Ausfall der Bremse

  • Die Bremsausfälle erinnern mich auch an Dampfblasenbildung, aber immer an der selben Stelle? Gerade der zweite Unfall zum

    Fototermin ist doch sehr seltsam. Gehe mal davon aus, dass man nicht im Attackemodus unterwegs war.


    Ich hatte ABS-Einsätze am Vorder- und Hinterrad und der Bremshebel wird nicht weich. Es ist maximal ein leichtes Pulsieren

    zu spüren. Auch ein leichtes Abheben (Springen) des Hinterrades bergab, hat noch nie ein Öffnen der Vorderradbremse erzeugt.

  • Sitze gerade in Slowenien. Auf der Anfahrt hatte ich gefühlt 30% Bremsleistung vorne. Vor Ort habe ich die Bremse entlüften lassen. Seitdem vorne gut. Auf zwei Bergabfahrten fiel mir das Pedal der hinteren Bremse durch. Überhitzt. Das Mopped ist eine 3.0 Evo, EZ 10/24 und die Werkstatt hat angeblich die Bremsflüssigkeit bereits gewechselt. Hat jetzt 20000km die Kiste.


    Das durchfallende Bremspedal hinten ist aber nicht neu - hatte ich an der SMT und an der 1190 - da hilft nur anders fahren (Fussballen auf die Raste). Manche schwören auch auf andere (DOT5) Bremsflüssigkeit. Check mal wie du fährst, ob da nicht doch leicht der Fuß aufm Bremspedal aufliegt und tendentiell mehr bzw nur mit der Vorderradbremse arbeitern. Seitdem ich drauf achte hab ich keinen Bremsausfall hinten mehr gehabt.

    Bremse vorne - da muss man vernünftig beim wechseln dieser entlüften. U.a. auch an der Bremspumpe, da kommen noch ein paar Luftblasen raus. Gut dass jetzt deine Bremse funktioniert, viel Spass in SLO - super schönes Land mit netten Leuten!


  • Hatte exakt die Situation mehrmals mit der 990 SMT mit ABS - Hinterrad war in der Luft, vorne hat sie trotzdem sauber über alle Bodenwellen verzögert. Das Bosch 9M+ ABS war bzw ist super. Abhebeerkennung war damals aber - glaube ich - nicht Bestandteil des ABS. Grundsätzlich hat mir das ABS an der SMT aber schon ein paar Mal den Arsch gerettet, bin daher absoluter ABS-Fan.

    Mit der 1190 R habe ich das Thema abhebendes Hinterrad gar nimmer, die ist zu lang, stabil, federt vorne mehr ein. Aber auch hier regelt das ABS super. Nochmal einen Ticken feinfühliger, aber auch defensiver ausgelegt. Bergabfahren deutlich weniger stressig als mit der SMT, da holt es die Geometrie und stabile Auslegung raus.


    Anders das ABS an der BMW G650X (ab MJ 2007) das taugt nix. Verhindert zwar das Blockieren, aber macht danach viel zu lange auf und verschenkt Bremsweg - ist halt eine Generation älter.

    --> Lieber kein ABS als ein schlechtes ABS und lieber ein gutes ABS als kein ABS.

  • --> Lieber kein ABS als ein schlechtes ABS und lieber ein gutes ABS als kein ABS.

    Da bin ich bei dir.

    Wenn ich mir die Schritte bei der ABS-Entwicklung so ansehe ist das wirklich eindrucksvoll. Das ABS in meiner 2013er Streety ist so lala und in gewissen Situation auch eher gefährlich als hilfreich. Bei blockierendem Hinterrad macht das Ding halt beide Bremse (gefühlt ewig lange) auf. Fahrzeug bleibt lenkbar, aber gefühlt gibt man halt auch noch mal Vollgas statt zu verzögern. Starke Reibwertsprünge beim Belag sind auch so ein Thema...

