Kettenspannung

  • Was machst du mit deiner Kette??? So viel Durchgang hat meine nach 15000 noch nicht. Fettest du sie auch regelmäßig?

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  • Nach deiner Ansicht sollte man also am Moped schrauben können um es zu fahren???

    Kam zwar nicht von mir aber dazu dennoch eine Anmerkung:

    Natürlich muss man überhaupt nicht schrauben können, um Moped zu fahren, man braucht auch von einem Auto (fast) nix zu wissen um trotzdem damit fahren zu können und zu dürfen. Ganz klar.


    Es gibt aber einige Dinge bei denen es von Vorteil (für einen selbst) ist, wenn man sich damit ein wenig auskennt bzw. befasst.

    Beim Auto ist's z.B. von Vorteil wenn man weiss wo man Wischwasser nachfüllen kann oder auch mal Reifendruck und Reifenzustand prüft... Ist der Sicherheit zuträglich, einiges wird im Rahmen der HU ja ohnehin gemacht, manches macht aber durchaus Sinn auch zusätzlich und selbst zu kontrollieren.


    Beim Motorrad ist mitunter auch die Kette ein Verschleißteil, dass im schlimmsten Fall auch die Sicherheit gefährden kann. Nicht nur dass eine Kette reißen kann, sie könnte auch abspringen und sich im schlimmsten Fall verklemmen und zu einem blockierendem Hinterrad führen.


    Ein Kettendurchhang wie am Foto ist schon ziemlich heftig, wenn der tatsächlich nach 2000km schon so aufgetreten ist wurde die Kette evtl. doch nicht von der Werkstatt gespannt oder wurde irgendwas dabei falsch gemacht oder die Kette ist gröber verschlissen (und war's evtl. vorher schon).


    Wenn man Durchsicht und regelmäßige Kontrolle der Kettenspannung der Werkstatt überlässt - absolut OK. Solange man darauf vertrauen kann, dass alles ordentlich gemacht wird.. bei einem solchen Ergebnis wäre ich dann aber doch skeptisch..

    Und genau darum ist es eben sicherlich von Vorteil, wenn man zumindest eine "grobe" Prüfung der Kettenspannung selbst durchführen kann. Das Einstellen kann man ja dann immer noch der Werkstatt übergeben. Muss man nicht selbst können.


    Nicht Dein Ernst, oder? Tanken dann auch?

    Auch tanken muss man nicht zwingend selbst (können). Bei uns hat sich tanken längst zur Selbstbedienungsleistung entwickelt. Das war früher mal auch anders und ist auch heute in anderen Ländern nicht immer zwingend so. Auch wenn es manchmal sehr befremdlich scheint, wenn man an die Tanke fährt und plötzlich kommt ein Tankwart auf dich zu und will seinen Stutzen reinstecken ... :lautlach::lol::zwinker:

  • Gewisse Dinge sollte man schon können, KTM sowie alle anderen Hersteller sichern sich einfach ab.

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  • ....Auch tanken muss man nicht zwingend selbst (können). Bei uns hat sich tanken längst zur Selbstbedienungsleistung entwickelt. Das war früher mal auch anders und ist auch heute in anderen Ländern nicht immer zwingend so. Auch wenn es manchmal sehr befremdlich scheint, wenn man an die Tanke fährt und plötzlich kommt ein Tankwart auf dich zu und will seinen Stutzen reinstecken ... :lautlach::lol::zwinker:

    und dann der Liter 10-15 ct. mehr kostet - ob man nun selbst oder der freundliche Tankwart gezapft hat...


    DerGerry

    DerGerry

  • Was machst du mit deiner Kette??? So viel Durchgang hat meine nach 15000 noch nicht. Fettest du sie auch regelmäßig?

    Ja, weil ich eben dauernd mit Kettenschlagen kämpfe, schaue ich bewußt sehr oft drauf. Putzen und fetten - in eher übertrieben kurzen Abständen.

  • Das von KTM vorgegebene Maß 4 bis 4,5 cm passt in Bezug auf Sige´s Aussage die Achsen in die Flucht zu bringen.


    Ich hatte das Federbein diesbezüglich mal ausgebaut und die Achsen in die Flucht gebracht. In der Stellung ist die Kette kurz gerade so komplett gespannt.

