    Einfach beide mal fahren, auch im Gelände, dann merkst du schon, was geht und was nicht.

    Wenn man kleingewachsen ist aber schon viel Offroaderfahrungen hat, dann greift man sicher trotzdem lieber zur R.

    Ansonsten nimm die bessere R und mach paar Offroadtrainings, wirst staunen, was auch mit etwas zu kurzen Beinen mit nem hohen Bock so geht. :zwinker:

    BG,
    Husky 350/610TE; Duc M900; 900ie; 1000ie; KTM 950 ADVS; HM1100; MTS1200S; GSA; GS; KXF450; MTS-E; 790@R

    Einmal editiert, zuletzt von ExDuc01 ()

  • Habe gerade ein Interview mit Joe Pichler gehört........


    Seine Aussage: Die normale wird für 99 % der Interessenten das bessere Motorrad sein.


    Achtung nicht meine Meinung ! Fahre ja auch eine 1090 Rrrrrr .....


    Grüße

    Tomac

  • Der Pichler hat sicher recht. Aber wiederum auch nicht. Die einen sagen so, die anderen so... Es kommt wie immer drauf an:peace:

  • Die Antwort heißt, tkc80 auf die GS und ausprobieren. Erstmal auskommen mit dem was du hast und erstmal fahren.


    Dass du etwas nicht kannst oder dich das Motorrad limitiert, ist eine Grenze in deinem Kopf.

  • ...wobei der TKC80 wiederum viel weniger kann als eine GS, geschweige denn ein normales Motorrad. Oder andersherum, vor 30 Jahren war der TKC80 schon schlecht, heute ist er nicht besser.



    Bei der "Adventure" Frage hier, eben mal abwarten, bis beide Schüsseln beim Händler stehen und die Sitzbänke tauschen. Dabei sehen, ob das dann mit der Gesamtsitzhöhe besser wird. Aber nach ersten Sitzproben fällt schon der extrem spitze Kniewinkel auf. Das macht auf längeren Fahrten wohl kaum Spaß, noch wird ein mehrmaliges Aufstehen in die Rasten, besonders angenehm sein.


    Bei der mangelnden Bodenfreiheit kommt bei der "R losen" noch mehr erschwerend hinzu, dass die neue 790er untenrum breit wie eine Boxer ist. Da werden ausgefahrene Wege schnell zu einem unpassierbarem Hindernis.

  • Die Antwort heißt, tkc80 auf die GS und ausprobieren. Erstmal auskommen mit dem was du hast und erstmal fahren.


    Dass du etwas nicht kannst oder dich das Motorrad limitiert, ist eine Grenze in deinem Kopf.

    Der TKC80 wäre die falsche Wahl, wenn, mindestens den Anakee Wild. Ansonsten hast du Recht. Mit der GS geht so viel im Gelände und sie kann eben auch unheimlich viel ab. Mit Motorschutzbügeln und zusätzlichen Zylinderschützern kannst du das Ding umwerfen und die GS steckt das einfach weg. Der Bügel wird zerkratzt aber der Rest bleibt in der Regel ganz, da sie z.B. eben nicht bis zum Lenker auf den Boden knallt.

    Jeder Umfaller an einer Multi Enduro ist x-mal teurer.

    Ein paar Offroadtrainings sind sicher billiger, als nun auf ein neues Bike extra umzusteigen. Sprich man muss nun nicht extra was neues holen, um auch mal die TET zu fahren. Mit der GS geht das mit etwas Übung auch, mit ner 790 aber einiges leichter.