    Dagegen ist das ABS der 890 SMT in alle Belangen dramatisch besser. Bin mal gespannt wo wir da in wieder 10 Jahren stehen.

  • Das ist die grobe Richtung, dauert aber noch. Lkw und Pkw's sind da schon weiter....

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    Sollten sich manche Biker ein Beispiel nehmen, siehe 0:35 min

    gut programmiert

    Gruß Klaus :winke: :wheelie:
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  • Ich hatte zweimal eine ausfallende Hinterbremse bei der 1050. War natürlich im Attackemodus. Dann bin ich auf die Posts mit ausfallenden Bremsen eigentlich über alle Modelle und schon seit vielen Jahr (-zehnten?) gestossen.

    Seitdem ist mein Vertrauen grundsätzlich dahin. Bremsflüssigkeit wird jetzt jährlich im Frühjahr gewechselt.

    Besonders bei Passabfahrten gehe ich jetzt immer schon etwas vor dem gewünschten Bremspunkt auf Druckpunkt und teste quasi ob beide da sind und mache bis zum Bremspunkt auch nicht mehr auf. Mit der Gewissheit kann ich dann auch hart ankern.

    Dadurch gewinne ich jedenfalls soviel Zeit, dass ich nochmal nachpumpen könnte, falls eine fehlt.


    Und weil es vorher mal Thema war. Ich bin letzte Woche mit der SMT bei Nässe den Jauffen runter und habe halbkräftig hinten gebremst. Da war ich grad auf einem Mittelstreifen in leichter Schräglage. Dabei ist das HR etwas ausgebrochen ohne ABS Eingriff. Das hat mich sehr gewundert. Ich kann mir gar keinen Reim drauf machen.

  • Bremsenausfälle bei Passabfahrten wegen Überbeanspruchung gibt es schon immer bei allen Fahrzeugen, das weiß man doch (Fahrschule) :denk:

    egal ob durch voll beladete Fahrzeiuge oder Bikes im Attakemodus......


    Könnte man auch bestimmt elektronisch ändern :zwinker:

    Ich sehe schon das nächste eletronische Schmankerl: autom. Geschindigkeitsdrossellung ab einer bestimmten Temperatur der Bremsflüssigkeit

    in Abhängigkeit der Fahrstrecke -situation (macht eigentlich Sinn, wird bestimmt schon lange dran getüftelt)

    Aber, für einige ein Problem weniger und für alle eine Fehlerquelle mehr (Ausfall der Elektronik, warum auch immer)


    Und, wenn du schon vor der "Zielkurve" voher auf den Druckpunkt bei Paßabfahrten gehts, leitest du schon gewollt unnötige Wärme in die Bremsflüssigkeit ein,

    und was passiert, speziell mit der Fußbremse ( mit deinem Fuß), wenn sich unerwartet vor der Kurve ein Schlagloch o.ä. befindet :denk:


    Zu deinem letzten Satz...aus der Fahrschule:

    Zebrastreifen, Fahrbahnmarkierungen, Kanaldeckel, Bitumenstreifen, Kopfsteinpflaster, Straßenbahnschienen...

    sind alle, teils auch ohne Nässe rutschig bzw. auch sehr rutschig, das weiß Mann/ Frau :zwinker:

    Gruß Klaus :winke: :wheelie:
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  • Meine 1290SA hat nur Road und Offroad. Road war ausgewählt.

    Vielleicht war die Straße etwas seifig. Ist ja in 3 Jahren nur einmal vorgekommen…

    Meine ist diese Woche in der Werkstatt wegen Bremsschalter vorne und anderen gelben Meldungen, die immer wieder hochkommen.

    Gerade beim Bremsschalter ist es so, dass bei Ausfall das ABS kein Signal bekommt, dass gerade gebremst wird! Und dann regelt das ABS selbstverständlich auch nicht. Klar jetzt, warum bei mir kürzlich das Hinterrad ausgebrochen ist.