    Siehst Du Paul, so ist das. Wie werden denn die Leute von KTM nur auf diese Maß-Empfehlung gekommen sein? :zwinker::lautlach:
    Es ist doch sehr schön, dass sich nicht alles ändert, sondern so manch uralte Regel immer noch gilt - und funktioniert.
    Bei der @ hab ich mir übrigens die Arbeit selbst noch nicht gemacht, die Achsen in Flucht zu bringen. Sehr schön ist es deshalb zu hören, dass die Empfehlung des Herstellers aber auch insofern mit der guten alten Methode deckt. :zwinker:

  • Edit Panini: Beleidigung entfernt Im Bild sieht man die Kette 2.000 km nach dem letzten spannen. Nach deiner Ansicht sollte man also am Moped schrauben können um es zu fahren??? (Hatte vorher öfters selbst gespannt, dann hatte ich das Gefühl das es zu straff sein könnte. Und dann aber gleich wieder locker war. Deshalb ging ich nur mehr zu meinem Händler - auch weil es ein kostenloses Service war). Edit Panini: Beleidigung entfernt

    Oh Mann, was läuft da schief? Alle 100m Gashand voll auf? Bei neuer Kette sollte 10000km keine Spannung verloren gehen. Danach wenige Millimeter alle 5000. Im Urlaub werden bei hoher Belastung 5000 und mehr km gefahren und ich habe noch mit keinem meiner Motorräder nachspannen müssen. Auch bei Kettenbelastung von über 20000km. Kettenspray und 125ml Motoröl, Visierputztuch und Reifennotflickzeug ist alles was ich mit habe.

    Zwei Finger von der Kupplungshand! :peace: ..und nicht vergessen Meinungen sind immer subjektiv!

  • Sige: Mein freundlicher Meister hatte mir die Kette mal auf 2,5 cm eingestellt nach der Jahreswartung. Da lief dann der Antriebstrang bei Lastwechsel richtig super. Allerdings habe ich nach dem Test mit dem Achsen in eine Flucht bringen schnell wieder auf das Standardmaß eingestellt. Im reinen Straßenbetrieb, Fahrwerk auf Sport, ohne Sozia und ohne Gepäck wird das sicher vollkommen ausreichen. Sollte es aber dann doch mal voll durchfedern, dann wars das mit der Kette oder mit dem Lager :kapituliere::grins:

  • Was machst du mit deiner Kette??? So viel Durchgang hat meine nach 15000 noch nicht. Fettest du sie auch regelmäßig?

    genau!

    Wenn ich die Kette in dem Maß oder in Intervallen <1000 KM nachspannen müßte, ist sie "um"!

    Aktuell auf der untermotorisierten 1190zig : 29000 Km, in der Zeit einmal nachgespannt und beim nächsten Längen dann getauscht.

    Wenn sich eine moderne Moppetkette deutlich längt ist sie fällig.

    Zitiere "Was machst Du mit Deiner Kette???

  • Die Motorleistung hat mit dem Kettenverschleiß nur sehr wenig zu tun, vorausgesetzt die Kette hat eine entsprechende Zugfestigkeit. Einr gute Motorradkette kann locker mindestens das drei bis vierfache ab, was das Motorrad n der Lage ist zu ziehen. Der entscheidende Faktor ist die Schmierung und das kein ein Mensch mit gelegentlichem AUftragen von Sprühfet nie so gut wie ein System, das präziese und sparsam arbeitet.

    Eine Kette längt sich nicht, weil die Laschen langgezogen werden, was viele denken. Eine Kette längt sich weil sie Spiel zwischen dem Bolzen und der Hülse bekommt, in der der Bolzen steckt.
    Da ist die Fettfüllung zwischen (zwischen Bolzen und Hülse).
    Wenn die Rolle auf der Hülse aber trochen läuft, dann hat man eine so große Reibungswärme, dass sich das Fett zwischen Bolzen und Hülse verflüssigt. Beim Ändern von fest auf flüssig wird das Volumen größer und das Fett drückt sich am Dichtring vorbei. Der Dichtring wird außerdem durch die Wärme und die Beanspruchung spröde und geht kaputt. Das Fett kann noch leichter aus dem Gelenk raus.
    Hat man zu wenig Fett oder eben keins mehr im Gelenk, arbeitet sich der Bolzen und die Hülse auf und bekommt Spiel. Das ist die Kettenlängung.

    Durch einen Öler wird die Fläche zwischen Hülse und Rolle ständig geschmiert. Dadurch bleibt das Fett im Gelenk und das ist der Grund, weshalb die Kette länger hällt. Bei Ketten minderer Qualität kommt es vor, dass von Haus aus die Fettpackung im Gelenk nicht passt, dann kann ein Öler auch nichts retten.