    BG,
    Husky 350/610TE; Duc M900; 900ie; 1000ie; KTM 950 ADVS; HM1100; MTS1200S; GSA; GS; KXF450; MTS-E; 790@R

  • Das Problem der "S" ist, am Ende des Tages ist sie nur eine 800er wie die anderen auch. Etwas leichter ja, vielleicht auch etwas leichter zu fahren, ja... dadurch vielleicht aber auch früher wieder langweiliger (sind ja trotzdem nur 95PS, der ewige Kick ist das keinesfalls). Und das Fahrwerk ist bestenfalls Durchschnitt. Das Potential der 21/18-Räder kann man dadurch nur bedingt nutzen. Wie bereits schon angeklungen, wäre 19/17 da konsequenter gewesen (bei geschätzten 98% Straßeneinsatz). Eigentlich ist sie auch fast 1T€ zu teuer. Das KO-Kriterium in meinen Augen ist aber grundsätzlich die Optik. Es will mir nicht in den Sinn, wie man so etwas tatsächlich kaufen kann. Auch wenn man keine 1,80m groß ist.


    Bei der R sind die Proportionen stimmiger und das Fahrwerk ist sein Geld sicher wert, auch wenn man nicht ständig im Gelände unterwegs ist. Ob die Kiste mit Vollausstattung die ca. 14T€ wert ist, weiß ich aber auch nicht so recht. Muss aber nicht meine Sorge sein.

  • Das Problem der "S" ist, am Ende des Tages ist sie nur eine 800er wie die anderen auch. Etwas leichter ja, vielleicht auch etwas leichter zu fahren, ja... dadurch vielleicht aber auch früher wieder langweiliger (sind ja trotzdem nur 95PS, der ewige Kick ist das keinesfalls). Und das Fahrwerk ist bestenfalls Durchschnitt. Das Potential der 21/18-Räder kann man dadurch nur bedingt nutzen. Wie bereits schon angeklungen, wäre 19/17 da konsequenter gewesen (bei geschätzten 98% Straßeneinsatz). Eigentlich ist sie auch fast 1T€ zu teuer. Das KO-Kriterium in meinen Augen ist aber grundsätzlich die Optik. Es will mir nicht in den Sinn, wie man so etwas tatsächlich kaufen kann. Auch wenn man keine 1,80m groß ist.


    Bei der R sind die Proportionen stimmiger und das Fahrwerk ist sein Geld sicher wert, auch wenn man nicht ständig im Gelände unterwegs ist. Ob die Kiste mit Vollausstattung die ca. 14T€ wert ist, weiß ich aber auch nicht so recht. Muss aber nicht meine Sorge sein.

    Was fährst du ?

  • @

    aber ich möchte endlich mal Endurowandern und nicht nur davon reden/träumen.


    Kannst du gern machen, solche Touren mach ich regelmäßig und nehme Leute gern dazu mit ....


    Das optische der Straßenversion kann man ändern indem man den Kotflügel hochsetzt.

    Eine x Country wurde fürs,Enduro Fahren modifiziert und hatte den auch oben

    Das Ist fürs ernsthafte Endurieren eh besser .


    Der Pichler schreibt also von mir ( 1% ) Cool 😎

    So wie ich das bislang herausgelesen habe hat ausschließlich die R ein

    voll einstellbares Fahrwerk, die normale 790 nicht.

    Damit hat sich das ernsthafte Enduro fahren auf Dauer erledigt.


    Die Tenere ist noch deutlich bescheidener vom Fahrwerk her .

    Hätte sie wie das anfangs immer 1000 Fach mit Videos geteaserte Modell die Fahrwerkskomponenren der YZ bzw WR Modelle aus dem Wettbewebsregal ,wäre es eine einigermaßene Alternative gewesen .

    Dann würde die aber preislich auch bei knapp 15k liegen.


    So wie sie aber nun irgendwann einmal geliefert wird ist das aber nur 0815 ..

    Muss dazu ganz ehrlich "leider "sagen, weil viele Fans lange gewartet haben und nun doch sehr enttäuscht wurden...


    Jeder aktive Cross und Enduro Händler, oder diejenigen die Fahrwerksservice anbieten stellen die R in knapp einer Stunde auf die benötigte Höhe ein.

    Genau das ist der Vorteil eines voll einstellbaren Fahrwerks .

    Selbst bei kleinen Enduros gibt es solche extreme Unterschiede .

    Und genau dies komplette verstellbare Fahrwerk macht dann den höheren Preis der R aus.