    Der Typ bei der Serviceannahme meinte zuerst, da wäre nur das Bremslicht betroffen, aber es hängt noch mehr dran.

    Habe die Ehre :wheelie:

  • Die Hinterradbremse ist bei Motorräder auch ein besonderer Fall. Die hintere Scheibe bekommt ja nur leichten Fahrwind ab und

    neigt bei vielen Mopeds zum Überhitzen. Ein-Arm-Schwingen setzen noch einen darauf, weil die Felge/Reifen praktisch keine Kaltluft

    an die Scheibe lassen.


    An der Vorderradbremse hatte ich nur bei zwei einfachen Motorräder Fading. Die Suzuki GS500 und eine Husqvarna waren

    mit einer Scheibe etwas unterdimensioniert an der Bremse.

  • Das Problem ist nicht der Betreiber...das Problem sind unterdimensionierte Bremsen ab Werk ( Gewichtseinsparung,Kostendruck)

    Ich hatte schon eine 1200 Bandit und ne FZ1 bewegt auf Pässen berghoch und runter. Niemals gab es ein Versagen der Bremse. Die Bremsflüssigkeit wurde lt. Serviceintervall getauscht und nicht einmal im Jahr. Ist doch eigenartig oder?

    :sensationell::der Hammer::wheelie::driften:

  • Sprechen wir jetzt von vorne, oder hinten?


    Vorne ist die Bremsanlage absolut "state of the Art" dimensioniert.


    Das Thema mit der Einarmschwinge und der schlechteren Belüftung wurde schon genannt.


    Btw., nachdem hier von volle Attacken die Rede war:

    Dabei braucht man doch die Hinterradbremse nur um das Fahrwerk im ersten Anbremsmoment zu "strecken" und dann um den Lastwechsel beim Gasanlegen zu minimieren.

  • Und ich fahr schon seit 1987 Motorrad und hatte noch nie beim Pässefahren irgendwelche Bremsversagen, ganz egal mit welcher Marke,

    da braucht ihr euch diese KTM - Fehler nicht länger schön reden, das ist nicht normal...

    Fahre zwar erst seit 89, dafür sind es mittlerweile rund 500tkm. An zwei Motorrädern auf zwei Touren ist mir die hintere Bremse vorher ausgefallen. In beiden Fällen hatte ich ewig nicht die Bremsflüssigkeit gewechselt. Also klarer Fall von selbst schuld.

    Im aktuellen Fall wurde die Bremsflüssigkeit angeblich im November gewechselt im Rahmen der 15tkm Inspektion.

    Dann werde ich das wohl wieder selber machen.

  • Hallo zusammen,

    Bleibt beim Thema.

    Es ging um den Ausfall der Bremse in einer genau beschriebenen Situation.

    Allgemeine Aussagen von wegen hintere Bremse überhitzt nach langer bergabfahrt ist da weg vom Thema.

    only race Super Duke 990 chili red, SMR 560 Chili Spezial, RC8R, FS 570

  • Wenn die Ausgangsschilderung stimmt, dann ist der Bremshebel weichgeworden und ließ sich durchzeihen ohne Bremswirkung.


    Was kann ein „weichen Bremshebel“ verursachen?

    • Luft im Bremssystem
    • Bremsleitung undicht/defekt (Hatte ich mal an einer Suzuki, nach falscher Montage)
    • Bremsscheibe oder -belag verloren. :grins:

      Luft im System dürfte aber das wahrscheinlichste sein.

    Wofür eigentlich 4-Zylindermotoren? Am Motorrad sind es 2 zu viel und im Auto 2 zu wenig....

  • Wenn der Bremshebel weich geworden ist, stimmt was nicht mit der Legierung.

    Too old to die young

    KTM 950SM(R) ´06

    Ducati Multistrada 1200 ´12

  • Ich hoffe euch beiden geht es gut und es klärt sich irgendwie um wieder mit sicherem Gefühl losfahren zu können.