    Allzeit gute Fahrt


    Heiko

    Allzeit gute Fahrt

    Heiko

    CLS-Chain Lube Systems, Heiko Höbelt e.K.

    Einmal editiert, zuletzt von Hobbit ()

  • gut erklärt :Daumen hoch:

    Gruß
    der OLLI


    Wenn mich jemand fragt: "was geht ab?" male ich ihm ein Kreuz auf die Stirn und antworte: schwarzer EDDING schon mal nicht!

  • Ich habe heute mal bei meiner 1290S aus 2018 die Kettenspannung nach Handbuch kontrolliert. Auf Hauptständer stellen und Durchgang messen. Ich liege bei 1 cm. Auf die 4-4.5 cm komm ich nie im Leben. Da würde das so aussehen wie beim Bild von #18.

    Meine war kurz vorher beim Erstkundendienst, hat also die Werkstatt eingestellt (wegen Klappern vielleicht?)

  • Das ist sicher viel zu wenig, falls du richtig gemessen hast.

    Nimm einen Zollstock und halte den an die Schwinge unten ein Stück vor der Finne. Dann die Kette hoch drücken bis sie auch oben gespannt ist, Maß nehmen und dann Kette nach unten drücken (wieder bis sie oben gespannt ist) und wieder Maß nehmen. Der Messpunkt sollte natürlich der gleiche sein. Fertig.

    **Eat my Dust**

    Einmal editiert, zuletzt von Weasel92 ()

  • Ich liege bei 1 cm. Auf die 4-4.5 cm komm ich nie im Leben. Da würde das so aussehen wie beim Bild von #18.

    Meine war kurz vorher beim Erstkundendienst, hat also die Werkstatt eingestellt (wegen Klappern vielleicht?)

    dann hat die Werkstatt definitiv was falsch gemacht. Vielleicht wollte sie dir aber auch demnächst einfach nur einen neuen Kettensatz oder gleich ein neues Lager näher bringen. :kapituliere:

    Spaß bei Seite, Kette wird so eingestellt wie Weasel92 das beschrieben hat. Und bei 4cm Durchhang, sieht die Kette auch nicht so aus wie in #18, sondern ist wesentlich gespannter, sprich weiter oben!

    Grüße
    André :wheelie:

  • Hallo Weasel92,

    nach oben wird die Kette ja durch die Schwinge begrenzt. Der Messpunkt ist schon mal fix. Von "nach unten drücken" und dann messen hab ich in der Beschreibung nichts gelesen. Den Durchhang schafft die Kette selbst ja auch nur durchs Eigengewicht und damit komme ich auf meinen gemessenen 1 cm.

  • Trotzdem ist richtig nach oben und nach unten zu drücken und das Mass zu nehmen.

    .,...deine Aussage berücksichtigt nicht das die obere Kettenhälfte auch Gewicht hat und somit die Kette "spannt".

    :wheelie:immer wieder schön..

  • +1


    Wenn deine Kette tatsächlich so straff eingestellt wurde, dass du bei dieser Messmethode nur 1 cm hast, müsstest du das aber eigentlich auch hören.

    Falls es so sein sollte, dringend lockern, der Verschleiß und die Belastung für die Teile wäre dann überproportional hoch.


    Viele Grüße

    Uwe

  • Hab heute auf 4 cm gelockert. Meßstelle war 1 cm links neben der "Finne".

    Bin mal gespannt, ob die Kette jetzt auch mehr klappert.

    Einmal editiert, zuletzt von Butzi ()

  • Hab heute auf 4 cm gelockert. Meßstelle war 1 cm links neben der "Finne".

    Bin mal gespannt, ob die Kette jetzt auch mehr klappert.



    Nimm doch einfach den Messpunkt ( die Mitte ) zwischen Kettenplatt und dem unteren Schwingenschleifer und drück die Kette nach oben bis sie spannt und dann nach unten bis sie spannt und miss diesen Weg vom oberen und unteren spannpunkt.., idealerweise die Kettenspannung an mehreren Stellen messen, das heißt das Rad ein Stück weiter drehen und nochmal messen..und dann die straffste Stelle der Kette als Einstellungspunkt nehmen, ist auch ein Päpper an der Schwinge angebracht die den Messpunkt und das Maß genau anzeigt.

    ( Kette kann unter umständen ungleiche Spannung vorweisen durch ungleiche längung der Kette oder leicht elliptische Montage/ Fertigung des Kettenblattes, deshalb macht es Sinn die Kette an mehreren Stellen zu messen und die Kette mit der straffsten Stelle als Einstellpunkt zu nehmen )


    Gruß Viper