    Wenn man bedenkt das eine 450 er H meines Forennamens richtig ausgestattet bei locker 15 K liegt ist die R doch schon fast ein Sonderangebot mit den vielen Ausstattungsdetails 👍

    Für mich kommt also nur eine R in Die Tüte

  • Nucool :

    OT:

    Erstaunlicher Weise nicht. Es geht auch immer mal was kaputt - es wird wirklich nie langweilig die letzten 10 Jahre. Das wird dir im Grunde jeder 990-Fahrer bestätigen. Falls sich mal für dich die Gelegenheit ergeben sollte, fahre Mal eine, egal ob SM/Duke/Adv. Neben der absoluten Leistung ist eben die Charakteristik entscheidend für dauerhaften Fahrspaß. Zusammen mit einem guten Fahrwerk und einer gescheiten Geometrie ist das zumindest so lustig, dass ich bis jetzt noch nichts Neues gefunden habe... Mit absoluter Sicherheit kann ich aber eben die 790"S" für mich ausschließen.

  • 1) Die Mopeds könn(t)en meist mehr als die Fahrer.

    2) Probefahren. Zumindest bei den größeren sind die Unterschiede zwischen R und nicht R sehr deutlich. Eben zwei unterschiedliche Motorräder. Letzlich Geschmacksfrage.

    3) Ein Endurokurs ist eine gute Idee.


    Anmerkung.

    Mir scheint Du suchst hier die Argumente für die "R" wobei die "S" passen würde. Ich halte es für wichtig gut runterzukommen. Es heißt nicht jeder Rahier. Und mit Deiner GS ginge sicher mehr, als Du denkst.

  • Der Pichler ist eben ein KTM-Angestellter, und da dir R Version schon fast ausverkauft ist, darf er Arme nichts anderes sagen, weil er von KTM einen Maulkorb bekam.


    Und klar, die R ist die Version, die auch viel mehr Emotionen versprüht und darum geht es doch auch beim Moped fahren. Ganz nebenbei ist das höherwertge Fahrwerk bei weitem mehr als 1000 Franken Wert, auch beim späteren Verkauf.

  • Thomas7

    Versprich Dir von den Teht Strecken nich zuviel .

    Für mich sind da viel zu viel Asphalt und bessere Wirtschaftszweige dabei die man mit einer normalen Gs locker fahren kann.

    Also auch mit der 790S für Straße ohne Probleme zu befahren .


    Bei deinen Gedankengängen wäre es ev. sinnvoll erst einmal einen Endurokurs für Einsteiger mitzumachen wo auch Leihmaschinen dafür angeboten werden.

    Meist 250 , 450 er Ktm Oder ähnliche

    Wenn Du dann Blut geleckt hast oder merkst das Dir das ev. mehr Spaß mit deutlich weniger Gewicht macht wird’s dann vielleicht eine 690 R er oder 450 exc ...

    Viele GS Fahrer die ich kenne haben genau so etwas als zweites Spielzeug zur Gs dazu gekauft .

  • Nahezu jedes Fahrzeug kann erheblich mehr, als der Fahrer sich traut oder kann.


    Ich bin früher Offroad (vierrädrig) gefahren, auch Trophy in Rumänien, und erst in richtig schwerem Gelände, wo man sich weglos Hänge mit 100% Steigung hochwincht, wird eine Materialschlacht draus, wo Mensch und Gerät an Limits stoßen.


    Umgekehrt bin ich mit meinem Alltags-PKW Sachen hoch und runter gefahren, wo die hochgelegten SUV Fahrer sich mit Allrad reihenweise ins Hemd gemacht haben. Verständnis der Situation ist nämlich hilfreicher als überkandideltes Material, mit dem man nicht umgehen kann.


    Will heißen: in den allermeisten Fällen wird ein Allround-Motorrad seinen Fahrer durch alle Situationen bringen, die in Europa auftreten, wenn man sein Gerät zu bedienen weiß. Wer nicht gerade Expeditionen heftigster Art vor hat und von der Sitzhöhe an der R scheitert, ist mit der kleinen 790er vermutlich bestens ausgestattet.

    Steter Tropfen ölt das Schwein :grins: